Unterweisung 190

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Buch des wahren Lebens, Lehren des Herrn


Unterweisung 190



So spricht der Herr:


1. Volk, Menschheit: Die Gegenwart Elias' ist in dieser Zeit bei allen.

2. Ihr Menschenscharen, die ihr euch dieser Kundgabe erfreut: Höret die Stimme Elias', dessen Namen der Menschheit kaum im Bewusstsein geblieben ist, obwohl Ich euch auf dem Berge Tabor die Bedeutung seiner Mission bekanntmachte; aber ihr habt diese Offenbarung nicht ergründen wollen. Jetzt, da ihr die Stimme Elias' vernommen habt, fühlt ihr seine Gegenwart, und es erscheint euch so, als ob ihr das Kommen seines feurigen Wagens hört.

3. Elias ist der Lichtstrahl, den Ich euch immer gesandt habe, damit er euren Weg erhellt. Er ist es, der die Erde erleuchtet hat, damit ihr den Weg findet und ihm folgt, der euch dem Punkte näher bringt, an dem euch euer Vater erwartet. Er ist der Vermittler der grossen Geheimnisse der Seele, die er euch in dieser Zeit erklärt hat, damit ihr euren Vater besser verstehen könnt. Auch heute erfüllt er eine ähnliche Aufgabe wie in der Ersten Zeit: die Abgötter von ihren Altären zu stossen, um die Welt die wahre geistige Gottesverehrung zu lehren.

4. Bei Elias könnt ihr das Gesetz der Reinkarnation erklärt und erwiesen finden, das die Menschen heute so sehr bekämpfen. Bei ihm könnt ihr auch eine Unterweisung und eine Aufklärung darüber entdecken, was die Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen ist, als er sich geistig durch den Mund und das Verstandesvermögen des Propheten Elisa kundgab.

5. Seht, wie viele und wie grosse Unterweisungen euch Elias immer gebracht hat, wie er euren Geist unterrichtet hat. Seht, wie er euch zu allen Zeiten grosse Offenbarungen bekannt machte, die für euch schwer erklärbar sind. Doch all jene Kenntnisse, die ihr in den vergangenen Zeiten nicht verstanden haben solltet, werden euch jetzt in dieser Dritten Zeit von demselben Elias erklärt werden, der mit der Mission kommt, alles in seinem wahren Sinn wiederherzustellen.

6. Gesegnet seien all jene auf der Welt, die bei dem Gefühl, dass sich das Licht ihres Geistes zu beleben beginnt, sagen: "Elias ist gekommen", und die dann hinzufügen: "Die Wiederkunft des Herrn rückt näher." - So wie in jener Zweiten Zeit, als die Menschen erkannten, dass Johannes von den Wundern des Himmelreiches weissagte und sprach, und sie sagten: "Ist es wohl Elias?"

7. Der grosse Prophet, der Wegbereiter, der Gesandte ist unter euch. Doch jetzt ist er nicht Mensch geworden, er befindet sich im Geistigen, und der Lichtstrahl, mit dem er sich offenbart hat, ist der gleiche wie jener, dessen er sich bediente, um die falschen Götter zu zerstören, und mit dem er den wahren Glauben im Herzen des Volkes des Herrn entzündete.

8. Seelen, folgt ihm nach! Menschheit, höre auf ihn! Er ist der Hirte, der euch zu meinem Schosse führt, er mit der Leuchtturm, der die Route erhellt und anzeigt, um zum rettenden Hafen zu gelangen.

9. Begreift, dass die Zeit enteilt und der Tag näher kommt, an dem Ich nicht mehr durch diese Stimmträger zu euch sprechen werde. Jene, die meine Unterweisung genutzt haben, werden in Frieden sein. Doch wird es viele "Waisen" geben, die meine Gegenwart in dieser Form vergeblich suchen werden. Ich werde Mich jedoch nicht entfernen, Ich werde sehr nahe bei euch sein und werde durch jeden sprechen, der sich von Geist zu Geist zubereitet.

10. Der Zeitpunkt wird kommen, an dem verschiedene Sekten und Religionsgemeinschaften das Kommen des Herrn ankündigen und sagen, dass alle Vorzeichen erfüllt sind, und dass nun diese Zeit gekommen ist. Ihr, die ihr die Wahrheit kennt, sollt ihnen das sagen, was ihr von Mir wisst. Seit dem Jahre 1866 bin Ich als Tröstergeist erschienen und habe die Meinen aufgesucht - jene, durch die Ich die Frohe Botschaft bekanntmachen werde, o Menschheit!

