Unterweisung 14

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Buch des Wahren Lebens Lehren des Göttlichen Meisters


Unterweisung 14



So spricht der Herr:

1. Ihr kommt, um das Licht zu suchen, und Ich gebe es euch, denn ihr habt Glauben und erwartet es von Mir. Jeder, der Mich sucht, findet Mich; jeder, der auf Mich hoffet, empfängt.

2. Es wäre leichter, dass das Königs-Gestirn zu strahlen aufhören würde, als dass Ich ein einziges Meiner Kinder, das Mich sucht, zurückwiese.

3. Ich komme euch zu Hilfe, um eure Irrtümer richtigzustellen, denn Ich will nicht, dass eure Verwirrung weiter anhält.

4. Die von Mir festgesetzte Zeit für die Übergabe dieser Unterweisung an euch geht ihrem Ende zu, und es ist erforderlich, dass ihr euch zurüstet, denn in der Verbindung von Geist zu Geist, die ihr nach 1950 erlangen sollt, werdet ihr in Meinen Belehrungen noch grössere Weisheit finden.

5. Die Uneingeweihten werden sich in "Kinderschüler", die "Kinderschüler" in Jünger und die Jünger in Meister verwandeln, in lebende Vorbilder für gute Werke unter der Menschheit.

6. Fühlt euch nicht klein, wenn Ich euch "Kinderschüler" nenne, denn vor der Weisheit des Herrn ist es schon viel, ein Kindlein zu sein.

7. Ich habe viele Jünger und "Kinderschüler", nicht nur hier unter euch, sondern unter der Menschheit verstreut, in Sekten und Religionen, da alle gemäss ihrer Entwicklung die verschiedenen Stufen einnehmen, welche die unendliche Leiter der Vergeistigung bilden.

8. Aber ihr müsst ebenso wissen, dass Ich nicht nur in dieser Welt Jünger habe; erinnert euch, dass Ich euch sagte: "Im Hause des Vaters gibt es unendlich viele Wohnungen". Dort gibt es Meine Kinder in unermesslichen Scharen, welche leben, um von Mir zu lernen.

9. Wisset, dass es in jenem Reiche ist, wo man Meinen Unterricht besser versteht, wo man deswegen auch mehr Fortschritte macht.

10. Dorthin kommen die, welche an Kummer und Enttäuschungen leidend von dieser Welt schieden; die nach Wahrheit und Wissen Dürstenden, die nach Liebe Hungernden, die Gedemütigten.

11. Dort erwartet sie ihr Meister, um ihnen grössere Lehren zu geben als jene, welche ihnen die Menschheit verweigerte.

12. Dann werden die, welche auf Erden unbekannt und arm waren, in wahrem Lichte erstrahlen und erstaunt sehen, wie die, welche in dieser Welt mit falschem Lichte glänzten, im Jenseits ihr geistiges Elend beweinen.

13. In jenen Welten des Friedens, die ihr bewohnen werdet, ist es, wo jene, welche auf der Erde weinten und Mich segneten, die angenehmsten Überraschungen empfangen haben, einen Lohn, den sie nicht erwarteten, als sie ihren Leidenskelch leerten.

14. Es macht nichts, dass sie Augenblicke der Hoffnungslosigkeit und des Zweifels gehabt haben; diese Augenblicke der Schwäche vergebe Ich ihnen, weil sie auch grosse Schmerzenstage hatten, in denen sie Ergebung zeigten und Mich segneten.

15. Diese Meine Kinder erlebten ebenfalls ihr Golgatha und litten sehr auf ihrem Sühneweg; doch die Mein Gesetz erfüllen, erlangen im ewigen Leben die Seligkeit und geistige Befriedigung, auch wenn sie nur wenige Augenblicke auf dem guten Pfade leben.

16. So antwortet Meine ewige Liebe auf die nur kurz dauernde Liebe der Menschen.

17. Selig, die fallend und sich erhebend, weinend und Mich segnend, verwundet durch die Bosheit ihrer Brüder Mir vertrauen und Mir das Heiligtum ihres Herzens anbieten.

