Unterweisung 144

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Buch des wahren Lebens, Lehren des Herrn


Unterweisung 144



So spricht der Herr:


1. Erhebt euren Geist und überschreitet die Schwellen des Materiellen, damit ihr euch mit meinem Göttlichen Geist verbindet.

2. Warum wollt ihr euren Geist der Erde unterwerfen und ihn so der geistigen Freuden berauben? Vergesst nicht, dass er einer anderen Welt angehört.

3. Lasst euren Geist in mein Heiligtum eintreten, damit er sich dort mit Licht sättigt und hernach der Lenker eurer Schritte, der Meister und der innere Richter sei.

4. Diese Menschenscharen hier, die mein Wort vernehmen, haben in dieser Zeit ihre geistigen Augen dem Lichte geöffnet, denn es gab kein menschliches Wesen, das mit der Reinheit, Wahrheit und Lauterkeit gepredigt hat, mit der Ich euch meine Unterweisung gegeben habe. Zu allen Zeiten haben die Menschen meine Wahrheit verfälscht und mein Gesetz vor der Menschheit verborgen.

5. Nun, Ich habe gesehen, dass die Lehre, die Ich euch in der Zweiten Zeit lehrte, verborgen ist, unvollkommen und nicht der geistigen Entwicklung entsprechend ausgelegt wird, die ihr heute habt, sondern gemäss dem Verständnis der Menschen vor vielen Jahrhunderten. Doch Ich bin zu euch gekommen, und als Ich euch hungrig sah, habe Ich euch "Brot" im Überfluss gegeben, damit ihr euch sättigt und hernach an die Menschen weitergebt, die noch kommen werden.

6. Denkt daran, dass euch eine neue Zeit erwartet, dass mein Wort zu Ende gehen wird, und dass ihr mit meiner Unterweisung allein zurückbleiben werdet. Wenn ihr euch dann vorzubereiten versteht, werdet ihr von mir zu sprechen vermögen. Doch wenn ihr trotz eurem Wissen in Versuchung fallt, wenn ihr mein Wort verfälscht oder es nicht richtig auslegt, dann wird meine Unterweisung auf euren Lippen keine Nahrung für eure Mitmenschen sein.

7. Noch ist es Zeit, dass ihr betet und euch für eure Pflichterfüllung vorbereitet. Wartet nicht, bis meine Gerechtigkeit euch heimsucht, wartet nicht, bis Schmerz und Krieg euch geisseln wie jene Brudernationen von euch, die die Felder mit Blut tränken und die Heime elend zurücklassen. Stützt eure Nation durch euer Gebet und lasst nicht zu, dass sie wie Jerusalem zerstört wird. Pflegt mit euren Werken einen Garten, in welchem die Blumen aus Vergebung, aus Liebe, aus Gebet und Wohltätigkeit bestehen. Jener Garten wird in euren Herzen seinen Anfang nehmen und in eurem Geiste seinen Abschluss finden. Widmet einige Augenblicke des Tages der Besinnung, lasst euren Geist sich erheben, damit meine Inspiration zu euch gelangt. Seht, ihr habt keine Bücher zur Hand, und nur mittels jener Inspiration werdet ihr in dieser Zeit Licht empfangen können. Denkt daran, dass der Augenblick kommen wird, an dem ihr von meiner Wahrheit Zeugnis geben müsst, und dass ihr dann auf das Buch zurückgreifen müsst, das in eurem Herzen ist. Lernt in jenem unsichtbaren Buche zu lesen, damit sich euer Verstand nicht trübt. Versenkt euch in euch selbst, damit die Stimme eures Geistes auf euren Lippen zum Ausdruck kommt.

8. Jede Religionsgemeinschaft und jede Sekte bereitet sich vor, weil sie die Nähe der Auseinandersetzung ahnt. Ihr werdet zwischen ihnen stehen, doch sollt ihr dann zugerüstet sein, denn Ich werde euren Verstand gebrauchen, um mich zu bekunden.

9. Heute sehe Ich euch noch schwach, denn als ihr zum Dank für eure Liebeswerke den Undank eurer Mitmenschen empfingt, habt ihr im stillen geweint und mir gesagt: "Ist dies das Kreuz, das Du mir auf die Schultern gelegt hast?" Darauf antworte Ich euch mit einer anderen Frage: Habt ihr das Beispiel Jesu unter den Menschen schon vergessen? Wenn die Welt euch verletzt, so klagt sie nicht bei mir an, habt Mitleid mit ihr, Ich werde eure Wunde wieder schliessen.

10. Lasst die Menschen euch für armselig halten; wenn ihr demütig seid, werde Ich euch gross an Geist machen. Schweigt, wann immer ihr könnt, aber arbeitet intensiv. Gebt Zeugnis von mir, denn Ich werde es auch von euch geben.

11. Wenn euer Geist das Bedürfnis empfindet, sich emporzuschwingen, so deshalb, weil es Augenblicke gibt, in denen er sich in dieser Welt fremd fühlt, in der er sich wie ein Ausländer fühlt. Er begreift, dass sein wahres Vaterland, sein Heim, im Jenseits liegt.

