RBLUM-86

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-86 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 86 - Olafs Weisheit. Ein himmlischer Trinkspruch. Die neue Licht- und Liebesbrücke der göttlichen Gnade.


1. Max Olaf tritt näher und spricht: „O Herr, da ist es schwer, irgendeinen besonderen Wunsch auszusprechen, wo Du, o Herr, als die allertiefste und allmächtige Weisheit sprichst und schon lange alles das, was nun geschieht, vorgesehen hast, und von Dir auch alle Vorkehrungen getroffen sind, nach denen die gegenwärtigen Wirren auf der Erde ohnehin die ehest mögliche Lösung bekommen müssen! Das ist aber auch ein Hauptwunsch von mir; denn ich wünsche nicht einmal dem Teufel etwas Schlechtes, geschweige den Menschen, die da meine Brüder sind!

2. Ich brauche Dir, o Herr, auch gar nicht zu beschreiben, wie es auf der Erde nun zugeht. Denn Du überschaust nicht nur alle Greueltaten, sondern auch alle Herzen mit ihren guten oder schlechten Wünschen, aus denen diese Taten ausgeboren werden. Du siehst es auch, wodurch solche argen Gedanken und Wünsche in den Herzen der Menschen entstehen. Daher Du es auch ewig nie vonnöten haben wirst, von einem Geiste zu vernehmen, was da nun zu tun wäre. Wohl aber kannst Du zu uns sagen: Höret, dies und jenes werde Ich nun tun! Und es wird Dich schwerlich jemand fragen ,Warum?‘ Denn Du allein bist der Herr und kannst tun, was Du willst!

3. So lässt Du nun auch auf der Erde Dinge geschehen, von denen sich niemand eine wahre Rechnung geben kann, wozu sie geschehen. Aber nur die Menschen, die blind sind, sagen: ,Herr, bist Du blind und taub geworden, da Du uns nun verschmachten lässest unter allerlei Trübsalen!‘ Ich aber denke: Du lässt wohl niemand verschmachten, sondern richtest jeden auf, der Dich anruft und auf Dich vertraut. Jene aber, die sich selbst genügen wollen und nur auf ihre Waffen all ihr Vertrauen setzen - denen geschieht es vollkommen recht, so sie mit ihrer Macht in aller Kürze vor Dir, o Herr, und vor aller Welt zuschanden werden. Die Kleinen und Demütigen aber können jubeln und frohlocken. Denn Du bist ihr Schutz und Hort und wirst es nimmer zulassen, dass sie sich vor den Grossen der Welt ihres Vertrauens schämen müssten! Wohl aber werden in aller Kürze die Grossen vor den Kleinen zu grossen Schanden stehen, wenn Du, o Herr, ihnen die Larve abnehmen wirst! Denn sie treiben nun ein schmähliches Spiel mit den armen Völkern.

4. Aber ich weiss es nur zu bestimmt, dass alles, was Du tust, wohlgetan ist! Und ich weiss es auch, dass Dir keine Ruchlosigkeit entgeht! Denn die da einen Hauptschlag führen wie heute über ihre Brüder, die sie Feinde nennen - die schlägst Du morgen. Und da verschwinden sie, als ob sie nie dagewesen wären, und mit ihnen ihr Amt! Darum werde allzeit geheiligt Dein allerheiligster Name!

5. Aber nun bekomme ich ein sonderbares Gefühl! Ich sehe zwar nichts und vernehme auch nichts, aber mir ist es, als ob soeben jetzt auf der Erde ein mächtiger Schlag geschehen wäre! O Herr, was mag das sein?“

6. Rede Ich: „Mein liebster Max Olaf! Ja, ja, Ich sage es dir: Heute, heute und heute! - Nacht wollen sie, und sie soll ihnen werden und alle verschlingen, die sie wollen! Den Tod wollen sie; auch der soll ihnen werden, die ihn erwählt haben zu ihrem Helfershelfer! Glanz, Ruhm und Ehre wollen sie; denn für diese müssen Tausende sich schlachten lassen! Ja, es sei! Sie werden erschrecklich glänzen, ihr Ruhm wird furchtbar sein und entsetzlich ihre Ehre! Herrschen wollen sie! Ja, sie sollen herrschen, aber wie die Pest und wie der Drache in seiner Höhle und wie der Leviathan in seiner Schlammtiefe unter dem Grunde des Meeres! Lüge wollen sie; denn die Wahrheit ist ihnen ein Greuel der Verwüstung. Daher sollen sie auch nimmer an das helle Licht der Wahrheit kommen! Einen Gott wollen sie auch; aber nur, wie sie ihn brauchen können! Daher sollen sie nimmer Mein Angesicht zu sehen bekommen! Auch wollen sie allein nur leben; alle anderen sollen nur leben, wenn sie fürs Leben der Grossen taugen! Daher wird es aber sein, dass sie ewig allein leben werden! Was sie wollen, das soll ihnen werden, wie sie es wollen! - Aber bald wird eine grosse und schreckliche Reue in ihre Seele fallen wie ein Mühlstein aus den Wolken, und sie werden suchen, dieser Reue ledig zu werden. Aber ihr Suchen wird vergeblich sein; denn diesen Stein wird niemand vom Grab ihrer Seele heben! Oh, Ich kenne sie und ihre Gelüste und ihre Taten! Ich habe die Könige der Erde gezählt und habe wenige gefunden, die da gerecht wären vor Mir! Daher soll Nebukadnezars Los ihr Anteil werden! Aber den wenigen Gerechten will Ich auch helfen wunderbar, dass sie fürder glänzen sollen unter allen Königen und Völkern wie die hellsten Sterne unter dem Kleingeflimmer des Firmamentes.