18. Diese Kleinen und Betrübten, Verspotteten und doch Sanftmütigen sind dem Anschein nach schwach, aber in Wirklichkeit sind sie starken Geistes; und ihnen sind grössere Offenbarungen vorbehalten, sobald sie jenseits dieser Welt sind.

19. Um in der Zweiten Zeit Mein Jünger zu sein, war es unerlässlich, nicht nur eine grosse geistige, sondern auch physische Kraft zu besitzen; denn man musste die Grausamkeit der Menschen, die Foltern und die Prüfungen ertragen, denen sie in ihrer Rohheit und Unwissenheit diejenigen unterwarfen, welche etwas predigten, das ausserhalb des ihnen in der Welt Bekannten war.

20. Jetzt benötigt ihr keine grosse körperliche Kraft, der göttliche Plan ist ein anderer; doch werdet ihr weiterhin Meine Mitarbeiter sein, um Meine Lehre unter der Menschheit zu verbreiten.

21. In dieser Zeit werdet ihr gegen die Unwissenheit einer Menschheit kämpfen, welche — obwohl auf allen Gebieten vermaterialisiert — weniger grausam ist und höher entwickelt ist durch die Erfahrung, die sie in ihren vergangenen Inkarnationen gewonnen hat.

22. Wenn ihr heutzutage jemanden kennt, der seine Gottesverehrung nicht so versteht und zum Ausdruck bringt, wie es die Mehrheiten tun — wenngleich euch dies befremdet und ihr Anstoss daran nehmt — so schreit ihr nicht mehr, dass man ihn lebend verbrennen soll.

23. Wenn ihr jetzt unvermutet auf irgendeinen kranken Besessenen trefft, flieht ihr nicht mehr vor ihm mit dem Geschrei, dass er voller Teufel ist.

24. Schon viele verstehen, dass es solche Wesen nicht gibt und dass es nur verwirrte Geister sind, denen ein Augenblick der Klarheit fehlt, um sich in sanfte Schafe zu verwandeln.

25. Ihr beginnt schon zu erkennen, dass jenes Wesen, welches ihr Teufel oder Satan nennt, nichts anderes ist als die Schwäche eures Fleisches, der Hang zu den niederen Leidenschaften, die Sucht nach Vergnügungen und den Begierden des Körpers, der Hochmut, die Eigenliebe, die Eitelkeit und all das, womit das Fleisch den Geist versucht.

26. Ihr tut noch und denkt an viele ungebührliche Werke; doch freut euch, weil ihr immer mehr in eurer Entwicklung fortschreitet, auch wenn einige von euch das Gegenteil annehmen, da ihr euch von euren unvollkommenen Urteilen leiten lasst.

27. Dies geschieht, weil ihr noch nicht fähig seid, die sichtbare und unsichtbare Schöpfung zu verstehen, die euch umgibt, und darum irrt ihr euch in euren Auslegungen.

28. Doch je nachdem, wie eure geistige Entwicklung ist und infolgedessen euer Bedürfnis, Meine Offenbarungen besser zu ergründen, sende Ich euch Meine Boten, damit sie euch führen; und je nachdem, wie Ich euren Verstand vorbereitet finde, spreche Ich zu euch von Meiner Weisheit, um euch zur Vollkommenheit zu führen.

29. Auch Meine Gerechtigkeit prüft euch in vollkommener Entsprechung zu dem, was ihr seid, wobei sie immer den freien Willen respektiert, den euch die Liebe eures Vaters gewährte.

30. Ihr alle habt die Ahnung oder das intuitive Wissen von der Existenz des Höchsten Wesens, und diese innere Erkenntnis ist das Licht, das euer Geist auf dem langen Wege der geistigen Entwicklung allmählich gewonnen hat.

31. Eine neue Sonne kommt nun zu eurem Geiste, um euch zu erleuchten, ein neues Buch, das euch lehrt, was ihr so sehr ersehntet und erwartetet.

32. Fühlst du nicht, geliebtes Volk, dass die Menschheit die Lüge, die Mythen und soviel falsches Licht nicht mehr ertragen kann? Es ist nicht mehr zeitgemäss, den Geist mit den irrtümlichen Auslegungen zu nähren, die man Meinem Gesetze gegeben hat.

