Unterweisung 17

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Buch des Wahren Lebens Lehren des Göttlichen Meisters


Unterweisung 17



So spricht der Herr:

1. Geliebtes Volk, hier hast du eine weitere Botschaft des Göttlichen Meisters, welche dich einen Schritt vorwärtsbringen wird im Verständnis Meiner Unterweisungen; denn du darfst nicht stehenbleiben auf dem Wege des geistigen Fortschritts.

2. Ich komme nicht, um in euch Gewohnheiten des Stillstands oder Rückschritts zu fördern; Ich führe euch immer auf den Weg der Entwicklung.

3. Mein Wort bietet euch abwechslungsreiche Speisen, alle von erlesenem geistigen Geschmack.

4. Ihr habt mit euren Lippen gesprochen: "Ehre sei Gott in der Höhe"; doch wann habt ihr Ihn mit euren Werken verherrlicht? — Ihr habt euch selbst angebetet und eure Götzen verherrlicht, doch Gott, euren Schöpfer, wann? — Jesus war es, der mit Seinem Leben Seinen Vater verherrlichte, und Er ist es, dem ihr nachleben müsst.

5. Ebenso habt ihr gesagt: "Friede auf Erden den Menschen guten Willens", und wahrlich, Ich sage euch, selbst denen bösen Willens habe Ich Frieden gegeben; doch ihr, sagt Mir, wann habt ihr Frieden gegeben? Seit vielen Jahrhunderten wiederholt ihr die Worte dieses Psalms, mit welchem das Volk Seinen Herrn in Jerusalem empfing, und es ist das einzige, was die Menschheit seit damals getan hat: jene Worte zu wiederholen; denn mit ihren Werken tut sie genau das Gegenteil.

6. Sprecht diese Sätze, wenn ihr wollt, doch begreift, dass weder diese noch andere Worte irgendeine Wirkung haben, solange ihr sie nicht in euren Herzen empfindet; wenn ihr sie empfindet, so bekundet sie euren Brüdern in guten Werken, mit Sanftmut und Demut; dann werde Ich euch mit Meiner grenzenlosen Liebe antworten und euren Geist in der unbefleckten Gnade Meines Friedens zu freudiger Schwingung bringen.

7. So spreche Ich heute als Heiliger Geist zu euch. Die Zeiten sind anders, und deswegen muss die Zurüstung der Menschen eine andere sein.

8. Lasst ab von den Wortgebeten und dem Aberglauben und gebt euch Mir hin, dem Meister, dem Vater, der euch immer empfangen und verstehen wird.

9. Betet, ja, doch mit einem vorbereiteten Herzen; sprecht zu Mir mit dem Geiste, so, wie ihr es in jenem Augenblick empfindet. Kommt zu Mir mit Gedanken voller Liebe, aber nähert euch; sprecht zu Mir als Jünger oder als kleine Kinder, und Ich werde euch Meine Weisheit und Meine Liebe fühlen lassen.

10. Bittet Mich mit Demut, doch verlangt niemals Wunder, und erwartet auch nicht, sie zu erhalten.

11. Das Wunder, so wie ihr es versteht, gibt es nicht; es gibt keinen Widerspruch zwischen dem Göttlichen und dem Materiellen.

12. Jesus schreibt ihr viele Wunder zu; doch wahrlich, Ich sage euch, Seine Taten waren die natürliche Auswirkung der Liebe, dieser göttlichen Kraft, welche ihr noch nicht zu gebrauchen wisst, obwohl sie in jedem Geiste geheim vorhanden ist. Denn ihr habt die Wirkungskraft der Liebe nicht kennenlernen wollen.

13. Was war in allen Wundertaten, die Jesus vollbrachte, gegenwärtig, ausser Liebe?

14. Höret, Jünger: Damit die Liebe Gottes sich der Menschheit kundgeben konnte, war die Demut des Werkzeuges notwendig, und Jesus war immer demütig; und da Er davon den Menschen ein Beispiel gab, sagte Er euch bei einer Gelegenheit, dass Er ohne den Willen Seines Himmlischen Vaters nichts zu tun vermöchte. Wer nicht in die Demut dieser Worte eindringt, wird denken, dass Jesus ein Mensch wie jeder andere war; doch die Wahrheit ist, dass Er euch eine Lehre der Demut geben wollte.

