Unterweisung 184

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Buch des wahren Lebens, Lehren des Herrn


Unterweisung 184



So spricht der Herr:


1. Menschheit, du hast dich in die Finsternis gestürzt. Doch die Stunde ist gekommen, in der du zum Lichte aufsteigst.

2. Ich sende euch Elias, damit er euch aus eurer Lethargie reisst. Wie könntet ihr meine Gegenwart fühlen, wenn ihr nicht wach seid?

3. Erwartet nicht, dass Ich zu eurer Welt als Mensch komme; jene Lektion ist vorüber. Dennoch - obwohl Ich nur im Geiste bei euch bin, werde Ich euch beweisen, dass es eine höhere Offenbarungsform ist als jene, durch die Ich Mich bis heute offenbart habe. Es ist der Beweis dafür, dass Ich euch geistig für fähiger halte als die Menschen der vergangenen Zeiten.

4. Ich werde keinen Körper benötigen, um unter euch zu wohnen, noch wird es unbedingt nötig sein, dass meine Stimme zu einer menschlichen wird, um vernommen werden zu können. Dennoch werdet ihr Mich uneingeschränkt als Meister, als Richter, als Arzt bei euch haben.

5. Viele Fähigkeiten und Sinne hat eure Seele, damit ihr meine Botschaften durch sie empfangt. Aber da ihr jene Fähigkeiten, die in eurem Wesen existieren, bis zum heutigen Tage nicht kennt, glaubt ihr, dass ihr Mich nur mit den Augen des Körpers sehen und mit euren Ohren vernehmen könnt. Nun werde Ich euch das Haltlose dieser Meinung beweisen, wenn ihr in der Stille eurer Schlafkammer meine Gegenwart fühlt, und ihr euch in den Augenblicken eures Gebetes vom Lichte der Inspiration durchflutet fühlt.

6. Noch seid ihr Seelen ohne Licht; doch Ich werde bewirken, dass von euch Lichtfunken ausgehen in Form von Inspirationen, hohen Ideen, edlen Gefühlen und guten Werken.

7. Ihr seid wie Lazarus im Grabe, für das geistige Leben Tote. Aber bei meinem Rufe werdet ihr euch erheben, um Mir nachzufolgen und von meiner Wahrheit Zeugnis abzulegen.

8. Jene Ereignisse, die die Völker der Erde täglich erschüttern, sind Aufrufe der Gerechtigkeit, die euch zur Reue, zum Gebet, zur Erinnerung und Läuterung aufrufen. Doch diese Prüfungszeit wird so lange dauern, bis die Halsstarrigkeit und Torheit der Menschen nachgibt, bis sie ihren Hochmut und ihre Gottlosigkeit aufgeben. Nicht immer werden es Rufe der Gerechtigkeit sein, die man auf Erden vernimmt; denn später, wenn die Menschheit geläutert ist, werden es sehr unterschiedliche Ereignisse sein, die die Menschen erregen. Es werden göttliche Inspirationen und geistige Kundgebungen sein, es werden Offenbarungen der Natur sein. Die einen zur Vervollkommnung eurer Seele, andere zum Wohle eures Lebens auf der Welt.

9. Wisst ihr, welches die Gabe oder die Tugend ist, durch die die Menschen mehr Gnade erlangen können? - Die Nächstenliebe. Denn sie wird ihre Herzen veredeln, wird der Seele Gelegenheit geben, sich ihren Mitmenschen hinzugeben, und wird das sein, was am meisten an Glaubenssaat erntet. Denn die "Felder" und "Äcker" sind voller Elend, Schmerz, Armut und Krankheit - Äcker, die nach Liebe hungern und nur auf einen Samen und ein wenig Regen warten, um zu erblühen.

10. Wenn es denen, die auf Erden mein Wort predigen, derzeit unmöglich erscheint, das Vordringen der Sünde, das Überschäumen von Feindschaften und Leidenschaften aufzuhalten, so ist für Mich die Rückkehr der Menschen zum Guten und zur Gerechtigkeit nicht unmöglich, nicht einmal schwierig.

