Unterweisung 187

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Buch des wahren Lebens, Lehren des Herrn


Unterweisung 187



So spricht der Herr:


1. Kommt und esst das Brot des ewigen Lebens am Tische des Meisters. Die Engel haben das Festmahl bereitet, und euer Vater empfängt euch alle. Esset und trinket, aber versteht den himmlischen Geschmack dieser Speisen zu schätzen, und verhaltet euch nicht wie manche, die sich an meinen Tisch setzen, essen, trinken und danach weggehen, ohne sich bewusst gemacht zu haben, bei wem sie gewesen sind.

2. Das Brot, das Ich euch heute anbiete, ist das gleiche, das Ich euch in der Zweiten Zeit brachte. Sucht in beiden den Sinngehalt, und ihr werdet entdecken, dass es dasselbe ist - das meiner göttlichen Liebe.

3. Ich komme, euch zu erlösen, wie Ich es in der Zweiten Zeit tat, und allen, die Mir nachfolgen wollen, sage Ich: "Nehmt euer Kreuz auf euch und folgt meiner Spur." Sie wissen wohl, dass das Kreuz aus Demut, Liebe, Barmherzigkeit, Entsagung und Opfer besteht. Wer es ergreift, kennt bereits den Weg, dem er folgen muss. Ich habe niemanden getäuscht, indem Ich ihm sagte, dass mein Weg mit Rosen bestreut ist. Denn Ich will, dass meine Soldaten Mir aus Liebe und Glauben nachfolgen.

4. Ich weiss, dass, nachdem Ich meinen Kindern die Wahrheit meiner Lehre aufgezeigt habe, diejenigen, die Mir nachfolgen, bei allen Handlungen ihres Lebens treu und aufrichtig sein werden. Unter meinen Getreuen wird es keine bezahlten Diener geben, sondern nur glühende Jünger und selbstlose Nachfolger.

5. Wenn jemand dies Werk falsch auslegen sollte, und es für unlautere Zwecke ausnutzen sollte, wird er sich selbst den Namen "Verräter" geben, und sein Gewissen wird sein eigener Richter sein.

6. Ihr hattet bereits ein schmerzliches und trauriges Beispiel bei einem meiner Jünger der Zweiten Zeit, damit ihr es meidet und aus keinem Grund nachzumachen versucht. Denn es ist nicht recht, dass jemand, nachdem er zur Zahl meiner treuen Kinder gehörte, sich entfernen muss, um seine Verfehlung zu verbergen, die ihn befleckt hat - so wie Judas, als er sich vom Abendmahl entfernte, weil er begriff, dass er nicht würdig war, auch nur einen Augenblick länger unter jenen zu verweilen, die bald ihr Leben hingeben würden, um von der durch den Göttlichen Meister offenbarten Wahrheit Zeugnis abzulegen. Jene, die Mir damals nachfolgten, taten dies aus Liebe zu meiner Sache. Heute will Ich, dass ihr, die ihr im Verlangen nach meiner Lehre herbeikommt, Mir gleichfalls nachfolgt - jedoch nicht von menschlichen Interessen oder von der falsch verstandenen Furcht vor meiner Gerechtigkeit getrieben. Ich will, dass allein die Liebe zu euren Nächsten euch dazu inspiriert; denn in ihnen liebt und verherrlicht ihr euren Vater und Schöpfer.

7. Wenn Ich wollte, dass euch die Furcht überzeugen würde, bräuchte Ich es nur zu wünschen, und schon würden die Naturkräfte entfesselt sein und euch auf diese Weise zeigen, dass Ich der einzige Mächtige bin. Doch Ich will, dass sich in jedem von euch die Verdienste ansammeln, die durch Demut, Glaube und Liebe erlangt werden.

8. Jetzt ist eine neue Zeit, und das ist der Grund dafür, dass ihr nun neue Unterweisungen empfangt. Denn die Geschehnisse der früheren Zeiten, wie sie die Menschheit erwartet, werden sich in diesem Zeitalter nicht wiederholen. Dies wäre so, als ob die Zeit stehen geblieben wäre, und die Menschheit die gleiche Lektion wiederholen würde.

