Unterweisung 156

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Buch des wahren Lebens, Lehren des Herrn


Unterweisung 156



So spricht der Herr:


1. Willkommen seien die Jünger, die im Verlangen nach Weisheit zum Meister kommen. Hier bin Ich ein weiteres Mal unter euch, meine Kinder, weil Ich sehe, dass ihr Jünger seid, die begierig sind nach Unterweisung. Ihr denkt daran, dass ihr noch nicht genügend zubereitet seid, um euren Mitmenschen mein Wort zu überbringen, und eilt herbei, jenen zu hören, der alles weiss. Morgen seid ihr dann belehrt und werdet Meister sein.

2. Ihr erbittet meine Gnade, um mein Wort verstehen zu können, und Ich gewähre sie euch. Doch erkennt, dass Ich in dieser Zeit mit absoluter Klarheit zu euch spreche.

3. Nehmt mein Wort und nährt euch von ihm, denn Ich will euren Geist stärken.

4. Meine Unterweisungen sind immer unterschiedlich, doch enthalten sie dieselbe Essenz, dieselbe Liebe. Ich beginne immer damit, voll Liebe zu euch zu sprechen, und ende damit, meine Barmherzigkeit auszugiessen. Von diesen beiden Tugenden ist mein Gesetz umschlossen. Schöpft aus dieser Quelle Kraft und Licht. Dies ist mein Wille, den Ich euch kundtue — nicht als Befehl, denn der Meister, welcher unendliche Weisheit ist, bittet euch, dass ihr versteht und durch den eigenen Willen eure Aufgabe erfüllt.

5. Ich habe euch Willensfreiheit gewährt und weise euch nur den Weg, den ihr gehen sollt. Und immer werde Ich euch sagen, dass dieser Weg ein Weg zur Vollkommenheit ist — ein Weg, dessen Ende nicht der körperliche Tod ist, sondern der sich jenseits dieses Lebens fortsetzt, das von eurer Seele überlebt wird.

6. Ich habe euch gesagt, dass Ich euch die Seligkeit im Jenseits verspreche und ihr euch nicht mehr mit dem Schmutz und den Leidenschaften des Fleisches beflecken werdet, wenn ihr eure Aufgabe auf dieser Welt erfüllt,

7. Ihr wisst nicht, wie viele Etappen ihr noch auf diesem Planeten zu leben habt. Wenn Ich es gerecht finde, dass ihr erneut inkarniert, müsst ihr einen neuen irdischen Leib annehmen, aber mit einer höher entwickelten Seele, die sich dem göttlichen Willen nicht widersetzen wird. Ihr werdet eure Arbeit zum Wohle eurer Mitmenschen fortsetzen. Ihr werdet euch weiter aufwärtsentwickeln und euch voller Vertrauen und Hoffnung auf meine Gerechtigkeit vervollkommnen.

8. Ihr werdet stark sein müssen, um Gefahren und Versuchungen zu bestehen, und angesichts eures Beispiels und eurer Beweise von Seelenstärke wird man euch Erleuchtete und Auserwählte des Herrn nennen. Denn die geistige Welt des Lichtes wird euch auf euren Wegen beistehen und zu allen Zeiten über euch wachen. Indem ihr gemeinsam nach meinem Willen lebt, werdet ihr bewirken, dass mein prophetisches Wort in Erfüllung geht.

9. Arbeitet weiterhin, auch wenn eure körperlichen Augen die Frucht eures Kampfes nicht sehen. Vielleicht werdet ihr sie im Geiste erblicken oder in einer neuen Leibeshülle.

10. Dies wird die Arbeit der Menschheit von morgen sein, in welcher ein jeder für das Wohl aller wirken wird, und die Nationen um den Frieden der Welt ringen werden.

11. In jener Zeit wird der Kampf der Weltanschauungen und Glaubensbekenntnisse beginnen. Es wird eine Zeit der Auseinandersetzungen und Diskussionen sein, in der die Intellektuellen dieser Welt euer Wissen auf die Probe stellen werden.

12. Man wird die unterschiedlichen Deutungen erörtern, die man meinem Wort der Zweiten Zeit und allem, was Ich durch meine Erleuchteten gesprochen habe, gegeben hat. Dann wird von vielen Geheimnissen der Schleier hinweggezogen, und die Heuchelei vieler wird durch die Wahrheit meiner Unterweisung bezwungen werden.