11. Seht ihr jene Menschen, die grosse Völker regieren? Kennt ihr die Macht ihrer Gesetze und ihrer Doktrinen? Seht ihr die Wissenschaftler, wie sie unbesonnen und vermessen in die Geheimnisse der Natur eindringen? Wahrlich, Ich sage euch, sie werden sich noch mitsamt ihrem Hochmut, ihrem Können und all ihrem Wissen demütig vor Mir niederwerfen. Denn jedes Menschenwerk gelangt schliesslich an seine Grenze, wo die Menschen dann von sich aus ihren Augen für die Realität öffnen müssen und die Tragweite eines jeden ihrer Werke, die Schwere ihrer Verfehlungen und das Ausmass ihrer Verirrungen erkennen.

12. Ich will euch damit nicht sagen, dass alles, was sie getan haben, unvollkommen ist - nein. Aber es ist so wenig an Gutem, das sie für ihre Mitmenschen bewirken, so wenig Gutes, das sie tun, dass es besser ist, dass mein Gesetz das Unlautere und Schlechte, das auf der Waage der Gerechtigkeit schwerer wiegt, richtet.

13. Der Menschheit ist noch eine kurze Zeitspanne gewährt, um in ihr ihr Werk zu beenden und dem göttlichen Richter Rede zu stehen, wenn er sie zur Rechenschaft zieht.

14. Währenddessen schreitet mein Licht voran, verbreitet sich und dringt überall und in jede Seele ein.

15. Es war mein Wille, dass - wenn einmal diese Zeit meiner Kundgaben gekommen wäre - alle meine Gekennzeichneten bereits zubereitet sein sollten, wachend und betend, die Stunde meines Kommens erwartend und einen einzigen Körper und einen einzigen Willen bildend, um das zu vernehmen, was Ich euch offenbaren würde. Doch Ich habe unter euch keine wahre Brüderlichkeit gefunden.

16. Dies Volk, das meine Unterweisung empfangen hat, soll seine Mitmenschen schulen und sie zu Meistern machen.

17. Doch wahrlich, Ich sage euch, Ich bin nicht gekommen, um nur euch, die ihr auf Erden lebt, zu erleuchten, sondern Ich habe auch alle Seelen gerufen, die in anderen, euch unbekannten Lebenswelten den Weg verloren haben.

18. Welche Ergebung habe Ich bei den geistigen Wesen gesehen, meine Aufträge zu erfüllen! Ihrer vom Körper freien Seele ist es leichter gefallen, sich bereit zu machen, ihre Aufgabe in dieser Zeit zu erfüllen.

19. Wie viele von ihnen erwarteten Mich frei von Irrtümern und Verfehlungen, nach einer langen Sühnezeit. Und als Ich ihnen jenen Teil des Buches der Sieben Siegel, das dem sechsten Zeitabschnitt entspricht, offenbart habe, hat sich ihre Seele aufgerichtet, und in ihrer Erhebung haben sie euch angespornt, haben Hindernisse auf eurem Wege beseitigt und euch einen ehrenvollen Platz als Jünger zugewiesen.

20. Um die göttlichen Unterweisungen zu verstehen, ist es erforderlich, sich zu erneuern und das Gesetz zu erforschen. Dadurch werdet ihr mein Wort verstehen lernen und grosse Offenbarungen empfangen, die ihr durch die menschliche Wissenschaft nicht erreichen könntet. Der Tag wird kommen, an dem der Mensch seinen Nacken beugen und seinem Vater mit der Achtung und Liebe lieben wird, die Ich von euch verlange. Meine Kundgebung ist für alle verständlich. Ich habe der Fassungskraft eures Gehirnes gemäss gesprochen, denn meine ganze Weisheit könntet ihr nicht begreifen. Diesem schlichten Worte, mit dem Ich euch meine Lehren bekannt machte, sollt ihr nichts aus eurem Verstande Stammendes hinzufügen, und wenn ihr es in andere Sprachen übersetzt, so achtet darauf, dass ihr göttlicher Sinngehalt erhalten bleibt.

21. Bereitet euch vor, damit euer Gehirn wie ein klarer Spiegel ist, der mein Licht in all seiner Klarheit widerspiegelt, wenn ihr mit dieser schwierigen Mission beschäftigt seid.

22. Lebt nahe bei Mir. Ich bin das Leben, Anfang und Ende alles Geschaffenen. Wenn Ich euch eine Aufgabe wie die meine anvertraut habe, so deshalb, weil Ich euch liebe und will, dass ihr Mich zum Vorbild nehmt.

