Unterweisung 186

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Buch des wahren Lebens, Lehren des Herrn


Unterweisung 186



So spricht der Herr:


1. Willkommen seien all jene Jünger, die sich Mir nahen, um ihr Wissen zu vergrössern. Glücklich und selig seien alle, die die Wahrheit meiner Unterweisungen klar erkennen wollen. Ihr tut gut daran, wenn ihr den Schleier zerreissen wollt, der eure geistigen Augen bedeckt. Eine schwere Verantwortung laden all jene auf sich, die keine Anstrengung machen, tiefer in die Geheimnisse meiner verborgenen Weisheit einzudringen.

2. Wann endlich werden sie der Vergnügungen, die ihnen das Fleisch beschert, überdrüssig werden? Wann werden sie sich bewusst werden, dass diese Vergnügungen sie daran gehindert haben, sich an den Erquickungen der Seele zu erfreuen? Sie sind Vasallen des Reiches der Sünde, sind Sklaven ihrer Leidenschaften und gehen wie Taube, Blinde, Lahme und Aussätzige durch die Welt, ohne sich ihrer Verirrungen bewusst zu werden. Wenn einer schliesslich begreift, dass seine Seele krank ist, versteht er das Heilmittel nicht in dem Lichte zu suchen, das von meinem Geiste ausstrahlt.

3. Die Blinden führen die Blinden: So sehe Ich viele Nationen der Welt, mehr als genug von den Völkern der Erde. Die Tugend ist schwach geworden, und die guten Gefühle sind verloren gegangen. Das menschliche Herz, das alle edlen Gefühle und jeden erhebenden Gedanken eingeben soll, ist heute zu einer Quelle der Selbstsucht, der Laster und Verirrungen geworden.

4. Was ist seltsam daran, dass euer Herr, der euch unendlich liebt, heute zu euch kommt, um euch die Waffen zu geben, mit denen ihr das Böse bekämpfen sollt, das in allen Menschen herrscht?

5. Es ist richtig, dass meine Lehre eine Waffe ist, ein Lichtschwert, dass das Herz trifft und das Empfindlichste im Menschen berührt. Wille, um das Böse zu besiegen, ist das, was ihr benötigt, und jene Kraft für eure Seele gibt euch mein Wort. Die grösste und edelste Schlacht, in der Ich euch als Sieger sehen will, ist die, die ihr gegen euch selbst schlagt, um eure Leidenschaften, die Selbstsucht und die Sinneslust zu beherrschen. Bei jeder Gelegenheit soll in eurem Innern jene grosse Schlacht entbrennen.

6. Auf der einen Seite sind der gute Wille, die Vernunft, die Gerechtigkeit und die Nächstenliebe, auf der anderen kommen die verderblichen, menschlichen Leidenschaften hoch. Doch das Licht wird über die Finsternis triumphieren. Wenn Ich wüsste, dass es nicht so sein würde, würde Ich euch nicht gestatten, euch in einen für eure Seele nutzlosen und unfruchtbaren Kampf einzulassen.

7. Wenn ihr an die Patriarchen, an die Propheten oder an meine Apostel denkt, so haltet sie nicht für aussergewöhnliche Menschen; denn sie alle wurden aus der gleichen Essenz geschaffen, mit der ihr geschaffen worden seid. Aber jene waren Menschen, die sich darum bemühten, auf dem Pfade des Lichtes zu bleiben, sich an die Wahrheit zu halten, mein Gesetz immer zu beachten und im Guten zu leben. Ihr Wille wurde nicht schwach, weshalb sie Werke hinterliessen, die für ihre Menschenbrüder Vorbild sind.

8. Erkennt ihr jene Menschen, die hinter den Vergnügungen, den Annehmlichkeiten oder einfach nur hinter dem täglichen Brot nachrennen, gleichgültig gegenüber den Gaben des Geistes, unempfänglich gegenüber den Wahrheiten, die euch das ewige Leben offenbaren? Später werdet ihr sie begierig zum geistigen Heiligtum laufen sehen, um zu Mitarbeitern der wahren Kirche zu werden.

9. In meinem göttlichen Worte ist es, in dem die Menschen das Licht finden werden, das sie die Kraft gebrauchen lehrt, die die Seele in sich birgt, und sie festen Schrittes auf dem Pfade der Prüfungen gehen lehrt, welcher das Leben ist. Wer mein Licht erblickt, macht keinen falschen Schritt, noch strauchelt er.