11. Ihr sollt euch nicht jenen fernstehend fühlen, die - obwohl sie Mich erwarteten - nicht rechtzeitig die vorausgehenden Zeichen zu entdecken verstanden und zu spät das verstanden, was ihnen ihr Ahnungsvermögen eingab. Verkennt euch nicht wegen dieser Differenzen. Da sie nicht Zeugen meiner Gegenwart sein konnten, habe Ich ihre Seele erleuchtet, und sie sind auf einem guten Wege. Ihr alle werdet euch in dem Ideal vereinen.

12. Meine Auserwählten befinden sich auf den verschiedenen Zweigen des Baumes. Viele werden noch vor dem Jahre 1950 herbeikommen, um meiner Kundgabe beizuwohnen, andere werden sich Zeit lassen. Wohl denen, die mein Wort durch einen Stimmträger hören, denn sie werden in sich fühlen, dass sie diese Stimme schon kennen, dass sie nicht menschlich ist, sondern von Mir stammt.

13. Ich komme, euch zu sagen, dass ihr euch von eurem Gewissen leiten lassen sollt, dass ihr euch freimacht und nicht noch einmal Sklaven jener werdet, die euch unvollkommenen Kultformen, Vorurteilen und Dogmen unterwerfen wollen.

14. Ihr alle könnt meine "Arbeiter" sein, Botschafter meiner Lehre. In eurem Kampfe werdet ihr euch nicht verlassen fühlen; auf meinem Schosse werdet ihr sicher sein und nichts zu fürchten haben.

15. Ich, der Ich über der ganzen Schöpfung stehe und doch in ihr pulsiere, spreche durch den Menschen, mein bevorzugtes Geschöpf. Wundert euch nicht, dass Ich Mich durch die wenig Geachteten, die Ungebildeten kundgebe, und dass Ich Mich an Orten voll Armseligkeit und Armut offenbare. Ich versichere euch, dass das, was für euch ein Palast ist, dies für Mich nicht ist. Dort hingegen, wo ihr nur Armut und Armseligkeit erblickt, ist es möglich, dass im Innersten wahrer geistiger Glanz vorhanden ist.

16. Ich sage euch dies, weil es viele gegeben hat, die sich in ihrem Innern fragen, warum Ich Mich nicht im Innern der grossen Synagogen oder in den prachtvollen Kirchen kundgebe. Auch in damaliger Zeit fragten sich viele Menschen, warum der Messias nicht im Schatten des Tempels von Zion geboren wurde und aufwuchs.

17. Heute wie damals lehre Ich euch, dass das, was unmittelbar zum Vater gelangt, die Lauterkeit eures Herzens ist. Denn jeder seiner Schläge spricht zu Mir von euren guten Werken.

18. Seht die Bescheidenheit, mit der Ich immer zu euch gekommen bin. Bedenkt, dass Ich zu allen Zeiten ohne Throne, ohne Zepter oder Palast gekommen bin, immer in Schlichtheit und Sanftmut gehüllt. Was würden die Armen, die Parias, die Enterbten von Mir denken, wenn sie Mich von Pomp und Luxus umgeben zu ihnen kommen sähen? Sie würden sich gedemütigt, meiner unwürdig fühlen. Die Herren, die Reichen, die Grossen der Erde dagegen würden Mich den Gott ihrer Gesellschaftsklasse und ihres Standes nennen.

19. Wenn die Armen der Welt Mich barfuss, keuchend und blutend unter der Last des Kreuzes erblicken, erbeben sie vor Mitgefühl angesichts der Demut ihres Herrn, und sie fühlen sich eins mit ihm. Die Reichen dagegen - obwohl sie es in Wirklichkeit nicht sind - die dieselben Gefühle wie die einfachen Leute haben müssten, können Mich in der Armut nicht begreifen. Dann bedecken sie eine bildliche Darstellung, mit der sie Mich darzustellen vorgeben, mit Purpur, Gold, Seide und dem, was sie Edelsteine nennen. Sie tun dies, weil sie meine Lehre vergessen haben, und darum wollten sie Mich mit all dem umgeben, was meine Unterweisung am meisten bekämpft: mit Eitelkeit.