23. Rettet Herzen, tut Wunder, liebt einander.

24. Wenn ihr den nötigen Glauben und die notwendige Seelenstärke in euch spürt, um das Kreuz auf euch zu nehmen, so geht zu den Heimen und bringt mein Wort, zieht durch das weite Land und durchschifft die Meere. Ich werde vor euch hergehen und den Weg bereiten.

25. Seid wachsam, denn viele Wölfe im Schafspelz werden zu euch kommen und euch betören wollen, um euch vom Wege abzubringen. Doch wachet, und ihr werdet die Absichten ihrer Herzen entdecken.

26. Wenn eure Mitmenschen leidend herbeikommen und möchten, dass ihr ihre Tränen stillt, so tut es. Gebt all das Gute, das in euch ist, dann werdet ihr später, im Jenseits, grössere Barmherzigkeit empfangen als die, die ihr auf dieser Welt erwiesen habt.

27. Geliebtes Volk, dein Gebet steigt auf zu Mir, wie in der Ersten Zeit eure Psalmen im Tempel zu Mir empordrangen. Doch diese Zeit ist vergangen, und eure Seele hat sich entwickelt. Der grosse Tempel von Jerusalem existiert nicht mehr, denn mein Wort ist in Erfüllung gegangen, und von seiner materiellen Gestaltung blieb kein Stein auf dem andern.

28. Es gibt keine Bundeslade, noch die Gesetzestafeln auf dem Altar mehr. Euer Geist sucht die Wahrheit jenseits der Gestalten und Symbole, die ihm früher dazu dienten, zu glauben und zu verstehen und die ihn lehrten, Mich anzubeten. Aber heute begreift er, dass diese keine Berechtigung mehr haben, da ihr Sinn vom Geist verstanden worden ist. Die Symbole waren nur materielle Objekte, derer sich der Herr bediente, um dem Menschen die göttlichen Lehren zu erläutern.

29. Wenn also der Schüler die grundlegende Unterweisung verstehen gelernt hat, soll er die alten Kultformen vergessen, um sich im Verlangen nach höheren Inspirationen und einer geistigeren Anbetung zu erheben.

30. Denkt daran: Solange ihr irgendein Symbol vor euren Augen haben müsst, das Mich verkörpert, könnt ihr euch nicht direkt mit dem Göttlichen Geiste verbinden. Erkennt jedoch, dass ihr alle dazu berufen seid, diese Zwiesprache von Geist zu Geist zu gebrauchen.

31. Alles, was euch in diesem Leben umgibt und umfängt, ist ein Abbild des ewigen Lebens, ist eine tiefgründige Belehrung, die durch materielle Formen und Objekte erläutert wird, damit sie verstanden werden kann.

32. Noch seid ihr nicht zum Kern jener wunderbaren Lektion gelangt, und der Mensch hat sich immer wieder geirrt, weil er das Leben, das er auf Erden führt, so aufgefasst hat, als ob es die Ewigkeit wäre. Er hat sich damit begnügt, sich mit den äusseren Formen desselben zu befassen, und hat alles abgelehnt, was es an göttlicher Offenbarung enthält - das, was Essenz und Wahrheit ist, welche in der ganzen Schöpfung enthalten sind.

33. Wenn dies "Buch" sein Licht in den Seelen hinterlassen hat und bis zur letzten Seite verstanden worden ist, wird der Mensch die Erde verlassen, und seine Seele wird zu einer neuen Heimstätte weiterziehen, wo er alles, was ihn das menschliche Leben auf seinem Wege lehrte, wissen und verwerten wird. Dann wird er viele Lehren begreifen können, die ihm durch das Leben in der Materie offenbart wurden.

34. Studiert diese Worte, die euch euer Meister mit so viel Liebe gewidmet hat, damit ihr durch deren Licht eure Werke beurteilen könnt. Und wenn ihr begreift, dass ihr stehengeblieben seid, so ergründet, was die Ursachen gewesen sind, die dies verursacht haben, damit ihr sie in Zukunft vermeidet und euren Entwicklungsweg immer vorwärts geht.

35. Die Mission, die Ich meinem Volke auf Erden anbefohlen habe, ist gross und sehr heikel. Darum habe Ich es in jedem Zeitalter aufgesucht, um es mit meinem Worte zu inspirieren und ihm etwas mehr vom Inhalt des Gesetzes zu offenbaren.

