Unterweisung 192

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Buch des wahren Lebens, Lehren des Herrn


Unterweisung 192



So spricht der Herr:


1. Seid willkommen an diesem Gedenktag, an dem ihr des Augenblickes gedenkt, an dem die Menschheit zum ersten Mal mein Wort durch das menschliche Verstandesorgan vernahm. Die Jahre sind vergangen, und Ich sehe, dass sich die geistige Fassungskraft von denen, derer Ich Mich bedient habe, sowie derer, die Mir zugehört haben, entfaltet hat. Sie sind keine "Kindlein" mehr im geistigen Sinne, noch Unwissende angesichts der Kundgebung der Göttlichkeit. Durch die innere Erhebung, die sie erlangt haben, haben sie erreicht, dass das Licht des Meisters sich unter der Menschheit offenbart, um euer geistiges Leben zu vervollkommnen.

2. Die Unwissenheit über die geistigen Wahrheiten, in der sich die Menschheit befand, wurde durch mein Licht beseitigt, und der Mensch begriff, dass die Macht des Allmächtigen sich in einem Akt der Liebe begrenzte, um sich durch seine Kinder hörbar und fühlbar zu machen.

3. Seit damals ist ein neues Zeitalter für die Menschen angebrochen, die nun keine Barrieren mehr vorfinden, die sie daran hindern, die Seele durch die Gnade, die dies Werk enthält, zu erfreuen und zu erquicken.

4. Seit damals waren alle meine Jünger frei von jenem falschen Glauben an die ewige Verdammnis, wenn sie in der Sünde sterben würden, oder an eine immerwährende Seligkeit, wenn der Tod sie frei von jedem Makel überraschen würde. Ihr seid erwacht und habt den Entwicklungsweg erahnt, dem die Seele über Reinkarnationen hinweg folgt, bis sie die Vollkommenheit erreicht, um im Geistigen zu leben, ohne länger auf der Erde leben zu müssen. Ihr habt den Grund für die Wiedergutmachung und den Sinn der Prüfungen verstanden.

5. Die Sünder, die zu Mir kamen, haben begriffen, dass es keine ewige Verdammnis gibt, und sie machten sich voll Hoffnung und Glauben auf den Weg, um zum Wohle der Seele zu wirken.

6. Eine neue Vorstellung von dem, was das Geistige Leben ist, bildete sich in deren Verstande, und der, der dem Glauben nach tot war, wurde für jenes Leben neu geboren. Dieses Wunder verwirklichte sich durch meine Kundgabe mittels des menschlichen Verstandesvermögens.

7. Am Anfang erlaubte Ich euch, dass ihr eure religiösen Sitten und Gebräuche beibehieltet, weil eure Seelen von ihnen durchdrungen und eure Sinne an sie gewohnt waren. Aber in dem Masse, in dem meine Unterweisung Licht in eure Seelen brachte, verschwanden jene Riten und Kulthandlungen allmählich. Angespornt durch die Wundertaten, die ihr durch den Glauben erlangtet, habt ihr erreicht, dass sich das wiederholte, was euch Jesus in der Zweiten Zeit sagte: Der Glaube wirkt Wunder.

8. Das, was Ich euch im Jahre 1866 übergab, war eine Erinnerung an das Gesetz, das euch schon Mose bekanntmachte, und an das Wort Jesus, des "Eingeborenen Sohnes", der euch in der Zweiten Zeit lehrte.

9. Es war notwendig, dass ihr in der heutigen Zeit daran erinnert wurdet, dass das Gesetz schon in der Ersten Zeit verkündet worden war.

10. Die Erfüllung, die ihr meinem Gesetze geben sollt, hat keine Grenzen. Heute in der einen, morgen in einer anderen Form müsst ihr immer das Gute für eure Mitmenschen suchen. Mein Gesetz ist kein Gebot, das mit Gewalt erzwungen wird, es ist eine ewige Aufforderung zum Guten. Ich werde euch das Gute nicht aufzwingen, Ich werde es euch eingeben und darauf achten, dass ihr es fühlt, damit ihr, wenn ihr es tut, spürt, dass ihr das Gesetz Gottes erfüllt habt.