20. Ich muss euch nochmals sagen, dass Ich gegen keine der Kirchen spreche, denn sie alle sind gesegnet in Mir. Aber ihr müsst auch begreifen, dass Ich als Meister die Fehler beim Namen nennen muss, die der Mensch begangen hat, damit ihr sie eines Tages beseitigen könnt. Denn wenn Ich euch nicht helfen würde, die Wahrheit zu entdecken: Wann würdet ihr sie alleine finden?

21. Lasst zu, dass meine Wahrheit Licht schafft und Liebe zu jedem Menschen, zu jeder Religionsgemeinschaft und zu jedem Volke gelangt, so wie Ich zulasse, dass eure Wahrheit oder das, was ihr euch als Wahrheit zurechtgelegt habt, zu Mir gelangt. Was ist diese eure Wahrheit, die Ich von allen empfange? Es ist euer Gebet, euer Glaube und eure Hoffnung.

22. Dieses Licht, das in jeder Seele existiert, wenn sie sich zu Mir erhebt, zu Mir spricht, macht sich frei von jeder Finsternis und jeder Lüge, um Mir nur das vor Augen zu führen, was sie an Wahrheit in sich trägt. Denn selbst der Böse zeigt Mir, wenn er Mir beichtet, seine Schandflecken, ohne Mich zu täuschen zu versuchen.

23. Dem Menschen obliegt es, sich zu vervollkommnen, sein Leben auf Erden zu bessern, ohne die Art und Weise, in der die anderen Mich suchen, zu verurteilen. Ich bin der einzige, der imstande ist, die Wahrhaftigkeit eurer Werke zu beurteilen.

24. Vom Götzendiener bis zum Spiritualisten - sie alle sind unter meinem Licht und meinem Blick. So, wie Ich von jenem, den ihr für geistig zurückgeblieben haltet, oftmals grosse Beweise von seiner Erhebung erhalte, so kann Ich euch auch versichern, dass Ich von jenen, die sich für die Vorkämpfer der Spiritualität halten, oftmals Beweise grosser Rückschrittlichkeit erhalte.

25. Nur ein Glaubensvolk hat Mich in dieser Zeit empfangen, und ihm habe Ich diese Buchseite meiner Weisheit anvertraut. Aber auf dieser Buchseite voll meiner Liebe gibt es eine Botschaft für alle Religionen, die auf Erden existieren.

26. Mein Licht wird alle wie eine göttliche, universelle Morgenröte aufwecken, und wenn der Mensch sich dann erhebt, um den neuen Tag zu durchleben, werden seine Sinne die Nähe des Göttlichen erfahren.

27. Jetzt muss Ich euch sagen, dass nicht das Himmelreich zu den Menschen herabkommt, sondern dass es vielmehr die Seele des Menschen ist, die sich zum Reiche ihres Himmlischen Vaters erhebt.

28. Warum gebt ihr immer Anlass dazu, dass Ich mit Vorwürfen zu euch komme? Ich komme aus Liebe zu euch, weil Ich sehe, dass ihr Schmerz in eurem Herzen tragt, und Ich euch trösten will. Denn Ich will, dass ihr meinen Frieden in eurer Seele habt.

29. Manchmal offenbare Ich Mich euch als Richter, zuweilen habt ihr Mich als Vater, und immer zeige Ich Mich als Meister. In diesen drei Offenbarungsformen habt ihr den göttlichen Wesenskern, der einer ist: das Gesetz, die Liebe und die Weisheit. Dies ist die Dreieinigkeit, die in meinem Geiste existiert.

30. Schliesst eure Augen und lasst die Seele frei, damit sie diese Augenblicke der Verbundenheit mit ihrem Meister intensiv erlebt. Lasst zu, dass sie sich dem Herrn nahe fühlt - wie jene, die dem Meister in der Zweiten Zeit auf Wegen, durch Täler, Dörfer, Flüsse und Wüsten folgten, um nicht eine seiner Unterweisungen zu versäumen. Dann werdet ihr den bildhaften Sinn verstehen können, mit dem Ich manchmal spreche, wenn Ich die Güter der Erde verwende, um euch das Geistige darzustellen und es für euch fassbar zu machen. Ihr werdet erleben, wie mein Wort eure Seelen dem Himmelreich näherbringt.