13. Mein göttliches Verlangen ist es, dass die Menschen sich über ihre Doktrinen hinweg verstehen lernen und so einen Schritt auf die geistige Vereinigung hin tun.

14. Bereitet euch auf diese Zeit vor, dann werdet ihr mit eurem einfachen und schlichten Worte Gelehrte und Verständige über- zeugen; denn mir wird eure geistige Erhebung genügen, um euch meine Weisheit zu inspirieren, die unerschöpflich eurem Munde entströmen wird. Folgt dem von eurem Herrn vorgezeichneten Weg.

15. Ich sehe, dass ihr wegen der Missachtung leidet, die euch die Welt zuteil werden lässt, und auch deshalb, weil ihr mir auf einem Wege der Demut und Nächstenliebe nachgefolgt seid.

16. Weint nicht um euretwillen, denn in Wirklichkeit läutert sich eure Seele dabei. Weint um derentwillen, die noch immer den Freuden der Welt hingegeben leben und weiterhin Gefangene des Fleisches sind. Denkt nicht, dass Ich mich an euren Leiden ergötze, denn dies hiesse die Tugend eures Vaters, welche die Liebe ist, zu verleugnen. Bedenkt, dass Ich gerade deshalb zu euch komme, um eure Tage der Trübsal zu verkürzen und eure Schmerzen zu lindern. Ich rate euch, im Guten auszuharren, denn es ist besser, wenn ihr jetzt leidet, weil ihr Gutes tut, als wenn ihr Böses tätet.

17. Über euren Leiden werde Ich euch meinen Frieden fühlen lassen, jene göttliche Gnade, welche die Mächtigen trotz all ihrer Reichtümer nicht zu geniessen vermögen.

18. Ich habe euch gelehrt, die körperlich und seelisch Kranken zu heilen. Wer eine solche Tugend ausübt und sich selbst krank fühlen sollte, wird am Kopfende seines Bettes die Gegenwart des höchsten Arztes fühlen. Lernt, meine Gegenwart sowie die der geistigen Welt zu spüren, damit ihr euch niemals verlassen fühlt, damit der Verwaiste sich nicht schutzlos, die Witwe sich nicht allein oder hilflos fühlt, damit der allein gelassene Mann oder die verlassene Frau keine Leere in ihrer Seele empfindet, und damit die, die auf Erden keine Liebe erfahren haben, in ihren Herzen die Liebe ihres Himmlischen Vaters wahrnehmen.

19. Liebt eure Nächsten, dient ihnen, widmet ihnen wenigstens einen Teil eurer Zeit, denn so werdet ihr es erreichen, dass euer Geist seine Aufgabe erfüllt. Dann werdet ihr imstande sein, euch die Lehren eures Göttlichen Meisters in eurem Leben zum Vorbild zu nehmen, welcher, seine Leiden und seine Bitternisse vergessend, sich nur der Aufgabe widmete, zu segnen und den Trost seiner Unterweisung auf all seinen Wegen auszuteilen.

20. Volk: Jetzt, wo Ich in dieser Form bei euch bin, erbebe vor Glück, wenn du mein Wort vernimmst.

21. Erquickt euch, ihr Armen, die ihr nie etwas besessen habt, ihr Kranken, Gedemütigten, die Hunger und Durst nach Gerechtigkeit hatten, ihr Betrübten und Unterdrückten. Erfüllt euer Herz mit Hoffnung, denn wahrlich, Ich sage euch, diese Hoffnung wird nicht enttäuscht werden. Begreift, dass die Stunde des Gerichts gekommen ist, und dass alle, die ihre Sühne mit Geduld ertragen haben, die ihren Leidenskelch mit Sanftmut leerten und ihre Prüfungen liebevoll erduldeten, ihren Lohn empfangen werden.

22. Offenbarungen, Wissen, Brot, Arbeitsmöglichkeit und Heilbalsam — all dies und mehr wurde denen gegeben, die die Stunde meiner Wiederkunft zu erwarten verstanden.