11. Zu allen Zeiten hat der Mensch in seinem Verstande ein Bild von Gott geschaffen, gemäss dem er ihn gesucht und angebetet hat. Doch da in der Ausübung der Glaubensüberzeugungen Irrtümer bestanden, hat sich der Vater Boten und Gesandte erwählt - von meiner Göttlichkeit erleuchtete Menschen -, die die irrigen Vorstellungen berichtigt haben. Unter ihnen sind meine Stimmträger, die Ich vorbereitet habe, um euch durch ihre Vermittlung mein Lichtwort hören zu lassen. Während manche die göttlichen Botschaften mit Interesse vernommen haben, haben andere, als sie merkten, dass ihre fest verwurzelten Bräuche bekämpft wurden, Widerwille gegenüber dem Ruf meiner Boten empfunden.

12. Alle Botschafter meiner Göttlichkeit mussten Verspottungen erleiden, sie alle haben die Grausamkeit und die Undankbarkeit der Menschen erfahren. In jeder Epoche haben meine Wegbereiter das gepredigt und getan, was Ich ihnen anvertraut habe, immer im Einklang mit dem geistigen Fortschritt der Menschheit.

13. Ich habe euch immer mein Dasein als Schöpfer des Universums offenbart und machte euch von Anbeginn an begreiflich, dass die Grundvoraussetzung, um in Frieden auf dieser Welt zu leben, die Liebe und die Barmherzigkeit sind. Dann habt ihr entdeckt, dass es in eurem Wesen etwas gibt, das nicht zum Körper gehört. Als diese Ahnung in eurem Herzen Gestalt annahm, offenbarte sie euch die Existenz der Seele und die Überzeugung, dass es nach diesem Leben ein anderes für jene Seele gibt: die Ewigkeit.

14. Als Jesus als Mensch bei euch wohnte, machte Er euch mit seiner immer neuen und ewig-gültigen Lehre bekannt, die euch den Weg wies, dem ihr folgen müsstet, um ihn erneut zu finden. Und in der Dritten Zeit habt ihr Mich wiederum vernommen, jetzt als Heiliger Geist, durch das Verstandesvermögen des Menschen.

15. Jedes Mal, wenn Ich zu euch gekommen bin, habe Ich euch von der Anbetung der falschen Götter abgebracht, um euch auf den wahren Weg zu bringen. Der Göttliche Geist ist wirklich auf euch herabgekommen und hat der Welt gezeigt, dass sein Wort als Same der Liebe das Leben ist, das geboren wird, wächst und sich vervollkommnet. Als Christus sein Werk beendete, sagte Er: "Alles ist vollbracht", das heisst, dass jene Aufgabe ihr Ende gefunden hatte. Dennoch hatte Er zuvor versprochen, zu den Menschen zurückzukehren, denn Er hielt für sie noch neue Lektionen bereit.

16. Und hier ist der Meister bei euch, offenbart euch die neuen Unterweisungen und erinnert euch an die vergessenen, damit euch immer die Pflichten eurer Geistseele gegenwärtig sind, die ein wirkliches Ebenbild des Schöpfers sein soll, sowohl in den Augen des Vaters, als auch in denen eurer Mitmenschen.

17. Nach meinem Dasein als Jesus unter den Menschen habe Ich immer solche gesandt, die als "Soldaten" oder Apostel kamen, um meine Lehre durch ihre Werke zu bestätigen und um zu verhindern, dass die Menschheit meine Lehren verdrehen würde. Aber viele "Taube" und "Blinde", die mein Wort unvollkommen auslegten, waren geteilter Meinung und schufen so die Unterschiedlichkeit der Sekten. Doch wenn die Menschen dann geistig getrennt sind - wie könnten sie einander gemäss dem höchsten Gebote meines Gesetzes lieben? Daher sage Ich euch, dass diese Zivilisation nur Schein ist, weil die Menschen selbst sie zerstören. Solange die Menschheit nicht eine Welt auf den Fundamenten meines Gesetzes der Gerechtigkeit und Liebe errichtet, wird sie nicht den Frieden und das Licht des Geistes haben können, auf dessen Tugenden sie eine wahre Welt der Aufwärtsentwicklung schaffen und gestalten würde, sowohl im Geistigen als auch in der Wissenschaft und in der Moral.

