Unterweisung 177

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Buch des wahren Lebens, Lehren des Herrn


Unterweisung 177



So spricht der Herr:


1. Menschheit, die du in diesem Augenblicke durch diese Gemeinde repräsentiert wirst, welche reuevoll und furchtsam vor der Gegenwart ihres Herrn niederkniet: Womit kannst du deine Liebesschuld bezahlen und deinem Vater wahrhaft wohlgefällig sein?

2. Ich will euch die Art und Weise sagen, dies zu tun: indem ihr um euren Frieden und eure seelische Aufwärtsentwicklung ringt. So werdet ihr eure Schuld abwaschen und eure Seelen erheben.

3. Ich gewähre euch eine gewisse Zeit, um in ihr das Verlangen eurer Seele zu stillen. Das neue Zeitalter erhebt sich vor euren Augen wie ein strahlender Tag voller Verheissungen und Offenbarungen. Mit seinem Lichte will er euch sagen: Kämpft! Und in diesem Worte ist der Auftrag des Vaters enthalten. Kämpft für den Frieden, für die Erneuerung, für den Sieg der Vergeistigung.

4. Ich präge diese Worte in euer Gewissen, damit es euch dieselben auf Schritt und Tritt wiederholt.

5. Macht euch bewusst, dass meine Liebe eine Stadt ist, die ihr einnehmen müsst. Es gibt viele Hindernisse und viele Feinde, die ihr besiegen müsst. Sie werden euch eine Schlacht liefern, um euch aufzuhalten; aber in euren Händen funkelt ein unsichtbares Schwert, wenn ihr es zu führen versteht. Es ist das Schwert der Liebe. Kämpft, bezwingt mit ihm und zweifelt nicht, denn am Ende werdet ihr die Stadt fallen sehen, weil eure Liebe den Vater erobert hat.

6. Ich wollte in eurer Mitte eine einige brüderliche und gastfreundliche Familie schaffen, damit die "Karawanen" von Heimatlosen, die nach Frieden und Barmherzigkeit verlangen, eure Heime betreten, um an der Liebe teilzuhaben, die Ich in euch gelegt habe. Aber eure Vorbereitung geschah langsam; ihr habt euch verspätet, und die Karawanen von Heimatlosen haben in der Wüste Halt gemacht, als sie sahen, dass der Stern, der ihre Schritte lenkte, auf seiner Bahn innehielt. Deswegen will Ich nicht, dass die Menschen euch "schlafend" antreffen oder sündigend, wenn ihr wach seid; denn dann werdet ihr meine Wiederkunft nicht bezeugen können, sondern werdet euren Meister verraten haben.

7. Ich gebe euch Zeit, damit ihr eure Verfehlungen bereut und euer Leben wiederaufbaut. Der Familienvater, der gegen seine Pflichten verstossen hat, indem er die Seinen im Stich gelassen hat, soll sich aufmachen und das Heim wiederherstellen.

8. Jene, die sich denen zugesellt haben, die dem Laster verfallen sind, sollen sich erheben und die Schwächen des Fleisches überwinden, indem sie den Willen und die Kraft ihres Geistes einsetzen, bis sie wieder heil sind. Alle, welche Diener dieses Werkes sind, sollen sich im Geiste vereinen, sich lieben und einander beistehen. Dann wird der Stern, der auf seiner Bahn innegehalten und dadurch "die grossen Karawanen in der Wüste" zum Stehen gebracht hat, seinen Lauf fortsetzen und jenen Menschenscharen den Weg weisen, der zum Lande des Friedens führt.