23. Jünger, vervielfacht euch, damit mein Friede und mein Licht sich über den ganzen Erdkreis ausbreiten. Meine Botschaft ist nicht an bestimmte, bevorzugte Geschöpfe gerichtet, sie wendet sich an alle meine Kinder. Gesegnet seien, die sie empfangen, und alle, die sie erwarten.

24. Ihr seid noch Kleinkinder gegenüber den Unterweisungen des Vaters, und deshalb lebt ihr noch nicht in Einklang mit der Vollkommenheit des geistigen Lebens. Noch habt ihr nicht die Fülle des wahren Lebens erreicht; um euch beizustehen, ist es nötig gewesen, dass euer Herr herniederkommt, um euch zu helfen, damit ihr mit seinem Beistand alles kennenzulernen vermögt, was ihr nicht wisst, was ihr nicht verstanden und was ihr vergessen habt.

25. Christus ist und soll euer Vorbild sein; dafür bin Ich damals Mensch geworden. Was war die Offenbarung, die Jesus der Menschheit brachte? — Seine unendliche Liebe, seine göttliche Weisheit, seine Barmherzigkeit ohne Grenzen und seine Macht.

26. Ich sagte euch: Nehmt mich zum Vorbild, und ihr werdet die gleichen Werke tun, die Ich tue. Da Ich als Meister kam, solltet ihr begreifen, dass dies nicht geschah, um euch unmögliche Lehren zu geben, oder solche, die jenseits des Auffassungsvermögens der Menschen liegen.

27. Begreift also: Wenn ihr Werke tut, die jenen gleichen, die Jesus euch lehrte, ihr dann die Fülle des Lebens, von dem Ich euch zuvor sprach, erreicht haben werdet.

28. Wie viele Menschen meinen aufgrund des Wissens, das sie erlangt haben, geistige Grösse zu besitzen, und sind für mich doch nicht mehr als einige auf ihrem Entwicklungswege stehengebliebene Kinder. Denn sie müssen bedenken, dass es nicht nur die Entfaltung ihres Verstandes ist, wodurch sie den Aufstieg ihres Geistes erlangen können, sondern es muss durch die Entwicklung der Gesamtheit ihres Wesens geschehen, und es gibt viele Begabungen im Menschen, die entwickelt werden müssen, um die Vollendung zu erreichen.

29. Das ist der Grund dafür, dass Ich — als eines meiner Gesetze der Liebe und Gerechtigkeit — die Reinkarnation der Seele einsetzte, um ihr einen längeren Weg zu gewähren, der ihr alle notwendigen Gelegenheiten bietet, um ihre Vervollkommnung zu erreichen. — Jedes Erdendasein ist eine kurze Lektion, denn andernfalls wären die Gelegenheiten eines Menschen, um die Erfüllung meines ganzen Gesetzes zu vollbringen, zu gering. Aber es ist unumgänglich, dass ihr das Ziel dieses Lebens erkennt, damit ihr aus ihm den Sinngehalt aufnehmt und seine Harmonie erreicht, welche die Grundlage menschlicher Vollkommenheit ist — damit ihr zu einer höheren Lebensebene fortschreiten könnt, bis ihr zum geistigen Leben gelangt, wo Ich für euch so viele Lektionen bereithalte, die Ich euch noch lehren muss, und so viele Offenbarungen, die Ich noch zu geben habe.

30. Niemals haben alle Menschenwesen hier auf der Welt auf derselben geistigen Stufe gelebt. Zusammen mit Menschen von grosser Erhebung lebten andere, die zurückgeblieben waren. Ich muss euch darauf hinweisen, dass die gegenwärtige Zeit auch nicht die einzige sein wird, in der Menschen von sehr hochstehendem Geiste in Erscheinung treten können.

31. Zu allen Zeiten, selbst in fernen Zeiten der Menschheitsgeschichte, habt ihr Beispiele von Menschen hohen Geistes gehabt. Wie könntet ihr euch erklären, dass es bereits in den frühesten Zeiten Menschen mit entwickeltem Geiste gab, wenn sie nicht durch aufeinanderfolgende Reinkarnationen gegangen wären, die ihnen halfen, sich aufwärtszuentwickeln?