31. Kommt herbei, Menschen, damit Ich euch unterweise. Oder wollt ihr, dass es der Schmerz ist, der euch weiterhin während eures ganzen Lebens Lehren erteilt?

32. Kommt auf mein Landgut, um die Felder mit Brüderlichkeit zu besäen. Ich versichere euch, dass diese Arbeit euch nicht enttäuschen wird wie die Welt.

33. Hier ist direkt vor eurer Seele der Weg, der euch einlädt, ihn zu beschreiten und niemals stehen zu bleiben. Denn jeder Schritt, den ihr auf ihm macht, wird eure Seele der vollkommenen Heimstatt näherbringen, die sie erwartet.

34. Schon ist die Zeit sehr kurz, die Ich bei euch sein werde, um euch meine Unterweisung in dieser Form zuteil werden zu lassen, und Ich will, dass ihr lernt, Verdienste zu erwerben, damit mein Wort in diesen letzten Jahren durch diese Stimmträger überreich ertönt.

35. Was müsst ihr tun, damit die göttlichen Kundgaben wie eine Belohnung für eure Verdienste sind?: euren Glauben, euren Eifer und eure Spiritualität entfalten. Im Schosse des Volkes soll die Liebe regieren, soll man tätige Nächstenliebe ausüben, soll man die Wahrheit lieben.

36. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr euch nicht vereinigt, wie es mein Wille ist, wird euch die Menschheit zerstreuen und euch aus ihrer Mitte verjagen, falls sie sehen sollte, das euer Leben sich von dem, was ihr predigt, entfernt.

37. Was würde geschehen, wenn die Menschen entdecken, dass in jeder Gemeinde eine andere Gottesverehrung und eine andere Art, meine Lehre auszuüben, existiert? Sie würden nicht begreifen können, dass Ich es war, der euch unterwies.

38. Ich vertraue euch diese drei letzten Jahre meiner Kund- gebung an, um euch für die Einigung dieses Volkes einzusetzen - ein Zusammenschluss, der das Geistige und das Äusserliche umfasst, damit euer Einsatz voller Harmonie und Übereinstimmung der beste Beweis dafür ist, dass euch alle - in verschiedenen Gemeinden und in verschiedenen Provinzen - ein einziger Meister lehrte: Gott.

39. Nicht ihr alle habt mit den Augen des Geistes die Zeiten geschaut, die für die Menschheit näherrücken. Nicht ihr alle habt deren Schmerz empfunden. Doch Ich bilde derzeit mit euch ein zahlreiches Volk heran und mache es zu einem fleissigen Arbeiter, der Mich zu lieben beginnt und der nun begierig ist, sich einzusetzen, um das menschliche Herz fruchtbar zu machen.

40. Sämänner meines Wortes: Wenn die Zeit der Arbeit auf den Feldern kommt, so macht euch auf voll des Glaubens, in welchem Ich euch unterwiesen habe. Fürchtet weder Spott noch Hohn. Sät auf fruchtbares Land, nicht auf Felsen, noch auf Treibsand, denn dort wird die Saat keine Frucht bringen. Ihr würdet sie aufgehen und wachsen sehen, doch sie würde keine Früchte tragen. Wenn ihr sie unter Dornenhecken und Unkraut sät, wird sie ebenfalls keine Frucht bringen. Daher müsst ihr beten, um meine Inspiration zu empfangen, dann werdet ihr das vorbereitete Land auszuwählen verstehen. Ich, der Eigentümer der Ländereien, werde euch grosse Gebiete geben, um sie zu bebauen. Seid von einem grossen Arbeitswillen erfüllt. Sät, und ihr werdet ernten. Und der Tag wird kommen, an dem ihr mit dem Weizen eurer Ernte das Brot für euren Lebensunterhalt zubereitet. Bedenkt, dass Ich zu euch in bildlichem Sinne spreche, und ihr nicht wisst, ob ihr diese Ernte nicht erst im Jenseits einbringt.

41. Für heute sage Ich euch: Gross ist die Leistung, die ihr mittels des Körpers, den Ich euch anvertraut habe, erbringen müsst. Er ist eure Stütze, und ihr müsst ihn weise lenken.

