Unterweisung 185

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Buch des wahren Lebens, Lehren des Herrn


Unterweisung 185



So spricht der Herr:


1. Ich segne euch, weil ihr glaubt, dass es mein Geist ist, der euch diese Unterweisung gibt, obwohl ihr meine Unterweisungen mittels des menschlichen Verstandesvermögens vernehmt.

2. Ihr lasst die Unvollkommenheiten des Stimmträgers unbeachtet, euch liegt nur daran, den göttlichen Sinngehalt zu verstehen. Die mein Wort auf diese Weise studieren sind es, die die Wahrheit entdecken. Sie werden die Jünger sein, die morgen aufbrechen sollen, um den Menschen meine Lehre zu erläutern. Sie werden jene zum Verstehen veranlassen, die sich geirrt haben beim Auslegen der Schriften der vergangenen Zeiten. Denn, um die Wahrheit meiner Offenbarungen zu entdecken, ist es notwendig, sich nicht an den materiellen Sinn der Worte zu halten, sondern den geistigen Sinn zu suchen, der die Essenz ist, die die Wahrheit und das Leben ist.

3. Darum habe Ich dies Volk einer Prüfung unterzogen, die zugleich eine tiefe Lehre ist, indem Ich mein Wort durch Vermittlung eines menschlichen Verstandesvermögens gab und es darauf hinwies, dass es sich nicht mit der äusseren Form des Wortes befassen soll, sondern in seinen Kern eindringen soll, um den Sinngehalt zu entdecken. Mit dieser Anweisung wird dies Volk in der Lage sein, denen, die die Auslegung meiner früheren Botschaften suchen, die Art und Weise zu erklären, wie man geistig den Sinngehalt jeder Unterweisung, Textstelle oder jedes Gleichnisses entdeckt - die Wahrheit, die eine einzige ist.

4. Ich sehe unter diesem Volk auch jene, die nach und nach begriffen haben, dass, je grösser die Vorbereitung ihrer Seele und ihres Körpers ist, desto reichlicher und klarer meine Unterweisung durch den Stimmträger ist. Ach, wenn doch all diese Menschenscharen wirklich die Art und Weise anstreben würden, sich meiner Gnade würdig zu erweisen - wie gross und vollkommen wäre meine Kundgebung! Aber noch immer sehe Ich, dass viele Herzen den äusserlichen Kult suchen, um an meine Gegenwart glauben zu können, ohne zu begreifen, dass, anstatt zuzulassen, dass sich ihre Seele frei erhebt, sie diese bei einem materiellen Altar zurückhalten, sie mit nutzlosen Zeremonien zerstreuen und sie bei den gewohnten Traditionen ermüden. Wahrlich, Ich sage euch, für euch ist diese Zeit nun vorbei. Lange Zeit habt ihr eure Sinne am Glanz der Kirchen erquickt, lange habt ihr die Kunstwerke eurer Mitmenschen bewundert. Jetzt müsst ihr all das hinter euch lassen, damit eure Seele zu dem wunderbaren Leben gelangt, das ihr zugedacht ist, sich in den Augenblicken ihres Gebetes in ihm mit Licht sättigt und ihrem Körper all die Freuden und Inspirationen übermittelt, die sie während ihrer Verzückung empfängt. Dann werdet ihr euch bewusst werden, wie armselig und plump die Formen gewesen sind, mit denen die Welt das Göttliche darstellen wollte.

5. Eure Seele ist von der Kindheit in das Jugendalter eingetreten, und deshalb muss sich ein Wandel in ihrem Leben vollziehen.

6. In den vergangenen Zeiten nahm Ich von eurem Geiste alle Opfergaben an, die er Mir darbrachte, auch wenn in ihnen viel Unwissenheit und Unvollkommenheit enthalten war. Heute wird nur das, was lauter, aufrichtig, wahrhaftig ist, zu Mir gelangen können.

7. Seht ihr, wie schön jene Blumen aus euren Gärten sind, die ihr Mir zuweilen darbringt? Wahrlich, Ich sage euch, nicht einmal jene Gabe darf Ich in dieser Zeit entgegennehmen, denn jene Blumen sind nicht euer Werk, sondern das meine; doch das, was ihr Mir darbringen sollt, sind die geistigen Blumen eures Herzens, das heisst: eure guten Werke, eure reinen Gebete, eure Tugenden.