12. Die zwölf Stämme Israels sind über die Welt verstreut. Sie werden sich in der Erfüllung ihrer Mission vereinen, auch wenn sie voneinander entfernt sind. Sie durchforschen die Unendlichkeit in Erwartung meiner neuen Offenbarung. Doch die Prophetien werden in Erfüllung gehen, und sie werden das Licht schauen. Unter ihnen sind die grossen Geister, solche mit geschultem Verstand, Herzen von grossem Edelmut und starker Inspiration. Viele von ihnen werden zu euch kommen, und ihr werdet über ihre hohe Geistigkeit — obwohl sie mich in dieser Zeit nicht gehört haben — erstaunt sein. Lasst nicht zu, dass diese sich über eure geringe Zurüstung wundern.

13. Die Zeit rückt näher, in der Gemeinschaften hervortreten, die euch wegen ihrer Spiritualität und der Entfaltung ihrer Geistesgaben überraschen, und in der Propheten auftreten, denn das Licht meines Heiligen Geistes bestrahlt jeden Geist und jede Intelligenz, um ihr die Zeit, in der sie lebt, zu offenbaren, und einem jeden seine Aufgabe anzuzeigen.

14. Die Tore dieser Nation werden sich bald öffnen, um Männern und Frauen Obdach zu gewähren, die von fremden Nationen kommen werden. Sie alle werden Hunger, Schmerz und Not mitbringen, und unter euch sollen sie Wärme, Brot und Trost finden. Bereitet eure Herzen, damit ihr sie liebevoll aufnehmt.

15. Wie viele von euch werden in fremde Länder gehen müssen, und ihr werdet dann darauf angewiesen sein, dass sie euch als Brüder empfangen!

16. Wenn Ich von euch gehe, sollt ihr ein einziges Herz bilden.

17. Sprecht zusammen mit den Geistern des Lichtes: "Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden den Menschen guten Willens." So ertönt der Lobgesang der Engel.

18. Volk, macht euch mit ganzer Hingabe bereit, meinen Worten zu lauschen, dann werdet ihr innewerden, dass es eine Gnade gewesen ist, erneut das Licht des Meisters gesehen zu haben. Meine Inspiration ist Menschenwort geworden und sucht die Seelen, die seiner bedürfen oder nach Licht dürsten. Der süsse Trost, der euch einst verheissen wurde, kommt im Wesenskern dieses bescheidenen und zartfühlenden Wortes, das euch zu überzeugen trachtet. In ihm ist ein himmlischer Duft, und es lässt die Herzen höher schlagen, wie jene meiner Jünger der Zweiten Zeit in der Nacht des letzten Abendmahles höher schlugen.

19. Seid willkommen bei meiner Unterweisung. Ihr kommt aufgrund der Verheissung eurer Rettung, ihr kommt aufgrund des Wortes, das euch das wahre Leben zeigt. Nehmt mich zum Vorbild, liebt euer Kreuz, küsst das Kreuz eures Lebens, segnet den Willen eures Vaters.

20. Ich sage euch, dass ihr euer Kreuz lieben sollt; denn wenn ihr euch dagegen auflehnt, während ihr es auf den Schultern tragen müsst, wird der Schmerz in euren Herzen eine tiefe Wunde reissen. Ich liebe mein Kreuz wirklich, o Volk; doch wisst ihr, was Ich mein Kreuz nenne? Mein Kreuz besteht aus euch, o Menschen, die Ich so sehr liebe.

21. Ihr sollt nicht lästern auf der schweren Wanderschaft; jeder neue Schmerz ist ein neues Licht in eurem Herzen, jede Prüfung wird in eurem Wesen die Blumen der Erfahrung emporspriessen lassen. Begreift: Wenn euch ein Schmerz trifft, dann deshalb, weil ihr ihn benötigt. Auch müsst ihr verstehen, dass dann, wenn Freude von euch Besitz ergreift, ihr auch diese gerade nötig hattet.

22. Gesegnet seien, die ihre Leiden verschweigen und ihre Mitmenschen an allen ihren Freuden teilhaben lassen, auch wenn diese sehr klein sind.

23. Gesegnet sei, wer beim Annehmen des Schmerzes weiss, dass dieser ihn vervollkommnet und ihn zum Gipfel führen wird, weil er sich bewusst wurde, dass der Schmerz das Erbe des Menschen ist und dies dazu dienen wird, ihn zu läutern, um zum Vater zurückkehren zu können.

24. Ich gewährte dem Menschen alle notwendigen Mittel, um mit ihnen durch Liebeswerke eine Leiter zu bauen, die ihn zu mir emporführt. Ich habe ihm meine Weisheit und meine Liebe als Erbe gegeben. Doch da er keinen guten Gebrauch von diesen Gaben machte, hat sich der Schmerz eingestellt, um jene Leere auszufüllen.