36. Das Gesetz der Liebe, des Guten und der Gerechtigkeit ist das geistige Erbe gewesen, das Ich ihm zu allen Zeiten vermacht habe. Von Lektion zu Lektion habe Ich die Menschheit zum Verständnis dessen gebracht, dass das Gesetz in einem einzigen Gebot zusammengefasst werden kann: der Liebe. Liebt den Vater, welcher der Urheber des Lebens ist, liebt den Mitmenschen, welcher Teil des Vaters ist, liebt alles, was der Herr geschaffen und befohlen hat.

37. Die Liebe ist Urgrund, Beginn, Same der Weisheit, der Grösse, der Macht, der Erhöhung und des Lebens. Dies ist der wahre Weg, den der Schöpfer der Seele vorgezeichnet hat, damit sie von Stufe zu Stufe und von Heimstatt zu Heimstatt immer mehr die Annäherung an Mich fühlt.

38. Wenn der Mensch vom Anbeginn der Zeiten aus der geistigen Liebe einen Kult gemacht hätte, anstatt in abgöttische Riten und religiösen Fanatismus zu verfallen, so wäre diese Welt, die heute durch die Angst und das Elend der Menschen zu einem Tränental geworden ist, ein Tal des Friedens, in das die Seelen kämen, um Verdienste zu erwerben, um nach diesem Leben jene geistigen Heimstätten zu erreichen, in die die Seele auf ihrem Wege eingehen soll.

39. Wahrlich, Ich sage euch, in keiner Epoche des menschlichen Lebens hat dem Menschen die Kenntnis meines Gesetzes gefehlt. Denn von dem göttlichen Funken, welcher sein Geist ist, hat ihm niemals ein Lichtfunke in der Seele, eine Intuition in seinem Verstande, oder eine Ahnung in seinem Herzen gefehlt. Dennoch ist eure Seele mit einer dunklen Binde vor den Augen ins Jenseits zurückgekehrt, und Ich sage euch, wer die Lektion, die das Leben auf dieser Welt in diesem Tal der Prüfungen enthält, nicht nutzt, der muss zu ihm zurückkehren, um seine Wiedergutmachung zu Ende zu bringen, und vor allem, um zu lernen.

40. Falsch ist die Vorstellung, die ihr von dem habt, was das Leben auf der Erde bedeutet, von dem, was die Seele ist, und von dem, was die Geistige Welt ist. Die Mehrheit der Gläubigen meint, dass, wenn sie mit einer gewissen Rechtschaffenheit leben oder wenn sie im letzten Augenblicke ihres Lebens die begangenen Verfehlungen bereuen, der Himmel für ihre Seele sicher ist. Doch diese falsche Vorstellung, die dem Menschen sehr gefällt, ist der Grund dafür, dass er das Gesetz während seines ganzen Lebens nicht beharrlich erfüllt und so bewirkt, dass seine Seele, wenn sie diese Welt verlässt und in die Geistige Welt gelangt, feststellen muss, dass sie an einen Ort gekommen ist, an dem sie nicht die Wunder schaut, die sie sich vorgestellt hatte, noch die höchste Glückseligkeit fühlt, auf die sie ein Anrecht zu haben glaubte.

41. Wisst ihr, was jenen Wesen widerfährt, die sicher waren, in den Himmel zu kommen, und die statt dessen nur Verwirrendes vorfanden? Da sie nicht länger auf der Erde zuhause waren, weil ihnen der Stützpunkt ihrer körperlichen Hülle fehlte, und sie sich auch nicht zu jenen Höhen erheben konnten, in denen sich die Sphären des geistigen Lichtes befinden, schufen sie für sich - ohne sich dessen bewusst zu sein - eine Welt, die weder menschlich noch zutiefst geistig ist. Dann beginnen sich die Seelen zu fragen: Ist das der Himmel? Ist das die Heimstatt, die Gott den Seelen bestimmt hat, nachdem sie so lange auf Erden gewandert sind?

42. Nein - sagen andere - dies kann nicht der "Schoss des Herrn" sein, wo nur Licht, Liebe und Reinheit existieren kann.

43. Allmählich, durch Nachdenken und Schmerz, gelangt die Seele zum Begreifen. Sie versteht die göttliche Gerechtigkeit, und, vom Lichte ihres Geistes erleuchtet, beurteilt sie ihre vergangenen Werke und entdeckt dabei, dass sie armselig und unvollkommen waren, dass sie nicht wert waren, das zu verdienen, was sie geglaubt hatte. Danach, aufgrund dieser Selbstbetrachtung, zeigt sich die Demut und entsteht das Verlangen, auf jene Wege zurückzukehren, die sie hinter sich hatte, um die Schandflecken auszulöschen, die Fehler wiedergutzumachen und vor ihrem Vater wirklich Verdienstvolles zu tun.

