Unterweisung 207

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Buch des wahren Lebens, Lehren des Herrn


Unterweisung 207



So spricht der Herr:


1. Seid gesegnet, weil ihr keinerlei bildliche Darstellung mehr benötigt, die Mich symbolisiert, um meine Gegenwart zu fühlen. Dies ist ein Schritt, den ihr auf die Vergeistigung zu getan habt.

2. Vor euren Blicken liegt ein weites Feld, auf dem ihr eine Unterweisung nach der andern studieren könnt, ohne jemals ans Ende zu gelangen. Denn dies Leben, das ihr als menschliche Wesen habt, wird nicht ausreichen, um alles zu verstehen.

3. Wie hat sich das Aussehen dessen, was euch umgibt, verändert, seit ihr meine Stimme vernommen habt! Der Schleier, der eure Augen bedeckte, zerriss, und ihr könnt sie nicht mehr schliessen. Denn wer von denen, die das Licht erblicken, möchte erneut im Finstern sein?

4. Ihr könnt die Bewunderung, die Dankbarkeit und die Liebe, die ihr zu Mir fühlt, nicht mehr in eurem Herzen ersticken, und ihr beweist es Mir in eurem geistigen Gebet und in euren Handlungen. Ihr habt bereits die auswendig gelernten Gebete voll gekünstelter und gewählter Worte vergessen, die euer Verstand nicht begriff, noch euer Herz fühlte. Damals hattet ihr keine passende Ausdrucksweise, um zu eurem Gott zu sprechen.

5. Wenn ihr heute der Not, dem Elend oder dem Schmerz eurer Mitmenschen begegnet, fühlt ihr, dass aus dem Tiefsten eures Wesens ein Gefühl des Erbarmens, der Liebe aufsteigt, welches die Sprache ist, die euer Verlangen nach Gutem für eure Nächsten am besten ausdrückt.

6. Schon seit langem hattet ihr einen Tempel errichtet, um euch selbst anzubeten. Ihr habt euch selbst bewundert in der Erkenntnis der Macht und Herrschaft, die ihr über andere Menschen ausüben konntet. Ihr habt euch selbst geliebt, euch für stark und mächtig gehalten.

7. Diesen euren Hochmut habe Ich gebeugt und so bewirkt, dass ihr Demut fühlt, weil ihr eure irdische Bedeutungslosigkeit erkennt. Ich habe euch offenbart, dass es etwas in euch gibt, das euren Wert und eure Kraft begründet, dessentwegen ihr nicht eitel werden könnt, und dass dieses Etwas euer Geist ist; dass dessen Grösse weit von der Selbstherrlichkeit entfernt ist, die ihr in eurem fleischlichen Wesen fühlt. Denn der Geist ist ein Teil Gottes und steht über allem Materiellen. Dies ist die wahre Grösse, die Ich in den Menschen gelegt habe. Doch ihr müsst euch bemühen, dass sein Licht sich nicht abschwächt, damit ihr auf dem Entwicklungswege durch Verdienste euren Aufstieg erreicht.

8. Früher, als euer Leben von den Leidenschaften beherrscht war, fühlte sich euer Geist in Ketten gelegt und unterdrückt. Jetzt lernt ihr, diese Leidenschaften zu beherrschen, weil im Herzen meiner Jünger kein Platz für Stolz, noch Selbstsucht, noch Hass ist. Euer Geist beginnt nun die Handlungen, die Gedanken und alle Schritte eures Lebens zu lenken, und diese Unterwerfung ist wie eine freiwillige Sühne, der ihr euch unterwerft, um die begangenen Verfehlungen zu bereinigen.

9. So wird der Geist immer mehr Kraft im Guten gewinnen. Und wenn er so ans Ende seiner menschlichen Lebensreise gelangt, wird seine Herrlichkeit so gross sein, dass er beim Verlassen dieser Welt ganz in die Welt des Geistes eingehen wird, ohne Spuren von Hochmut oder Zeichen von Trübsalen an sich zu haben.

10. Wer mit dieser Demut und Erhebung ins Jenseits gelangt, wird die Nöte, die er auf dieser Erde hinter sich liess, nicht vergessen können. Dann wird er zu ihr zurückkehren, um zu einem Beschützer und Hüter der Schwachen, der Kranken und der Verirrten zu werden.