33. Ihr bereitet euch vor, um grösseres Wissen zu empfangen, und obgleich ihr Jahrhunderte hindurch in Sekten, Philosophien und Religionen getrennt wart, werdet ihr euch sehr bald um Meine neue Offenbarung versammeln müssen, deren Weisheitsstrom euch begreiflich machen wird, dass ihr endlich das "Buch des wahren Lebens", das des Geistes, gefunden habt.

34. Ihr bedürft dringend Meines Wortes; ihr verschmachtet vor geistigem Durst, aus Mangel an diesem Tau, der von Meiner vollkommenen Liebe ausgeht. Euch fehlt Erfrischung im Geiste; deshalb nahe Ich Mich euch, um euch die Frucht des Lebensbaumes anzubieten.

35. Ich komme, um euch liebevoll auf eure Fehler aufmerksam zu machen; und auch ihr sollt die Irrtümer der andern mit derselben Liebe und Barmherzigkeit aufzeigen, damit die einen wie die andern ihre Unvollkommenheiten erkennen und sie berichtigen; doch niemals werde Ich ein Wort aussprechen, das euch veranlasst, das Tun eurer Nächsten zu verurteilen oder euch über ihre Glaubensüberzeugungen oder kultischen Handlungen lustig zu machen.

36. Wisst ihr etwa, durch welche Verirrungen ihr gegangen seid bei dem Versuche, Mir Verehrung zu erweisen? Wer erinnert sich der Vergangenheit seines Geistes?

37. Wenn Ich euch sagen würde, dass ihr die wilden Tiere oder die Sterne angebetet habt, und dass ihr mit eurer Einbildungskraft Götter mit menschlichen Eigenschaften geschaffen habt; dass ihr euch niedergeworfen habt, um Raubtiere, Vögel und Reptilien anzubeten, so würde dies vielen von euch befremdlich erscheinen. Doch Ich kenne eure geistige Entwicklung, und darum sage Ich euch, dass ihr verständnisvoll, achtungsvoll und barmherzig mit euren Nächsten sein sollt, mit denen, die auf einer tieferen Entwicklungsstufe als ihr stehen; so werdet ihr in Wahrheit eure Vergeistigung beweisen.

38. Ich allein habe die Befugnis, die Fehler der Menschen aufzuzeigen, Irrtümer, die Ich mit Meiner Weisheit berichtige und mit Meiner Liebe vergebe.

39. Die Menschheit ist Sklave von Sekten und widersinnigen Kulten, von Lastern und Schändlichkeiten; deshalb betrachtet ihr euch gegenseitig als Feinde; denn ihr seid unduldsam gegenüber euren Nächsten.

40. Aber Ich sage euch noch einmal, dass kein Mensch das Recht hat, die geistigen Überzeugungen seiner Brüder zu verachten oder zu verspotten.

41. Ihr seid Meine vorübergehend verirrten Schafe, und Ich komme nicht, um euch den Tod zu bringen, sondern um euch zu retten, zu unterrichten und zu vereinen. Ich komme wie ehemals, um euch zu sagen, dass ihr einander lieben sollt; dass ihr jenseits dieser Existenz ein anderes, höheres Leben habt; denn im Hause des Vaters gibt es eine unendliche Zahl von Wohnungen.

42. Wenn die Menschen die wahre Liebe zu ihren Brüdern fühlen würden, so müssten sie nicht das Chaos erleiden, in dem sie sich befinden; alles in ihnen wäre Harmonie und Frieden. Doch diese göttliche Liebe begreifen sie nicht, und sie wollen nur die wissenschaftliche Wahrheit, die abgeleitete Wahrheit, jene, die sie mit ihren menschlichen Gedankengängen beweisen können; sie wollen die Wahrheit, die das Gehirn anspricht, nicht die, welche das Herz erreicht, und nun haben sie das Ergebnis ihres Materialismus: eine selbstsüchtige, falsche und von Leid erfüllte Menschheit.

43. In dieser Zeit sind Religionen und Sekten verwirrt; doch Ich weise euch darauf hin, dass sie einen hohen Ursprung gehabt haben und dass über ihren Irrwegen noch Spuren der Reinheit und des Lichtes vorhanden sind, welche Meine Erleuchteten in ihnen zurückliessen.