25. Die Wiege steht am Beginn des Menschseins, das Grab ist das Ende, und Ich sehe, dass ihr in der Zeitspanne eures Daseins, welche diese beiden äussersten Zeitpunkte vereint, mehr leidet als euch freut. Ihr weint beim Geborenwerden, solange ihr lebt und zuletzt beim Sterben. Ich, der Ich euren Schritten folge, will und muss euch retten. Meine Lehre ist die Stimme, die euch ruft, damit ihr den Weg des Friedens findet. Zu allen Zeiten war mein Gesetz das der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens. Es hat euch den Weg gewiesen und erkennbar gemacht, auf dem ihr euch retten könnt.

26. Viele der Menschen dieser Zeit werden, wenn sie hören, dass das Wort Liebe in meiner Lehre häufig wiederholt wird, sich sagen: "Was für eine Liebe ist es wohl, die sie so eifrig predigen?" Meine Nachfolger müssen dann Werke vollbringen, die erläutern und erklären, was die Liebe ist, die Ich euch gelehrt und inspiriert habe. Auch in der Zweiten Zeit fragten mich die Menschen, welcher Art die Liebe sei, von der Jesus so viel zu den Menschen sprach; und da der Meister sich gerade bei einem Rosenstrauch niedergelassen hatte, dessen Blüten trocken und welk waren, streichelte er sie mit seiner Hand, während er predigte, und jene Blüten lebten unter dem Einfluss seiner Liebkosung auf, und alle, die ihn umgaben, waren wirklich ergriffen angesichts eines derartigen Wunders. Solches wird auch an den Herzen der Menschen geschehen, wenn sie einander zu lieben verstehen. Die Rosenstöcke werden wieder erblühen, und die welken Rosen werden wiederaufleben.

27. Nicht alle Menschen werden derselben Meinung sein, wenn sie dieses Licht empfangen, denn die Zeitdauer der Entwicklung ist nicht bei allen Menschen die gleiche. Manche verbringen mehr Zeit als andere auf dem Weg des Lebens; auch sollt ihr wissen, dass alle Menschen im Wissen und in der Aufwärtsentwicklung zurückgeblieben sind, weil sie vom Pfade der Entwicklung abgewichen sind.

28. Der Mensch hat lange gelebt, aber er hat wenig Nutzen aus seinem Leben gezogen und zwar, weil er den materiellen Befriedigungen grösste Bedeutung gegeben hat, und er die Kunst, mit Liebe und mit Gerechtigkeit zu leben, verachtet hat.

29. Ich bringe der Welt eine neue Lektion, die wie ein göttlicher Regen sein wird, welcher die verwelkten Herzen zu neuem Leben erweckt und die im Stillstand verharrenden oder kranken Seelen belebt.

30. Erinnert euch, dass Ich euch sagte: "Bittet, so wird euch gegeben", und darum kommt ihr mit euren vielerlei Bitten herbei. Doch jetzt sage Ich euch, dass ihr zu bitten und zu empfangen lernen sollt: Bitten mit Demut und empfangen mit Ergebenheit.

31. Euer Herz sagt mir: "Meister, wie oft haben wir Dich wohl durch törichte und unwissende Bitten beleidigt?" Doch Ich sage euch, dass ihr mich nicht beleidigt habt, wenn ihr es aus Unwissenheit tatet.

32. Wegen eures Mangels an Erkenntnis erweise Ich mich ein weiteres Mal als Meister unter euch, und hier bin Ich also und lehre und berichtige meine Jünger mit Liebe.

33. Ihr tut gut daran, auf meinen Ruf hin herbeizueilen, denn alle Geschicke gründen in mir. Nicht die Welt erlegt sie euch auf, noch sind es die Gesetze der Erde, die euer Schicksal bestimmen. Eure Willensfreiheit hat auch ihre Grenzen, der Mensch ist nicht unabhängig. Ich bin der einzige Unabhängige, in dessen Sein alles Geschaffene gründet. Dennoch sage Ich euch, dass mich nach eurer Vollkommenheit dürstet.

34. Warum sehe Ich euch niedergeschlagen wie Gescheiterte durch dieses Leben gehen? Erhebt euer Angesicht, habt Vertrauen zu eurem Schicksal, blickt immer nach vorn, denn dort, am Horizont, werdet ihr mich schauen.

35. Menschheit, erkenne meine Lehre. Die Geistigkeit, die sie vermittelt, wird euch in den Augenblicken der Einsamkeit oder des Schmerzes meine Stimme vernehmbar machen. Sie wird euch in den Stunden der Prüfung unbekannte Kräfte verleihen, und wenn das Geschwätz der Welt euren Verstand ermüdet hat, und ihr Traurigkeit in euren Herzen fühlt, werdet ihr aus der Unendlichkeit das himmlische Konzert vernehmen. Wenn ihr dann aus eurer Verzückung erwacht, werdet ihr fragen: "Aus welchem Buch habe ich das wohl gelernt?" Doch Ich werde euch sagen: "Im Buche meiner Weisheit und meiner Liebe."