11. Entfaltet durch die Ausübung des Guten die Gaben eures Geistes, und wahrlich, Ich sage euch: Die Unglücksfälle, die Seuchen, die Krankheiten werden vor jenem zurückweichen, der sich Vergeistigung und gute Vorbereitung bewahrt. Dies wird nicht geschehen, damit er stolz darauf ist. Denn er wird es nicht mit seiner physischen Kraft erreicht haben, sondern durch den Geist, der durch Demut Macht hat.

12. Vereinigt euch mit Mir und vernehmt mein Wort.

13. Die Welt braucht Rettung, braucht Menschen guten Willens, die sich aufmachen und für meine Lehre eintreten.

14. Dies ist eine Zeit, in der der Mensch keine volle Erkenntnis seiner geistigen Situation besitzt.

15. Die Zahl derer, die erwacht sind, weil sie mein Wort vernommen haben, ist sehr klein verglichen mit der jener, die keine Kenntnis von meiner Kundgabe haben. Es gibt einige, die auf intuitive Weise die Nähe und Gegenwart des Geistigen fühlen.

16. Die Menschen benötigen eine rettende Hand und ein rettendes Wort. Diese Hand und diese Stimme werden jene meiner neuen Jünger sein, die durch grosse Anstrengungen das geistige Wissen bringen werden, das die Verirrten rettet.

17. Es nahen die Zeiten der Prüfung. Ich habe euch geschult, damit ihr Kraft und Mut habt, um alles zu erleben, was Ich euch angekündigt habe. In dieser Auseinandersetzung werden die Menschen begreifen lernen, dass der Grund für den Krieg zwischen Nationen und für den Kampf ihrer Weltanschauungen der ist, dass sie in Verständnislosigkeit und Entfremdung von der Unterweisung Christi leben. Denn wenn diese befolgt würde, wäre die Welt wohlgefällig. Aber wenn statt Liebe Egoismus herrscht - wie kann es da Klarheit im Verstand und Geistigkeit in den Werken seines Lebens geben? Wie kann sich unter diesen Umständen der Geist gegenüber der Widersetzlichkeit des Fleisches durchsetzen, um seine Essenz zu offenbaren?

18. Anstatt das Elend, das sie überall umgibt, zu beseitigen, sind die Menschen heute darauf aus, den grössten Vorteil für sich selbst daraus zu ziehen. Warum haben sich die Menschen nicht aufwärtsentwickelt im Verlangen nach einem Ideal, das ihnen reinere Gefühle und Bestrebungen vermittelt, die des Geistes würdiger sind? Weil sie nicht über das hinausblicken wollten, was ihren sterblichen Augen erkennbar ist, das heisst nicht über ihre Nöte, ihre irdischen Vergnügungen und ihre materialistische Wissenschaft hinausblicken. Sie haben die Zeit, die ihnen auf der Welt beschieden war, dazu verwendet und genutzt, möglichst viele Reichtümer und Ver- gnügungen zu haben - in dem Gedanken, dass, wenn es mit dem Körper zu Ende geht, für sie alles aus ist. Anstatt sich aufwärts zu entwickeln und sich als Kind Gottes zu betrachten, sinkt der Mensch in seinem unwissenden Hochmut auf die Stufe eines tiefer-stehenden Wesens, und wenn sein Geist von der Gottheit und vom Geistigen Leben zu ihm spricht, bemächtigt sich seiner die Furcht vor der Gerechtigkeit Gottes, und er zieht es vor, diese innere Stimme zum Schweigen zu bringen und keinen Gedanken an jene Warnungen zu "verschwenden". Er hat weder über das eigene Dasein noch über seinen seelischen und körperlichen Zustand nachgedacht. Wie könnte es anders sein, als dass er Staub und Elend ist, solange er in dieser Weise lebt und denkt?

19. Daher lehre Ich euch, und siehe da: Die Mich vernehmen, haben in ihrem Verstand eine andere Vorstellung und denken tief über jenes höhere Leben nach, welches das der Seele ist, und das schon im Erdenleben aufzuleben beginnen kann, wenn man begreift, dass etwas Höheres im Menschen existiert, welches meine göttliche Gnade ist.