42. Die Welt ist von Seuchen und Unglücksfällen betroffen, die Ich ihr angekündigt habe. Sie bekommt langsam Angst, versucht sich zu erheben und sucht eine rettende Hand, ein Wort der Ermutigung, und ihr seid die Rettung.

43. Ihr werdet Meere durchqueren und Berge übersteigen müssen, um in andere Landstriche oder Nationen zu gehen, um euch zu dem aufzumachen, der leidet. Fürchtet euch nicht vor dem Weg, geht in schlichtem Gewand, ohne eine zweite Hose mitzuschleppen.

44. Als Ich euch eure Aufgabe gezeigt habe, habe Ich euch gesagt: "Nehmt euer Kreuz auf euch und folgt Mir nach." Warum habt ihr Angst davor, die Annehmlichkeiten der Erde zu verlieren? - Ihr sagt Mir, dass ihr die Welt liebt, und dass ihr nicht die Aufopferung und körperliche Entsagung aufbringen könnt, die diese Mission erfordert. Doch Ich komme euch zuvor und sage euch: In jedem Alter, wie immer auch euer Zustand oder euer Befinden ist, könnt ihr Mich lieben und Mir dienen, ohne aufzuhören, eure Pflichten zu erfüllen.

45. Verwandelt die Welt durch euer Beispiel, beseitigt die bösen Vorurteile und macht aus ihr ein Paradies und nicht ein Tal der Tränen.

46. Ich gebe euch eine kurze Zeit für die Erfüllung eurer Aufgabe auf Erden.

47. Denkt daran, dass ihr euren Kindern ein Erbe der Spiritualität hinterlassen müsst, denn aus deren Nachkommen werden die gesegneten Generationen hervorgehen, durch die Ich Mich offenbaren werde. Unter jenen Seelen werden die Propheten, die Ausleger meines Wortes sein, jene von grossem Glauben, die der Menschheit den Weg weisen werden.

48. Ihr wollt nach meinem Worte leben? Ich segne euch, denn ihr habt Mich gehört und wollt Mir nachfolgen. Euer Herz ist an Gnade überfliessend. Gebt jedem davon, der nach ihr verlangt.

49. In dieser Zeit kommt ihr herbei, um meine Unterweisung zu empfangen - die einen als Jünger, andere als Neulinge, und wieder andere getrieben von ihrer Neugier. Aber ihr alle sucht Frieden, Seelenruhe und auch die Erfüllung der dieser Zeit entsprechenden Prophetien.

50. In den Sekten und Kirchen habt ihr nicht die volle Gewissheit meiner Wiederkunft gefunden. Es war ausserhalb von ihnen, wo Ich einen Boten hinbeordert habe, der euch diese frohe Botschaft gebracht hat. Ich bin gekommen, um jede Seele zu richten, und um die Grundmauern für ein neues Leben, eine neue geistige Ordnung für die Menschheit zu legen. Wenn ihr euch zubereitet, werdet ihr von euer Welt aus die Vollkommenheit des "Geistigen Tales" schauen können, wo die Seelen der Gerechten wohnen - derer, die sich durch ihre Verdienste zu erheben vermochten und die heute, mit Mir vereint, für eure Rettung arbeiten. Alles, was ihr heute nicht verstehen konntet, werdet ihr im Schosse dieses einfachen Volkes hier erkennen, denn mein Licht hat sich ergossen, und der Schleier, der eure Augen bedeckte, ist zerrissen. - Ich spreche von den Augen der Seele, die sich dem Geistigen und Göttlichen verschlossen hatten. Ihr habt dieses Licht zurückgewonnen und werdet von Mir geführt. Bleibt weiterhin wach. Wenn ihr den Körper beherrscht, und die Seele voll Sanftmut meinen Schritten folgt, wird jenes Licht euch wie ein Festgewand bedecken, und eure Mitmenschen werden erkennen, dass ihr zu meinen Auserwählten gehört, und ihr werdet geliebt und geachtet sein von den Menschen.

51. Ihr seid Soldaten des Guten. Ich habe euch Waffen gegeben, damit ihr die Sünde bekämpfen könnt, aber nicht eure Mitmenschen. Ich will nicht, dass der Mensch in der Sünde geboren wird, aufwächst und stirbt, ohne die gesegnete Aufgabe zu kennen, die er zur Erde mitgebracht hat. Wenn ihr in meine Lehre eindringt, werdet ihr stark werden und unbesiegbar sein. Es wird keine Versuchung geben, die euch zu Fall bringt, und so vorbereitet werdet ihr euch erheben und werdet mehr als Menschen - inkarnierte Engel zum Wohle der Menschheit sein.