15. Er wusste,.dass diese Demut, diese Einheit mit dem Vater Ihn gegenüber der Menschheit allmächtig machte.

16. O überaus grosse und schöne Verklärung, welche die Liebe, die Demut und die Weisheit schenkt!

17. Nun wisst ihr, warum Jesus, obgleich Er sagte, dass Er nichts tun könne, wenn es nicht nach dem Willen Seines Vaters war, in Wirklichkeit alles vermochte; denn Er war gehorsam, denn Er war demütig, denn Er machte sich zum Diener des Gesetzes und der Menschen, und Er verstand zu lieben.

18. Erkennet also, dass — obschon ihr selbst einige der Fähigkeiten der geistigen Liebe kennt — ihr sie nicht empfindet, und darum könnt ihr nicht die Ursache begreifen von all dem, was ihr Wunder oder Mysterium nennt, und welches die Werke sind, die die göttliche Liebe bewirkt.

19. Welche Lehren gab euch Jesus, die nicht aus Liebe bestanden hätten? Welche Wissenschaft, welche Übungen oder geheimnisvollen Kenntnisse wandte Er an, um euch Seine Beispiele von Macht und Weisheit zu geben? — Nur die beseligende Kraft der Liebe, mit der man alles vermag.

20. Es gibt nichts Widersprüchliches in den Gesetzen des Vaters, die einfach sind, weil weise, und weise, weil von Liebe durchdrungen.

21. Begreift den Meister, Er ist euer Lehrbuch.

22. Das Kind Jesus versetzte die berufenen Lehrer des Gesetzes in Erstaunen; der Prediger Jesus gab euch grosse Offenbarungen für alle Zeiten. Der Erlöser Jesus besiegelte Seine Worte mit Seinem Leben, mit Seinem höchsten Opfer am Kreuze.

23. Nun denn, geliebte Jünger, wenn ihr in Wahrheit gross und stark im Geiste sein wollt, warum eifert ihr Mir nicht nach in den Werken, die Ich durch Jesus tat? Er sagte euch: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben", und zeigte euch dabei mit Sanftmut und Demut den Gehorsam gegenüber dem göttlichen Willen. Wie muss also die Demut beschaffen sein, die ihr Mir zeigen sollt?

24. Höret: Gott, das Höchste Wesen, schuf euch "zu seinem Bild und Gleichnis", nicht hinsichtlich der materiellen Gestalt, die ihr habt, sondern der Fähigkeiten, mit denen euer Geist ausgerüstet ist, ähnlich denen des Vaters.

25. Wie angenehm war es für eure Eitelkeit, euch für das Ebenbild des Schöpfers zu halten. Ihr haltet euch für die höchstentwickelten Geschöpfe, die Gott gemacht hat; doch ihr befindet euch in einem schweren Irrtum, wenn ihr annehmt, dass das Universum nur für euch geschaffen ist. Mit welcher Unwissenheit nennt ihr euch selbst die Krone der Schöpfung!

26. Begreift, dass nicht einmal die Erde nur für die Menschen gemacht ist. Auf der endlosen Stufenleiter der göttlichen Schöpfung gibt es eine unendliche Zahl von Geistern, die sich in Erfüllung des göttlichen Gesetzes entwickeln.

27. Die Ziele, die alles miteinbeziehen, und die ihr als Menschen, auch wenn ihr wolltet, nicht verstehen könntet, sind gross und vollkommen, wie alle Absichten eures Vaters; doch wahrlich, Ich sage euch, ihr seid weder die grössten noch die kleinsten Geschöpfe des Herrn.

28. Ihr wurdet erschaffen, und in jenem Augenblick nahm euer Geist Leben vom Allmächtigen, das so viele Eigenschaften in sich trug, als für euch notwendig waren, um eine schwierige Aufgabe in der Ewigkeit zu erfüllen.

29. Nicht einmal jetzt kennt ihr alle Fähigkeiten, die euch der Vater gab; doch seid unbesorgt, ihr werdet sie später kennenlernen.

30. Wisst ihr etwa von der Existenz der grossen Geister, die dazu bestimmt wurden, über der Harmonie alles Geschaffenen zu wachen, die fortwährend mit hohen Aufgaben beschäftigt sind, die euch unbekannt sind? — Nein, und deshalb sage Ich euch nochmals, dass euer Geist nicht der höchstentwickelte ist, dass er nur in begrenzter Form die Eigenschaften entwickelt hat, die euch Gott gewährte.