20. Daran könnt ihr erkennen, dass das Gesetz oder die Kraft, die alles regiert, Gott ist, dessen Macht und Weisheit sich in der Natur offenbart, die eine Widerspiegelung seiner Vollkommenheit ist. Wenn diese Menschheit die Grösse ihres Vaters erkennt und anerkennt, wenn sie begreift, dass es nicht nötig ist, sein Bild zu schaffen, um ihn anzubeten, und sie ihn selbst in den scheinbar unbedeutenden Wesen der Schöpfung zu entdecken versteht, dann wird sie auf einem guten Wege sein und auf dem Wege, die Weisheit und die Macht Gottes zu erkennen, die alles Geschaffene in sich birgt. Auf diese Weise werden jene, die meine Unterweisung empfangen, immer mehr vergeistigen, weil sich ihr Auffassungsvermögen für weitere Horizonte öffnete. Die Mauer, die sie gefangen hielt, wird vor ihren Augen einstürzen, so dass sie eine Welt erblicken, in der sie eine Unterweisung nach der anderen ergründen und verstehen können.

21. Doch wahrlich, Ich sage euch: Noch ist das, was ihr gelernt habt, nicht ausreichend, um alles zu verstehen, was mein Wille ist. Noch lange werdet ihr auf diesem weiten Wege gehen müssen. Doch Ich sage euch auch, dass ihr von dem Augenblick an, an dem ihr den Schleier der Unwissenheit zerreissen konntet, nicht mehr umkehren könnt. Wer diesen himmlischen Gesang vernommen hat, wird sein Gehör nicht mehr meiner Inspiration verschliessen können, noch werden seine Lippen aufhören, seinen Herrn zu preisen.

22. Heute seid ihr fähig, jedes Mal ein anderes Gebet zu sprechen, das vom Grunde eures Herzens kommt. Vor kurzem noch formuliertet ihr gekünstelte Worte, die ihren Ursprung im Verstande und in Büchern hatten. Jetzt hat euer Gebet keine Grenzen mehr, denn jedes Mal, wenn ihr euch mit wahrem Glauben innerlich erhebt, fühlt ihr, dass ihr euch dem Kampfe immer mehr nähert. Daher ist es - im eigenen und fremden Schmerz und beim Dank sagen - statt Worten auf euren Lippen die Inspiration, die sich eurer Seele naht, um sie in die Gegenwart des Herrn zu tragen. Heute sind es nicht eure Lippen, die die Herrlichkeiten des Herrn preisen, jetzt ist es euer ganzes Wesen, das von Seiner Güte Zeugnis ablegt.

23. Erkennt euch, und wenn ihr eure Fehler entdeckt habt, so korrigiert sie. Ermutigt euch selbst mit der Hoffnung, zu dem Orte zurückzukehren, zu dem jede Seele gelangen muss. Kämpft mit diesem Verlangen auch gegen euch selbst. Beweist euch, dass ihr in eurer geistigen Natur überlegen seid. Beweist euch, dass ihr euch überwinden könnt, wenn euch die Leidenschaften, die schlechten Neigungen zu beherrschen versuchen.

24. Doch jenes Erbe vergangener Zeiten, als ihr für die Befriedigungen des Leibes lebtet und einen Tempel errichtet hattet, um euch selbst anzubeten, weil ihr euch für ewig, stark und mächtig fühltet, wird durch die wirkliche Erkenntnis dessen beseitigt werden, was die geistigen und materiellen Werte bedeuten.

25. Die Überzeugung von eurer Stärke und von eurem geistigen Wert darf nicht Grund für Eitelkeit sein. Denn die geistige Grösse unterscheidet sich sehr von der irdischen Grösse.

26. Geist ist Lichtfunke, Liebessamen, Lebenskeim.

27. Erkennt, welch falschen Weg ihr nahmt, als ihr bei dem Versuch, Grösse zu erlangen, nur euren irdischen Ambitionen die Zügel schiessen liesset.