18. Wenn ihr eure Lebensführung bereits nach den Befehlen eures Gewissens auszurichten vermöchtet, müsste sich die Göttlichkeit nicht materiell hörbar machen, um euch an eure Pflichten zu erinnern. Wenn ihr bereits begreifen würdet, dass das Blut des vollkommenen Menschen, der Jesus war, vergossen wurde, um euch den Weg zu eurem Heile zu zeigen, würdet ihr Mich unablässig auf jenem Wege suchen; aber ihr tut es nicht. Doch Ich liebe euch und bin auf der Suche nach denen, die Mich vergessen haben, um für sie meine Verheissung zu erneuern und ihnen zu sagen, dass sie noch immer das Himmelreich erwartet. Ich bringe euch keine neue Lehre, noch ein neues Gesetz, aber sehr wohl viele neue Offenbarungen. Doch alles, was Ich euch lehre, soll euch zur Erfüllung jenes Höchstgebotes veranlassen, das euch sagt: "Liebet einander."

19. Je länger ihr meinen Unterweisungen zuhört und von Mir lernt, desto mehr wird euer Geist erleuchtet werden. Es wird dann vergeblich sein, dass ihr euch selbst zu betrügen versucht, denn Er als Richter wird euch zur Rechenschaft ziehen. Vergeblich werdet ihr eure schlechten Taten zu rechtfertigen versuchen, denn das Gewissen wird euch unversöhnlich eure Fehler aufzeigen, bis ihr sie berichtigt. Ihr selbst werdet eure Richter sein. Denn Ich fälle keine Verdammungsurteile, noch weise Ich euch den Ort an, den ihr nach diesem Leben in der Welt des Geistes einnehmen werdet. Ich gebe euch nur ein, euch das Licht und den Frieden für das Jenseits zu erarbeiten. Ebenso zeige Ich euch, dass zwischen Gott und dem Menschen eine innige Beziehung besteht. Liebt Mich, auch wenn ihr euch nicht vorstellen könnt, wie Ich bin. Ich habe keine Gestalt, bin einfach Liebe, Macht, Weisheit, alles, was existiert. Doch wenn ihr all diese Eigenschaften nicht begreifen könnt, so seht Mich und stellt euch Mich vor durch Jesus. Und erinnert euch daran, dass Er euch sagte: "Wer den Sohn kennt, kennt den Vater."

20. Wenn ihr liebt, wenn ihr euch dazu gedrängt fühlt, Wohltätigkeit zu üben, wenn ihr vergeben müsst, so stellt euch Jesus vor. Fühlt ihn, lasst zu, dass Er in eurem Herzen lebt. Dann werdet ihr in Wahrheit "Nächste" sein für euren Vater, sowohl in der Liebe, als auch darin, dass ihr geistig keine Gestalt habt, weil ihr Licht seid.

21. Geliebte Menschen, Ich sehe euch müde und erschöpft durch die Last eurer Verfehlungen. Ihr bittet Mich um einen Heilbalsam, der eure Seele und euren Körper heilt. Doch Ich sage euch: Beginnt einen Kampf mit euch selbst, erforscht euer Inneres und lernt euch kennen. Beurteilt euch im Lichte eures Gewissens, damit ihr wisst, warum ihr in dieser Zeit leidet. Auf diese Weise könnt ihr, erfüllt von festen Vorsätzen, meinem Gesetze zu gehorchen, den Keim des Bösen ausreissen und gesund sein. Das Unkraut soll mit der Wurzel ausgerissen und ins Feuer geworfen werden. Nicht der Mensch ist das Unkraut, das auf Erden wächst, sondern die Sünde, die Unwissenheit, die sich vervielfacht hat und in die Herzen dringt. Aber mein Wort wird die menschliche Seele erleuchten, meine Inspirationen und Offenbarungen werden das Vordringen des Bösen aufhalten und werden das Herz des Menschen in fruchtbares Land verwandeln, und auf diese Felder werde Ich meinen Samen säen, bis er überreich Frucht trägt.