36. Wenn dies geschieht, werdet ihr von Geist zu Geist Zwiesprache haben. Dann werdet ihr in den Tempel des Herrn eingetreten sein.37. Euer Geist muss sich emporschwingen, damit der Körper erstarkt und euch im Lebenskampfe beisteht. Wenn ihr wahrhaft auf mich vertrauen würdet, hättet ihr es nicht nötig, vergeblich an die Türen eurer Mitmenschen zu klopfen, deren Herzen fast immer für Hilfsbereitschaft verschlossen sind.

38. Meine Lehre schmiedet euren Geist. Arbeitet mit eurem Vater zusammen, erzieht das Herz eurer Kinder in meiner Lehre.

39. Heute seid ihr meine Jünger, morgen werden es eure Kinder sein.40. Denkt an jene, die ihren Vater schon als Kinder verlieren.

41. Denkt an die, die nie die Zärtlichkeit einer Mutter erfuhren.

42. Nur der Weg meines Gesetzes wird ihren Mangel ausgleichen und sie zur Pforte des Heils führen können. Daher ist allen Pfaden eures Lebens meine Spur unzerstörbar eingeprägt.

43. Geliebtes Volk, morgen, wenn die Kunde umgeht, dass Ich bei euch gewesen bin, werden Scharen von Menschen herbeikommen, um euch auszufragen. Wenn zu jener Zeit das Leben in euren Heimen rein und eure Verehrung für den Vater so ist, wie Ich es euch gelehrt habe — glaubt ihr nicht, dass dies die beste Antwort sein wird, die ihr geben könnt, und der beste Beweis dafür, dass ihr mein Wort gehört habt?

44. In dieser Zeit, in der selbst die Luft, das Erdreich und das Wasser durch die Übeltaten der Menschen vergiftet sind — wie wenige sind derer, die sich nicht vom Bösen oder von der Finsternis anstecken lassen!

45. Welche von euren Mitmenschen werden, wenn sie eine Gemeinschaft antreffen, die in der Tugend und im Frieden lebt, leugnen können, dass der Vater sie gelehrt hat? Es könnten entthronte Monarchen herbeikommen, die ihre verlorene Macht beweinen, und sie könnten im Schosse dieses Volkes ihren Seelenfrieden zurückgewinnen, wenn sie das Falsche der irdischen Eitelkeiten erkennen. Es werden Geistliche von Sekten und Religionsgemeinschaften kommen, welche, wenn sie die Spiritualität dieser Gemeinde und ihre Gottesverehrung voller Lauterkeit erleben, in ihrem Herzen das Urteil ihres eigenen Gewissens fühlen, das ihnen ihre Irrtümer vorhält.

46. Jenes Volk ist das des Herrn, der seine Stimme über allen Völkern der Erde erschallen lassen und sie mit dem Lichte der Wahrheit besiegen wird; und, einmal besiegt, bewirken wird, dass sie ein Teil dieser Familie werden, denn alle Geister sind Kinder des Volkes Gottes.

47. Heute wisst ihr, wem ihr zuhört, und ihr macht euren Geist bereit, dies Himmelsbrot in ihm zu empfangen. Ihr bereitet euren Geist, weil der, der euch lehrt, kein menschlicher Lehrer ist. Er ist kein Gelehrter, Philosoph, noch ein Wissenschaftler oder ein König auf Erden, und dennoch ist er mehr als all dies zusammen. Aufgeschlagen liegt vor euch das Buch, das euch den Weg zur Vollkommenheit lehrt.

48. All dies wissen meine Jünger, doch die "Letzten", die gerade erst hinzukommen, wundern sich darüber, mich inmitten dieser materiellen Armut anzutreffen; und dann ist es nötig, ihnen zu sagen, dass Ich nichts auf Erden besitze, und als Ich unter euch wohnte, Ich in Bescheidenheit lebte, denn so lehrte Ich euch zu begreifen, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist und dass das, was Ich suche, Menschenherzen sind. Die "Krone", die ihr auf meinem Haupte seht, setzte nicht Ich mir auf, sondern die Menschen, und sie bestand aus Dornen.

49. Kommt zu mir und vertraut mir euer Sehnen an, bekennt eure Schwachheiten und bittet mich um Stärke. Hier bin Ich bei euch, Ich entferne mich nicht von meinen Kindern und folge euch, wohin ihr auch geht; denn selbst wenn ihr ins Gefängnis kommt, bin Ich dort, um euch zu trösten. Wenn ihr eine lange Reise unternehmt, habt ihr auf ihr meine Begleitung. Wenn ihr krank werdet, habt ihr mich zu euren Häuptern als Krankenpfleger und Arzt. Wenn ihr einsam seid, lasse Ich euch meine Gegenwart fühlen.