44. Wenn ihr einige eurer Wissenschaften dazu verwendet habt, Mich zu untersuchen und zu beurteilen — erscheint es euch da nicht vernünftiger, ihr würdet sie dazu benutzen, euch selbst zu erforschen, bis ihr euer Wesen erkennt und euren Materialismus zerstört? Glaubt ihr vielleicht, dass euer Vater euch auf dem Wege eurer guten Wissenschaften nicht helfen kann? Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr das Wesen der göttlichen Liebe zu fühlen vermöchtet, so würde das Wissen leicht zu eurem Verstande gelangen, ohne dass ihr euer Gehirn ermüden und euch durch das Studium derjenigen Kenntnisse verausgaben müsstet, die ihr für tiefschürfend haltet und die in Wahrheit in eurer Reichweite liegen.

45. Doch wenn eure Wissenschaften, Beobachtungen und Studien euch zur Liebe hinführen würden, wenn der Endzweck dieser Wissbegierde der wäre, eurem Vater einen Tribut zu entrichten, indem ihr mit immer grösserer Vollkommenheit eurem Nächsten, den Kleinsten, Schwächsten und Bedürftigsten dient, so würde Ich euch nichts sagen. Aber wenn Ich sehe, dass ihr durch eure Wissenschaften selbst euren Gott verkleinert und herabsetzt, indem ihr Ihm Grenzen setzt, Ihm Irrtümer zuschreibt und Ihm Formen gebt, die Er nicht hat; wenn Ich sehe, dass ihr gleichzeitig Götzen aus Materie macht und unvollkommene Menschen vergöttlicht und für heilig haltet, so sage Ich euch, dass ihr weder die Wahrheit erkannt habt, die ihr besitzen solltet, noch dazu ermächtigt seid, jemandem einen heiligen oder göttlichen Rang zuzuerkennen. Dies kommt nur eurem Gott und Herrn zu.

46. Ihr könnt das Unendliche weder darstellen noch bestimmen, weil ihr es mit eurem begrenzten Verstande nicht erfassen könnt; ebenso wenig kann eure Sprache das Göttliche ausdrücken oder das Unerklärliche mit menschlichen Ausdrücken erklären.

47. Versucht nicht, Gott in Worten einzusperren oder in Sinnbildern, die euch niemals eine Vorstellung der Wahrheit geben können.

48. Sagt mit Demut "Gott", doch sagt es auf eine tiefempfundene Weise, und wenn ihr eine Vorstellung von der unermesslichen Liebe des Herrn zu euch haben wollt, so denkt an Jesus.

49. Mit Allegorien, Bildern, Symbolen oder armseligen Darstellungen von Gott werdet ihr nur erreichen, dass eure Brüder Mich leugnen oder kleinen Geistes werden.

50. Um das Göttliche zu offenbaren sind eure Sprachen zu begrenzt; deshalb musste Ich zu allen Zeiten in Gleichnissen, in Entsprechungsbildern zu euch reden; aber nun seht ihr, dass — selbst wenn Ich auf diese Art zu euch gesprochen habe — ihr Mich wenig verstanden habt, weil euch der nötige Wille gefehlt hat, Meine Offenbarungen zu ergründen.

51. Ihr streitet immer wegen des Sinns eurer Worte, und in dem Masse, in dem ihr mehr Worte erfindet, verwirrt ihr euren Geist noch mehr. O ihr Menschen vieler Worte, vieler Sprachen und vieler Glaubensbekenntnisse, aber sehr weniger Werke der Liebe!

52. Seht die Vögel an, die an allen Enden der Erde in gleicher Weise und in Einfachheit singen.

53. Ich kann euch sagen, dass sich alle Geschöpfe besser untereinander kennen und verstehen als die Menschen. Warum? — Weil sie alle auf dem Wege leben, den Ich ihnen vorgezeichnet habe, während ihr, wenn ihr in Gebiete eindringt, die euch nicht zugedacht sind, euch von euren rechten Wegen entfernt, welche die des Geistes sind; und wenn ihr euch einmal im Materialismus verloren habt, begreift ihr das Geistige, das Göttliche und Ewige nicht mehr.