22. Ich bin der Arzt, der den Kranken aufsucht. Wenn ihr es müde seid, zu leiden, und ihr keine mitleidige Hand findet, die euch heilt, so kommt zu Mir, betet und verbindet euch mit Mir, und Ich werde den Trost spenden, den ihr benötigt. Ich werde nicht eure Vergangenheit verurteilen, Ich werde euch auf den Weg der Gesetzeserfüllung führen, und Schritt für Schritt werde Ich euch in Menschen guten Willens verwandeln.

23. Gelobt euch selbst, euch zu bessern. Schwört nicht vor Mir, denn das Fleisch ist schwach und kann euch in den Rücken fallen.

24. Wenn die Zeiten widrig sind, so verzweifelt nicht, lästert nicht. Haltet den Unwettern stand, nehmt die Prüfungen an, und eure Seele wird sich läutern und erreichen, sich zu vervollkommnen.

25. Ich werde dem Machtstreben der Menschen Einhalt gebieten. Die Zerstörung wird eine Grenze haben, und nach dem Tag, von dem die Propheten zu euch gesprochen haben, an dem der menschliche Stolz niedergeworfen wird, werde Ich jedem Geschöpf gemäss seinen Verdiensten Frieden gewähren, und ein neues Morgenrot wird für diese Welt aufleuchten. Wer kann in meine hohen Ratschlüsse eindringen? Wer wird es wagen, das zu zerstören, was Ich in euch geschaffen habe? Die Seele ist unantastbar. Wenn sie den Körper zerstören, bleibt die Seele bestehen, deren Essenz unsterblich ist. Und der Geist wird wie ein Gesetz weiterhin ihre Schritte lenken, bis sie zu Mir gelangt.

26. Jeder, der sich dem göttlichen Richterspruch beugt, wird die Richtung finden, die zur Vollkommenheit führt. Ich habe die Bestimmung jeder Seele aufgezeichnet, ihr Anfang und ihr Ende sind in Mir. Während ihres ganzen Weges erwarten sie grosse Beglückungen. Sie wird eine Schlacht nach der anderen schlagen, doch auf all ihren Wegen wird sie Mich finden, und meine Liebe wird sie stark machen. Der Vater wird sich nicht vom Kinde trennen, und wenn dieses zum göttlichen Schosse zurückgekehrt ist, wird ein Fest im Himmel und Freude auf dieser Welt sein. Dann werden Meister und Jünger vereint einander begegnen können.

27. Wahrlich, Ich sage euch, nicht nur auf dieser Welt gibt es Jünger. Auch im Jenseits erhalten die Seelen meine Unterweisung und vernehmen dasselbe Wort, das ihr hört. Selbst jene, die aufgrund ihrer Erhebung und ihrer Erkenntnis Meister sind, nahen sich, um das Wort des Göttlichen Meisters zu vernehmen. So wie es auf eurer Welt unterschiedliche körperliche Beschaffenheiten gibt, je nach der seelischen Reife, die jeder besitzt, so gibt es auch in der Geistigen Welt viele Stufen auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit.

28. So wie ihr herbeikommt, Mich zu hören, um zu erfahren, wie ihr eure Mission durchführen sollt, so machen sich auch die Lichtwesen bereit, Mich zu vernehmen, um ihrem Vater immer besser zu dienen. Deshalb bin Ich immer, wenn Ich zu euch spreche, von Engelscharen umgeben. In jener Stunde vereinen sie sich mit euch durch göttliche Bande der Liebe.