9. Wenn jene Menschen, die auf der Flucht vor dem Krieg, dem Tod und der Zerstörung herbeikamen und in ihren Herzen die Erinnerungsbilder von Hass und Verbrechen trugen, in den Kreis einer Gemeinschaft treten, in welcher sich in jedem Heim ein Heiligtum wahrer Liebe erhebt, wo in jeder Ehe das Licht meines Gesetzes erstrahlt, wo die Eltern die Kinder lieben, und die Kinder die Eltern lieben und ehren, wo die kleinen Kinder mit Zärtlichkeit und Weisheit angeleitet werden und wo die Alten geachtet werden - meint ihr nicht, dass sie angesichts solcher Zeichen von Ehrfurcht gegenüber meinem Gesetze bekennen werden, dass in dieser Gemeinschaft ein Wunder geschehen ist, das allein der Barmherzigkeit des Vaters zugeschrieben werden kann?

10. O Volk, du bist bis heute hart und undankbar gewesen! Ich habe von euch keine Opfergaben verlangt noch Unmögliches von euch gefordert. Wenn es euch manchmal schwer erscheint, meine Lehre zu befolgen, so liegt dies an eurem Mangel an Liebe. Für den, der liebt, gibt es weder Hindernisse, noch Abgründe, noch Unmöglichkeiten, weil die Liebe die göttliche Kraft ist, die alles beseelt, die alles bewegt.

11. Kommt auf meine Felder, o ihr Menschenscharen. Die Feldflur erwartet euch, um von eurer Liebe die Aussaat zu empfangen und später eure Mühen mit der süssen Frucht zu belohnen, die aus ihrem Schosse hervorgehen wird.

12. Schliesst euch fest zusammen durch die Bande der Brüderlichkeit, denn die Versuchung lauert meinem Volke auf, der Krieg naht im Verlangen nach einem Einfallstor, wo der Wächter schläft, damit Seuchen, Hunger und Krankheiten mit neuen, unbekannten Eigenschaften in den Schoss dieser Nation vordringen.

13. Ich habe euch die irdische Wissenschaft gegeben, um diese Unglücke zu bekämpfen und diese Leiden zu beseitigen. Aber Ich habe euch eine Wissenschaft gelehrt, die höher ist, der sich alle Feinde des Lichtes, alle Zerstörer der Gesundheit und des Friedens beugen. Diese Wissenschaft ist die Kraft der Liebe, die sich im Gebete stärkt.

14. Denke über diese Worte nach, o Volk, und höre dann auf das, was dein Gewissen dir anrät.

15. Mein Geist sendet euch seinen Frieden, den ihr nicht immer zu bewahren versteht. Wann werdet ihr lernen, Mich in euch zu tragen, ohne dass irgendeine eurer Handlungen oder einer eurer Gedanken Mich abstösst?

16. Niemand sei verwirrt, wenn Ich ihm sage, dass Ich will, dass ihr Mich im Innersten eures Herzens tragen sollt, denn Ich will, dass mein Licht und mein Frieden in euch wohnen.

17. Meine Richterstimme ist es, die euch an diesem Tage euren Mangel an Pflichterfüllung, euren Mangel an Liebe für dies Werk verwirft, das Ich euch anvertraut habe und das eure Bestimmung darstellt. Es ist die göttliche Stimme, die euch nun durch das Gewissen erreicht und euer Herz erbeben lässt, wenn sie euch fragt: Was habt ihr mit all dem gemacht, das Ich euch in dieser Dritten Zeit offenbart und gelehrt habe?

18. Für Augenblicke seid ihr euch jener Verantwortung bewusst, die eurem Geiste zuteil wurde. Aber das Verständnis ist nur wie ein Lichtstrahl, der euch kurz durchdringt, und dann versinkt ihr wieder in Schwachheit, weil ihr euch immer für unreif, krank und bedürftig haltet, während ihr in Wirklichkeit einen Schatz an göttlichen Gaben in Reichweite habt.

19. Wenn ihr in meinem Worte einen Vorwurf findet, so ist dieser aus Liebe geboren. Ihr sollt Mich nicht ungerecht nennen, denn wenn Ich es wirklich wäre, und wenn ihr in Mir dem "Zorn" begegnen würdet, wie ihr zu sagen pflegt, so hätte euch meine Gerechtigkeit schon lange ausgelöscht. Aber Ich zerstöre nicht meine eigenen Werke; Ich stelle euch auf den Weg der Entwicklung, damit ihr auf ihm eure Vervollkommnung erreicht.