32. Der Grund dafür ist, dass der Geist nicht zur selben Zeit wie die Körperhülle entsteht, und der Anfang des Menschengeschlechts auch nicht mit dem des Geistes zusammenfällt. Wahrlich, Ich sage euch, es gibt keinen einzigen Geist, der auf die Welt gekommen ist, ohne dass er zuvor im Jenseits existiert hat. Wer von euch kann die Zeit ermessen oder kennen, die er in anderen Sphären gelebt hat, bevor er kam, auf dieser Erde zu leben?

33. ln anderen Welten erfreuen sich die Geister gleichfalls der Willensfreiheit und sündigen und geraten auf Abwege, oder sie bleiben beharrlich im Guten und erreichen es auf diese Weise, sich aufwärtszuentwickeln, so wie ihr es auf der Erde tut. Doch wenn der vorbestimmte Zeitpunkt da ist, kommen jene, die dazu bestimmt sind, auf dieser Welt zu leben, zu ihr herab, um eine edle Aufgabe zu erfüllen, und andere, um ihrer Sühnepflicht nachzukommen. Aber je nachdem, wie sie diese Erde sehen wollen, wird sie sich den einen als Paradies und anderen als eine Hölle präsentieren. Wenn diese daher die Barmherzigkeit ihres Vaters begreifen, sehen sie nur noch ein wunderbares Leben, das mit Segnungen und Lebenslehren für den Geist besät ist — einen Weg, der sie dem Gelobten Lande näherbringt.

34. Die einen gehen von dieser Welt, mit dem Wunsche zurückzukehren, andere tun es mit der Furcht, zurückkehren zu müssen. Der Grund dafür ist, dass eure menschliche Wesensnatur noch nicht die Harmonie zu begreifen vermochte, in der ihr mit dem Herrn leben sollt.

35. Ich habe euch schon offenbart, dass mein Volk über die ganze Erde verstreut ist, das heisst, dass der geistige Samen auf dem ganzen Erdkreis ausgestreut ist.

36. Heute seid ihr uneinig und missachtet euch sogar gegenseitig wegen Kleinigkeiten. Doch wenn die materialistischen Lehren euch alle zu überwältigen drohen, dann werdet ihr alle, die ihr mit dem Geiste denkt und fühlt, endlich eins werden. Wenn jene Zeit kommt, werde Ich euch ein Zeichen geben, damit ihr euch erkennen könnt — etwas, das ihr in derselben Weise sehen und hören könnt. Wenn ihr euch dann gegenseitig Zeugnis davon gebt, werdet ihr verwundert sein und sagen: "Es ist der Herr, der uns besucht hat."

37. Begreift, dass eure geistigen Geschwister nicht nur diese Nation bewohnen, sondern dass sie sich auch in anderen Völkern, Regionen und Nationen aufhalten. Wisset, dass ihr euch vorbereiten müsst, um grösste Reinheit in eurem Leben zu erreichen, damit ihr ein wahrhaftiges Zeugnis von all dem gebt, was ihr hier vernommen und empfangen habt. Ich rühre alle Seelen an, damit, wenn die Stunde gekommen ist, sie euch ein getreues und vollständiges Zeugnis all dessen geben können, was sie ihrerseits empfangen haben, und damit sie vorbereitet sind, euch mit Liebe anzuhören.

38. Es werden keine menschlichen Kräfte sein, die dies Volk auf Erden bewegt, wenn es sich vereint. Es wird geistig ein einziges sein, ohne für sich eine eigene Stadt zu suchen, noch wird es eine geistige Regierung geben, die die Welt regiert.

39. Ein höheres Licht wird es leiten und es inmitten von verschiedenartigen Ideologien, Doktrinen, Bewegungen, Religionen, Glaubensbekenntnissen und Sekten inspirieren, und dann wird die Menschheit, die bisher in tiefsten Materialismus versunken gelebt hat, erstaunt sein, wenn sie das Auftreten dieses belehrten Volkes betrachtet.