29. Im "Geistigen Tale" distanziert man sich nicht voneinander, niemand wird ausgegrenzt. Es existiert eine grosse Anziehungskraft und grosses Mitgefühl zwischen allen. Eben dies soll die spiritualistische Gemeinschaft in den Nationen, den Kirchen und Sekten tun, bis sie die Brüderlichkeit unter den Menschen erreicht.

30. Die neuen Jünger werden die Prophetien Wirklichkeit werden sehen, die die Herrschaft Christi im Universum ankündigten.

31. Wisset, dass jene, die auf anderen Welten wohnen, Mir von dort aus dienen und meine Befehle empfangen. Sie werden als Helfer und Wegbegleiter zu euch kommen und dabei ihre Macht und ihr Licht auf eurem Wege offenbaren. Sie werden zu euch mittels der Gabe der Weissagung sprechen. Ebenso werden die zukünftigen Generationen, die einen Schritt weiter als ihr kommen werden, in ihrem Verstandesvermögen das Licht grosser Geister empfangen.

32. Erkennet durch all das, was Ich euch offenbare, dass nicht alles, was auf eurer Welt geschieht, das Werk der Menschen ist. Versteht den Einfluss der Geistigen Welt auf euer Leben zu entdecken.

33. Meine Unterweisung hat euch genügend Wissen gegeben, um die Augenbinden des Fanatismus und der Unwissenheit zu zerreissen - jene Binden, die euch daran hindern, die Wahrheit zu schauen.

34. Lasst eure Seele frei, vor der sich unendliche Räume auftun. Zwingt sie nicht, nur in den Formen zu glauben, die eure Vorstellungskraft erschafft. Lasst zu, dass sie sich an meinen Unterweisungen inspiriert, dass sie Entdeckungen macht und dass sie sieht. So wird sie Weisheit erlangen. Wenn ihr Seelengrösse haben wollt, so helft ihr in ihrer Entfaltung, haltet sie nicht im Fanatismus zurück. Alles entwickelt sich, alles verändert und vervollkommnet sich. Nur mein Gesetz ist unwandelbar und unverrückbar, weil es immer gewesen ist und vollkommen ist. Es ist der Führer der Welt, ist der göttliche Ratschlag, das Licht, das das Gute inspiriert.

35. Morgen werdet ihr unter meiner Inspiration sprechen, und bis dieser Zeitpunkt kommt, dringt die Geistige Welt in das Herz der Menschen, um die Menschheit auf den Weg zu weisen, der sie zum Reich des Friedens führen wird.

36. Mein Wille hat Sünder erwählt, weil Mich nicht nach Gerechten verlangte, da diese schon gerettet sind. Doch nun hat euch meine Barmherzigkeit auserwählt. Zeigt euren Mitmenschen euer Leben als einen Spiegel, als ein Vorbild und einen Beweis für Erneuerung.

37. Ich kenne die Kämpfe, die es in eurer eigenen Seele gibt, die Schwächen eures Herzens, so dass ihr manchmal nicht die Kraft findet, um in den Prüfungen siegreich zu sein. Dann fleht ihr den Meister an und bittet ihn, dass Er euch zu Hilfe kommt, dann bekennt ihr vor ihm, dass ihr meiner Gaben und Gnaden nicht würdig seid.

38. Darum habe Ich Mich euch genähert und euch gesagt: Trinkt von der Essenz meines Wortes, denn es ist mein eigenes Blut, das euch reinwaschen und euch erlösen wird.

39. Die Seelen sind verzückt, wenn sie Mich vernehmen, die Herzen schlagen schneller, wenn sie das Licht meines Wortes empfangen, die Lippen beginnen die ersten Ausdrucksweisen der Vergeistigung zu stammeln. Es sind die der neuen Jünger, die für das wahre Leben geboren werden.