31. Dennoch werden diese Eigenschaften genügen, um euch glücklich auf die höchste Stufe zu bringen, die euch zukommt, wenn ihr eure Schritte auf den geraden und lichtvollen Pfade lenkt, den euch Mein Gesetz weist.

32. Ich bin gekommen, um euch zu helfen. Nun ist die Zeit der Sühneleistung; erwacht, erhebt euch!

33. Ihr habt gesündigt, die Ehe gebrochen, Verbrechen begangen, und nun, da ihr der Wahrheit Meines Wortes gegenübersteht, das euch eure Fehler aufzeigt, vergebt ihr eure Übertretungen und glaubt, dass euer Herr ungerecht ist, wenn er zu euch von Prüfungen und Sühne spricht.

34. Ihr habt euch in die Finsternis der Bosheit und der Unwissenheit gehüllt und dadurch euren Geist gehindert, die Morgenröte der Dritten Zeit zu schauen, und wenn Ich komme, euch mit dem Lichte Meines Wortes zum Aufstehen zu bringen, damit ihr den Glanz des neuen Tagesanbruchs seht, wollt ihr nicht aus eurem geistigen Schlaf erwachen, und zuweilen steht ihr nur widerwillig auf. Viele sind es, die lieber in ihrer Unwissenheit schlafen, ohne zur höchsten Wahrheit erwachen zu wollen. Sie ziehen das Jammertal, die Krankheit und den Hunger vor; sie wollen, dass der lange Zeitraum von Jahrhunderten sich fortsetze, in welchem das Laster und das Leid ihre einzige "Aufmunterung" waren. All dies ziehen sie dem liebevollen Rufe vor, den Meine Liebe durch ihr Gewissen an sie ergehen lässt.

35. Ihr hört Mir zu, als ob Ich sehr weit weg von euch wäre, träge öffnet ihr eure Augen. Aber da ihr den Sinn der göttlichen Botschaft nicht erfassen könnt, weil euer Verstand vom Materialismus durchdrungen ist, zieht ihr vor, im Bösen zu leben. In dem Augenblick vergesst ihr Mich, kehrt ihr Mir den Rücken, wollt ihr nur in leidender Teilnahmslosigkeit verharren. Ich aber sage euch: Wenn ihr in diesem Abgrund von Vermaterialisierung und Unwissenheit leben wollt, wenn ihr nur den Genuss leichtfertiger Vergnügungen und niederer Leidenschaften haben wollt, so gebt wenigstens nicht Gott die Schuld an euren Schmerzen.

36. Wenn ihr nicht die Grösse besitzt, euren Nächsten zu lieben, wie euch euer Vater liebt, so habt wenigstens den Mut und die Ergebung, die Folgen eurer Fehler zu ertragen. Wenn ihr euren falschen Frieden sowie eure brudermörderischen Kriege vorzieht, so sagt nicht, dass Gott es so wolle; und schreit auch nicht zum Vater, um Seine Barmherzigkeit anzuflehen, wenn ihr euch von euren Feinden beherrscht fühlt, damit Er komme, euch den Sieg zu geben, womit Er doch nur eurer Eitelkeit schmeicheln und eure Verderbtheit fördern würde, was euch gemäss Meinem Gesetze nicht gewährt werden kann.

37. Wenn die Menschen unter Lachen, Vergnügungen und Eitelkeiten Mich vergessen und Mich sogar leugnen, warum verzagen und zittern sie, wenn sie die Ernte der Tränen einholen, die ihren Geist und ihren Körper quält? Dann lästern sie, sagen, dass es keinen Gott gibt.

38. Mutig genug ist der Mensch, um zu sündigen, entschlossen, vom Wege Meines Gesetzes abzuweichen; doch Ich versichere euch, dass er überaus feige ist, wenn es sich darum handelt, zu sühnen und seine Schulden zu begleichen. Dennoch stärke Ich euch in eurer Feigheit, beschütze euch in euren Schwächen, erwecke euch aus tiefem Schlafe, trockne eure Tränen und gebe euch neue Gelegenheiten, damit ihr das verlorene Licht zurückgewinnt und den vergessenen Weg Meines Gesetzes wiederfindet.

39. Ich komme, euch wie in der Zweiten Zeit das Brot und den Wein des Lebens zu bringen, sowohl für den Geist, als auch für den Körper, damit ihr mit allem von eurem Vater Geschaffenen in Harmonie lebt.