52. Viele sind Berufene, und wenige sind Auserwählte, und unter ihnen noch weniger die Privilegierten. Aber wehe ihnen, wenn sie sich überheben! Sie sollen nicht wie Salomon sein, in den Ich Weisheit, Begnadung und Macht legte, und dem Ich ein Volk anvertraute, um es zu regieren. Doch nach einer Zeit geistiger Grösse, in der er Beweise seines hohen Geistes gab, hörte er auf zu wachen, wurde er vom Fleisch beherrscht, und sein ganzes, von Liebe und Gerechtigkeit inspiriertes Werk wurde durch seine selbstgefälligen und fleischlichen Handlungen verdunkelt. Verfallet ihr nicht dem Hochmut, auch wenn ihr seht, dass Ich durch euch grosse Wohltaten austeile. Falls Ich euch erwählen sollte, um einen Bezirk oder eine Nation zu regieren, und ihr, von Mir inspiriert, gerechte Gesetze erlassen würdet, so werdet nicht eingebildet, wie es bei Menschen geschieht. Ihr sollt dann eure Seele erheben und euch vor Mir neigen.

53. Viele werden zu diesem Lande, das Ich erwählt habe, kommen und werden mein von seinen Bewohnern widergespiegeltes Licht erblicken und sich glücklich fühlen, wenn sie euch kennen lernen und diesen Boden betreten, wo Ich mein Volk vereinte, um es in der Dritten Zeit zu lehren. Jene, die nach 1950 eintreffen, werden nach den Schriften verlangen, und wenn sie meine Offenbarungen kennenlernen, werden sie die Macht fühlen, die von meiner Unterweisung ausgeht, werden euch segnen und Mich lieben. Wie viele von ihnen gehören zum "Volke Israel", zu den 144.000 Gekennzeichneten, die sich euch anschliessen werden, um meinen Anordnungen zu folgen.

54. Heute sind die Nationen von Materialismus und Orientierungslosigkeit durchdrungen. Ich habe geistig zu ihnen gesprochen, und mein Same ist in das Herz meiner Auserwählten gesät, damit es überall ausgestreut wird. Tut ihr von eurer Nation aus soviel ihr könnt, um allen auf ihrem geistigen Wege beizustehen.

55. Klein ist die Zahl meiner Jünger, die Mich in diesem Augenblick umgeben. Aber mein Wort wird sich bis an die Grenzen der Erde ausbreiten. Voll Liebe wird es zum Herzen all jener gelangen, die nach Liebe schreien.

56. Für euch ist jetzt die passende Zeit, um die Mission kennenzulernen, die ihr gegenüber der Menschheit erfüllen müsst. Ich habe euch vorbereitet, damit ihr die Art und Weise, euren Auftrag in dieser Welt auszuführen, versteht und das kennenlernt, was euch jenseits der materiellen Scheidewand erwartet, wo das Geistige Leben beginnt. Ich habe euch geholfen, euch seelisch zu entfalten, damit ihr von euch aus begreift, warum Ereignisse eintreten, die der Verstand nicht zu begreifen vermag.

57. Solange die Seele mit dem Körper verschmolzen ist, erkennt sie nicht, noch kann sie die Verdienste wissen, die sie in ihren früheren Leben erbracht hat. Aber nun weiss sie, dass ihr Leben die Ewigkeit ist, eine ununterbrochene Höherentwicklung bei dem Bestreben, den höchsten Punkt zu erreichen. Aber heute wisst ihr nicht, welche Höhe ihr erreicht habt.

58. Ich habe euch beobachtet, seit ihr eure Lebenswanderschaft begonnen habt, mit einem wirren Verstand, einem plumpen Gehirn. Ich habe euch allmählich erwachen und entwickeln sehen, bis ihr klarere Vorstellungen von der Wirklichkeit erlangt habt. Ich habe euch gegen Widrigkeiten, Prüfungen und Versuchungen kämpfen sehen. Und als ihr schliesslich den Wert des Geistigen Lebens entdeckt habt, weil ihr euch höher entwickelt hattet, habe Ich eure Seele lächeln sehen. Jenes Lächeln drückte Frieden, Befriedigung und Hoffnung aus. Aber Ich habe sie auch zurückfallen, sich beschmutzen sehen auf der Welt. Dann hat sie geklagt und musste sie sich läutern, um meine Gnade zu erlangen. Doch selbst bei ihren Stürzen hat sie ein Licht gefunden, das Licht der Erfahrung.