40. Ich sah eure Armseligkeit und eure Armut, zugleich auch eine grosse Demut und Ergebung in eurer Seele, und als der rechte Augenblick gekommen war, kam Ich und brachte euch euer Erbe.

41. Als die Menschenmengen zu den Orten zu kommen begannen, an denen sich mein Wort kundgibt, erblickte Ich nur verwaiste Herzen. Ihr habt dann mein Wort vernommen, dessen Essenz wie ein machtvoller Heilbalsam das Wunder bewirkte, euch zum Leben auferstehen zu lassen.

42. Allein mein Wort, allein diese Lehre konnte euch darin unterweisen, in eurem Wesen die Existenz eurer Seele zu suchen, ihre Fähigkeiten, ihre Eigenschaften, ihre Aufgaben.

43. Jetzt, da ihr euch selbst kennenzulernen beginnt, erfahrt ihr nach und nach ein grosses Vertrauen in das Leben, einen wirklichen und wahrhaftigen Glauben an Mich, einen Frieden, den ihr zuvor nicht gekannt habt.

44. Meint ihr nicht, dass es richtig ist, dass eure Seele den Weg kennt, den sie gehen muss? Dies ist es, was Ich wollte, wenn Ich euch meine Unterweisung gebe. Denkt daran, dass Ich euch schon in damaliger Zeit sagte: "Ich bin der Weg, wer auf ihm geht, wird nicht zu Fall kommen."

45. Nicht nur diejenigen, die Mich durch das Verstandesvermögen dieser Stimmträger vernehmen, werden weise sein. Nein, Ich bereite alles vor, damit mein Wort, auch nachdem es sich nicht mehr durch diese Übermittler kundgibt, an alle Orte der Erde gelangt. Denn meine Botschaft ist für alle Völker bestimmt, die die Menschheit bilden.

46. Menschen, die ihr krank herbeikamt und euch mit dem Heilbalsam meines Wortes geheilt habt: Begreift, dass ihr nicht nur kamt, um von der Krankheit zu genesen, die euch quälte. Begreift, dass der wahre Zweck meines Rufes der gewesen ist, euch die geistige Mission zu enthüllen, die ihr gegenüber euren Mitmenschen erfüllen sollt.

47. Begnügt euch nicht damit, euch zu freuen, weil ihr euren Frieden zurückgewonnen habt. Erstrebt auch für eure Seele die Freude, die die Werke der Barmherzigkeit schenken. Euer Zeugnis soll sich nicht darauf beschränken, zu sagen: "Der Meister hat mich geheilt", sondern darüberhinaus sollt ihr dasselbe an euren Nächsten tun. Denn dann werdet ihr wirklich Mir und ihnen gerecht werden, werdet von der Liebe eures Vaters Zeugnis ablegen.

48. Wer kein Mitleid gegenüber den Notleidenden fühlt, wer in seinem Herzen nicht den fremden Schmerz spürt, wird nicht den Schritt getan haben, den man auf meinem Wege tun muss, um sich Jünger Christi zu nennen.

49. Ich habe euch verhärtet, gleichgültig und egoistisch gegenüber den anderen angetroffen und habe damit begonnen, meine Wohltaten auf euch auszugiessen und so euer Herz liebevoll zu machen und euer Mitgefühl zu erwecken, damit ihr später eure Aufmerksamkeit auf die anderen richten und euch selbst vergessen könntet.

50. Heute weiss die Welt nicht, dass Ich ein Volk zusammenführe, dessen Stimme eines Tages überall zu hören sein wird. Ich werde die neuen Jünger aussenden, um zu predigen. Aber dies wird erst geschehen, wenn sie vorbereitet sind, wenn sie sich dem Kampfe zu stellen vermögen, und die Menschen sie nicht zum Schweigen bringen können, weil sie ihnen vorher schlagende Beweise meiner Wahrheit erbracht haben.