40. Mein Volk vollbrachte in den vergangenen Zeiten keine Werke, die es der vollkommenen Gemeinschaft mit seinem Schöpfer näherbrachte, vielmehr geriet es in Entweihung und Ungehorsam. Dennoch vernichtete Ich es nicht, denn meine Liebesgerechtigkeit wollte es erhalten und auf Erden mehren, damit es sich von seinen vergangenen Verfehlungen läutere und dann mit grösserem Licht im Geiste die Mission durchführe, die ihm schon in den ersten Zeiten anvertraut wurde. Sie besteht darin, ihren Geschwistern die göttliche Botschaft zu bringen, für die anderen Völker geistig bahnbrechend zu sein und mit ihren Werken und ihrem Beispiel zu lehren, wie man das göttliche Gesetz des Vaters beachtet und befolgt.

41. Begreift, dass Ich euch als Segen für die Menschheit zur Welt sandte. Betet und wachet, damit ihr in jener Stunde zubereitet seid, in der ihr alle im Geiste, in Gedanken und in euren Werken vereint sein werdet, auch wenn ihr körperlich einander ferne seid. Nur durch Vergeistigung werdet ihr den Drachen des Materialismus bekämpfen und besiegen können, welcher Schritt für Schritt vorrückt, Völker verschlingt und Schmerz und Elend sät.

42. In dieser Zeit sage Ich euch: Seid gesegnet, die ihr dazu bestimmt gewesen seid, mich in dieser Zeit zu empfangen und mein Wort zu hören. Ich habe euch zugerüstet, und mein Licht hat euren Geist umflutet. Dadurch werdet ihr stark sein, und selbst wenn grosse Prüfungen über euch kommen sollten, werdet ihr euch nicht besiegen lassen. Wenn ihr einst in der geistigen Heimat seid, werdet ihr erkennen, wie gross das Vorrecht war, das euch zuteil ward, und ihr werdet euch glücklich fühlen.

43. Als ihr mein Wort zum ersten Mal vernommen habt, fühltet ihr, dass Ich es war, der zu euch sprach; und in Gedanken an eure Werke habt ihr gedacht, dass ihr nicht rein seid, dass ihr euch würdig machen solltet, und ihr begannt ein neues, täglich vollkommeneres Leben. Doch wie schwierig ist es für euch, in diesem Vorsatz fest zu bleiben. Ihr opfert euch oftmals auf, ohne dass Ich es von euch gefordert habe, und werdet bald müde. Ich sage euch, es ist mir wohlgefällig, wenn ihr den Weg mit Geduld beschreitet. Wie wollt ihr euch in kurzer Zeit vervollkommnen, wenn das Werk, das ihr in Angriff nehmt, so gross ist?

44. Ihr liebt mich, und dies ist eure Grundlage. Ihr zeigt mir euren Glauben, und selbst dann noch sagt ihr mir, wenn euch Heimsuchungen treffen: "Meister, immer werde ich daran gehindert, Deine Gesetze zu erfüllen. Der Unglaube meiner Angehörigen lässt mich schwach werden, andauernd tritt die Versuchung an mich heran, um mich zu Fall zu bringen, und auch ich selbst habe meinen Vorsatz gebrochen!" Doch Ich sage euch, ihr müsst inmitten dieser Auseinandersetzung wirken; jene Hindernisse, die euch begegnen, sind Prüfungen für euren Glauben, und durch sie läutert sich die Seele immer mehr. Habt Zutrauen zu euch selbst, begreift, dass ihr meinen Geist in euch habt, und dass ihr vorbereitet seid, um an dieser grossen Schlacht teilzunehmen.

45. Ihr macht noch kaum die ersten Schritte, und auch wenn Ich die einen zu Gemeindeleitern, andere zu "Stimmträgern" berufen habe, müsst ihr doch alle an euch arbeiten, um euren Auftrag kennenzulernen und ihn durchführen zu können. Doch verkenne Ich nicht euer Verdienst: Ihr habt meiner Sache den ersten Platz in eurem Herzen eingeräumt, und euer grösster Wunsch ist es, mir nachzufolgen. Ich, euer Vater, habe euch angeleitet, habe euch geführt und mein Herz geöffnet, damit ihr in ihm meine Liebe und meine Barmherzigkeit erkennt.