20. Ich sage euch, dass die wahrheitsgemässe Vorstellung von Gott auf der Erde noch nicht bekannt ist, obwohl Ich Jesus gesandt habe, damit ihr Mich durch ihn kennenlernen konntet. Begreift: Wenn Ich wüsste, dass der Mensch nicht das Heil erlangen wird, so würde Ich nicht mit der Liebe zu ihm kommen, mit der Ich ihn immer aufgesucht habe. Meine Gegenwart unter euch ist der schlagende Beweis dafür, dass ihr zu Mir kommen werdet, denn der Vater kennt sehr wohl die Zukunft und die Bestimmung aller seiner Kinder.

21. Ich werde bewirken, dass das Wort, das Ich euch in dieser Zeit gegeben habe, mit Klarheit niedergeschrieben wird, damit die Menschheit in jenem Buche die Erklärung für viele der Unterweisungen findet, die sie nicht verstanden hatte, und die richtige Auslegung meiner Lehre. Dann wird jener Kenntnis die wahre Furcht entspringen - nicht die Furcht vor göttlicher Strafe, sondern der Kummer darüber, sich durch die Sünde zu beflecken, den Schöpfer zu beleidigen, mit befleckter Seele zum Vater ins Jenseits zurückzukehren, ohne auf dem Pfade der Vergeistigung und des wahren Wissens einen weiteren Schritt vorwärts gemacht zu haben.

22. Womit werdet ihr die Liebesschuld begleichen können, die ihr gegenüber eurem Vater habt? Womit werdet ihr Jenen bezahlen können, der fortwährend eure Beleidigungen und eure Undankbarkeiten vergibt? Ich werde es euch sagen: Indem ihr meiner Göttlichkeit würdige Werke vollbringt, einander dient und liebt.

23. Ein neues Jahr liegt vor euch, und bei dem, das gerade zu Ende geht, verlange Ich keine Rechenschaft von der Natur noch ihren Elementen: Ich mache Mich in eurem Gewissen bemerkbar und frage euch, was ihr bezüglich eurer Mission getan habt, und welchen Gebrauch ihr von der Zeit und den Gaben gemacht habt, die Ich euch anvertraut habe.

24. Das Jahr, das zu Ende geht, sprach zu Mir von euren Kämpfen, euren Tränen, von Anstrengungen, Mühen, aber auch von Trauer, Blut, Ruinen und Hass. Diese schmerzliche Bilanz brachte das nun vergangene Jahr vor meine Gegenwart.

25. Ein neues Jahr gewähre Ich euch, und vor eurem Blick zeigt es sich am Horizont wie ein Lichtstreifen, der eure Hoffnung auf die Zukunft entzündet. Jenes Licht ist die Stimme, die euch täglich sagen wird: Kämpft!

26. Ja, Menschen, kämpft für den Frieden, kämpft für die Erneuerung, kämpft für die Gerechtigkeit!

27. Vier Jahre wird euch mein Wort nur noch geben, um von diesem "Tag" Abschied zu nehmen. Versteht diese kostbare Zeit zu nutzen. Mein Werk wird 1950 nicht zu Ende sein, weil es der Ewigkeit zugehörig ist, noch wird eure Aufgabe zu jener Zeit enden. Vielmehr wird dann euer Kampf erst richtig beginnen, weil ihr während der Zeit meiner Kundgabe nur in der Vorbereitung gewesen seid.28. Versteht die geistige und die irdische Aufgabe in einem einzigen Gesetz zu vereinen, damit ihr dem Vater eine gute Erfüllung darbringen könnt.

29. Ich lehre euch nicht nur, Mir zu geben, was Mir zukommt; Ich lehre euch auch, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist.