9. Soldaten Jesu - so nenne Ich euch, weil Ich euch meine Sache anvertraue: Ergründet meine Lehre, damit ihr euch dieser Wahrheit sicher seid. Wenn ihr dann Vertrauen gewonnen habt, dürft ihr nicht wieder in Schlaf versinken, und die Theologen sollen euch nicht mit ihren Fragen in Verlegenheit bringen, obwohl das, was Ich euch heute dargelegt habe, keinerlei Geheimnis in sich birgt. Die geheime Schatzkammer hat sich vor eurem Geiste aufgetan, damit ihr euren Vater immer besser kennenlernt. Welchen Sinn hätte es, wenn Ich mit Geheimnissen zu euch käme? Könntet ihr diese Geheimnisse Offenbarungen nennen?

10. Ich versprach euch den Geist der Wahrheit, der zu euch kommen würde, um euch meine früheren Unterweisungen zu erläutern; und nun kann Ich euch sagen, dass Ich in diesem Worte alles gebracht habe, was für diese Zeit bestimmt ist.

11. Versteht es, meine Jünger zu sein, indem ihr meinen Unterweisungen aufmerksam zuhört, gründlich über sie nachdenkt und sie später zur Anwendung bringt.

12. Meine Kinder: Während ihr Mich an meinem Worte erkennt, erkenne Ich euch an euren Taten.

13. Gemeinsam werdet ihr meine Lektion besser lernen. Die Unterweisung ist ausführlich, voll Licht, denn es ist die Liebe des Vaters selbst, die sich im Worte verströmt. Daher müsst ihr euren ganzen Willen einsetzen, um euch als gute Schüler zu erweisen.

14. Eure Welt ist eine Wüste, Ich bin die Oase. Ihr seid durstige Wanderer, die nach Mir gerufen haben und Mir ihren ganzen Durst nach Gerechtigkeit und Liebe vor Augen geführt haben. Ich habe euch mein Wort gesandt als reines und kristallklares Wasser. Gelegentlich ist es wie Manna gewesen, aber immer ist es die Nahrung gewesen, die eure Seele auf ihrer langen und schweren Wüstendurchquerung stärkt.

15. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werdet ihr zur Oase werden, die dem leidenden Wanderer Schatten, Wasser und Erfrischung spendet. Bei euch werden jene, die leiden, ihre Herzen heilen, denn Ich verwandle euch derzeit in Heilbalsam.

16. Jetzt ist die Zeit des Lichtes, ihr alle seid mit ihm bekleidet. Dies Licht wird dem Menschen begreiflich machen, dass in ihm ein Atom der Göttlichkeit existiert, welches die Seele ist, deren Intelligenz, vom Gewissen geleitet, ihn zum Frieden führen wird.

17. Diese Gaben sollen ihn von den leidvollen Wiedergutmachungen befreien und ihm ermöglichen, zu den Gefilden der vollkommenen Weisheit emporzusteigen.

18. Im Verlauf der Zeiten habe Ich viele meiner Kinder gesehen, die die Vergnügungen, die diese Welt bietet, verschmäht haben und den Weg meines Gesetzes eingeschlagen haben, um der Menschheit eine Spur von geistigen Vorbildern und Anregungen zu hinterlassen. Diese Geschöpfe, diese Menschen, die wie ihr die Erde bewohnten und nur kamen, um ihre Botschaft der Liebe und des Trostes zu bringen, leben heute in der Geistigen Welt und erfreuen sich des wahren Friedens.

19. Ich verlange nicht von euch, dass ihr Mir eure ganze Zeit widmet, denn Ich habe euch auf Erden Pflichten und Verantwortlichkeiten übertragen. Aber ihr müsst begreifen, dass der menschliche Körper, den ihr so liebt, nur der Mantel oder die Hülle der Seele ist. Es ist das Fleisch, in dem alle Leiden erwachen.

20. Ihr habt zugelassen, dass dies Fleisch von Unvollkommenheiten und Versuchungen erfüllt ist, die euer Verstand schafft, wenn ihr nicht wacht und betet.