51. Die Menschheit weiss nichts von den Gaben, die Ich diesem Volke derzeit offenbare, welches jene Geistesgaben sind, die jeder Mensch und jede Seele besitzt. Wenn meine Jünger diese Fähigkeiten entfaltet und sich vorbereitet haben, werden sie ihren Mitmenschen ein umfassendes und wahrhaftiges Zeugnis geben können.

52. Noch muss dies Volk sehr darum ringen, seine Zurüstung und seine Vergeistigung zu erreichen. Es wird viele Prüfungen durchmachen müssen, um sich von den Makeln zu reinigen, die noch an ihm haften. Doch mein in diesen Zeiten ausgesprochenes Wort wird in Erfüllung gehen, so wie das eingetroffen ist, das Ich der Menschheit in den vergangenen Zeiten offenbarte, und ihr werdet den geistigen Samen sich auf allen Wegen der Erde verbreiten sehen, wie ein unaufhaltbarer Strom kristallklaren Wassers - reinigend, läuternd, alles Böse niederreissend -, das die Felder fruchtbar macht, und allen Landen das Leben und die Wahrheit bringt.

53. Was bedeutet schon die Kraft der Menschen gegenüber meiner Macht? Was vermag schon die Gegnerschaft der materialistischen Völker gegen die unendliche Kraft der Vergeistigung? - Nichts! Ich habe zugelassen, dass der Mensch bis an die Grenze seines Machtstrebens und bis zum Gipfel seines Hochmuts geht, damit er selbst feststellt, dass die Gabe der Willensfreiheit, mit der er vom Vater ausgestattet wurde, eine Wahrheit darstellt. Doch wenn er dann bis an die Grenze gelangt ist, wird er seine Augen dem Lichte und der Liebe öffnen und sich angesichts meiner Gegenwart beugen, bezwungen von der einzigen absoluten Macht und der einzigen universellen Weisheit, welche die eures Gottes ist.

54. Kämpfe und bleibe standhaft, Volk, und wahrlich, Ich sage euch, Ich werde euch gewähren, die Erfüllung meines Wortes zu erleben.

55. Fühlet, geliebte Jünger, wie sich die Göttliche Liebe offenbart, wenn ihr eure Verfehlungen bereut. Mein Geist weilt dann gerne unter den Menschen.

56. Mittels des menschlichen Verstandesvermögens habt ihr Mich als verständnisvollen und gütigen Vater erlebt, der eure Unvollkommenheiten mit Weisheit und unendlicher Geduld korrigiert hat.

57. In dieser Zeit werde Ich euch mit einfachen Worten die erhabenste Darstellung dessen hinterlassen, was Vergeistigung ist. Ich lehre euch die praktischste Art und Weise, eure Aufgabe zu erfüllen, damit der Jünger dieses Werkes ohne Straucheln auf dem von meiner Vaterliebe von Ewigkeit her vorgezeichneten Pfade wandelt.

58. Der Spiritualismus schafft keine neuen Gesetze, er offenbart euch nur die Art und Weise, ohne stehenzubleiben aufwärts zu steigen und seinen Weg dem Gesetze aller Zeiten entsprechend zu gehen.

59. Die Seele ist ursprünglich rein; doch wenn sie auf der Welt von Unreinheiten angesteckt worden ist, muss sie sich zuerst läutern, bis sie den Sieg in dieser ihr anbefohlenen Sache erlangt.

60. Der Spiritualist aus Überzeugung soll alles aus sich selbst eliminieren, von dem er der Auffassung ist, dass es für ihn Rückschritt bedeutet. Denn mein Wort soll nicht durch Furcht aufgezwungen werden, es soll bekehren und überzeugen, indem es seine Wahrheit und seine Liebe fühlbar macht, so wie die Lehre Christi in der Zweiten Zeit auch nicht aufgezwungen wurde.

61. Heute sagt euch Christus, der Meister: Jenes Wunder, durch mein Wort umgewandelt zu werden, bewirkt der Glaube.

62. Wer zweifelt in dieser Zeit an meiner Gegenwart? Wer kann die Wirkungsmöglichkeiten begrenzen, aufgrund derer Ich alles vermag? Wer könnte verhindern, dass der Meister sich durch ein menschliches Geschöpf kundgibt, das sein Meisterwerk ist, bezüglich des Geistes geschaffen als sein Bild und Gleichnis?