44. Es ist notwendig, die Menschheit über diese Geheimnisse aufzuklären, damit sie begreift, dass das Leben in der Materie eine Gelegenheit dafür ist, dass der Mensch für seine Seele Verdienste erwirbt - Verdienste, die sie erheben werden, bis sie in einer Sphäre höherer Vergeistigung zu leben verdient, wo sie aufs Neue verdienstvoll handeln muss, um nicht zurückzubleiben und um weiter von Stufe zu Stufe aufzusteigen; denn "im Hause des Vaters gibt es viele Wohnungen."

45. Diese Verdienste werdet ihr durch die Liebe erwerben, wie es euch das ewige Gesetz des Vaters gelehrt hat. Und so wird eure Seele auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit Stufe um Stufe fortschreiten und dabei den schmalen Weg kennenlernen, der zum Himmelreich führt - zum wahren Himmel, welcher die Vollkommenheit der Seele ist.

46. Seid willkommen, die ihr zu Mir kommt, um die Wege des Friedens und der Liebe zu finden. Jene Menschen heisse Ich willkommen und lasse sie begreifen, dass eine geistige Aufgabe auf sie wartet.

47. Jünger, ihr werdet mit Mir kämpfen, werdet nahe bei eurem Meister arbeiten, und so werden wir den Pfad zurücklegen, der euch auf den Gipfel des Berges führt. Ihr werdet voll Demut bei Mir anlagen, ohne zu bitten, dass euch euer Vater dieses oder jenes Geschenk macht, sondern um willig das zu empfangen, was Er für jedes seiner Kinder vorgesehen hat.

48. Ihr habt Licht in eurer Seele und seid ausserdem bereits weit auf dem Wege der Prüfungen vorangekommen, der eure Erfahrung fruchtbar gemacht hat, und daher lasst ihr euch nicht mehr von der Eitelkeit beherrschen, gross sein zu wollen, um bewundert und bedient zu werden.

49. Wer ausser Mir wäre fähig, in den Seelen zu regieren und ihr Schicksal zu lenken? - Niemand. Wer daher beabsichtigt hat, den Platz seines Herrn einzunehmen, weil er herrschen wollte, schuf für sich ein Reich entsprechend seinen Neigungen, Vorlieben, Machtansprüchen und Eitelkeiten - ein Reich der Materie, der niederen Leidenschaften und unedlen Gefühlen.

50. Den Geist könnt ihr euch nicht untertan machen, denn in ihm ist die vollkommene Gerechtigkeit. In den Seelen hat nur die Reinheit Macht über die edlen Gefühle, nur das Gute bewegt sie - mit einem Wort: Die Seele nährt sich nur von der Wahrheit und dem Guten.

51. Darum, o Jünger - obwohl ihr euch überreich mit Gaben beschenkt seht und begreift, dass ihr ein Gut besitzt, das nicht alle besitzen, sollt ihr euch niemandem überlegen fühlen. Stellt alles, was ihr habt, in den Dienst meiner Sache, denn sie ist von Liebe geprägt, und ihr sollt ihr euer ganzes Leben widmen, um auf diese Weise euren Mitmenschen nützlich zu sein.

52. Zerstört das Reich der Eitelkeiten, das ihr geschaffen habt. Beherrscht die menschlichen Leidenschaften und lasst eure Seele sich in ihrem innersten Kern offenbaren, voll Liebe und Licht, die ihr die Weisheit schenkt. Versucht bei allen Handlungen eures Lebens Jesus zum Vorbild zu nehmen. Er wurde nicht zur Erde gesandt, um eine Verfehlung zu sühnen oder das Gericht seines Vaters zu empfangen. Christus, der heute erneut zu euch spricht, kam zu den Herzen der Menschen herab, um in ihnen sein Reich der Liebe, der Gerechtigkeit und Wahrheit zu errichten. Er brachte den Menschen keine materia- listischen Lehren, noch ungerechte Gesetze. Er kam nicht, um die Habgier der Menschen zu erwecken, noch ihre Leidenschaften zu nähren. Er brachte die Lehre der Liebe, welche die Moral der Seele ist. Darum sagte Er den Menschenscharen: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."