21. Ich weiss: Solange ihr auf dieser Welt seid, werden eure Herzen und eure Sinne ihr zuneigen. Aber kämpfet gegen alles Schädliche, Sinnlose und Unsittliche. Ich rate euch nicht, euch in Klöster einzuschliessen und die Welt und den Umgang mit euren Nächsten zu verschmähen, denn damit wäre eure Liebe und euer Dienst für meine Göttlichkeit falsch verstanden. Strebt nicht danach, Puritaner zu sein und dabei zu vergessen, dass euch obliegt, auch die Gesetze der Natur zu erfüllen.

22. Erfüllt die Gesetze, denen euch der Schöpfer unterworfen hat. Die einen betreffen die Seele, andere den Körper, und Ich ordne nur an, dass ihr das Schädliche, den Hochmut und die Heuchelei zurückweist.

23. O geliebte Jünger, die ihr der Unterweisung des Meisters lauscht: Seht, wie mein Wort die Fähigkeiten erweckt, die in euch schlummerten.

24. Ihr könnt mit Recht sagen, dass dies bereits die letzten Augenblicke meiner Anwesenheit unter euch in dieser Form sind. Es sind kostbare Momente; denn wenn ihr euch nach meinem Scheiden daran erinnert, könnt ihr sagen: "Welche Gnade hat uns der Herr gewährt!"

25. Also, geliebte Jünger, hütet euch davor, in Versuchung zu geraten. Befasst euch nicht mit Dingen, die euch nichts angehen. Sorgt dafür, dass sich in euch die Vergeistigung widerspiegeln kann. Ich weiss, dass euer Kampf heiss ist, dass das Gute zu tun zuweilen hart und bitter ist. Daher lehre Ich euch zuerst, eure Angehörigen zu lieben und ihnen zu vergeben, um euch danach unter die Menschheit zu senden.

26. Werdet nicht müde, denn die Arbeit für die Seele wird niemals enden. Das, was euch derzeit als eine Wiedergutmachung oder eine Strafe erscheint, wird eure Seele, wenn sie emporstrebt, wie eine Belohnung entgegennehmen; denn sie wird niemals müde werden, zu lieben und das Gute zu säen.

27. Wohl dem zubereiteten Herzen, weil es der duftenden Rose gleicht, die ihren Duft verströmt. Wohl dem menschlichen Gedanken, der sich zu Mir zu erheben vermochte, denn er schaut die geistigen Schönheiten. Wer seine Seele zu erheben versteht, wird grosse Werke tun, und sein Verstand wird eine bessere Welt erfassen und schaffen.

28. Ich habe euch zugerüstet, damit ihr aufbrecht, um eine Welt zu erbauen, in der das Gute regiert. Denn die Menschen dieser Zeit haben mit ihren Sünden auf die eine oder die andere Weise zur Zerstörung des Edelsten und Höchsten beigetragen, das im Herzen des Menschen existieren kann - der geistigen Liebe.

29. Strebt nicht so sehr nach eurer Bequemlichkeit. Gebt jenes Verlangen auf, eure Zukunft sichern zu wollen. Seid nicht länger unzufrieden. Was begehrt oder erwartet ihr von dieser Welt? Ihr habt bereits Ehrungen, Vergnügungen, Lobreden gehabt. Die einen haben schon alles gehabt, andere viel. Dennoch treffe Ich euch alle ohne gute Werke an.

30. Fragt euch, ob ihr zu euch selbst gerecht gewesen seid. Ihr besitzt Intelligenz, habt Vernunft und Willensfreiheit. Ihr vernehmt derzeit mein Wort, könnt euch nicht als Unwissende bezeichnen. Ihr habt gelernt, Mich in der Unendlichkeit zu suchen, wo es keine Formen gibt; denn als Gott habe Ich diese nicht.

31. Ich bin in euch selbst. Weshalb sollen Mich die Menschen immer in jenem Blau suchen, das sie "Himmel" nennen? Auch dies kann Ich euch sagen: Ich bin jenseits dieses Himmels. Sucht Mich mit Demut und Hochachtung, und Ich werde euch erlauben, tief in meine Weisheit einzudringen. Doch welcher Mensch ist in seinem Denken dorthin vorgedrungen, wo die Macht Gottes ist? - Niemand. Denn keiner kennt den Weg oder die Leiter, um zu Mir zu gelangen, weil der Mensch nicht auf die Stimme des Gewissens gehört hat.