50. Erkennt mich hier, wie Ich meinen Samen pflege. Ich spreche unermüdlich zu euch seit der Zeit, da Elias durch den Mund Roque Rojas' die neue Zeit ankündigte. Viele haben die Saat und das Ackergerät im Stich gelassen, doch Ich arbeite weiterhin auf meinen Feldern. Aber wenn manche glauben, dass Ich mich immerzu in dieser Weise mitteilen werde, sind sie im Irrtum, denn die Zeit ist schon knapp geworden, in der ihr mich in dieser Form vernehmen werdet. Es ist notwendig, dass diese Kundgebung zu Ende geht, damit ihr beginnt, euch zu vergeistigen, euch direkt mit meinem Geiste zu verbinden, und ihr euren Herrn auf der Wolke eurer geistigen Erhebung schauen könnt.

51. Macht ihr euch noch keine Gedanken wegen der Abwesenheit dieses Wortes? Habt ihr etwa schon genügend für euch und für eure Mitmenschen angesammelt? Oder meint ihr, dass dies Werk am Tage meines Abschieds enden werde?

52. Ich lösche Andachtsformen, Riten und Traditionen aus, damit ihr euch in den kommenden Zeiten auf die Erfüllung des Gesetzes beschränkt und nicht wie in den vergangenen Zeiten handelt, als ihr euch mit eurem ganzen Enthusiasmus den Traditionen und Festlichkeiten widmetet und das Gesetz beiseite liesst.

53. Wisst ihr nicht, wie sehr der Geist Moses' im Jenseits geweint hat, als er die Treulosigkeit und die Schwachheit des Volkes sah, das er so sehr liebte. Seine Saat wurde später mit dem Blut des Erlösers bewässert.

54. Wie traf Ich das Volk an, dem Ich im Namen seiner Patriarchen ein Erbe hinterlassen hatte? Geteilt, getrennt in zwei Reiche (Judäa und Galiläa), die sich gegenseitig als Fremde betrachteten. Ich kam, um sie zu vereinigen, und nicht nur sie, sondern alle Völker der Erde. Alles, was Ich brachte, liess Ich hier zurück; von der Welt nahm Ich nur Undank und Schmerzen mit. Ich hinterliess der Welt mein Wort als ein ewiges Erbe, ebenso mein Blut, das bis zum letzten Tropfen vergossen wurde. Mein Körper sank in die Erde, und meinen Geist verströmte Ich unter meinen Aposteln. Dies war mein Testament. Nach meinem Hinscheiden erkannten mich die Menschen an. Mein Same keimte und breitete sich zu anderen Nationen hin aus. Meine Verfolger waren hernach meine Soldaten. Die mich verlästert hatten, segneten mich später.

55. Für die Völker bedeutete das Erblühen des christlichen Samens eine Epoche des Friedens und der Gesittung. Die Tugend trug Früchte, das Ziel und das Ideal waren der Himmel. Später kehrte die Schwäche zurück, die nur scheinbare Befolgung meiner Lehre — eine Erfüllung, welche die Welt mit Festlichkeiten und prächtigen Riten hinters Licht führt, die die Menschen beeindrucken, die jedoch den Vater nicht zufriedenstellen, noch den Geist erheben.

56. Das Chaos ist zurückgekehrt, weil es keine Tugend gibt, und wo keine Tugend ist, kann es keine Wahrheit geben. Der Grund dafür ist nicht, dass das Gesetz, das der Vater Moses übergab, keine Kraft hätte, noch dass die Lehre Jesu nur auf die vergangenen Zeiten anwendbar wäre. Beide sind in ihrem geistigen Gehalt ewige Gesetze, doch erkennt, dass sie wie eine Quelle sind, deren Wasser zu trinken niemand gezwungen wird, sondern dass jeder, der sich diesem Brunnquell der Liebe naht, es aus eigenem Willen tut.

57. Ich übergab in der ersten Zeit dem Volk das Gesetz, damit alle Stämme in ihm vereint leben sollten. Doch als Ich kam, traf Ich sie geteilt an, sich gegenseitig verkennend, mein Gesetz entweihend und der Abgötterei verfallen.

58. Meine Lehre der Liebe kam später, alle Völker in einem einzigen Gesetze zu vereinen. Doch jetzt, da Ich zu den Menschen zurückkomme, sehe Ich sie erneut in Sekten, Religionsgemeinschaften, Ideologien und Theorien aufgespalten. Jede davon übt ihren Glauben gemäss ihren Vorstellungen oder dessen Vorteilhaftigkeit aus. Alle behaupten, denselben Gott zu lieben, dennoch sind sie getrennt. Doch Ich sage euch, wer seinen Mitmenschen nicht liebt, liebt auch mich nicht. Zwar gehen nicht alle Seelen ihren Weg in gleichem Schritt und Tritt, da sie einen unterschiedlichen Entwicklungsstand haben; doch welcher Mensch, der meine Gesetze und meine Lehre kennt, weiss nicht, dass diese als Wesenskern die gegenseitige Liebe enthalten? Viele nennen sich Christen, aber Ich sage euch noch einmal, dass nicht Christ sein kann, wer keine Liebe hat.