59. Nun ist euch die Möglichkeit geboten, euch nicht mehr selbst zu betrügen, weil ihr die Augenbinde, die die Klarheit der Wahrheit verhüllte, mit meinem Lichte zerrissen habt, und ihr den weiten Horizont erblickt habt, um mit sicherem Schritt voranzuschreiten.

60. Jenes Licht, das den Pfad erhellt, ist klar. Ihr könnt nicht mehr in die Irre gehen, es sei denn, ihr wolltet euch gegen die Wahrheit selbst erheben, verführt vom falschen Glanze der irdischen Vergnügungen und Besitztümer.

61. Auch kann Ich euch nicht sagen, dass ihr auf euch selbst vertrauend leben sollt, noch dass ihr von jedem Versuchungsimpuls frei seid. Denn es gibt Mächte, die darum kämpfen, das niederzureissen, was Ich derzeit mit euch zusammen aufbaue - Mächte, die ihre finstere Natur verbergen und sich voll Anziehungskraft präsentieren. Davor warne Ich euch, damit ihr euch mit der Kraft eures Glaubens verteidigen könnt.

62. Die Bestimmung des Menschen, für den Ich alles, was existiert, erschuf, ist es, die Wahrheit zu erkennen und sich aufwärtszuentwickeln. Aber der Weg ist weit, damit ihr auf ihm alle eure Fähigkeiten entfalten könnt, Mich schauen, fühlen und lieben könnt. Der Weg hat Dornen, ist steinig, und wird die Kraft und den Glauben, mit dem ihr ihn gewählt habt, auf die Probe stellen. Nachdem ihr ihn zurückgelegt habt, wird die Seele geläutert sein.

63. Der andere Weg ist jener der Abschweifungen und Umwege, der jedoch - da er Vergnügungen beschert und offenkundige Attraktionen enthält - eure Schritte aufhält, ohne dass ihr bemerkt, dass ihr euch verspätet, da ihr das Leben geniesst. Doch wen die Stunde des Todes auf diesem Wege überrascht, der wird das unendliche Leid erfahren, zu erkennen, dass er nichts zum Wohle seiner Seele getan hat.

64. Ich könnte euch nacheinander die Wege aufzählen, die sich dem Blick des Menschen bieten. Da es viele sind, erscheint es schwierig, den passendsten zu wählen.

65. Der Seele wurde, als sie kam, um auf der Erde zu wohnen, als eine Gelegenheit für ihre Entfaltung und Vervollkommnung eine Materie oder ein menschlicher Körper gewährt, dessen wunderbare und vollkommene Gestaltung ihr ermöglicht, durch ihn zu fühlen, zu denken und sich willentlich zu bewegen, in Einklang mit ihrer seelischen Befähigung.

66. Die Seele hat Teil an der Befriedigung des Fleisches, ebenso wie sie bei dessen Leiden auf die Probe gestellt wird. Aber das menschliche Wesen ist gleichfalls empfänglich für die Freuden und die Leiden der Seele. Beide bilden, solange sie verbunden sind, ein einziges Wesen.

67. Im menschlichen Geschöpf besteht Vollkommenheit. Deshalb wurde Christus, "das Wort", Mensch in einem Menschenkörper gleich dem euren. Doch Er litt nicht wegen eigener Unvollkommenheiten, sondern um der Menschen willen, die Er durch seinen Schmerz, sein Opfer und sein Wort erhob, weil sie sehr tief gefallen waren.

68. Wenn die Seele mit all ihrer Kraft die Unnachgiebigkeit und Widersetzlichkeit des Fleisches nicht überwinden kann, kommt die barmherzige Liebe des Vaters, welcher die Seele und das Fleisch geschaffen hat, ihr zu Hilfe, um euch wie der gute Hirte das verirrte Schaf zu retten. Denn keines meiner Kinder soll verloren gehen.

Mein Friede sei mit euch!


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