28. Nach und nach versteht ihr nun die Spiritualität, und daher wird eure Seele Licht, Erkenntnis und Gnade haben, wenn ihr ans Ende dieses Lebens gelangt, das euch gewährt worden ist.

29. Begreift ihr also die Epoche, in der ihr lebt?

30. Betet, damit ihr den Vertretern der Nationen beisteht, die zusammenkommen, um die Konflikte unter den Völkern zu lösen. Meint ihr, dass sie alle eine unterschiedliche Vorstellung für jede Lösung haben? Nein, Volk, sie täuschen sich - innerlich, in ihrem Gewissen stimmen sie überein. Es sind die materiellen Interessen, die sie über ihre eigenen Überzeugungen hinweggehen lassen. Wie leicht wäre die Lösung aller Konflikte, wenn jeder nach seinem Gewissen handeln würde. Dann wäre die Welt im Frieden. Die Männer, die die Geschicke der Völker lenken, würden dann - weit davon entfernt, an ihre eigene Grösse zu denken - an das Wohlergehen aller denken. Doch davon ist nichts zu sehen, und das Misstrauen lässt die Menschen ständig auf der Lauer liegen.

31. Aufs Neue sage Ich euch: Wenn die Welt auf meinen Weg zurückkehrt und meine Lehre befolgt, wird sie ihre Probleme lösen und in Frieden leben.

32. An diesem Tage kommt mein universeller Strahl auf eure Seele herab, um euch mit dem Brot des ewigen Lebens zu nähren. Es ist meine Stimme, die euch gerufen hat. Ich sehe unter euch die zuletzt Gekommenen, die Ich einlade, sich an meinem Worte zu erquicken. Die einen sind ungläubig, andere abgöttisch, einige kommen wie sanfte Schafe zum Gehege, andere tragen auf ihrem Gesichte die Maske der Heuchelei. Sie zweifeln an meiner Gegenwart, und innerlich machen sie sich über meine Unterweisung lustig, weil es für sie unmöglich ist, dass der Schöpfer sich durch das menschliche Verstandesvermögen kundgibt.

33. Wenn es nicht der wahre Gott wäre, der sich kundtut, dann würde Er nicht die Beweise erbringen, die Ich euch gebe, noch würde Er den Weg der Tugend lehren. Der, der nicht glaubt, tut dies, weil er nicht nachgedacht hat. Sein Herz hat sich verschlossen, und er befindet sich im Dunkeln.

34. Die Stimme sagt euch: Ich bin der wahre Gott, der Vater, das Leben und das Licht. Ich komme herab, um Mich in dieser Form kundzugeben, um eure Verirrungen, Fehler und niederen Leidenschaften zu beseitigen, die euch daran hindern, die Wahrheit zu begreifen und zu ergründen.

35. Ich verrate keinen an die anderen, denn ihr seid bei meinem Festmahl. Durch mein Licht, das in eurem Geiste ist, spreche Ich zu eurer Seele, damit sie erschüttert wird und erwacht.

36. Ich bin derselbe Christus, den ihr in der Zweiten Zeit verdammt habt. Doch die Zeiten sind nach meinem Willen gekennzeichnet worden.

37. Als ihr Mich in jener Zeit zum Kreuz geführt habt, an dem Ich aus Liebe zu euch selbst den letzten Tropfen meines Blutes vergoss, liess Ich euch wie einen Unschuldigen erscheinen, der nicht weiss, was er tut, obwohl ihr den Messias durchaus in Kenntnis der Ursache verurteilt habt. Doch Ich liess euch in der Obhut von zwölf Männern zurück, die in der Nachfolge des Meisters meine Lehre unter der Menschheit verbreiteten.

38. Heute entdecke Ich unter euch die, die zu einer anderen Zeit mit voller Kehle schrieen: "Kreuziget ihn! Er ist ein Hexenmeister!" Und die so die Wohltaten verkannten, die Ich austeilte.

39. Die Zeiten sind vergangen, und eure Seelen sind nach meinem Willen gekommen, in dieser Nation zu leben, damit ihr "das Göttliche Wort", das Wort der Liebe und des Lebens, auf andere Art vernähmet.