59. Wahrlich, Ich sage euch, die Welt kennt viele geistige Unterweisungen meiner Lehre nicht; denn anstatt die Deutung meiner Unterweisungen zu suchen, um sie danach anzuwenden, hat sie sich mit Riten und Traditionen begnügt. Das ist der Grund, weshalb die grossen Heimsuchungen unter der Menschheit eingetreten sind und Konflikte entstehen, für die die Menschen keine Lösung finden.

60. War das Chaos dieser Zeit für die Menschheit etwa etwas Unvorhersehbares? Nein, es war ihr angekündigt, damit sie es vermeiden könnte. Ich gab meinem Jünger Johannes die Offenbarung dieser Zeiten, so dass, wenn ihr sie auszulegen verstanden hättet, wenn ihr derselben den Wert beigemessen hättet, den sie hat, statt sie gleichgültig beiseite zu legen, ihr erfahren hättet, dass diese Zeit zum sechsten Siegel des Buches der Offenbarung gehört, ihr gewacht und gebetet und euch vor grossen Übeln bewahrt hättet.

61. Seht, wie euch mein Wort auf die kommenden Zeiten vorbereitet. Darum sage Ich euch, dass ihr es nutzen sollt. Denn diese Kundgebung wird ebenso vorübergehen wie es bei Moses war, der durch die Wüste zog und nicht bis nach Kanaan gelangte; so wie es auch bei Jesum war, der durch die Welt zog und seinen Lebensweg am Kreuze beendete.

62. Ich bereite euch auf die Zeit vor, die auf das Ende dieser Kundgabe folgen wird. In jeder Versammlungsstätte soll es dann ein Buch geben, das mein Wort enthält, damit ihr euch versammelt und euch an seiner Lesung erquicken könnt.

63. So, wie Ich für die Übermittlung meines Wortes in dieser Zeit jene erwählte, die ihm Ausdruck verleihen sollten, so werde Ich es auch sein, der jene bestimmt, die es durch die Lesung übermitteln sollen, wenn Ich mich nicht mehr in dieser Form kundgebe. Doch Ich sage euch schon jetzt, dass ihr am Ende gar keinen Samen ernten könnt, wenn ihr euch damit begnügt, meine Unterweisungen nur anzuhören, ohne den Vorsatz, sie in Anwendung zu bringen. Ihr müsst begreifen, dass meine Lehre nicht dazu da ist, damit ihr sie zum Anlass nehmt, Bräuche und Traditionen zu schaffen, sondern dass ihr sie als wahren Weg der Pflichterfüllung für euren Geist betrachtet, und damit ihr durch eure Werke Zeugnis von ihr ablegt.

64. Nach 1950 wird mein Volk sich in das Studium dieser Unterweisung vertiefen, um zu bedeutenden Schlussfolgerungen zu kommen.

65. Die Bücher, die die "Goldfedern" derzeit nach einem göttlichen Diktat schaffen, werden wie Juwelen von unendlichem Wert hoch geschätzt werden. Denn jedes Mal, wenn ihr sie in euren Zusammenkünften aufschlagt, wird die Geistessenz, die sie enthalten, wie ein Lufthauch vom Himmel über euren Seelen und euren Leiden sein. Dies Buch wird euch viele Geheimnisse aufklären, die im Buch der sieben Siegel verschlossen sind.

66. Ihr sollt diese Unterweisungen studieren, ohne in Diskussionen darüber zu geraten, dann wird das Licht des Heiligen Geistes euch erleuchten, damit ihr die richtige Erklärung dessen geben könnt, was euch früher als ein Mysterium erschienen war.

67. Schon ist das während dieser ganzen Kundgebung angekündigte Jahr nahe, um euch mein Lebewohl zu sagen, und es ist mein Wille, euch alles zu übergeben, was Ich euch zu sagen habe. Verliert nicht eine meiner Lehransprachen, nicht eine seiner Silben, denn Ich gebe euch derzeit die letzten Worte dieses neuen Testamentes, durch welches die beiden Vorhergehenden und die Kommenden verstanden werden.

68. Ich habe euch zu Beginn meiner Kundgabe keine Aufklärung über die sieben Siegel gegeben, weil ihr mich damals nicht verstanden hättet. Doch jetzt habe Ich Licht in dies Mysterium gebracht, damit ihr es ergründet und von jeder Unwissenheit, jedem Zweifel oder Irrtum frei werdet.

69. Die Welt wird sich schliesslich für all diese Göttlichen Offenbarungen interessieren, und weil sie von eurer Auslegung erfährt, wird sie euch aufsuchen, um euch zu befragen. Wenn dies geschieht — werdet ihr euch dann vor euren Mitmenschen ver- stecken? Ihr, die ihr zu allen Zeiten meine Offenbarungen vor den anderen gehabt habt — werdet ihr sie ihnen verweigern?

70. Schlaft nicht, werdet nicht wankend oder uneins. Die Menschen sollen euch nicht mit Äusserlichkeiten beschäftigt antreffen; denn dann werdet ihr statt Mitmenschen, die euch fragen, Feinde herbeikommen sehen, die euch angreifen, und ihr könnt nicht sicher sein, ob sie euch nicht mit ihrer Anfeindung lehren wollen, was es heisst, mein Gesetz zu erfüllen, und euch dazu zu bringen, die Wahrheit zu respektieren. Dann werdet ihr fragen: "Herr, hast Du Deinen Gerechtigkeit schaffenden Arm etwa meinen Feinden verliehen?"