30. Die Welt wird bald von euch erfahren, und durch euch werden die Menschen von meinem Kommen, von meinen Wundertaten und meinen Unterweisungen erfahren. Die Menschen werden diese Versammlungsorte erforschen und euer Leben beurteilen. Unter ihnen werden Männer der Macht, Geistliche der Sekten und Kirchen, Wissenschaftler und jene herbeikommen, die das Jenseits erforschen. Es ist mein Wunsch, dass ihr im Schosse eurer Versammlungen und im Schosse eures Heimes - wenn schon nicht Vollkommenheit, so doch dieselbe Harmonie, Moral, Achtung, Liebe untereinander und Vergeistigung zeigt.

31. Was würden jene denken, die im Verlangen nach Wahrheit herbeikomme, wenn sie unter euch in euren geistigen Andachtsformen Fanatismus entdecken würden, und sie in eurem privaten Leben die Ehegatten getrennt oder die Kinder verlassen vorfinden würden, weil ihre Eltern nicht ihre Pflichten zu erfüllen verstanden?

32. Seht die Vögel, die ihre Nester in den Zweigen der Bäume bauen, und nehmt euch an ihnen ein Beispiel, wenn ihr es nötig habt. Fragt nicht Mich danach, wie sich die lieben sollen, die sich ehelich verbinden, und wie sie ihre Kinder lieben sollen. Schaut zu diesen Nestern hinauf, und ihr werdet dort eine Lektion der Treue und Zärtlichkeit entdecken. Wenn sich doch alle Menschen so lieben würden!

33. Wachet und kämpfet, damit ihr, wenn das Jahr 1950 zu Ende geht, dem Vater Früchte darbringen könnt, die seiner würdig sind. Denn wenn ihr dann nicht zugerüstet seid, wird es im Augenblicke meines Abschieds grossen Schmerz unter den Menschenscharen geben.

34. Wenn ihr euch nicht vorbereiten solltet, um die Abwesenheit meines Wortes zu ertragen - wie schmerzlich wird dann für euch mein Lebewohl sein und auch jenes, das euch meine Geistige Welt sagt.

35. An diesem Tage, an dem mein Geist euch mit Frieden und Segnungen erfüllt hat - worum könntet ihr Mich noch bitten?

36. Jetzt bin Ich es, der euch bittet, der an die Türen eurer Herzen klopft und euch bittet, dass ihr einander liebt.

37. Betet aufrichtig für den Frieden der Nationen, fühlt zutiefst den Schmerz der Menschheit.

38. Wahrlich, Ich sage euch, Seuchen und Tod umlagern eure Nation. Ihr habt keine wissenschaftlichen Mittel, um das Eindringen der Plagen und Nöte aufzuhalten. Aber macht Gebrauch vom Gebet, und ihr werdet in ihm Waffen und Kräfte entdecken, um diese unheilvollen Gefahren zu bekämpfen. Betet und vereinigt euer Gebet mit guten Werken, dann werdet ihr wirkliche Verdienste vor eurem Herrn haben, der allmächtig ist, der euch um eurer Demut willen Wunder gewähren wird, die fähig sind, die Welt in Staunen zu versetzen.

39. Wenn die Naturgewalten entfesselt sind und dabei Zeichen des Gerichts geben, dann betet, bleibt gefasst, und weint nicht euretwegen, sondern um der anderen willen. Doch trocknet die Tränen dessen, der nach euch verlangt, vernehmt seine Klage und gebt ihm den Heilbalsam.

40. Vielgeliebte Menschheit, glaube nicht, dass Ich in dieser Zeit deshalb zurückgekommen bin, um von euch mein in der Zweiten Zeit vergossenes Blut zu fordern - nein, jene Lebensessenz bleibt in euren Seelen verankert. Dies Blut wird in jedem von euch sprechen, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist. Bis dahin erwarten viele, dass der Sohn Gottes zurückkommt, um noch einmal sein Blut von ihm zu fordern. In jedem Herzen meiner Kinder durchlebe Ich derzeit meine göttliche Passion.