53. Ihr fragt Mich im Innersten eures Herzens, wie es möglich sein kann, dass grosse Geistwesen rebellisch werden und gegen Gott wirken wollen. Ich sage euch dazu dies: Jene, die sich gegen Mich erheben, sind noch nicht wirklich gross. Es sind unvollkommene Geistwesen, die einen Teil ihrer Fähigkeiten zu entfalten vermochten und die Entwicklung der anderen vernachlässigt haben. Ihre Intelligenz ist entwickelt worden, aber nicht die edlen Gefühle ihrer Seele.

54. Das ist der Grund dafür, dass Ich euch seinerzeit darauf hinwies, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt. Denn ausser den das Irdische betreffenden Unterweisungen, die ihm die Erde vermittelt, benötigt er für seine vollständige Vervollkommnung das Licht des Geistes, das er nur in meiner Unterweisung erhalten kann.

55. Ihr Menschen: Viele Jahrhunderte lang seid ihr auf der Erde umhergeirrt, immer von der Last eurer Leidenschaften niedergedrückt. Doch das Ende ist gekommen, schon seid ihr in der Ära eurer geistigen Befreiung, in der die Seele im Körper herrschen wird, der ihr Diener sein wird, und in der sie die Unendlichkeit zur Heimstatt haben wird.

56. Bald werdet ihr erfahren, woher ihr gekommen seid, und wohin ihr geht, damit ihr der Welt den Platz zuzuweisen versteht, den sie in eurem Leben einnehmen soll, und ihr der Seele den Platz gewährt, den sie in eurem Dasein haben soll.

57. Diese Worte, die Ich euch gerade gebe, sind prophetischer Natur, damit ihr einen Ansporn habt, damit ihr euch anstrengt und in eurer Zukunft mit einem Licht der Hoffnung rechnen könnt.

58. Jene, die durch die Welt gehen und wegen ihrer Schmerzen Tränen vergiessen, sollen nicht denken, dass Ich sie verlassen habe. Ich stelle ihre Geduld auf die Probe und warte nur darauf, dass sie ihre Läuterung erreichen, damit sie dann die Zahl meiner Nachfolger vermehren.

59. Die Vergeistigung wird zu den Menschen kommen, ihre Zweifel zerstreuen, sie zum sicheren Weg zurückkehren lassen, sie das Licht der Wahrheit erblicken lassen. Dann werden die Menschen sagen: "Das Wort des Herrn ist in Erfüllung gegangen, als Er uns sagte: 'Jedes Auge wird Mich schauen.'"

60. Ihr müsst wissen, dass der Schmerz in dieser Zeit sehr gross ist, weil die Seele des Menschen nun Schulden abträgt, die euer Herz nicht kennt, und um Flecken zu tilgen, die lange Zeit in euch gewesen sind. Ihr wisst nicht, wer ihr seid, und wie eure Werke beschaffen waren auf dem langen Wege, den ihr zurückgelegt habt. Doch jetzt müsst ihr, die ihr diese Offenbarung kennt, euch mit Geduld und Ergebung wappnen. Denn dies wird euch erheben und euch helfen, eure Läuterung zu erreichen.

61. Ich versichere euch, dass es vorerst nicht nötig ist, dass ihr eure Vergangenheit kennt; dass es für euch genügt, wenn ihr die Intuition oder die Ahnung habt, dass ihr in anderen Zeiten Fehler begangen habt, die ihr nun wiedergutmachen müsst. Hingegen will Ich, dass ihr durch mein Wort vieles von eurer Zukunft wisst, denn dies Licht wird in euren Herzen die Hoffnung aufkeimen lassen, ein Leben des Friedens und des Lichtes zu erreichen, in dem die Seele und der Körper sich aufwärtsentwickeln. Denn es werden Zeiten kommen, in denen zwischen dem Körperlichen und dem Seelischen Harmonie herrschen wird.

62. Mein Licht wird alle Pfade erhellen, und die Sekten und Religionen werden einen einzigen Weg vor sich sehen, ein einziges Gesetz: das Liebesgesetz des Göttlichen Geistes. Dies wird die weltumspannende Lehre sein, die alle Seelen vereinen wird.

Mein Friede sei mit euch!


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