40. Auf Meinen Wegen blühen die Tugenden, auf euren dagegen gibt es Dornen, Abgründe und Bitterkeiten.

41. Wer sagt, dass die Wege des Herrn voller Dornen sind, weiss nicht, was er sagt, denn Ich habe für keines Meiner Kinder den Schmerz geschaffen; doch die, welche sich vom Pfade des Lichts und des Friedens entfernt haben, werden bei der Rückkehr zu ihm die Folgen ihrer Schuld erleiden müssen.

42. Warum habt ihr den Kelch des Leidens getrunken? Warum habt ihr das Gebot des Herrn vergessen, ebenso wie die Mission, die Ich euch anvertraute? — Weil ihr Mein Gesetz durch die euren ersetzt habt, und hier habt ihr die Ergebnisse eurer eitlen Weisheit: Bitteres Leid, Krieg, Fanatismus, Enttäuschungen und Lügen, die euch ersticken und mit Verzweiflung erfüllen. Und das Schmerzlichste für den vermaterialisierten Menschen, für den, der alles seinen Berechnungen unterwirft und den materiellen Gesetzen dieser Welt unterstellt, ist dies, dass er nach diesem Leben noch immer die Last seiner Irrtümer und Neigungen mit sich herumschleppen wird. Dann wird das Leiden eures Geistes sehr gross sein.

43. Schüttelt hier eure Sündenlast ab, erfüllt Mein Gesetz und kommt bald. Bittet alle um Vergebung, die ihr verletzt habt, und überlasst das übrige Mir; denn kurz wird eure Zeit zum Lieben sein, wenn ihr euch wirklich entschliesst, es zu tun.

44. Ich wiederhole noch einmal, dass Ich euch keine Dornen oder Schmerzen auf den Weg gelegt habe. Durch Jesus lehrte Ich euch, alle Schwächen abzulegen, um euch Meine Liebe und die Macht, die ihr innewohnt, zu zeigen, um euch die wahre Freude zu lehren, die in einem wahrhaft demütigen Geiste lebt. Und mit Meinem Abschied und Meiner Verheissung für diese Zeiten hinterliess Ich euch den Frieden, das Licht der Hoffnung und die Sehnsucht nach Meiner Wiederkunft. Aber ihr wolltet es nicht so verstehen und habt Mich weiterhin gekreuzigt, damit Ich euch fort und fort vergeben sollte. Ihr müsst jedoch begreifen, dass Meine Vergebung euch nicht die Folgen eurer Verfehlungen erspart, denn es sind eure, nicht Meine Fehler. Meine Vergebung ermuntert euch, tröstet euch, denn schliesslich werdet ihr zu Mir kommen, und Ich werde euch mit immerwährender Liebe empfangen; aber solange ihr Mich nicht auf den Wegen des Guten, der Liebe und des Friedens sucht — ihr wisst es nun und dürft es nicht vergessen: Das Böse, das ihr tut oder zu tun gedenkt, werdet ihr mit Zinseszinsen zurückbekommen.

45. Ihr erntet nun die Saat eures Materialismus, und auch wenn ihr möchtet, dass Ich eure Werke gutheisse, irrt ihr euch, weil Ich unwandelbar in Meinem Gesetze bin; Ich verfahre nicht, wie ihr es wollt, denn dann wäre Ich nicht mehr "der Weg, die Wahrheit und das Leben".

46. Ich komme, um eure irrigen Gesetze aufzuheben, damit euch nur solche regieren, die durch Meine Gebote geformt sind und mit Meiner Weisheit im Einklang sind. Meine Gesetze sind von Liebe geprägt, und da sie von Meiner Göttlichkeit stammen, sind sie unveränderlich und ewig, während die euren vergänglich und zuweilen grausam und eigensüchtig sind.

47. Das Gesetz des Vaters besteht aus Liebe, aus Güte, es ist wie ein Balsam, der Trost gibt und den Sünder aufrichtet, damit er die Wiedergutmachung seiner Vergehen ertragen kann. Das Gesetz der Liebe des Vaters bietet dem, der sich vergeht, immer die grossmütige Gelegenheit zur sittlichen Erneuerung, während eure Gesetze ganz im Gegenteil den, der sich vergangen hat, und oftmals auch den Unschuldigen und Schwachen, erniedrigen und züchtigen. In eurer Rechtsprechung gibt es Härte, Rache und Mangel an Erbarmen. Das Gesetz Christi ist von liebevoller Überzeugungskraft, unendlicher Gerechtigkeit und höchster Gradlinigkeit. Ihr selbst seid eure Richter, Ich dagegen bin euer unermüdlicher Verteidiger; doch müsst ihr wissen, dass es zwei Arten gibt, euer Unrecht zu bezahlen: eine mit Liebe und eine mit Schmerz.