8. Betrügt euch nicht länger selbst, versucht nicht mehr, mit Äusserlichem das zu ersetzen, was tief geistig sein muss. Fürchtet nicht, die Begrenzungen niederzureissen, fürchtet euch nicht, euch der Wahrheit zu stellen. Der Himmel gehört nur den Tapferen und Begeisterten.

9. Wenn ihr einmal jeden Fanatismus und jede Abgötterei in euren Herzen beseitigt habt und von Geist zu Geist beten lernt, werdet ihr zum wahren Altar des Herrn gelangt sein - jenem, der nicht von dieser Welt ist. Auf diesem Altar werdet ihr eure Opfergabe darbringen können, welche die eurer guten Werke sein wird, und die in meinen Augen schöner sein wird als die Blumen eurer Gärten. Denn die guten Werke eurer Seele werden niemals verwelken.

10. Ihr Menschenscharen: Öffnet eure Herzen, um den Tau meiner Gnade in sie einströmen zu lassen. Ich will, dass dies Volk einem unermesslich grossen Garten gleicht, in dem die schönsten Blumen der Gedanken, des Herzens und der Seele blühen, welche jene sind, die Ich hegen und pflegen werde.

11. Volk: Wenn Ich mit der Klarheit, mit der Ich mein Wort kundtue, über Andachtsformen und Opfergaben zu euch spreche - fühlt ihr da Schmerz, weil Ich euch von euren bisherigen Glaubensüberzeugungen abbringe? - "Nein, Meister", sagt ihr Mir.

12. Der Grund dafür ist, dass in meinem Worte ein Balsam und ein Licht existiert, das nicht zulässt, dass in irgendeinem Verstande eine Unklarheit entsteht, noch dass irgendein Herz betrübt wird.

13. Ich will, dass ihr zu euren Mitmenschen ebenso sprecht, wenn ihr versucht, ihre Augen dem Lichte zu öffnen. Tut es mit der Klarheit und der Liebe, die Ich bei euch angewendet habe, und ihr werdet keinen Schmerz in den Herzen hinterlassen, sondern vielmehr Frieden und Licht.

14. In Erfüllung einer göttlichen Verheissung habe Ich Mich euch in dieser Zeit kundgetan. Im Sinngehalt, der im Kern dieses Wortes enthalten ist, bin Ich voll und ganz bei euch gewesen. Wer diesen Sinngehalt gefunden hat, hat Mich empfunden. Die sich hingegen damit aufgehalten haben, das Äusserliche meiner Kundgebung zu beurteilen, haben meine Wahrheit nicht entdecken können.

15. Während die einen beim Vernehmen meines Wortes in höchstes Staunen gerieten, haben die anderen nicht das geringste Erschauern empfunden, noch wurden sie sich meiner Gegenwart bewusst, und dass sie Mich gehört haben.

16. Wenn mein Wort einmal nicht mehr durch diese Stimmträger zu vernehmen ist, wird es viele Herzen geben, die das Ende dieser Zeit beweinen, ebenso wie es welche geben wird, die - obwohl sie Mich vernommen haben - sich nicht des Guten bewusst werden, das sie besassen, und das sie verloren, weil sie es nicht zu nutzen wussten.

17. Es werden Zeiten kommen, in denen dies Wort an vielen Orten verbreitet werden soll. Aber dann wird es durch die Zeugnisse derer geschehen, die es vernommen haben, es verstanden haben und es geglaubt haben, und ihr werdet Zeugen dessen werden, dass viele von denen, die niemals die Gnade hatten, meine Unterweisungen zu hören, fähig sein werden, den göttlichen Sinngehalt, den diese als Schatz in sich tragen, zu entdecken, und sie voll Überzeugung und Glauben ausrufen werden: "Es ist das Wort des Meisters!"

18. Ihr werdet eure Mitmenschen vor Seligkeit weinen sehen, von meiner Botschaft innerlich aufgewühlt, und werdet sie darüber klagen sehen, dass sie nicht zu meinen Auserwählten gehört haben. Dann werdet ihr Reue darüber empfinden, dass - obwohl Ich so lange Zeit bei euch gewesen bin, euer Herz nicht den Glauben und die Liebe gezeigt hat, die ihr allein durch euer Zeugnis in euren Mitmenschen aufkeimen sehen werdet.