46. Meine Geduld hat keine Grenzen. Ich habe euch drei Zeitalter und zahllose Reinkarnationen gewährt, damit ihr eure geistige Erhebung erreicht, und auch in dieser Zeit spreche Ich zu euch, ohne den menschlichen Unglauben und Materialismus zu beachten. Ihr seid in der dritten Zeitepoche geistiger Offenbarungen, und wenn ihr eure Geistesgaben zu nutzen versteht, werdet ihr die Macht eures Geistes erkennen und erfahren, dass Ich immer höhere Wesen aus euch machen wollte, die fähig sind, grosse Werke zu vollbringen. Alles habe Ich bereitgestellt, damit ihr euch von meinem Liebesgesetz regieren lasst und es beachtet. Zur Rechten jedes "Arbeiters" befindet sich ein Schutzengel, und wenn diese Wesenheiten sich euch mitteilen, haben sie euch ihre Demut, ihren Gehorsam offenbart. Sie haben euch auf eurem Lebensweg begleitet und haben mit euch die Härten des Weges erlitten. Hört auf sie, denn in ihrem Worte voller Licht werdet ihr die Erläuterung meiner Offenbarungen finden. Nach dem Jahre 1950 werdet ihr euch an das Beispiel dieser tugendsamen Wesenheiten erinnern, die nicht von euch entfernt sein werden, sondern weiterhin euren Geist inspirieren und die Menschheit beschützen werden.

47. Schult euch, damit ihr meinem Worte keine Unvollkommenheit unterstellt. Erkennt seinen (geistigen) Gehalt. Wenn der Stimmträger, dessen Ich mich bediene, nicht vorbereitet sein sollte, wenn sein Geist meine Diktate nicht aufmerksam aufnehmen sollte, wird das Wort, das von seinen Lippen kommt, nicht meine Vollkommenheit widerspiegeln. Dringt also in den wirklichen Sinngehalt desselben ein, und ihr werdet erfahren, was Ich zum Ausdruck bringen wollte. Schreibt nicht mir die Unvollkommenheit zu; begreift, dass Ich euer Gott bin, dass Ich vollkommen bin.

48. Erhebet euch voller Eifer und verteidigt meine Sache. Berichtigt alles mit Liebe und Gerechtigkeit, was ihr im Tun der "Arbeiter" als ausserhalb des Gesetzes stehend vorfindet.

49. Ich nehme von eurer Aussaat das entgegen, was Wahrheit und Reinheit enthält, und was nicht zur Reife gekommen ist, lasse Ich in euren Händen zurück, damit ihr es weiterhin pflegt und korrigiert.

50. Doch kommt zu mir, meine Kinder, Ich empfange euch. Ihr seid wie müde Wanderer, die auf verschiedenen Wegen umhergeirrt sind, und jetzt, nach grossen Prüfungen und Enttäuschungen, sucht ihr meinen Segen und meinen Beistand. Ihr habt mich bei eurem Kommen gesegnet und mir gedankt, weil ihr einen Ruheplatz gefunden habt, und der Meister sagt euch: Ich erfülle euch mit Gnade und es ist mein Wille, dass ihr neue Kräfte gewinnt, dass ihr von Mut beseelt werdet; denn nachdem ihr meinen Unterweisungen verzückt gelauscht habt, sollt ihr euch vorbereiten, um euch einem Kampfe zu stellen, der auf alle Menschen und besonders auf das Volk Israel zukommt. Erinnert euch, dass ihr ein Teil jenes Volkes seid, dessen Aufgaben zu allen Zeiten sehr gross gewesen sind. Unter euch befinden sich die Propheten, die Ausleger meines Wortes, die Weisen.

51. Ihr wurdet vollkommen geschaffen. Euer Geist ist erleuchtet worden, damit ihr die Herrlichkeit meiner Schöpfung erkennt, damit ihr beim Studium ihres geistigen Wesensteils begreift, dass ihr mir ähnlich seid, und in Kenntnis der materiellen Natur euch derselben bedienen könnt, denn sie ist von mir als eine demütige Dienerin gegenüber dem Menschen geschaffen worden. Wann werdet ihr soweit sein, sie zu erkennen und zu beherrschen? Wann werdet ihr so würdig sein, dass ihr einer Naturgewalt befehlen könnt, dass sie zum Wohle eurer Mitmenschen verweilt oder sich wandelt? Zwar gehorchen sie Gesetzen, die mit Gerechtigkeit und Liebe erlassen worden sind, doch ihr habt Vollmacht, und Ich habe euch gesagt, dass, wenn ihr euch vergeistigt, ihr in meinem Namen den Krankheiten, der Unbarmherzigkeit der Witterung, der Härte der Unglücksfälle und der Sünde Einhalt gebieten könnt. All dies könnt ihr tun, wenn ihr Glauben habt. Der Zeitpunkt wird kommen, an dem jeder Geist erschüttert wird und jeder Verstand erwacht; und wenn er die Quelle sucht, aus der das Licht und die Vollkommenheit hervorgehen, wird er mich finden.