10. Ihr müsst mein Wort ergründen; denn wenn ihr es nicht tut, werdet ihr dort Geheimnisse erblicken, wo der Meister klar und in vollkommener Weise zu euch gesprochen hat. Gott hat keine Geheimnisse für den Menschen. Die Sache ist die, dass ihr das eine Mal nicht zum Lichte vordringen wolltet, und ein andermal die Offenbarungen vorzeitig kennenlernen wollt. Der Schmutz, in den der Mensch gefallen ist, ist der Grund dafür, dass er viele meiner Unterweisungen nicht richtig auszulegen verstand, obwohl es bereits an der Zeit ist, dass er sie verstünde.

11. Was habt ihr von euren Religionen gelernt? Was nützt es euch, zu sagen, dass ihr dies oder jenes glaubt, wenn euer Leben sich nicht der Einhaltung jener Grundsätze unterwirft, die diese anempfehlen, und ihr euch Mir durch sie auch nicht näherzukommen versucht?

12. Wenn ihr wissen wollt, ob ihr das göttliche Gesetz erfüllt, so fragt euch, ob ihr auf der Welt eine Liebesernte empfangt.

13. Ich habe euch in dieser Zeit vieles zu sagen, damit ihr begreift, dass Ich bereit bin, euch mein Himmelreich zu übergeben. Doch dafür müsst ihr eure Geistseele frei machen, denn sie wird es sein, die Mich empfängt. Dann werdet ihr Mich sehen und Mich fühlen.

14. Es soll einen Bund des Friedens unter den Menschen guten Willens geben. Aber Ich weise euch darauf hin, dass ihr nicht warten soll, bis ihr in der geistigen Heimat seid, um diesen Bund zu schliessen. Das Verdienst liegt darin, dass ihr hier, wo die Welt das Blut des Lammes als Liebessamen empfing, dem Vater den Tribut der Dankbarkeit und eure beste Opfergabe darbringt: euren Gehorsam, indem ihr euch untereinander liebt.

15. Glaubt an die Unsterblichkeit der Seele. Ich sage euch dies, weil manche glauben, dass der Tod bei denen, die in der Sünde verharren, deren Existenz vernichten und sie vom Ewigen Leben ausschliessen wird, und sie stattdessen einer ewig-währenden Strafe unterworfen sein lässt.

16. Diejenigen, die sich eine solche Vorstellung zu eigen machen, haben einige meine Offenbarungen falsch ausgelegt und in ihrem Sinngehalt missdeutet. Wenn dies richtig und möglich wäre, wäre es so, wie wenn man die Niederlage der Liebe, des Guten und der Gerechtigkeit erklärt. Welchen Sinn hätte es dann gehabt, dass Ich Mensch wurde - meine Passion, mein Tod und meine Gegenwart unter euch als Mensch? Vergesst nicht, dass Ich um der Sünder, der Kranken, der Sklaven, der Hungernden, der Verirrten willen kam.

17. Eure Geistseele besitzt das Ewige Leben, das ihr durch den Göttlichen Geist verliehen wurde, und das einzige, was vom Menschen stirbt, ist die Hülle, das Fleisch, das die Seele zurücklassen wird, um sich emporschwingen zu können. Auch die Sünde wird sie vergehen sehen, wenn sie eine solche in sich trägt, und die dunkle Binde der Unwissenheit wird wie eine verdorrte Frucht von ihr abfallen. Doch die Seele wird sich nach jedem dieser "Tode", die sie an sich erleben wird, ohne zu sterben, stärken, bewusster, leuchtender und reiner emporschwingen.

18. Habt ihr in eurem Leben irgendeine körperliche Leidenschaft erlebt, die euer ganzes Wesen erfasste und es euch unmöglich machte, die Stimme des Gewissens, der Moral und der Vernunft zu vernehmen? Dies geschah, als die Seele tief gesunken war, weil die Versuchungen und die Macht der Bestie des Bösen, welche im Fleische wohnt, sie bezwungen hatte. Und stimmt es etwa nicht, dass ihr ein tiefes Glücksgefühl und tiefen Frieden erfahren habt, als es euch gelang, euch von jener Leidenschaft zu befreien, und ihr ihren Einfluss überwunden hattet?