40. Hier bin Ich bei euch! Ich rühre euer Herz an, damit ihr Mich beherbergt. Ich komme herab im Verlangen nach eurer Seele, die Ich sehr liebe. Denn ihr habt sie an die Sünde gekettet und so ihr Licht verdunkelt.

41. Wann immer eure Intelligenz erstrahlt ist, ist es nicht geschehen, um euren Nächsten zu lieben. Denn eure Liebe ist in einem Leben voller Bequemlichkeiten und materieller Befriedigungen erschlafft.

42. Ihr vergesst das ewige Leben der Seele und haltet euch schliesslich für Götter auf dieser Welt. Ihr zweifelt nach und nach an meinem Dasein und an meiner Gerechtigkeit, weil ihr seht, dass Ich das Blutvergiessen unter den Menschen nicht verhindere, ohne zu begreifen, dass Ich als Richter unerbittlich bin und die Sühnung und Bereinigung von Verfehlungen durch Schmerz zulasse.

43. Öffnet euer Herz! Erhebt eure Seele! Lasst sie euch sagen, dass die Stimme, die ihr vernehmt, dieselbe ist wie die, die zu euch immer von Liebe, Barmherzigkeit und Vollkommenheit gesprochen hat. Die Dritte Zeit hat euch überrascht! Habt nicht den Wunsch, Mich wie in der Zweiten Zeit als Mensch zu erblicken! Erinnert euch daran, dass Ich euch sagte, dass Ich "auf der Wolke" kommen würde. Mein Göttlicher Geist kommt zu euch herab, und daher sende Ich meinen Strahl von der Stufenleiter der Vollkommenheit auf den Stimmträger herab, und so wird meine Stimme selbst im Schmutz dieser Welt vernommen.

44. Nicht nur ihr vernehmt mein Wort. Ich, "das Wort", ergiesse mein Licht auf den Erdball. Aber wenn ihr alle fragt, ob sie eine Stimme vernommen haben, die vom Jenseits herniederkommt, werden sie euch mit "nein" antworten. Warum? Weil die Menschen taub auf den Wegen der Welt wandeln, von Sünde und Fanatismus umfangen, ohne auf den Ruf zu achten, der von ihrem Gewissen an sie ergeht.

45. Seit dem Jahre 1866 habe Ich euch mein Wort gegeben, das Erlösung für eure Seelen ist, und das euch den Weg kennzeichnet, auf dem ihr den vollkommenen Frieden auf dem ganzen Erdball erlangen werdet.

46. Ich habe eure Seelen mit einer schwierigen Mission betraut, durch die sie ihre Schuld gegenüber ihrem Herrn begleichen sollen. Ich bin dabei, das Unkraut auszureissen, um es in Bündel zu schnüren und ins Feuer zu werfen, bis es zu Asche geworden ist. Denn zuletzt wird das Licht erstrahlen, und meine Lehre wird weltweit anerkannt werden.

47. Der Mensch wird neue Lehren und neue Gesetze erschaffen, doch es wird nicht mehr sein Wille, sondern der meine geschehen. Dann wird es Frieden, Harmonie und Brüderlichkeit geben. Die Herzen werden sich nicht mehr von Hass nähren, keine mörderische Hand wird sich mehr erheben. Damit jedoch all dies geschieht, werde Ich euch zuvor läutern. Manche von euch werden diese Prophezeiungen vom Geistigen Tale aus in Erfüllung gehen sehen, und die, die weiterhin die Erde bewohnen, werden den neuen Generationen nach 1950 davon Zeugnis ablegen.

48. Volk: Der Weg, den Ich vorgezeichnet habe, damit ihr zu Mir gelangt, ist ein einziger. Er ist durch Licht gekennzeichnet. Auf ihm ist das Leben und das Gebet. Es ist der Weg der Seele. Wenn ihr auf ihm geht, werdet ihr nicht zugrundegehen. Wenn ihr auf diesem Pfade geht, so verkündet der Welt die Geistlehre, gebt Zeugnis von meinen Offenbarungen und lehrt eure Mitmenschen, durch das vollkommene Gebet zu Mir zu kommen.