19. Unter jenen Menschenscharen werdet ihr die Menschen entdecken, die das Geistige intuitiv erfassen, die Inspirierten, diejenigen, die die Zwiesprache von Geist zu Geist vorausahnen, die Seher und solche, die Gaben und Fähigkeiten des Geistes in voller Entfaltung besitzen.

20. Meint ihr etwa, dass Ich mein Wort allen Völkern der Welt gebe? - Nein, auch bei dieser meiner neuen Offenbarung ist es so wie bei denen der vergangenen Zeiten, bei denen Ich Mich zwar nur einem einzigen Volke offenbart habe, dieses jedoch die Aufgabe hatte, sich aufzumachen und die Frohe Botschaft zu verbreiten und den Samen auszusäen, den es in meiner Botschaft empfing.

21. Erinnert euch, dass mein Same in anderen Ländern allein durch das Zeugnis meiner Apostel mit grösster Kraft emporspross.

22. Bedenke, geliebtes Volk: Wenn andere Völker jenen Zeugnissen glaubten, so geschah dies, weil jene, die diese ablegten, es mit all der Liebe und Wahrhaftigkeit zu tun verstanden, derer ihre Herzen fähig waren. Ich sage euch dies, weil, wenn ihr wollt, dass die Welt Mir durch euch glaubt, ihr euch vorbereiten müsst, um es jenen Aposteln in ihrer Liebe, in ihrer Demut, in ihrer Geistigkeit und in ihrem Glauben gleichzutun. Dann wird die Welt diese Lehre als Wahrheit betrachten, und mein Wort wird für die Menschen heilig sein. Dann werdet ihr eure Mitmenschen die Schriften, die von meinem Worte hergestellt werden, begierig lesen sehen, und werdet erleben, wie sie diese in verschiedene Sprachen übersetzen, damit alle Völker sie kennen lernen.

23. Ihr werdet erleben, wie dies Wort, an das sich dies Volk hier so sehr gewöhnt hat, das so herabgewürdigt worden ist von denen, die es am meisten gehört haben, morgen für die, die auf Erden viel leiden, wie eine Oase sein wird. Ihr werdet erleben, wie es Balsam und Leben, Nahrung und Licht im Leben derer sein wird, die Hunger und Durst nach Wahrheit, Liebe und Gerechtigkeit haben.

24. Männer und Frauen, die ihr lange Zeit hindurch mein Wort vernommen habt, und die ihr darüber hinaus Aufgaben innerhalb dieses Werkes übernommen habt: Lasst zu, dass meine Worte eure Herzen bewegen, lasst zu, dass der Geist im Innersten eures Wesens spricht. Vieles habt ihr von der Frucht des Lebensbaumes gegessen, doch was habt ihr mit dem Samen gemacht? Warum stammt nicht alles, was ihr sät, von dem Saatkorn, das Ich euch gegeben habe? Ich sehe, dass ihr auch euren eigenen Samen verwendet, den ihr jenem beimengt, den Ich eurer Fürsorge anvertraut habe. Wer von euch versteht nicht, was Ich euch in diesen Augenblicken sage?

25. Ich missbillige damit nicht alle Werke, die ihr tut. Was Ich euch damit sagen will, ist, dass ihr dem Guten, das ihr tut, keinerlei Unlauterkeit beimengen sollt, denn dann werdet ihr nicht mehr meine Wahrheit säen, so wie Ich sie euch offenbart habe, und morgen, wenn die Stunde kommt, da euer Geist die Frucht seiner Aussaat erntet, wird er naturgemäss feststellen, dass diese Frucht genau dem entspricht, was er auf seinem Lebensweg säte.

26. Ich bin die Essenz alles Geschaffenen. Alles lebt durch meine unendliche Kraft. Ich bin in jedem Körper und in jeder Gestalt. Ich bin in jedem von euch, aber es ist notwendig, dass ihr euch vorbereitet und euch empfänglich macht, damit ihr Mich fühlen und finden könnt.

27. Ich bin der Lebenshauch für alle Wesen, denn Ich bin das Leben. Daher habe Ich euch begreiflich gemacht, dass, wenn ihr Mich bei allen euren Werken vor Augen habt, es nicht nötig ist, dass ihr mein Bild in Ton oder in Marmor darstellt, um Mich anzubeten oder Mich euch nahe zu fühlen. Dies Unverständnis hat nur dazu gedient, die Menschheit in die Abgötterei zu führen.