19. Dieser Friede und diese Freude sind auf den Sieg der Seele über den Körper zurückzuführen - einen Sieg, der durch einen unermesslichen Kampf, eine "blutige" innere Schlacht, errungen wurde. Doch es genügte, dass die Seele neue Kraft schöpfte und sich aufrichtete, angeregt und beraten durch das Gewissen, und schon bezwang sie die Impulse des Fleisches und machte sich frei davon, sich noch weiter ins Verderben ziehen zu lassen. Bei diesem Ringen, bei dieser Verzichtleistung, bei dieser Schlacht gegen euch selbst habt ihr etwas sterben sehen, das in eurem Inneren wohnte, ohne dass es euer Leben war. Es war nur eine unsinnige Leidenschaft.

20. Begreift daher: Wenn der Mensch sich von der Eingebung des Gewissens leiten lässt und alle seine Handlungen dem höheren Gebot unterwirft, ist es so, als ob in ihm ein neuer Mensch geboren würde - jener, für den es keinen Tod gibt. Denn er wird den Körper nur als die notwendige Hülle für die Seele betrachten; und wenn diese zu ihrer wahren Heimat aufbrechen wird, wird der Körper in den Schoss der Erde hinabsinken müssen, um sich in ihr aufzulösen.

21. Ich sage euch, dass es keinen "ewigen Tod" gibt, und noch weniger könnte es eine ewige Sühne geben. Nur das stirbt, was schädlich ist - das Unnütze, das Schlechte, und die Sühne muss enden, wenn die Läuterung erreicht ist. Schon seinerzeit sagte Ich euch, dass nichts in meinem Werk zugrunde ginge. Ich sagte euch auch, dass keines meiner Kinder verloren ginge, und ausserdem offenbarte Ich euch die Unsterblichkeit der Seele, indem Ich euch sagte: "Ich bin das Leben, wer an Mich glaubt, wird nimmermehr sterben."

22. Geliebtes Volk: Schliesst eure menschlichen Augen und fühlt meine Gegenwart "auf der Wolke". Ihr vernehmt eine Menschenstimme, es ist die, die der Stimmträger übermittelt, dessen Ich Mich bediene, um euch meine gedankliche Schwingung zuteilwerden zu lassen. Doch wenn ihr euch geistig emporschwingt, werdet ihr meine geistige Gegenwart fühlen. O gesegnete Dritte Zeit, in der jedes Auge seinen Herrn wird schauen können! Die Abgötterei wird zu Boden stürzen, und die Menschen werden die Wahrheit voll und ganz kennenlernen.

23. Um diese Zeit einzuleiten, wollte Ich Mich durch euer eigenes Verstandesvermögen mitteilen, damit ihr Mich näher, vertrauter, euch zugehöriger fühlt. Auch in der Zweiten Zeit kam Ich den Menschen näher, indem Ich unter ihnen geboren wurde, an ihrer Seite lebte, ihre Schmerzen teilte und vor ihren Augen litt.

24. Heute erwachen die Menschenscharen bei meinem neuen Worte und bilden miteinander eine Gemeinschaft. In ihrer Mehrheit besteht diese aus den Armen der Erde - jenen, die ihr "Enterbte" nennt, die aber in Wirklichkeit keine der Gaben entbehren, die euch der Heilige Geist verliehen hat. Aufgrund meiner Lehre sind diese Menschen aus ihrer Lethargie erwacht und sind sich all dessen bewusst geworden, was sie in sich tragen. Daraufhin hat in ihnen eine seelische Entfaltung begonnen, und ihre Unbeholfenheit ist nach und nach verschwunden. Die Intuition hat eingesetzt und ihr Wesen erleuchtet, die Inspiration hat ihren Verstand liebkost, die Sehergabe hat während ihres Gebetes ihren Blick erleuchtet, sie vom Geistigen den Schleier wegziehen lassen und ihnen auch etwas von dem enthüllt, was die Zukunft in sich birgt. Die Gabe, zu heilen - sei es durch das einfache Wort, durch die "Salbung", oder selbst mittels Gedanken - ist dem Innersten ihres Herzens entsprungen, und viele andere Fähigkeiten sind bei den demütigen Jüngern dieses Werkes sichtbar geworden.

25. Der Grund dafür ist, dass sie, die nichts auf Erden besassen - als sie fühlten, dass sie vom Vater ein Erbe erhalten haben, sie ihr ganzes Herz und ihren ganzen Enthusiasmus in den Dienst dieser Sache gestellt und auf diese Weise viele der Gnadengaben entdeckt haben, die ihr Wesen in sich barg und die sie nicht kannten.