63. Verwendet von dieser Erklärung den Sinngehalt als Waffe, um dem Ungläubigen morgen diese Kundgebungen zu erklären.

64. Ihr werdet euch mit Fragen der Unwissenden und der Feinde dieser Sache bestürmt sehen. Doch seid unbesorgt, Ich werde mit euch sein. Vorher lasse Ich euch die Wege, die Fallstricke und Gefahren wissen, damit ihr im Wissen um das Gute und das Böse immer den richtigen Weg zu entdecken vermögt, der euch zu eurem Ursprung, zum Schosse des Vaters zurückbringen wird, aus dem ihr hervorgegangen seid.

65. Dass der Mensch die Erde bewohnt, geschieht durch den Willen des Vaters, durch ihn atmet und lebt er. Und diese menschliche Gestalt nahm euer Herr an, um auf der Welt zu leben und zuzulassen, dass ihm das Gute und das Böse nahetreten würde, und er sich in seiner Demut auf die Probe stellen liesse. Da Ich aus Liebe Mensch wurde, um unter euch zu leben - warum sollte Ich Mich dann nicht durch das Verstandesvermögen des Menschen kundtun, den Ich so sehr liebe und den Ich suche, um ihm zu helfen, das Heil zu finden?

66. Jedes menschliche Wesen fühlt in sich seine eigene Seele leben und spürt zuweilen das Verlangen nach einer unsichtbaren Hand, die sich nach ihm ausstreckt. Wenn der Schmerz sein Herz durchdringt, richtet er seinen Blick zum Himmel im Verlangen nach Ergebung, und er schreit aus tiefstem Herzensgrunde, um erhört zu werden. Wie kommt er auf den Gedanken, dass seine Stimme den Schöpfer erreicht, und dass sein leidgeprägtes Gesicht von Ihm gesehen wird? Wie kann er den Gedanken hegen, dass sein Herr ihn kennt? - Weil es in seiner Seele Fähigkeiten gibt, die ihn den Vater erahnen und kennen lassen, um Ihn dann anzuflehen, wenn er das, wonach er verlangt, nicht auf Erden findet. Wenn ihr meine Unterweisungen nach und nach versteht - warum dann nicht glauben, dass Gott sich durch die Eigenschaften des Menschen kundgeben kann, da dieser ein Teil von Gott selbst ist?

67. Der Mensch, so materialistisch er auch sein mag, wird eine Macht erahnen, die über allem steht, und diese Ahnung oder dieses Innewerden meines Vorhandenseins wird ihn davon überzeugen, dass diese Kundgebungen dem Prinzip der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Liebe folgen.

68. Gewiss ist es notwendig gewesen, dass der für diesen Dienst begabte Mensch genügend Überzeugung haben musste, um einen so heiklen Auftrag auszuführen, und dass, wenn er nicht rechtzeitig die Schwächen und Neigungen zum Materiellen abzulegen vermochte, um meinen göttlichen Strahl zu empfangen, die Kundgebung nicht den äusseren Glanz hatte, den die Zuhörer immer wünschten, obschon hinter den Unvollkommenheiten des sprachlichen Ausdrucks immer die Essenz und die Wahrheit des Göttlichen Geistes gegenwärtig gewesen ist.

69. Wenn ihr beim Studium meines Wortes irgendwelche Unterschiede in der Ausdrucksweise findet, soll euch dies nicht beirren, weil es keine Bedeutung hat. Die Inspiration erreicht alle Stimmträger, und sie geben ihr die sprachliche Form je nach der Vollkommenheit, die sie sprachlich erreicht haben.

70. Haltet euch an den Sinngehalt, denn er ist das, den ihr mitnehmen sollt.

Mein Friede sei mit euch!


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