41. Ich werde im Menschen geboren in seiner Unschuld, wenn er zum Glauben erwacht. Ich leide in ihm, wenn seine Leidenschaften entfesselt sind und ihn geisseln. Ich trage das schwere Kreuz seiner Sünden, seiner Undankbarkeiten und seines Hochmuts. Ich sterbe in seinem Herzen, wenn er Mich verleugnet und erklärt, dass er keinen anderen Herrn, noch einen andern König hat als die Welt. Dort, im Tiefsten und verborgensten seines Wesens finde Ich mein Grab.

42. Zuweilen vernimmt jenes Herz, als ob es ein fernes Echo wäre, die Stimme des Meisters - Jenes, den er in sich selbst ertöten möchte, damit er ihm keine Hindernisse auf seinen Weg legen würde. Es ist die Stimme seines Gewissens, der es gelingt, die Mauer des Materialismus, die jenes Herz umgibt, zu überwinden, bis sie sich schliesslich Gehör verschafft.

43. So, wie Ich in jedem Herzen der Menschheit ein Kreuz und ein Grab gefunden habe - wahrlich, Ich sage euch, ebenso wird es in allen einen dritten Tag geben, an dem Ich voller Licht und Herrlichkeit auferstehen werde.

44. Heute sind die Saatfelder unfruchtbar. Zuweilen wollt ihr eurem Leben Wert verleihen, indem ihr das Gute in irgendeiner seiner Formen sät. Doch hernach gebt ihr es auf und beklagt euer Unterfangen, denn statt Ackerland, das euch die Aussaat erlauben würde, habt ihr nur Steine angetroffen; und zwar deshalb, weil ihr nicht begriffen habt, dass ihr vor dem Aussäen die Felder kennen müsst, auf denen ihr es zu tun vorhabt. Schreitet sie ab, bereitet sie vor, säubert sie und macht sie fruchtbar. Dies, meine Kinder versteht ihr noch nicht zu tun. Das ist der Grund, weshalb eure guten Vorsätze, Ideen und Eingebungen oftmals gescheitert sind. Aber verzagt deshalb nicht in eurem Kampfe; vielmehr könnt ihr eure Mitmenschen zum Erwachen bringen, indem ihr ihnen die Augen öffnet über die Wahrheit und das Licht dieser Zeit, damit die Menschen sich bewusst werden, dass jeder Schmerz, den die Menschen als einen Leidenskelch zu trinken gezwungen sind, die Gerechtigkeit schaffende Sichel ist, die das Unkraut mit der Wurzel abschneidet. Es ist die weise und unerbittliche Gerechtigkeit, die die Felder umpflügt und vorbereitet. Denn danach wird sie die Menschen, die Völker und Nationen zum Erwachen bringen, und es wird nicht mehr nötig sein, dass der Schmerz alle Verfehlungen abwäscht; denn an seiner Stelle wird die Reue, die Besinnung und die Erneuerung derer übrig bleiben, die das gleiche Ziel erreichen möchten, welches das der Läuterung ist. Doch wenn ihr diese erlangt habt, wird eine Zeit kommen, in der man dies Wort auf der ganzen Welt als ein Lied der Liebe und der Rückkehr zum Frieden vernehmen wird.

45. Heute sehe Ich euch verständnislos gegenüber allem, was auf euch zukommt, weil unter den Menschen eine völlige Unwissenheit und Verwirrung herrscht.

46. Der grösste Teil der Menschen nennt sich Christen, und dennoch beweisen sie bei den meisten Gelegenheiten mit ihrem Leben und ihren Taten das Gegenteil.

47. Wenn sie etwas Gutes tun, machen sie es bekannt und prahlen damit, und wenn sie einen Fehler begangen haben, es bereuen und Mich um Vergebung bitten, tun sie es auf eine solche Weise, dass sie damit beweisen, dass sie nicht einmal wissen, worin meine Vergebung besteht.

48. Nun kannst du der Welt sagen, o Volk, dass du dies Wort hörst, dass mein Licht erneut zu den Menschen gekommen ist, zumal du ihnen auch ankündigen kannst, dass die Menschheit bald ihre Lethargie abschütteln wird.