26. Wie hätten die Menschen die Gaben, die ihr Geist besass, auch entdecken können, da ihr Herz nur danach verlangte, die Reichtümer der Erde zu besitzen?

27. Wenn die Menschen zu beten verstanden hätten, wenn sie begriffen hätten, dass Ich die Sprache des Herzens kenne, dass Ich die Bedürfnisse ihrer Seele begreife, dass Ich selbst ihren kleinsten Wunsch verstehe, dass Ich ihre Gedanken zu deuten weiss, so wie diese auch zu sein scheinen, so hätten sie ihr Gebet zum Schöpfer emporgesandt. Aber der Mensch ist weltlich und hat seine Gottesverehrung und seine seelische Entwicklung vermaterialisiert. Doch wie der Menschheit ihre Irrtümer begreiflich machen? - Indem ein Volk zu ihr gesandt wird, das vergeistigt ist, dessen Kinder in jener höheren Moral leben, welche meine Lehre lehrt.

28. Die Menschheit hat mit ihrer Wissenschaft, durch ihre Sünde, durch ihre Kriege, durch ihre Lehren und ihren Materialismus die Göttliche Gerechtigkeit herausgefordert, und da ihre Beleidigungen sehr gross waren, konnte sie nur Bestrafung erwarten. Aber seht, wie Ich darauf geantwortet habe, indem Ich den Menschen mein göttliches Licht sandte, welches Trost, Offenbarung, Vergebung und Friede ist, damit es sie erleuchte und ihnen in ihrer Entwicklung beistehe.

29. Der Mensch hat einen Kelch, den er später wird austrinken müssen, mit Bitternis angefüllt. Doch wahrlich, Ich sage euch, durch diesen Schmerz wird er das Licht empfangen. Aber Ich bringe euren Herzen ein Licht, das milde zu euch gelangen wird, das euren Geist durch die Liebe und die wahre Weisheit überzeugen wird.

30. Ihr Menschenscharen, die ihr gerade diese Stimme hört - freut euch bei dem Gedanken, dass ihr dazu bestimmt wurdet, mein Licht in dieser Zeit grosser geistiger Auseinandersetzungen zu schauen.

31. Schlaft nicht, denn Ich spreche nicht nur durch diese Stimmträger zu euch. Ich spreche in jedem beliebigen Augenblick zu euch, in dem eure Seele im Frieden ist und sie sich zur Zwiesprache mit Mir emporschwingen kann.

32. Damit ihr euch eures Herzens als Führer bedienen könnt, lasst zu, dass Ich es zuvor glätte, damit ihr durch seine Gefühle die göttliche Inspiration empfangt.

33. Nicht nur ihr ruft Mich an, auch eure Geschwister rufen, den verschiedenen Religionen entsprechend, nach ihrem Gott. Ich komme nicht nur zu euch, Ich, der Tröstergeist, gebe jedem betrübten Herzen und Geiste Frieden.

34. Der Mensch schuf in seiner Vorstellung ein Bild der Liebe Jesu und übertrug es auf eine Leinwand, wobei er ihm menschliche Gestalt gab, da er den Geist des Schöpfers nicht darstellen konnte.

35. Von allen Menschen; von allen Völkern aller Zeiten habe Ich immer ihre Anbetung, ihre Brandopfer, Riten und Opfergaben angenommen; denn es ist die gute Absicht und nicht die Tat, die für Mich zählt.

36. Zwar sind die Bildnisse, die die Menschen von Mir hergestellt haben, unvollkommen; doch Ich halte Mich nicht damit auf, das Bildwerk zu betrachten, in welchem sie Mich erkennen, sondern die gute Absicht ihres Vorhabens ist es, die Mich erreicht.

37. Dennoch - wie wohlgefällig wird es für den Vater sein, wenn Er die Menschheit die Vergeistigung ausüben sieht wie dies Volk, das seine ersten Schritte zu tun beginnt und sich dabei des Oberflächlichen und Äusserlichen entledigt, um zu fühlen, dass ihr Mich wirklich in euren Herzen tragt, dass Ich in eurem Vorhaben bin, wenn ihr ein gutes Werk zu tun beabsichtigt, dass Ich in euren Gedanken bin, wenn ihr mit Mir Zwiesprache zu halten versucht.