49. Erinnere dich, Volk, jenes Beispiels von Gebet, das Ich euch im Olivengarten gab, als Ich beim Vater Vergebung für die Menschheit erflehte. Der Körper Jesu warf sich vor dem Himmlischen Vater nieder, doch nicht vor irgendeinem Bildnis, und Ich richtete meine Worte zum Himmel, zu demselben, den Ich der Menschheit vermachte.

50. Ein weiteres Mal verströme Ich meine Barmherzigkeit unter euch und umarme euch liebevoll. Wanderer des Lebens, Jünger und Kinderschüler: Es ist ein Gnadentag, an dem die Stimme des Meisters herniederkommt, um euch zu liebkosen. Ich zeige Mich nicht als strenger Richter, sondern als gerechter Vater, und mit meinem Worte führe Ich euch auf den von Mir angelegten Pfade, von dem ihr euch entfernt hattet.

51. Ihr alle seid Kämpfer. Ich sehe, dass manche niedergeschlagen ankommen. Andere haben den Sieg errungen, und wieder andere stimmen noch keinen Triumphgesang an. Ihr seid noch inmitten dieses Kampfes und kennt nicht seinen Ausgang. Die Felder, die ihr besäen müsst, und die ihr noch nicht kennt, sind sehr ausgedehnt. Aber ihr besitzt Samen im Überfluss und werdet ihn aussäen können.

52. Während die einen ergeben und stark sind in der Erfüllung ihrer Aufgabe, überfällt andere die Müdigkeit, und sie erschlaffen, obwohl sie wissen, dass es ein Auge gibt, das alles sieht, ein Ohr, das alles vernimmt, und eine Hand, die alles aufschreibt. Bedenkt, dass ihr eine kostbare Zeit verstreichen lasst, die ihr heute durchlebt, und dass sich morgen eure Augen ohne Licht nicht mehr öffnen werden. Dann wird sich eure Seele betrübt erheben, weil ihr mein Wort nicht vernehmen wolltet. Eurer Seele wird sich ein unermessliches Verlangen bemächtigen, Mich wie in dieser Zeit zu vernehmen. Doch nur eine strenge Stimme wird zu euch gelangen, die Stimme des Gewissens, die euch erbeben lassen wird. Daher sage Ich euch heute: Entfernt euch nicht von meinem Worte, seid nicht taub gegenüber meinen Weisungen. Entnehmt dieser Unterweisung ihren Sinngehalt wie ein heiliges Schriftstück, für das ihr euch vor Mir werdet verantworten müssen, denn es ist das Gesetz.

53. Die Blindheit des Volkes in Bezug darauf, die Grösse meiner Unterweisung zu begreifen, ist die Folge seiner Sünde und seines Schmerzes.

54. Diese Essenz, die Ich euch gebe, ist Leben für die Seele und Balsam für jeden betrübten Geist. Sie gleich dem Tau auf unfruchtbaren Feldern.

55. Wenn ihr noch keine guten Früchte geerntet habt, so fragt euer Gewissen nach dem Grund dafür, und dieses wird euch antworten, dass man, um gute Ergebnisse zu erzielen, arbeiten und wachen muss. Sät gute Beispiele auf das Land, sät Tugend, offenbart die Fähigkeiten, mit denen Ich eure Seele geschaffen habe. Entblösst sie von den schlechten Leidenschaften und bekleidet sie mit guten Werken. Dann werdet ihr auf Erden meine wahren Kinder sein und eine Verkörperung meiner Göttlichkeit.

56. In jedem von euch habe Ich die Verantwortung dafür gelegt, mein Trinitarisch-Marianisches Geistwerk bekannt zu machen, das von der Menschheit erörtert werden wird und in den Köpfen eine Revolution der Vorstellungen hervorrufen und all jene verwirren wird, die den Beginn dieses Werkes nicht begreifen und noch weniger sein Endziel begreifen können.

57. Meine Sämänner schlafen und machen mein Werk nicht bekannt, das rein und lauter ist, weil sie erkennen, dass sie ihm ihre schlechten Werke beigemischt haben. Es bleibt euch nur noch kurze Zeit dafür, dass die Welt mein Wort bei dieser Kundgabe vernimmt. Wenn ihr schlaft, werdet ihr morgen Schmerz und Bitternis im Herzen haben. Aber es wird nicht der Vater sein, der euch richtet, es wird euer Gewissen sein.