28. Aufgrund meines Wortes ahnt ihr die Harmonie, die zwischen dem Vater und allem Geschaffenen besteht, begreift ihr, dass Ich die Essenz bin, die alle Wesen nährt, und dass ihr ein Teil von Mir selbst seid.

29. In dem Masse, wie ihr den Sinn eures Lebens, die Bestimmung der Seele und den Zweck der Entwicklung versteht, geht ihr in das geistige Leben ein. Auf diese Weise vergesst ihr die Formen, die ihr Mir gegeben habt, in denen ihr Mich gesucht habt, und verlöschen nach und nach die falschen Glaubensüberzeugungen und irrigen Vorstellungen, in denen diese Menschheit so viele Jahrhunderte hindurch befangen war.

30. Die Seele wird sich aufgrund ihrer Fähigkeiten höherentwickeln können, bis sie ihre Vollkommenheit erreicht. Aber Ich bin der Meister, der euch immer auf eurem Entwicklungswege beigestanden ist, damit euer Leben nicht unfruchtbar ist.

31. Wenn ihr zu Menschen guten Willens werdet, wird euer Leben mit der Vollkommenheit der ganzen Schöpfung in Einklang kommen. Ihr werdet das Licht wahren Wissens erlangen, und die Frucht eurer Werke wird euch ewigen Frieden geben. Euer physischer Teil ist Substanz, die sich in Atomen in der Schöpfung auflösen wird. Dies habt ihr begriffen, aber für viele ist das unsterbliche Leben der Seele unbegreiflich. Sie verstehen nur das, was ihre Augen sehen, oder ihre Wissenschaft beweist. Wo sind jene, die in diesem Erdenleben bei euch wohnten? - Ihr wisst es nicht. Ihr könnt euch höchstens vorstellen, dass sie in einer Lichtwelt leben. Dazu sagt euch der Meister: Viele von ihnen sind um euch. Die Seele hat sowohl die Fähigkeit, den Ort einzunehmen, den der Vater ihr im Jenseits zugewiesen hat, als auch gleichzeitig eine Aufgabe bei euch auszuführen. So gross ist die Macht der Geistseele.

32. Diese Lehren habt ihr noch nicht verstanden. Doch um die Entfaltung jener Fähigkeit zu erlangen, wäre es erforderlich, dass bei euch das in Erfüllung geht, was Ich euch in der Zweiten Zeit sagte: Der Mensch muss, um meine Gnade zu erlangen, einem Kinde in seiner Reinheit gleichen.

33. Doch ihr sollt euch nicht mehr alleingelassen fühlen. Bei jedem Werk, das der Mensch vollbringt, gibt es die Einflussnahme eines Lichtgeistes. Die Geistige Welt wirkt auf die menschlichen Verstandesorgane ein und lenkt sie. Jene Welt ist grösser und schöner als die, die ihr mit euren Augen erblickt. Es ist eine Welt des Lichtes und der vollkommenen Harmonie. Ihre Bewohner sind bei Mir, sie wachen, mit Mir vereint, über die Schöpfung.

34. Doch könnt ihr, obwohl ihr diese Unterweisungen kennt und daran glaubt, weiterhin darüber klagen, dass die Menschen, die ihr auf der Welt geliebt habt, ins Jenseits geschieden sind, da ihr nun doch wisst, dass sie über euch wachen? Warum denkt ihr an sie in ihrer menschlichen Gestalt, obwohl sie jetzt rein seelischer Natur sind?

35. Heute habe Ich zu euch über das gesprochen, was ihr das Mysterium des anderen Lebens nennt.

36. Ich allein kann euch diese Lehren offenbaren. Die Menschen können es nicht, weil sie nicht in die verborgene Weisheit eingedrungen sind.