38. Wer könnte, wenn er diese Stimme vernimmt, daran zweifeln, dass die Herrlichkeit Gottes sich in der Armseligkeit eines menschlichen Körpers offenbart? Ist es Gott etwa wohlgefälliger, sich in einem Brot zu manifestieren, das unbeseelte Materie ist, als durch seine eigenen Kinder, den nach seinem Bild und Gleichnis geschaffenen und als vollkommenstes Wesen der Schöpfung betrachteten Menschen? Weshalb sollte sich das Licht, der Göttliche Geist, nicht durch das bevorzugte Geschöpf kundgeben, das nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen ist? Es ist nichts Seltsames daran, dass Gott sich durch das Verstandesorgan des Menschen kundtun kann. Doch diese Menschheit ist ungläubig und misstrauisch, weil sie viele Male in ihren heiligsten Gefühlen verletzt worden ist. Deshalb hört sie nur, und vernimmt nicht.

39. Das menschliche Herz muss erneut mit dem Meissel der Liebe bearbeitet werden, damit die Gefühle der Brüderlichkeit und des Edelmutes aus ihm entspringen.

40. Das menschliche Herz hat sich so sehr verhärtet, dass es angesichts des Schmerzes oder des Unglücks eines Mitmenschen gefühllos bleibt. Doch es muss den fremden Schmerz fühlen und die Ursache desselben verstehen, damit der Mensch auf seinem Entwicklungswege vorankommen kann.

41. Wenn der Mensch sich damit begnügt, seinen Nächsten zu beurteilen, wird er nur Fehlurteile fällen. Doch wenn er versucht, den Grund für dessen Schmerz zu verstehen, mit dem edlen Vorsatz, ihm zu helfen, wird ihm der verborgene Ursprung jenes Schmerzes offenbart werden, den er dann lindern kann.

42. Wieviele machen ihr Leben aus Mangel an geistigem Glauben unerträglich, weil sie meinen, dass die physische Welt die einzige ist, die existiert, und sie daran zweifeln, dass es Geist gibt; denn für sie kann ihn nichts beweisen. Diese und andere traurige Betrachtungen bringen sie zur Verzweiflung und treiben sie sogar in den Tod.

43. Auf diese Unterweisung soll sich die erste Lektion stützen, die ihr euren zukünftigen Jüngern gebt. Ihr sollt ihnen Gelegenheit geben, von der ersten Stufe ihres Entwicklungsweges aufwärts zu steigen. Ihr sollt ihnen offenbaren, dass der Vater in seiner unendlichen Liebe und seiner vollkommenen Gerechtigkeit jeder Seele soviele materielle Leben gewährt, wie sie für ihre Vervollkommnung benötigt; dass manche körperliche Wesen mehr als andere leiden, dass es Leben voller Wohlergehen und andere voll Bitternis und Sühne gibt.

44. Die Erdenbürger, die ohne Schmerzen und ohne grosse Prüfungen leben, sind es, die der Grund dafür waren, dass viele Unwissende und Unzufriedene Mich ungerecht nennen.

45. Diese Fälle wird es auf eurem Wege mehr als genug geben, und ihr werdet die dazu Berufenen sein, die Erklärung dafür zu geben. Man wird euch fragen, ob es sicher ist, dass es nach diesem Leben eine Belohnung oder eine Strafe gibt. Darauf sollt ihr antworten, dass, solange die Seele nicht die nötige Entwicklungshöhe erreicht hat, um (für immer) im Geistigen Tale zu leben, sie auf dieser Erde inkarnieren muss, wobei sie jedes Erdenleben dem Fortschritt des vorhergehenden entsprechend durchläuft. Manchmal wird es geschehen, um eine gute Ernte zu ernten, in anderen Fällen, um irgendeine Schuld abzutragen oder ein begonnenes Werk zu vollenden.

46. Wenn die Seele dann den ganzen Weg zurückgelegt hat, der ihr als ihre Bestimmung auf Erden vorgezeichnet worden ist, wird sie sich zur geistigen Heimat erheben können, wo sie die Fortsetzung jenes Weges vorfinden wird, der sie zur ewigen Seligkeit, zum Schosse des Herrn führen wird.

47. Lasst keine dunklen oder unklaren Punkte übrig. Ihr werdet nicht alle überzeugen, aber selbst durch den Zweifel der Ungläubigen werdet ihr vorankommen, indem ihr deren Gedanken kennenlernt, um andere, denen ihr später begegnen werdet, im Wortgefecht zu überzeugen.