48. Wählet selbst, noch immer geniesst ihr die Gabe des freien Willens.

49. Wollt ihr nicht mehr leiden, Menschen? Dann liebet, tut Gutes auf eurem Wege, baut euer Leben neu auf. — Wollt ihr gross und glücklich sein? Dann liebt viel, liebt immer. — Wollt ihr weinen, wünscht ihr, dass bitteres Leid euch heimsucht, wollt ihr Kriege und Trostlosigkeit? Dann macht weiter, wie ihr gerade lebt, lasst zu, dass sich weiterhin die Selbstsucht, die Heuchelei, die Eitelkeit, die Abgötterei und der Materialismus eures Lebens bemächtigen.

50. Sehr klar erkennt ihr das Chaos unter den Menschen, damit ihr nicht weiterhin das Gesetz nach eurem Gutdünken gestaltet.

51. Ich will, dass die Jünger und Neulinge Meiner Lehre in ihrem Herzen Edelmut und in ihrem Verstande Lauterkeit besitzen, denn nur so werden sie fähig sein, von Mir zu lernen und später die Menschheit zu lehren.

52. Jetzt komme Ich nicht, um — in Bezug auf den Körper — Tote zu erwecken, wie Ich es mit Lazarus in der Zweiten Zeit tat; heute kommt Mein Licht, die Geister zu erwecken, die Mir gehören. Und diese werden sich durch die Wahrheit Meines Wortes zum ewigen Leben erheben; denn euer Geist ist der Lazarus, den ihr derzeit in eurem Wesen tragt und den Ich von den Toten auferwecken und heilen werde.

53. Nun seht ihr, dass die göttliche Gerechtigkeit aus Liebe besteht, nicht aus Bestrafung wie die eure. Was würde aus euch, wenn Ich eure eigenen Gesetze anwenden würde, um euch zu richten, vor Mir, vor dem kein äusserer Anschein noch falsche Argumente gelten? Wenn Ich euch gemäss eurer Schlechtigkeit richten und eure schrecklich harten Gesetze anwenden würde — was würde aus euch? Dann würdet ihr Mich mit Recht bitten, Gnade walten zu lassen. Doch ihr braucht euch nicht zu fürchten, denn Meine Liebe welkt niemals, noch ändert sie sich, noch vergeht sie; ihr dagegen vergeht bestimmt, ihr sterbt und werdet wiederum geboren, ihr geht und kommt dann wieder, und so geht ihr euren Pilgerweg, bis der Tag kommt, an dem ihr euren Vater erkennt und euch Seinem göttlichen Gesetze unterstellt.

54. Ihr seid hier vorübergehend, aber Ich bin ewig; ihr geht stöhnend dahin, weil ihr euch von dem Weg entfernt, den euch Mein Gesetz weist, während Ich unwandelbar bin.

55. Trocknet eure Tränen, beschleunigt euer Erwachen und erhebt euch. Fühlt Meine Gegenwart in euch; es ist notwendig, dass ihr zu Mir kommt; denn noch hast du Mich nicht erkannt, o Volk.

56. Ihr kennt nicht den Lohn, der dem zukommt, welcher wahre Reue fühlt und zu Mir zurückkehrt, und ihr wisst nicht, dass es nicht nötig ist, bis zu eurem Eintritt in die Geistige Welt zu warten, um den Lohn zu empfangen, den euch die Liebe Gottes gibt.

57. Es war notwendig, dass Ich in dieser Weise zu euch sprach, denn die Menschen sind in Verwirrung geraten durch das Wissen, das sie sich aus den Büchern erworben haben, die sie studierten; die Stimme ihres Gewissens hingegen wollten sie nicht hören, die Stimme ihres geistigen Wissens, die sie einlädt, dem göttlichen Lichte zu folgen, aus dem alle Weisheit entspringt.

58. Ich sage euch: Gut ist das nützliche Studium, und gut ist die Wissenschaft; doch über allem steht die Liebe. Die Liebe wird euch die Anregung geben, eure Wissenschaft achtungswürdig zu machen und sie zu mehren; denn ihr müsst begreifen, dass alle eure Kenntnisse nur eine Botschaft sind, die euch Meine Liebe gibt.