49. Ich werde euch nicht noch einmal menschliches Blut geben, um euch aus der Sünde zu retten. Wenn mein göttliches Blut, das in jener Zweiten Zeit vergossen wurde, zu euch von göttlicher und unendlicher Liebe, von erhabener Vergebung und ewigem Leben sprach, so sollt ihr begreifen, dass jenes Blut nicht einen Augenblick lang aufgehört hat, sich auf euch, auf euer Wesen zu ergiessen, um mit seiner Spur den Weg zu euer Aufwärtsentwicklung zu weisen.

50. Niemand soll Mich als Mensch erwarten oder suchen. Denn wenn Ich bereit wäre, euch diesen Wunsch zu erfüllen, wäre eine solche Manifestation nicht zeitgemäss, und ihr müsst begreifen, dass der Meister niemals etwas tun wird, das nicht vollkommen ist, weil seine Lehren immer vollkommen sind, weil Er das Vollkommene lehrt.

51. Ebenso wird es, wenn diese Kundgebungsform, die Ich jetzt bei euch verwendet habe, ihr Ende findet, kein Bitten und kein Flehen geben, das Mich dazu veranlasst, das, was Ich euch angekündigt habe, nicht zu erfüllen. Diese Kundgabe wird für immer zu Ende sein, weil ihre Zeit dann abgelaufen und ihre Aufgabe beendet ist.

52. Bald werden 2000 Jahre um sein, seit Ich als Mensch unter euch gewesen bin, und das Blut, das Ich euch als einen Beweis meiner Liebe vermacht habe, ist das Erbe, das noch immer frisch ist.

53. Dennoch verlangt die Welt ein weiteres Mal mein Blut, und Ich will es ihr geben; aber nicht jenes, das den Körper belebt, sondern das der Seele ewiges Leben gibt. Mit meinem Licht werde Ich den Menschen Leben und Gesundheit senden. Es wird wie eine Sonne sein, die ihre Wärme zu den frierenden Herzen dieser Menschheit gelangen lässt.

54. Über alle wird sich meine Barmherzigkeit breiten, als ob es die Flügel einer Lerche wären, die ihre Jungen bedeckt. Meine Liebe wird sanfter und schöner sein als das blaue Firmament, das eure Augen so sehr bewundern. Ihr werdet meinen Lebenshauch spüren, als ob es ein himmlisches Lüftchen wäre, das nur eure Seele wahrnehmen kann. Ich bin die Zeit, das Leben und auch die Ewigkeit. Ich bin der Frühling und der Sommer, der Herbst und der Winter eures Lebens, und jeder dieser Lebensphasen ist eine spürbare und lebendige Lehre, die der Göttliche Meister seinen Kindern gibt.

55. Lasst den göttlichen Morgentau in eure Seele dringen, damit sie einen ewigen Frühling erleben kann. Lasst zu, dass das Herz unter der brennenden Sonne des Lebenskampfes ermattet, dabei aber im Innersten eures Wesens die Blumen der Tugend, des Glaubens und der Liebe frisch bleiben.

56. Warum seid ihr traurig?: Ihr wisst es nicht. Ich weiss sehr wohl, dass euch der Kummer niederdrückt, weil ihr zugelassen habt, dass eure Seelen zugleich mit den Körpern krank geworden sind. Wenn euch der Sturm der Leidenschaften oder Prüfungen geisselt, oder der "Schnee des Winters" euch frieren lässt, dann verliert ihr alle Hoffnung und Lust zu leben.

57. Auch mein Geist wird betrübt, weil Er diese Menschheit immer weinen sieht, welche nicht erwachen und sich bewusst werden will, dass diese Erde noch immer eine irdisches Paradies ist. Ich sehe euch vor Hunger umkommen, obwohl ihr von Fruchtbarkeit und Leben umgeben seid. Es ist diese Menschheit, die Ich meine, wenn Ich euch sage: "Sie haben Augen und sehen nicht."