32. Der Mensch kennt noch nicht seine Welt, die Erde, deren Beschaffenheit noch viele Überraschungen für ihn bereithält. Und es gibt noch viele Welten wie die, die euch umgibt. Aber wenn die Schöpfung, die nur ein Teil meines Werkes ist, nicht bekannt ist - wieso gibt es dann welche, die behaupten, Mich mittels ihrer Wissenschaft zu erkennen?

33. Ich spreche zur Seele, die eines Tages den wahren Weg, der zu Mir führt, zurücklegen wird und meine göttliche Herrlichkeit schauen wird.

34. Seid demütige Menschen voll Verstehen. Seid Menschen des Friedens.

35. Ihr bittet Mich, dass Ich meine Gnade auf euch ausgiesse, weil ihr wisst, dass mein Wort die einzige Nahrung für eure Seele ist. Denn das Leben, das ihr durchlebt, lässt euch gelegentlich zu Fall kommen. Ihr habt einen bitteren Geschmack im Munde; daher nahe Ich Mich euch, um euch in meinem Worte Süsse und Zärtlichkeit zu schenken und euren Durst mit meiner Liebe, die alles erfüllt, zu lindern. Aber es gibt unendlich hungrigere Menschen als ihr. Darum lasse Ich euch als Treuhänder meiner Offenbarungen zurück, damit ihr diese Menschen an meinen Gnadengaben teilhaben lasst.

36. Ihr müsst zu Meistern werden; doch ihr müsst meine letzten Lektionen in euer Herz prägen, eine nach der anderen. Ihr seid noch nicht vorbereitet. Wenn der Meister in diesem Augenblick den Fortgeschrittensten aufrufen würde, um seinen Platz einzunehmen und in seinem Namen zu sprechen, so würde dieser sich nicht dazu imstande fühlen, und seine Furcht würde ihn nicht verlassen, noch seine Lippen sich öffnen.

37. Doch werdet ihr bald in dieser Weise sprechen müssen - nach 1950, wenn Ich mein Wort zurückgezogen habe. Dann müsst ihr eure ganze Furcht überwinden und von meiner Kraft Gebrauch machen, um ganz in die Erfüllung eurer Aufgabe einzutreten. Es wird nicht mehr ganz dieselbe Verzückung sein, die ihr bisher kennengelernt habt, mittels derer Ich in dieser Zeit zu euch gesprochen habe. Es wird genügen, wenn ihr euch voll Glauben zu Mir erhebt und die Stimme eures Geistes vernehmt, dann wird die Inspiration in eurem Verstandesvermögen sein.

38. Ihr werdet die Menschenscharen anweisen, euch mit ihren Gedanken, ihrer Andacht und Zurüstung zu unterstützen. Dann werdet ihr darauf achten, dass euer Wort wirklich Bringer einer göttlichen Inspiration ist.

39. Seht, wie sich die Form (der Kundgaben) wandeln und alles einfacher werden wird zur besseren Verständlichkeit für die Menschen. Denn der Mensch will Klarheit haben, er will seinen Verstand nicht mehr mit dem Entziffern von Lektionen ermüden, die er für undeutbar hält. Deshalb mache Ich in den letzten Zeiten meiner Kundgabe mein Wort leichter fassbar, damit ihr keine Fehler begeht.

40. Auch in der Zweiten Zeit machte der Meister seine Lehre in den letzten Zeitabschnitten (seiner Lehrtätigkeit) klarer, denn diese letzten Lektionen sollten alle früheren Unterweisungen begreiflich machen.

41. Euch sage Ich: Ich will, dass alle eure Handlungen ein Funken der Wahrheit sind. Denn die Lehre, die Ich euch übergeben habe, ist wie kristallklares Wasser. Zeigt den Menschen nichts von meinem Werke in irreführender Weise, denn alles hat eine einleuchtende Erklärung und eine Daseinsberechtigung. Bei allem, was ihr weitergebt, darf keine Furcht vor der Welt vorhanden sein. Auf diese Weise werden alle, die ihre Mitmenschen mit unlauteren Kundgaben getäuscht haben, ihren Irrtum erkennen, und nur diejenigen werden in meinem Dienste verbleiben, die in guter Absicht und mit guter Zurüstung bereit sind, den Menschen meine Wahrheit, meine Liebe und meinen Frieden zu bringen. Wahrlich, Ich sage euch, das Unkraut, das in den Herzen wächst, wird von den fruchtbaren Feldern entfernt werden. Nur so wird die Menschheit das wahre Werk des Heiligen Geistes erkennen.