58. Es bleibt euch nur noch kurze Zeit, in der ihr diese Speisen geniessen könnt. Welche werden Ende 1950 bei Mir sein? Welche von euch werden den fruchtbaren Weizen eurer Ernte vorweisen können?

59. Die Welt schläft in ihrer tiefen Lethargie und wartet darauf, dass ihr kommt und sie zum Leben erhebt. Ihr habt euch noch nicht auf den Weg zu den "Toten" gemacht, weil euch das Vertrauen in Mich fehlt. Was befürchtet ihr von den Menschen? Fürchtet ihr ihre Justiz oder den Tod? Ich habe euch gesagt, dass Ich euch vom Tode befreien werde. Denkt daran, dass Ich euch ewiges Leben gegeben habe.

60. Ich bin nicht müde geworden, zu euch zu sprechen, denn Ich bin "das ewige Wort". Mein Wort ist der Meissel, der die Herzen aus Stein bearbeitet und glättet, aus denen Ich kristallklares Wasser quellen lasse.

61. In dieser Zeit des Schmerzes und der Tragik will, Ich, dass ihr Mich zum Vorbild nehmt. Aber setzt euer ganzes Vertrauen in Mich, dann werden eure Mitmenschen die Strahlkraft des Spiritualismus kennenlernen können. Ihr könnt es Mir gleich tun, seid nicht unsicher. Die Last des Kreuzes geht nicht über eure Kräfte.

62. Volk, als Ausgleich für eure grossen Prüfungen habt ihr mein Wort. Ihr seid von euren Angehörigen verkannt und verachtet worden um meines Werkes willen. Wie viele von euch waren den Orgien und Vergnügungen der Welt ergeben und brachten so ihre Seele zur Degeneration, für die jede Ausschweifung ein Schlag war. Doch wer brachte euch schliesslich von diesem Wege ab? - Euer Meister. - Ihr habt meine Liebe begriffen und dankt Mir dafür, weil ihr wisst, dass Ich als Belohnung für eure Entsagungen mit euch spreche.

63. Ihr glaubtet, dass es keinen Blick gäbe, der eure Vergangenheit kennen könnte. Doch hier bin Ich und lese im Buche eures Lebens, damit ihr nicht an meinem Dasein und meiner Gegenwart zweifelt.

64. In dieser Zeit habe Ich euch an den Platz meiner Jünger gesetzt, so wie Ich meine Apostel in der Zweiten Zeit um Mich scharte.

65. Mein Wort führt euch auf den Pfad, den meine Spur hinterliess. Ihr seid schon seit langem unterwegs, doch noch immer kommt kein Triumphschrei von euren Lippen. Ihr seid noch mitten im Kampfe und werdet die Belohnung erst erhalten, wenn ihr ans Ende der Lebensreise gelangt seid. Die einen sehe Ich stark, andere erschöpft. Ich werde euch Ruhepausen geben, damit ihr in ihnen nachdenkt. Denn jetzt ist eine kostbare Zeit, die niemand vergeuden darf.66. Missachtet nicht meine Weisungen und seid nicht taub gegenüber meiner Stimme. Höret dies Wort und entnehmt ihm den Sinngehalt. Klärt euren Verstand und reinigt euer Herz, damit ihr seine Grösse erkennt. In ihm ist das, was eurer Seele Leben gibt. Dies ist der Tau, den Ich auf die trockenen Felder herabsinken lasse, und es ist das Samenkorn, das ihr der Menschheit bringen sollt. Wenn manche meiner Kinder nach dem Aussäen keine Früchte ernten konnten, so deshalb, weil der Same nicht rein war. Sät das gute Samenkorn und wartet auf die gute Frucht.

67. Vertreibt aus eurem Herzen die Furcht vor den Menschen, die euch immer von der Durchführung eurer Mission abgehalten hat. Befreit eure Seele von jedem Makel, bis sie nackt ist, und beginnt sie dann mit dem Lichte eurer guten Werke zu bekleiden. Dann werdet ihr euch innerlich würdig fühlen, mein Gesetz zu verbreiten. Erklärt meine Lehre und lasst die Menschen sie erforschen. Beim Eindringen in mein Werk werden sie keinen Anfang entdecken, noch werden sie sein Ende sehen.