54. Aber hier hast du Mich, Menschheit; Ich lehre euch, wie ihr selbst in eurem materiellen Zustand mit dem geistigen Leben im Einklang sein könnt, indem ihr eure Fehltritte auf Erden in ein Lebenswerk von wahrem Fortschritt verwandelt, welches euch in dieser Welt hohe und edle Befriedigungen geben wird, und jenseits, wenn ihr das menschliche Leben verlasst, werdet ihr eine nichtendende Ernte herrlicher Überraschungen für euren Geist vorfinden.

55. Nehmt euch Jesus zum Vorbild! — Auf welche Weise? — Indem ihr euren Nächsten wie euer eigenes Kind liebt, wie eure Mutter, wie euren Bruder, wie euch selbst.

56. Zu allen Zeiten habt ihr Führer gehabt, die euch die Kraft der Liebe gelehrt haben. Es waren eure fortgeschritteneren Brüder, mit grösserer Erkenntnis Meines Gesetzes und grösserer Reinheit in ihren Werken. Sie gaben euch ein Beispiel von Stärke, Liebe und Demut, als sie ihr Leben der Verirrungen und Sünden mit einem Dasein vertauschten, das dem Guten, dem Opfer und tätiger Nächstenliebe geweiht war.

57. Von der Kindheit bis ins hohe Alter habt ihr klare Vorbilder von all dem, was man mit der Liebe erreicht, und von den Leiden, die der Mangel an Nächstenliebe verursacht; aber ihr — gefühlloser als die Felsen — habt es nicht verstanden, aus den Lehren und Beispielen zu lernen, die euch das tägliche Leben gibt.

58. Habt ihr einmal beobachtet, wie selbst die Raubtiere auf einen Ruf der Liebe sanft reagieren? In derselben Weise können die Elemente, die Kräfte der Natur, reagieren, alles, was in der materiellen und geistigen Welt existiert.

59. Darum sage Ich euch, dass ihr alles mit Liebe segnen sollt, im Namen des Vaters und Schöpfers des Weltalls.

60. Segnen bedeutet sättigen. Segnen ist, das Gute zu fühlen, es zu sagen und weiterzugeben. Segnen heisst, alles, was euch umgibt, mit Gedanken der Liebe zu durchtränken.

61. Handelt so, und Ich werde euch verherrlichen, wenn ihr ans Ziel gekommen seid, nachdem ihr in euch selbst das göttliche Wesen, den Urgrund eures Lebens und die Gaben gefunden habt, mit denen Ich euch ausgerüstet habe. Der Kampf, die Verdienste und eure Übereinstimmung mit Meinem Gesetz wird euch einen einzigen Willen, einen einzigen Geist mit Meiner Göttlichkeit bilden lassen.

62. Mein Licht kommt euch entgegen, um euch beim Aufstieg behilflich zu sein, denn Ich bin der Meister aller Zeiten. Ich bin nicht nur in einem Zeitalter gekommen; ewig habe Ich euch "Das Buch" gezeigt und von euch verlangt, euch geistig zu erkennen, damit ihr wüsstet, welches eure Gaben sind, und ihr ein musterhaftes Leben führtet, in dem Gesundheit, Kraft und Vertrauen strahlen. So werdet ihr euren Geist erhöhen und euch für das ewige Leben vorbereiten können.

63. Wenn der Mensch geistige Kraft besitzt, dann deshalb, weil sein Geist sich in der Tugend zu kräftigen verstand.

64. Einige von euch kommen zu Mir, um Trost zu finden, oder auf der Suche nach der Lösung eines Problems oder der Antwort auf eine Frage, nachdem ihr die Gelehrten zu Rate gezogen oder die Sterne befragt habt, und zwar, weil euch der Glaube gefehlt hat und ihr nicht die Stärke oder die Gewissheit dessen gehabt habt, der wahrhaft glaubt; doch wahrlich Ich sage euch, über aller Kenntnis der Zukunft steht Mein göttlicher Wille. Wer liebt, wer glaubt, ist vereint mit Mir, denn Ich bin die Liebe, die Vernunft und die Gerechtigkeit.