42. Ihr werdet alle meine Jünger auf dem Erdkreis verstreut finden. Denn jeder, der in seiner Art zu leben geistig ist und Mich verehrt, ist Spiritualist.

43. Die Vereinigung der Religionen wird kommen, wenn der Geist der Menschen sich über den Materialismus, über Traditionen, Vorurteile und den Fanatismus erhebt. Dann werden sich die Menschen in einem einzigen Gottesdienst geistig vereint haben: dem des Guten aus Liebe zu Gott und zum Nächsten. Wenn dies geschieht, wird die Menschheit in eine Periode der Vervollkommnung eintreten. Darum verlange Ich von euch, dass ihr mein Werk durch gute und lautere Handlungsweisen zeigt. Es darf euch nicht bekümmern, dass ihr die Verwirklichung all dessen nicht mehr miterleben werdet. Aber ihr werdet auf jeden Fall die Genugtuung haben, dass ihr mit eurer Saat zur Errichtung des Friedensreichs beigetragen habt - einer Saat, die im Herzen der kommenden Generationen Frucht bringen wird.

44. Bereitet euch vor, Sämänner auf meinem Ackerland, denn die Felder sind bereit, den Samen meiner Lehre zu empfangen.

45. Der Tag ist nicht ferne, an dem ihr Menschenscharen, die euch aufsuchen, die Meere überqueren seht im Verlangen nach dem, was der Meister euch für sie übergab. Dieser Kontinent wird sie mit Brüderlichkeit und Frieden empfangen. Die Rassen werden sich vermischen, es wird die Vereinigung der Menschen sein, weil sich ihre Sitten und ihre Vorstellungen ineinander verflechten; und dies wird einen wirklichen und dauerhaften Frieden mit sich bringen. Es wird eine neue Welt entstehen. Die, die ihr derzeit durchlebt, dient der Vorbereitung dazu. Der Kampf muss langwierig sein, um Zeit zu gewinnen; denn die Vorstellungen, die heute vorherrschen, können nicht in einem Augenblick ausgelöscht werden. Es bedarf einer gewissen Zeitspanne zwischen jenen beiden Welten: Jener, die ihr durchlebt, die verschwinden muss, und der von morgen, die diese ersetzen wird.

46. Noch seid ihr in der schwersten Zeit des Kampfes. Daher bin Ich gekommen, euch zu führen, damit ihr jene Welt von morgen schauen könnt. Ich gebe euch die notwendigen Kräfte, damit ihr euren Vorsatz ausführt, und Ich die Menschheit segne.

47. Seid gesegnet; denn ihr sucht euer Wissen zu vermehren, um das Höchste zu entdecken, und ihr wünscht beim Betreten des geistigen Weges klar zu sehen. Aber ihr werdet meine Unterweisung nicht voll erkennen können, bis ihr soweit seid, dass die Binde, die eure Augen bedeckt, fällt.

48. Der Mensch ist für seine spirituelle Zurückgebliebenheit selbst verantwortlich. Denn obwohl er mit Vernunft und Geist begabt ist, macht er keine Anstrengung, um sich zu der Lebensebene zu erheben, die ihm zukommt. Er lässt sich gehen und geniesst die Vergnügungen des Fleisches, ertötet seine Seele, wird krank und schleppt sich als "Gelähmter" dahin, ohne das geringste Verlangen danach zu haben, von seinem Leiden geheilt zu werden.

49. Sehr wenig haben meine Unterweisungen und mein Opfertod bewirkt. Denn am Ende der Jahrhunderte sehe Ich voll Betrübnis, dass (noch immer) Blinde die Blinden führen, und Lahme die Gelähmten zum Gehen veranlassen wollen. Ich stelle fest, dass die Mehrheit der Menschen gebrechlich ist, nur schwache Geschöpfe, und dies deshalb, weil ihr nicht so leben wollt, wie Ich es euch gelehrt habe. Ihr lasst zu, dass die Leidenschaften euch beherrschen und in euren Herzen aufkeimen und euch schaden.