48. Wahrlich, Ich sage euch, meine Unterweisung wird für die Menschheit wie das Erwachen an einem Frühlingsmorgen sein, wie der Tau, der die Felder fruchtbar macht - heute, da die Welt ein Feld des Todes ist, dürr und trocken.

49. Geht zu allen in meinem Namen. Wer könnte den liebevollen Namen Jesu ablehnen, da mein Opfer doch für alle geschah?

50. Lasst eure Mitmenschen fühlen, dass ihr zurzeit am Fusse des Berges seid und die belebende Unterweisung eures Meisters erwartet. Denn mein Wort ist Leben für eure Seele.

51. Ich decke den Tisch mit weissen Tischdeckchen, und Ich habe auf sie die Früchte des Baumes des Lebens gelegt, damit eure Seele sich stärkt.

52. Das Licht des Heiligen Geistes befreit eure Seele aus der Finsternis; denn ihr seid vom Wege abgeirrt, habt euch verirrt und seid für das Leben der Gnade tot.

53. Du bist in Abgötterei geraten, o geliebtes Volk, in Ungehorsam und in Undankbarkeit. Du hast das Licht verlassen und hast Dich dem Dunkel zugewandt, du hast dich des weissen Gewandes entledigt und hast statt des kristallklaren Wassers trübes Wasser getrunken und dich damit vergiftet.

54. Ich wurde in der Zweiten Zeit Mensch, um euch lieben und vergeben zu lehren, Ich kam, um ein Beispiel von Demut und Sanftmut zu geben, als Meister gab Ich euch meine Unterweisung. Doch die Zeiten sind vergangen, und ihr seid in Irrtümer verfallen.

55. O Volk, das Ich unter allen Menschen auserwählt habe! Ich habe euch gesucht und euch in den Katakomben gefunden, Ich habe euch in der Wüste gefunden, wo ihr die sieben Sünden nährtet. Heute komme Ich als guter Hirte und suche euch auf allen Wegen und Pfaden und rette euch vor dem Abgrund. Ihr habt Mir zugehört und Mich gefühlt und habt alles von Mir empfangen, was eurer Seele fehlt. Ich habe euch Liebesbeweise gegeben, habe euch erleuchtet, und vom Buche meiner Unterweisung habe Ich euch überreichlich gegeben.

56. Komm, mein Volk, steige Schritt für Schritt den Berg empor. Beim Emporsteigen werdet ihr euch in Gemeinschaft mit eurem Vater fühlen und werdet die Frucht vom Baume des Lebens geniessen können. Eine Quelle kristallklaren Wassers fliesst vom Gipfel des Berges herab, um euren Durst zu löschen.

57. Israel der Dritten Zeit: Du vernimmst gerade deinen Meister, der dich unterweist und der weissagt. Wozu, geliebtes Volk? - Damit du durch meine göttliche Gnade aus der Lethargie erwachst, in der du dich befindest.

58. Wer Augen hat, soll sehen; wer ein Gehirn hat, soll nachdenken, und wer Ohren hat, soll seinen Meister vernehmen. Ihr seid diejenigen, die mein Zeigefinger gekennzeichnet hat - die Toten, denen Ich Leben gegeben habe - die Blinden, denen Ich das Sehvermögen wiedergegeben habe - die Verirrten, die Ich mit meinem Lichte leite, und die Schiffbrüchigen, denen Ich das Rettungsboot gezeigt habe.

59. Betrachtet das Festmahl, das der Vater dem "verlorenen Sohn" bereitet hat, der zugrundegegangen war, gepeitscht von Wirbelstürmen und den Kelch der Bitternis trinkend.

60. Fühlt Mich und lasst Mich in euren Herzen wohnen und euch wie meinen Jüngern in der Zweiten Zeit sagen: "Nehmet und esset, dies ist mein Leib." Ebenso sage Ich zu euch in dieser Dritten Zeit: "Nehmet und esset, dies ist mein Wort."

61. Geliebte Jünger, das Jahr 1950 rückt näher, an dem Ich aufhören werde, in dieser Form zu euch zu sprechen. Aber im Hinblick darauf sage Ich euch, dass ihr mein Wort im Überfluss empfangen haben werdet, und ihr euch wie euer Meister auf den Weg machen sollt. Ihr sollt für die Menschheit wie ein Leuchtturm sein und eure Mitmenschen mit reicher Liebe beschenken.

Mein Friede sei mit euch!


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