59. Fragt eure Gelehrten, und wenn sie ehrlich sind, werden sie euch sagen, dass sie Gott um Inspiration gebeten haben. Und Ich würde ihnen mehr Eingebungen schenken, wenn sie Mich darum mit mehr Liebe für ihre Brüder bitten würden und mit weniger Eitelkeit für sich selbst.

60. Wahrlich, Ich sage euch: Alles, was ihr an wahren Kenntnissen angesammelt habt, kommt von Mir; all das, was sie an Reinem und Hohem haben, werde Ich in dieser Zeit zu eurem Vorteil nutzen, denn dafür habe Ich es euch gewährt. Doch ihr müsst euch vorsehen, o Völker der Erde, denn wenn ihr weiterhin Meine göttlichen Belehrungen dazu verwendet, die Naturkräfte herauszufordern, wenn ihr die geringen Kenntnisse, die ihr habt, fernerhin für das Böse anwendet, werdet ihr die schmerzhafte und streng rechtliche Antwort erhalten, wenn ihr es am wenigsten erwartet. Ihr fordert Luft, Feuer, Erde, Wasser und alle Mächte heraus, und ihr wisst bereits, was eure Ernte sein wird, wenn ihr nicht rechtzeitig eure Handlungsweisen berichtigt, um die durch euer sinnloses Handeln entfesselten Naturgewalten im Zaum halten zu können. Ich mache euch darauf aufmerksam, dass ihr im Begriff seid, das Mass voll zu machen, das Meine Gerechtigkeit eurem freien Willen erlaubt; zu sehr fordert ihr die Natur heraus. Und da ihr die Kleinen seid, die sich gross fühlen, kommt dies Wort, um euch vor der Gefahr zu warnen, in der ihr euch befindet.

61. Und das Wort sagt euch: Meine Kinder, macht euer Herz gütig, indem ihr eure Brüder liebt; liebt alles Geschaffene. Sucht die Versöhnung und den Frieden unter allen. Wenn ihr nicht wollt, dass euch die Erdumwälzungen ausrotten, die ihr selbst fördert, so kommt rechtzeitig zur Besinnung, o vielgeliebte Kinder, beruhigt sie (die Naturkräfte) mit eurer Liebe, wandelt sie um in Frieden. O Menschen, wenn ihr auf Mich hören würdet, wie viele Mühsale hättet ihr euch erspart, und Ich hätte eure Welt bereits umgewandelt, ohne dass es nötig wäre, dass ihr leidet! Ich würde euch den Vorgeschmack der Belohnung in diesem Leben schenken, würde euch Frieden und Ruhe geben. Versucht es, Meine Kinder. Deshalb habe Ich Mein Wort in dieser Zeit zu euch gesandt, um euch aus dem Abgrund zu befreien.

62. Euch, die ihr Mich hört, sage Ich, dass ihr in eurem Geiste das bewahren sollt, was euch betrifft, und dass ihr das übrige eure Brüder lehren sollt. Was für einen ist, ist für alle, deshalb soll auch nicht ein einziges Meiner Schafe Mangel an geistiger Nahrung haben.

63. Ich will, dass ihr einig seid, damit Ich eure Eintracht belohnen kann, indem Ich Meine Wohltaten und Meine Gnade über alle ausschütte. Bisher habe Ich nur gesehen, dass ihr euch für kurze Augenblicke vereinigt, solange ihr versucht, Meiner Göttlichkeit eure Anbetung darzubringen. Überzeugt euch davon, dass ihr durch Liebe vereint Wundertaten zu tun vermögt. In Wahrheit sage Ich euch: Noch ist es Zeit, dass ihr arbeitet, um wiederaufzubauen, was ihr zerstört habt.

64. Vieles ist es, was ihr Mir angetan und womit ihr Mich verletzt habt; doch Ich liebe euch, und grösser als eure Verfehlungen ist Meine Liebe.

65. Wenn ihr Mich als Richter sucht, ist Mein Gericht unerbittlich; wenn ihr Mich als Meister sucht, ist Meine Weisheit ohne Grenzen; wenn ihr Mich als Vater ruft, bin Ich von liebevollster Güte; doch wahrlich, Ich sage euch, Ich bin noch viel mehr als all das, denn Ich habe weder Anfang noch Ende.

Mein Friede sei mit euch!


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