52. Ein Zeitalter der Erneuerung naht. Ihr, meine Jünger, sollt die Fundamente für die Entstehung einer neuen Welt legen. Ihr sollt arbeiten, wie die Heere des Guten, die Engel, arbeiten, welche aus Liebe zu euch darum ringen, den geistigen Aufstieg der Menschheit zu erreichen.

53. Die Liebe ist die mächtigste Kraft, mit der der Mensch seine Erneuerung erreichen kann.

54. In der Zweiten Zeit zweifelten viele an mir; sie konnten nicht glauben, dass der demütige Mensch inmitten der Scharen Notleidender, Kranker und Sünder der Meister, das Wort des Vaters sei. Und als sie meine Wohltaten und Werke der Liebe und Vergebung sahen, sagten sie: "Ist er ein Zauberer oder ein Prophet?" Als jene Frau, die Ehebruch begangen hatte, in meine Gegenwart kam, wollten sie mich auf die Probe stellen und sagten zu mir: "Richte diese Frau, die gesündigt hat; sie ist verdorben und verdient nicht, unter uns zu sein. Verjage sie, denn sie ist es nicht wert, Deine Unterweisungen zu hören, noch Dein Brot zu teilen." Ich sagte ihnen: "Ihr kennt die Schuld dieser Frau, ihr alle seid der Meinung, dass sie sündig ist. Doch jener, der rein ist, frei von jeglicher Sünde, der werfe den ersten Stein." Ich berührte die, die sie anklagten, durch ihr Gewissen, und bald erkannten sie, dass ihre Schuld sehr gross war, grösser als die jener Frau. Beschämt zogen sie sich zurück, und jene, die von jener Schar angeklagt und verurteilt worden war, bat mich um Vergebung, erkannte ihre Schande, und ihre Reue war so gross, dass sie sich geläutert fühlte und in ihrem Herzen die Liebe entbrannte. Da richtete Ich sie auf und sagte ihr: "Ich vergebe Dir, gehe hin und sündige hinfort nicht mehr."

55. Wann immer ihr euch also von der Last einer Schuld gequält fühlt und bereut, sollt ihr euch durch das Gebet und durch gute Werke reinigen. Kommt zu mir, gewinnt den Frieden zurück und sündigt nicht aufs neue. Doch sage Ich euch auch dies: Warum richtet ihr fremde Verfehlungen ohne Mitgefühl und blickt nicht in euer Inneres? Ich vergebe euch, schon bevor ihr eine Verfehlung begeht, doch wie wenige reuige Frauen habe Ich auf meinem Wege gefunden. Aber Ich kündige euch ein weiteres Mal an, dass die Sünde verschwinden wird.

56. Die Erde wird rein sein. Der Mensch wird wieder auf die Stimme seines Gewissens hören. Ich lade euch ein, bei mir zu wohnen, und dies ist der einzige Weg, zu mir zu gelangen.

57. Immer, wenn ihr wacht und betet, werdet ihr frei von Leiden und Versuchungen sein. Gebraucht die Zeit, die Ich euch gebe, um Werke zu tun, die euren Glauben als Jünger beweisen. Die Welt wird an euch herantreten und wird erstaunt sein, wenn sie euren Frieden erkennt, und wird sagen: "Wie ist es möglich, dass dies Volk inneren Frieden geniesst, während die Nationen zu einem Feuerbrand des Hasses geworden sind?" Der Meister wird ihnen antworten: "Ich finde dies Volk geläutert und würdig vor, doch bin Ich zu allen herniedergekommen. Jeder, der mich sucht, wird mich finden, und Ich werde ihm so nahe sein, dass er mich in seinem eigenen Herzen fühlen wird."

Mein Friede sei mit euch!


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