68. Meine Lehre ist so rein, dass ihr euch bei den Menschen für nichts entschuldigen oder schämen müsst. Wenn ihr euch dennoch schämen solltet, wird es wegen dem sein, was ihr ihm hinzugefügt habt, oder weil euer Leben nicht in Einklang mit dem ist, was ihr lehrt. Oftmals möchtet ihr unerkannt durchkommen; aber dies wird nicht möglich sein, weil Ich euch aussandte, damit ihr diese Frohe Botschaft mit dem Beispiel eurer guten Werke weitergeben würdet.

69. Die Welt wird sich bewusst werden, dass unvermutet eine neue Zeit für sie angebrochen ist, und sie wird sich an jene wenden, die ihr etwas über diese Dinge sagen können. Doch wenn ihr schlafen solltet - mit wie viel Schmerz würdet ihr dann erwachen!

70. Nur noch "Augenblicke" bleiben euch, um dies Wort zu vernehmen. Welche werden bei Mir sein, wenn es zu Ende geht? Welche werden mein Gesetz rein erhalten, so wie Ich es euch gegeben habe?

71. Bedenkt, dass ihr euch von da an starkmütig aufmachen sollt, um eure edle Mission zu erfüllen. Ihr sollt euch nicht vor dem Tode fürchten, denn Ich sage euch, dass der Tod nicht zu euch gesandt werden wird. Wohl aber sollt ihr der Versuchung, die ihr in eurem Leibe mit euch tragt, den Todesstoss versetzen, damit ihr nicht zu Fall kommt. Der gute Jünger muss lernen, sich selbst zu überwinden, um die anderen zu lehren, ihre Schwächen und Leidenschaften zu überwinden.

72. Erkennt ihr nicht die Schlichtheit, in der Ich zu euch spreche? Wahrlich, Ich sage euch, es ist die gleiche wie die, die sich in der Zweiten Zeit offenbarte, in der Ich Mich begrenzte, um dem Menschen gleich zu sein und ihn durch mein Wort und mein Vorbild zu erheben, damit er Gott ähnlich werden würde.

73. Seid meine Werkzeuge, aber niemals Hindernisse dabei, dass Ich zu den Herzen gelange. Warum zweifelt ihr daran, es Mir gleich tun zu können? Ihr habt die Unterweisungen schlecht verstanden. Da ihr meine Kinder seid, habt ihr doch wohl etwas Ähnliches von eurem Vater geerbt, und euer Vater ist gut.

74. Ihr seid vom Geistigen zur Erde herabgekommen, um über alle Schicksalsschläge hinweg die Spuren des Göttlichen Meisters zu suchen. Und jetzt, da Ich Mich durch euch kundtue, lasst ihr alles, was ihr habt, hinter euch, um Mich zu vernehmen. Meint ihr etwa, dass eure Entsagungen und Opfer von Mir nicht belohnt werden? Vergesst an keinem einzigen Tag das Endziel eurer Bestimmung, damit ihr täglich einen Schritt nach vorne macht.

75. Bedenkt, dass ihr Mir nichts geben werdet. Alles, was ihr erwirkt, wird euer sein.

76. Warum beuge Ich Mich herab und steige bisweilen sogar bis in den tiefsten Abgrund, um euch zu retten? - Weil Ich euch liebe.

77. In dieser Lehre habt ihr hier eine Grundlage, einen kurzen und sicheren Weg, um zu eurem Vaterland zurückzukehren. Es ist die Lehre der Vergeistigung. Wenn ihr sie begreift - wie viel Licht werdet ihr dann in euren Gedanken, in den Worten und in den Werken haben! Wiederholt nicht nur mit den Lippen, dass ihr Spiritualisten seid. Wenn ihr es einmal wirklich seid, werdet ihr es nicht nötig haben, es auszuposaunen.

78. Denkt über diese Unterweisungen nach, die Ich zurzeit eurem Herzen und eurer Seele gebe. Morgen werdet ihr sie dort suchen müssen, um sie euren Mitmenschen zu lehren.

Mein Friede sei mit euch!


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