58. Die Menschen sind ohne Mass und Ziel hinter der Wissenschaft hergelaufen, und sie haben viele "Wunder" entdeckt. Aber jenes Wunder, welches wahren Frieden, wirkliche Gesundheit und wahres Glück schenkt, das haben sie unter allen Gütern der Erde nicht entdeckt, weil es jenseits des Menschlichen ist, wohin der Mensch gerade nicht gelangen wollte. Jene "göttliche Wissenschaft" lehrte Jesus, als Er euch sagte: "Liebet einander."

59. Sucht das Reich Jesu, das nicht von dieser Welt ist, und ihr werdet in ihm das notwendige Licht und den nötigen Frieden finden, um dies Erdenleben schöner und leichter zu machen.

60. Jetzt kommt ihr herbei, um den göttlichen Auftrag zu empfangen. Ich sehe euch bereit, meinem Gesetze zu gehorchen, indem ihr der Spur zu folgen versucht, die Jesus hinterliess.

61. Es ist lange her, dass Ich unter euch gewesen bin, doch auch jetzt noch klopfe Ich an die Türen eurer Herzen, damit ihr euch liebt.

62. Wohl dem, der sich vorzubereiten verstand, um in seinem Herzen den himmlischen Vater zu empfangen, denn dieser gibt ihm zu jeder Zeit die Gelegenheit, Gutes zu tun, im Hinblick darauf, dass der Jünger bei seinem Meister sein möchte.

63. Wenn ihr in diesem Jahr, das für euch beginnt, einer Prüfung begegnet, so seid stark und verzagt nicht. Dann werdet ihr euren Mitmenschen die Kraft beweisen können, die in eurem Geiste existiert. Sie werden dann die Quelle kennen lernen wollen, aus der ihr getrunken habt, und werden entdecken, dass Ich, Christus, die Quelle bin, von der sie sich so weit entfernt haben.

64. Wahrlich, Ich sage euch, zu dieser Quelle werden Menschen aller Rassen und Religionen kommen, weil in allen Kultformen, welche die Menschen Mir dann weihen, Spiritualität vorhanden sein wird, und schliesslich werden alle der Wahrheit, der Einheit sehr nahe kommen.

65. Jünger, es gab Augenblicke, in denen ihr meine Gerechtigkeit gespürt habt, und Ich euch demütig vor meinem göttlichen Geiste habe beichten sehen. Dann habe Ich meinen Blick von euren Sünden abgewandt und ihn nur noch darauf gerichtet, dass ihr meine Kinder seid, die Ich liebe und denen Ich vergebe. So lehre Ich euch, eure Nächsten zu lieben und ihnen zu vergeben.

66. Lasst die Zeit nicht verstreichen, ohne sie zu nutzen, denn niemand weiss, wie lange er noch auf dieser Welt lebt. Darum sage Ich euch: Wartet nicht auf eine passendere Zeit als die gegenwärtige, um euch an die Arbeit zu machen. Euch soll nicht, während ihr auf bessere Zeiten wartet, der Tod überraschen, ohne Ernte und ohne Auftragserfüllung.

67. Das Jahr 1950 rückt näher, in dem Ich euch hinsichtlich dieser Kundgabe mein Lebewohl sagen werde, und jenes Lebewohl wird von euch so empfunden werden, wie es meine Jünger der Zweiten Zeit empfanden, als Ich ihnen ankündigte, dass die Stunde meines Abschieds gekommen sei.

68. Wenn jene den Trost hatten, Mich nach meinem Tode nochmals zu sehen, so geschah dies, um die Wahrheit des Geistigen Lebens mit Feuer in ihre Seele zu prägen. Doch unter euch werden nur einige die menschliche Gestalt Jesu schauen. Die anderen werden ihn zutiefst fühlen, und dies wird die Art und Weise sein, sich mit Mir von Geist zu Geist zu verbinden.

69. Wachet und betet für den Frieden der Erde, damit die vielen Nöte ein Ende haben, denn auf ihr befindet sich die Saat der neuen Generationen.

Mein Friede sei mit euch!


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