50. Ihr seid mit grossartigen Eigenschaften ausgestattet und macht doch keinen guten Gebrauch davon. Ich habe die Intelligenz und den Willen zum Dienste des Geistes bestimmt, damit ihr Herren eurer Handlungen, eures Lebens und gute Gesetzgeber seid, damit ihr in jenem Kampfe, den ihr zwischen dem Geist und dem Fleische kämpft, siegt und die Schlacht gewinnt. Wenn ihr dies erreicht, werdet ihr gute Propheten sein, die die Menschenscharen führen werden - die Menschen guten Willens. Dann werdet ihr den Kampf nicht fürchten, weil ihr euch selbst besiegt habt. Ihr werdet euch stark fühlen und werdet euch gegenseitig mit Achtung und Liebe betrachten - selbst die untergeordneten Wesen, jene kleinen Brüder von euch, die dann zu euren Freunden werden.

51. Glaubt nicht, dass die Propheten des Altertums, die ihr "grosse Menschen" nennt, und die die Befreiung erreichten, nur deshalb stark und erhoben waren, weil sie dazu bestimmt waren. Sie waren dies, weil sie kämpften und den wahren Tempel des Friedens und der Liebe errichteten. Aber die, die sich am meisten anstrengen, um die Wahrheit zu erlangen, sind auch in Gefahr, Irrtümern anheim zu fallen. Doch durch ihre geistige Erhebung haben sie das Gute vom Bösen unterschieden und wiesen sie jeden Feind von sich, wodurch sie erreichten, dass das Licht, das in ihnen war, siegt.

52. Dies Lebensprinzip, das in euch ist - dies Licht entstammt meinem Göttlichen Geiste, und jeder Mensch besitzt es, ohne zu begreifen, was es wert ist. Deshalb hat er diesen Schatz verachtet, und, obwohl er mit grossartigen Eigenschaften ausgestattet ist, um unsterblich zu sein, beraubt er sich derselben, ertötet er sich freiwillig und verliert seine Kraft. Ich lasse zu, dass er die Folgen seines Irrtums fühlt und kennenlernt, damit er hernach durch seine Anstrengung und Erfahrung seine Würde zurückgewinnt und die Erfüllung und die Freuden des Geistes sucht und die vergänglichen Freuden für immer hinter sich lässt.

53. Was ist nötig, um immer nach meinen Gesetzen zu leben?: Von eurer Kraft und Energie Gebrauch machen, als meine wahren Jünger arbeiten, um die dunklen Mächte zu besiegen, die die Welt eingenommen haben.

54. Ich will, dass ihr meine Wahrheit begreift und dass ihr versteht, dass Ich für euch keine Mysterien oder Geheimnisse habe - dass, wenn ihr euch in dieser Zeit zubereitet, ihr dahin kommen werdet, die wahre Verehrung für meine Göttlichkeit auszuüben. Ihr sagt, dass ihr das Gesetz befolgt und an Mich glaubt; aber eure Werke sagen das Gegenteil. Heute lernt ihr erst meinen Willen und meine Weisungen kennen; aber der Tag wird kommen, an dem ihr zugerüstet sein werdet. Dann werde Ich euch an meiner Herrlichkeit teilhaben lassen, werde einen Bund mit euch machen, und es wird Friede auf dieser Welt sein.

55. Zu jenem Zeitpunkt werdet ihr Mich als einzigen Herrn anerkennen und werdet euch ohne irgendeine Bevorzugung wie Geschwister lieben. Doch wenn ihr heute meine wahren Jünger sein wollt, wird es nicht nötig sein, dass ihr die Erde verlasst, um euch stark und rein zu fühlen. Schon in dieser Welt, die ihr bewohnt, werdet ihr meine Verheissungen Wirklichkeit werden sehen; denn alles wird in Erfüllung gehen.

56. Der Tisch ist gedeckt. Setzt euch, nehmt eure Plätze ein, lasst Mich euch anleiten und bedienen. Nehmt mit Mir vom Brote der Wahrheit, lasst euch erleuchten vom Lichte der Liebe und stimmt für euren Gott Loblieder an.