71. Ich habe euch gesagt, dass ihr an euch arbeiten sollt, damit ihr, wohin immer ihr auch blickt, nur Geschwister antrefft. Ich will, dass das göttliche Zeichen, das Ich auf euch gelegt habe, das Licht sei, das euch dazu dient, als meine neuen Jünger erkannt zu werden.

72. Wie schön wird es für euren Geist sein, zum Vater zurückzukehren und ihm eure erfüllte Aufgabe vorzuweisen. Ein Abbild dieses Glückes hat hier auf der Welt das Kind erlebt, das zum Vaterhause zurückgekehrt ist, nachdem es eine Weisung seines Vaters gehorsam befolgt hat. Welche Freude umfängt das Herz beider, wenn sie sich umarmen — der Vater im Bewusstsein, dass ihm gehorcht und er respektiert wurde, und das Kind, das sich gelobt und empfangen sieht von seinem Vater.

73. Habt ihr eine Vorstellung davon, wie das Fest für den Geist sein wird, der zum Hause des Himmlischen Vaters zurückkehrt? Wie der Kuss ist, mit dem der Vater sein Kind empfängt, und der Jubel der Wesen, die jene Heimstatt bewohnen?

74. Bleibt nicht stehen auf dem sicheren Weg, kommt auf ihm herbei, Menschen, und wendet eure Blicke nicht zurück, bis ihr vor das grosse Tor gelangt, wo Ich euch erwarte, um euch zu empfangen.

75. Seid inbrünstig, lernt, in euren Herzen die Flamme des Glaubens und des Vertrauens auf mich zu entzünden, damit ihr immer mit den Prüfungen einverstanden seid, die Ich euch sende.

76. Ich erleuchte euch. Unzählige Lichtstrahlen fallen auf die Menschheit herab, um dorthin Licht zu bringen, wo ihr zuvor Finsternisse geschaffen hattet. Die Morgenröte einer neuen Zeitepoche ist erschienen, die alle dazu auffordert, zu erwachen und den Rückweg zu mir zu beschreiten. Ich rufe euch, denn schon naht die Stunde, in der Ich meinen Samen von der Erde einsammeln muss, wie Ich es euch angekündigt habe.

77. Ihr, meine Zuhörer, habt mein Wort sich kundgeben sehen, habt gesehen, wie Männer und Frauen unter seinem Einfluss erlöst wurden; wie jene, die an Glauben und Hoffnung tot waren, zum Leben zurückkehrten, wie die an Körper und Seele Kranken gesund wurden. Der Grund dafür ist, dass Ich zu euch zurückgekehrt bin, um euch beizustehen und euch eure Wanderschaft weniger leidvoll zu machen. Wachet und betet, damit nichts eure Ankunft beim Vater verhindert oder verzögert. Kommt auf dem Wege der Liebe und des Opfers, und wenn ihr euren Geist zum Vater erhebt und mich um Kraft bittet, werde Ich euch erhören und stärken, bis ihr ans Endziel eurer Pilgerschaft gelangt, wo Ich euch den Frieden geben werde.

78. Verwirklicht alles, was Ich euch im Ablauf der Zeiten gelehrt habe. Macht bereitwillig wieder gut; doch sage Ich euch auch: Lehrt eure Mitmenschen mit der Liebe und der Geduld, mit der Ich euch gelehrt habe.

79. Ihr habt mich in verschiedenen Religionsgemeinschaften und Sekten gesucht, welche die Menschheit geschaffen hat, doch Ich will, dass ihr auf Riten verzichtet und aus euren Herzen jede Spur von Fanatismus tilgt. Kommt zu mir im Geiste, liebt mich aufrichtig, respektiert und befolgt meine Gesetze, dann werdet ihr mir auf diese Weise die wahre Verehrung entgegenbringen.

80. Kommt zu mir, ihr betrübten, einsamen und kranken Menschen. Ihr, die ihr Ketten der Sünde mit euch schleppt, ihr Erniedrigten, nach Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden, seid bei mir; in meiner Gegenwart werden viele eurer Übel verschwinden, und ihr werdet spüren, dass eure Last leichter wird.

81. Wenn ihr die Güter des Geistes besitzen wollt, werde Ich sie euch gewähren. Wenn ihr mich um irdische Güter bittet, um guten Gebrauch von ihnen zu machen, werde Ich sie euch gleichfalls geben, weil euer Begehren edel und gerecht ist. Dann sollt ihr zu guten Verwaltern werden, und Ich werde euch die Mehrung dieser Güter gewähren, damit ihr eure Mitmenschen an ihnen teilhaben lasst.