37. Ich musste euch zubereiten, damit ihr in mein Heiligtum eintreten könnt, um eine weitere meiner Unterweisungen zu vernehmen. Denn Ich sehe, dass ihr zuerst eure Sinne beeindrucken musstet, damit eure Seele sich erheben konnte. Eure Augen suchten das Bild, das zu euch von meiner Gegenwart sprechen könnte, eure Ohren waren in Erwartung der musikalischen Töne von Kirchenliedern, um das Herz von den irdischen Sorgen freizumachen, und selbst der Weihrauch und der Duft von Blumen waren für euch nötig, um an Mich denken zu können, und sei es auch nur für einige Augenblicke. Da ihr jedoch all diese liturgischen Bestandteile nur im Innern der diesem Gottesdienst geweihten Kirchen fandet, wart ihr ausserhalb derselben nicht in der Lage, meine Gegenwart zu begreifen oder gar zu fühlen. Heute dagegen hat eure geistige Zurüstung damit begonnen, anstatt die Sinne eures Leibes zu entwickeln, eure Seele zu erwecken, um das, was sich auf die körperlichen Sinne bezieht, nicht mehr zu beachten.

38. Eure Augen suchen nicht mehr nach einem Bild, das für euch die Göttlichkeit repräsentieren kann; eure Ohren verlangen nicht mehr nach jenen Klängen, die ihr benötigtet, um euch für kurze Zeit die Anreize der Welt vergessen zu lassen. Ihr wartet nicht mehr darauf, der Feier eines Gottesdienstes beizuwohnen, um glauben zu können, dass Ich nur bei jenem Akt und an jenem Orte gegenwärtig bin.

39. Das einzige, was euch heute am Herzen liegt, besteht darin, wie ihr euren Verstand klärt, wie ihr euer Herz reinigt, um den göttlichen Sinngehalt meines Wortes empfangen, fühlen und verstehen zu können; und ihr wisst, dass es dafür kein besseres Mittel gibt als die Meditation und das Gebet.

40. Heute würde euch jedes Ding stören, das man euch vor die Augen stellen könnte, und die beste Musik würde euch neben dem himmlischen Konzert meines Wortes allzu armselig erscheinen. Und anstatt euch bei eurer Andacht hilfreich zu sein, könnten euch diese Dinge schliesslich stören. Ihr benötigt oder wollt nichts Äusserliches; daher habt ihr euch daran gewöhnt, eure Augen während der Zeit, in der ihr meine Kundgabe empfangt, zu schliessen. Denn die Seele möchte sich in ihrem höchsten Verlangen nach Erhebung jedes Kontaktes mit dem Materiellen entledigen.

41. Früher war der Altar, den ihr für meine Göttlichkeit errichtet hattet, fern von euch; heute habt ihr ihn in euren Herzen errichtet. Eure Opfergabe, die lange Zeit materiell gewesen war, habt ihr jetzt durch eine seelische Bekundung ersetzt. Ihr wisst, dass in meinen Augen eure Liebe schöner ist als die schönste Blume eurer Gärten, und dass die Vergebung, die ihr einem Mitmenschen gewährt, für Mich mehr Wert hat als die Busse, mit der ihr früher eure Flecken reinzuwaschen glaubtet.

42. Ich vernehme euch in der Stille, für Mich ist es nicht nötig, dass ihr eure Lippen bewegt. Ich bin kein Sünder, der einem anderen Sünder zuhört. Ich bin im Geiste, und es ist eure Seele, die Ich vernehme, und sie ist es, die sich zu erheben und sich Mir mitzuteilen versucht.

43. Viele haben in dieser Zeit mein Wort vernommen, aber nicht alle haben es als Wahrheit aufgefasst. Natürlich sind nicht alle zu dem Zeitpunkt hinzugekommen, in dem sie diese Lehre begreifen können. Zu allen Zeiten gab es viele Berufene, doch nur wenige wurden schliesslich auserwählt - aus dem Grunde, an den Ich euch heute erinnere: Es ist der, dass nur jene, die rechtzeitig verstehen, fühlen oder glauben, zu denen gehören, die dabeigeblieben sind und sich zubereiten, um Mir zu folgen. Manchmal erlebt ihr, dass eure Mitmenschen mit dem Anschein, geistig sehr fortgeschritten zu sein und meine Liebeslehre zu verstehen, herbeikommen. Hernach seht ihr, dass sie das, was sie in meinem Worte empfingen, nicht als Wahrheit annahmen, und zwar deshalb, weil es nicht in erster Linie die menschliche Intelligenz ist, die Mich entdecken kann - es ist der Geist, wenn in ihm Liebe vorhanden ist. Verwechselt nicht das eine mit dem anderen. Ein andermal dagegen seht ihr einige eurer Mitmenschen zu meiner Kundgebung kommen, die ungebildet und allzu vermaterialisiert erscheinen, von denen ihr nicht einmal im Entferntesten erwartet, dass sie mein Wort gefühlsmässig erfassen können, und ihr seid erstaunt gewesen über ihre Feinfühligkeit und das Verständnis, das sie augenscheinlich erlangt haben. Der Grund dafür ist, dass sie in ihrem Äusseren, im Menschlichen unbeholfen sind, in ihrem Innern jedoch eine sehr grosse seelische Entwicklung erreicht haben.