57. Vernehmt, welch schöne Harmonie erklingt. Eure Liebeshymne erschalle im Himmel, und die Stimmen der Engel sollen sich mit den euren vereinen.

58. Übergebt Mir eure Leiden, gebt Mir eure Kümmernisse, und gewöhnt euch nicht länger an sie.

59. So, wie ihr in diesem Augenblick bei Mir seid, so soll die Menschheit nach meinem Willen zu Mir kommen; Ich erwarte sie. Seid aufrichtig, wohin ihr auch geht, damit meine Lehre nicht angegriffen wird, sondern um der Früchte willen, die sie anbietet, von allen anerkannt wird.

60. Stärker noch als in eurem Gehör ertönt mein göttliches Wort in eurem Geiste. Ich gebe euch meine Unterweisung, damit ihr morgen Meister sein könnt. Aber es ist notwendig, dass ihr das Grundprinzip meiner Unterweisung kennt, um von ihm sprechen zu können, und dieses Grundprinzip ist die Liebe. Zudem sage Ich euch, dass es nicht genügt, dies Grundprinzip nur zu kennen - man muss es besitzen, fühlen. Wie könnt ihr von Nächstenliebe sprechen, wenn ihr sie nicht für eure Mitmenschen empfunden habt?

61. Wenn Ich in meinen Unterweisungen häufig das Wort "Liebe" wiederhole, so geschieht dies, weil Ich dazu berechtigt bin; denn Ich liebe euch wirklich.

62. Ich habe euch gesagt, Jünger, dass ihr morgen Meister sein werdet. Dies wird dann geschehen, wenn ihr eure Nächsten liebt. Seht, wie mein Wort euch nach und nach wie ein feiner Meissel glättet - das eine Mal euer Auffassungsvermögen berührend, ein andermal die Saiten eures Herzens, oder über euren Geist, damit sein Licht euch erleuchte.

63. So spreche Ich zu eurem menschlichen Wesensteil, um ihn gegenüber eurem Geiste folgsam und ergeben zu machen, welcher in Wahrheit die Schritte des Menschen auf Erden lenken soll. Er ist es, der die Kraft und das Licht dazu besitzt.

64. Heute sehe Ich den Menschen auf dem geistigen Wege stehengeblieben. Er hat die Wege der Wissenschaft, der Macht und der Leidenschaften eingeschlagen. Meint ihr, dass - wenn er in seiner spirituellen Entwicklung, was bedeutet, sich der Liebe, dem Guten und der Wahrheit zu nähern nicht stehen geblieben wäre - er ebenso den Scheiterhaufen des Krieges angezündet hätte?

65. Die Zeit der Vergeistigung ist gekommen, und wenn die Menschen sich widersetzen würden, mein Licht zu schauen, würden sie Irrtümern anheimfallen, denn selbst die Natur wird Manifestationen hervorbringen, die sie dann nicht verstehen könnten.

66. Folgt Mir nicht aus Furcht vor meiner Gerechtigkeit, noch aus Pflichtgefühl. Welches Verdient hätte euer Werk, wenn ihr es nicht freiwillig vollbringen würdet? - Ihr wisst, dass ihr durch eigene Verdienste zu Mir kommen müsst. Ihr habt die Welt und ihre Freuden bereits kennengelernt, und diese machten euch nur schwach und verschatteten eure Seele. Doch irrt euch nicht in der Meinung, dass Ich euch auch die guten und gerechten Handlungen versage, an die ihr auf Erden gebunden seid, und die ihr fortwährend benötigt.

67. Ich liebe euch alle und teile euch nicht in Rassen ein. Aber solange der Mensch sich nicht als Geistseele begreift, sondern nur als Mensch, wird er sich für höher stehend halten als seine Mitmenschen, und werden Zwietracht und Krieg existieren.

68. Die universelle Sprache meines Wortes, dessen Essenz die Liebe ist, wird von allen Menschen vernommen werden, und sie wird es sein, die sie untereinander und mit ihrem Vater vereint.

69. Erwache, o Volk, denn dein Kampf wird nach dem Jahr 1950 beginnen, in dem mein Wort durch diese Stimmträger enden wird. Doch ihr und eure Kinder und später deren Kinder sollen meine Lehre im Herzen der Menschheit unauslöschlich machen.

Mein Friede sei mit euch!


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