82. Seht euch die Menschen an, wie sie es müde sind, vergeblich zu kämpfen, ohne den Sinn ihres Daseins zu finden. Sie zeigen mir ein Leben ohne Ideale, weil sie sich vom Weg der Tugend entfernt haben und nur dort das Vergnügen suchen, wo Unnatur und Tod herrschen. Sie vermochten die Lebensfreude nicht in der Liebe, in der Hilfsbereitschaft und im Wohlwollen zu finden. Sie haben nicht auf das inständige Bitten des Vaters gehört, der sie so sehr liebt und der für alle nur Frieden und Erlösung will.

83. Die Welt, in Religionsgemeinschaften und Sekten gespalten, ruft mich in dieser Stunde, weil sie mich für abwesend oder zumindest ferne hält. Obwohl Ich bei ihr bin, hat sie meine Gegenwart nicht empfunden. Aber euch sage Ich, dass ihr eines nach dem anderen in die Hürde des Herrn eingehen und dort alle beisammen sein werdet, wenn ihr meine Unterweisung verstanden habt.

84. Pflegt diesen Samen und geht weiter voran. Das Licht wird euer Führer sein, und in eurer Gefolgschaft werden die grossen Menschenscharen kommen, die Ich euch anvertrauen werde.

85. Geht auf Flügeln des Gebets, um unter euren Mitmenschen Licht zu verbreiten. Geht in die Gefängnisse und Krankenhäuser und hinterlasst dort euren Trost.

86. Wenn ihr müde seid, so kommt zu mir, denn Ich werde euch stärken. Habt keine Scheu, Ich bin die Vergebung, die Gnade und die wahre Gerechtigkeit.

87. Ich bin die Quelle, die sich in Strömen auf die Felder ergiesst im Verlangen nach Samen und Arbeitern.

88. Das Erdreich ist vorbereitet, damit die Menschen sich beeilen, ihren Teil der Arbeit aufzunehmen.

89. Das Feld erwartet euch; bestellt es liebevoll und aufrichtig, und wenn ihr dann seht, dass der gute Samen Frucht zu tragen beginnt, so vernichtet das Unkraut, das diesen in seiner Entfaltung stören könnte. Vernichtet alles, was von der Giftpflanze stammt, und werdet nicht untätig, denn dann werdet ihr keine gute Ernte grossziehen.

90. Zeigt mir die Felder, wenn auf ihnen die goldenen Ähren glänzen. Dann könnt ihr ernten und eure Kornkammern füllen, damit die Anzahl an Seelen, die einem jeden zugewiesen ist, auf ihrem Lebensweg keinen Hunger leidet.

91. Die abgöttischen Kulthandlungen, die unter den Menschen überwiegen, werden als falsch verworfen werden. Die Lehren, die Ich euch offenbart habe, besitzen die Vernunft der Wahrheit, und sie werden schliesslich anerkannt werden.

92. Der Gelehrte sucht den Grund für alles, was ist und was geschieht und hofft, mit seiner Wissenschaft zu beweisen, dass es ausserhalb der Natur keinerlei Prinzip, noch Wahrheit gibt. Doch Ich betrachte sie als unreif, schwach und unwissend.

93. Als der zwölfjährige Jesus den Fragen, Blicken und Urteilen der Menge standhalten musste, hatte er keinerlei Bücher gelesen. Dennoch hielt er eine Lehransprache voller Weisheit, weil im Verstande jenes Kindes das Licht des Höchsten erstrahlte, und auf seinen Lippen erblühte das Wort Gottes selbst. Euch sage Ich dies, weil auch ihr dies tun könnt, wenn ihr euch den Verhören und Prüfungen stellen müsst, denen ihr unterzogen werdet. Dann werdet ihr überzeugen, weil ihr von den Unterweisungen Gottes sprecht, die immer ein Prinzip, eine logische Basis und Begründung haben. Es gibt kein Wunder, das keinen logischen und natürlichen Grund hat, nichts geschieht ohne Ursache. Kein Blatt am Baume bewegt sich ohne meinen Willen.

94. Man wird euch fragen: "In Anbetracht dessen, dass die Majestät des Herrn so unermesslich gross ist — warum bedient er sich da des unbedeutendsten Sterblichen, um seine Weisheit zu verbreiten?"

95. Darauf sollt ihr antworten, dass die Liebe Gottes zu seinen Kindern keine Grenzen hat, und dass der Mensch sie deshalb häufig nicht zu begreifen vermag.

96. Ihr sollt demütig sein; denn wenn euer Meister sein Reich verliess, um auf dieser Erde zu leben und sich demütig zu erweisen, so müsst ihr mir vor den Augen jener nacheifern, die euresgleichen sind.97. Wenn es notwendig wäre, wie in der Zweiten Zeit, in die Materie zurückzukehren, so würde Ich kommen, selbst wenn Ich wüsste, dass Ich jenen für Körper und Geist schmerzvollen Leidensweg zurückzulegen hätte. Doch jetzt komme Ich im Geiste, und ihr müsst euch zurüsten, um meine göttliche Wahrheit zu erfassen.

Mein Friede sei mit euch!


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