44. Nicht immer sind die, die geglaubt haben, vom ersten Augenblick an zum Glauben erwacht. Fast alle haben innerlich gekämpft. Ich habe in ihren Herzen folgende - oder ähnliche - Fragen entdeckt: "Ist es wohl Wahrheit? Ist es möglich, dass Ich hier der Gegenwart des Herrn begegne? Ist es möglich, dass Ich hier für meine Leiden Heilung finde, die Ich so lange für unheilbar hielt?" Doch als sie das Wunder empfingen, haben Mich manche noch immer gefragt: "Ist es wohl Er, der mich heilte?" Aber es hat auch viele gegeben, die vom ersten Augenblick an, an dem sie meine Stimme hörten, geglaubt haben, und es gab sogar welche, die, noch bevor sie mein Wort vernahmen, schon an dasselbe glaubten.

45. Was den Verstand vieler Menschen am meisten gequält hat, ist die Ärmlichkeit, die Armseligkeit, in der Ich Mich offenbart habe. Denn sie waren an das Prunkvolle der Riten und den verschwenderischen Reichtum in den materiellen Kirchen gewöhnt. Doch Ich sage euch, dass ebenso, wie Ich einstmals die Eitelkeit der Menschen richtete, indem Ich ihnen meine Schlichtheit vor Augen führte, Ich heute die falschen Zurschaustellungen mied und nicht nur unter Armen, sondern sogar unter Sündern erscheinen wollte.

46. Wenn die Menschen morgen in Ruhe die Art und Weise meiner Kundgebung studieren und sie mit den in den Schriften enthaltenen Prophetien vergleichen, und sie den Wirkungskreis, in dem Ich Mich zeigte und in dem meine Kundgebung sich entfaltete - die Nation, die Ich erwählte, und das Volk, das Ich rief - genauer untersuchen, werden sie zu der uneingeschränkten Auffassung kommen, dass alles in Vollkommenheit geschah, und dass die Prophetien insgesamt treulich in Erfüllung gingen.

47. Hier spreche Ich nun aufs Neue zu den Menschen, spreche zu ihnen mit meiner göttlichen Essenz, aber mit Worten und Begriffen, die in Reichweite ihres Auffassungsvermögens liegen. Doch während einige allein aufgrund der göttlichen Essenz, die sie in meinem Worte finden, an Mich glauben, benötigen andere dessen, was ihr Wunder nennt, um glauben zu können. Darum sage Ich euch, dass ihr dasselbe Volk seid wie jenes der Zweiten Zeit, das ihre für Menschen unheilbaren Kranken zu Mir brachte, um meine Macht auf die Probe zu stellen.

48. Ich treffe die einen blind an, andere lahm, viele aussätzig, und andere von verwirrten Geistern besessen. Euch alle werde Ich heilen, und in Wahrheit sage Ich euch, dass keiner zugrundegehen wird. Doch Ich muss euch auch darauf hinweisen, dass ihr zubereitet sein müsst; denn die Wunder dieser Zeit werde Ich mehr in eurer erhobenen Seele als im Körper vollbringen.

49. Lazarus wird nicht der einzige sein, durch den Ich euch die Auferweckung kennenlernen lasse. Ich werde alle "Toten" auferwecken.

50. Ihr Menschenscharen, hier habt ihr mein Wort. Ihr könnt Mir glauben oder nicht daran glauben, Mich lieben oder nicht lieben. Aber wahrlich, Ich sage euch, diese Zeit wird nicht wiederkommen, diese Weisheitslektionen, diese göttlichen Ansprachen werdet ihr in dieser Form nicht mehr hören. Wenn ihr Mich nach 1950 vernehmen wollt, müsst ihr im Geiste ins Jenseits eindringen. Erinnert euch, dass Ich euch sagte: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."

Mein Friede sei mit euch!


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