65. Vergesst nicht, dass ihr Meine Kinder seid; und wenn ihr mit Mir in Harmonie zu leben versteht, werdet ihr es nicht nötig haben, eure Brüder zu fragen, noch die Bücher oder die Sterne zu befragen, denn Ich spreche zu eurem Geiste durch das Gewissen, und wenn ihr es hört, werdet ihr euch mit Weisheit regieren und in Erfüllung Meines Willens zu leben verstehen.

66. Wacht auf bei dieser Stimme, erkennt eure Fähigkeiten und stellt sie in den Dienst des Guten. Nehmt diese Botschaft auf, die Ich euch sende, damit sie eure Schritte lenke; denn Ich erwarte, dass ihr euer Werk auf Erden beendigt, um euch höhere Aufgaben zu geben, unter ihnen diejenige, zu Beschützern der Menschheit zu werden.

67. Fühlet, dass ihr Geister seid, und bindet euch nicht an die Materie, macht euer Leben nicht schwierig! Habt keine Verehrung oder Anbetung für etwas, ausser wenn es die Liebe zu eurem Vater und auch zu eurem Nächsten ist. Im Geiste wurzelt das wahre Leben, nicht im Körper, da dieser nur eine Zeitlang lebt und dann verschwindet, während jener ewig lebt.

68. Was werden euch eure irdischen Schätze nützen, wenn ihr nicht die des Geistes zu gewinnen wisst? Was werdet ihr im Geistigen Tale anderes sein als arme Geister, die ihren Frieden und ihr Glück nicht zu erarbeiten vermochten, um sich daran im ewigen Leben zu erfreuen?

69. Ihr alle besitzt ein väterliches Erbe, wenn ihr zur Erde gesandt werdet; aber ihr kennt nicht seinen Wert, ihr vermögt es in eurem Geiste nicht zu entdecken und sucht es ausserhalb von euch. Ich sage euch, dass ihr über diese Lehren nachdenken sollt. Wenn ihr Weisheit sucht — ihr habt sie in euch. Wenn ihr nach Macht strebt — sie liegt in euch: in der Gesundheit, in der geistigen Kraft, in der Begabung. Wenn ihr der Schönheit nachjagt — auch sie habe Ich euch gegeben, ihr braucht euch nur selbst erkennen, und ihr werdet finden, was ihr ersehnt. Wenn ihr andere Regionen kennenlernen wollt — versetzt euch geistig dorthin und ihr werdet andere Lebensstufen antreffen, wo der Geist in grösserer Vollkommenheit lebt.

70. Eure Bestimmung ist, aufzusteigen und das zu besitzen, was Mein ist, weil ihr Meine sehr geliebten Kinder seid.

71. Werdet wieder reine Geister! Dahin führt euch Meine Unterweisung, um euch in den Vollkommenheits-Stand zu bringen. Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr zu ihm zurückkehrt, wird euch kein Schmerz mehr zustossen, denn ihr seid dann in das Heim des Vaters eingetreten.

72. Ich helfe euch bei eurer Befreiung. Mein Licht wird euch in den Schwierigkeiten weiterhelfen. Doch tut von nun an niemandem mehr Böses, damit ihr euch nicht selbst Schaden zufügt.

73. Nehmt Meine Kraft, alle Meine Naturkräfte stehen euch zu Diensten, alles liegt in eurer Reichweite. Lebt, um zu lieben und zu vergeben, wie Ich euch liebe und vergebe.

74. Liebet alles, segnet alles; so lehre Ich euch, wie ihr auf Erden Meine Jünger sein könnt, und wie ihr im Jenseits ein Geist des Lichtes sein werdet, wohin ihr mit wahrem Frieden gelangen werdet, um den Platz einzunehmen, den euer Vater euch bestimmt hat. Wenn ihr also tut, werdet ihr nicht noch einmal in diese Welt hineingeboren, in der ihr leidet; denn ihr werdet begreifen, dass dieses Leiden für euren Geist nicht ewig sein kann. Dann werdet ihr zu andern Lebenswelten aufsteigen und mit Freuden die Aufgaben erfüllen, die euch in der Ewigkeit zukommen.

Mein Friede sei mit euch!


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