7. Und heute, heute und heute soll das Gericht beginnen! Heute sollen viele geschlagen werden! Viele Teufel sollen heute zugrunde gehen, und Satan wird der ihm gelegten Falle nicht entgehen.

8. Und nun, Mein Robert, gehe hin und bringe Wein her, und zwar den besten, den Wein des Lebens, der Liebe und der Wahrheit, auf dass wir auf das Wohl der armen Brüder der Erde trinken und sie segnen! - Also geschehe es!“

9. Schnell erhebt sich Robert und holt den bedungenen köstlichsten Wein.

10. Als er ihn auf den grossen Ratstisch stellt, segne Ich den Wein und sage zu Robert: „Mein liebster Robert, so Ich einen Wein begehre, da versteht sich auch das Brot mit hinzu. Da du aber nur Wein hergeschafft hast, so gehe hin und schaffe uns auch ein gutes Brot; denn dies Haus ist ja mit allem reichlichst versehen!

11. Gib aber dort auch unseren vierundzwanzig Ballettistinnen Brot und Wein und sage ihnen, dass sie ihre Füsse wieder in Bereitschaft halten sollen; denn sie werden bald wieder etwas zu tanzen bekommen! Wollen sie etwa auch edle und gute Früchte geniessen, so öffne ihnen den Schrank neben der Tür, die in ein zweites Nebengemach führt. Was sie darin finden werden, das sollen sie geniessen!

12. Bringe auch sogleich eine rechte Menge Trinkgefässe, auf dass wir in diese den Wein verteilen können, und zwar für jeden Mann ein rechtes, volles Mass. - Gehe und erfülle Meinen Wunsch!“

13. Robert vollzieht sogleich mit der grössten Freundlichkeit, was Ich verlangte.

14. Als da alles in der gewünschten Ordnung sich befindet, da teile Ich Selbst das Brot und den Wein aus und sage: „Kinder! Nehmet hin und esset und trinket alle! Trinket auf das Wohl unserer Kinder und Brüder auf der Erde, die viele Verfolgung auszustehen haben und nun schon sehr matt und schwach geworden sind! Wahrlich, es soll ihnen geholfen werden! Aus jedem Tropfen tausendfaches Heil allen, die eines guten Herzens und Willens sind! - Ich sage euch, heute noch soll es sich vielfach bei den Guten bewähren, dass wir hier ihrer sehr gedenken; ihre Herzen und die Taten der Welt werden es ihnen kundtun! Und einigen sehr wenigen auf der Erde wird das alles Wort für Wort mitgeteilt, was hier geschieht und wie hier für die arme Erde gesorgt wird!

15. Wir wollen aber auch der Blinden und Tauben gedenken! Aber nur die Harten werden in das Feuer gehen, das da ist ein Meister und Zerstörer des Karfunkels und des Diamanten. Denn die durch die Wahrheit des Wortes nimmer sich wollen erweichen lassen, die soll das mächtige Feuer weich machen! Und unter den gewaltigen Schlägen des grossen Hammers Meiner Weisheit sollen sie wie ein glühendes Erz zu einem nützlichen Gerät unseres Hauses (himmlische Kirche) umgearbeitet werden! Wohl werden sie noch viel Lärmens und Tobens machen und werden raten hin und her und werden noch manche Pläne entwerfen. Aber dies alles soll ein eitles Bestreben sein und wird stets den entgegengesetzten Erfolg haben von alledem, was sie dadurch erstreben möchten! Denn Ich allein bin der Herr und habe die Macht, Kronen und Zepter zu brechen, und die zerbrochenen wieder aufzurichten, so sie sich an Mich wenden! Aber wehe ihnen, wenn sie nicht bei Mir die wahre Hilfe suchen!

16. Könige, die sich an Mich halten, will Ich aufrichten und ihnen eine rechte Weisheit geben und grosse Macht daraus! Und es werden dann ihre Völker laut schreien: ,Heil dir, du unser grosser, von Gott uns geschenkter König und Herr! Was unser ist, das ist auch dein! Deine grosse Weisheit und Güte sei unsere wahre und lebendige Verfassung! Dein Wort sei unser Wille, und dein Wille unser Gesetz! Wehe jedem Frevler an deinem gesalbten Haupt!‘

17. Dreimal Wehe hingegen jenen Königen, Herzögen und Fürsten, die allzeit wort- und treubrüchig sind gegen ihre Nachbarn und ihre Herzen erfüllt haben mit Lug und Trug! Ich sage euch, sie werden vergehen wie die Milben eines Blattes! Denn Ich will nun die Erde fegen von allem Unkraut!

18. Dann aber wird eine Brücke gestellt werden zwischen hier und dort, auf dass die Bewohner der Erde leichter zu uns herüberkommen sollen als bis jetzt auf der schon sehr morsch gewordenen Leiter Meines Jakob, auf der nur Engel auf und ab steigen konnten.

19. Die Brücke aber soll sein sehr breit und so eben wie der Spiegel eines ruhigen Sees. Und es sollen weder am Anfang noch in der Mitte noch am Ende der Brücke Wächter aufgestellt sein, zu untersuchen die Elenden, Schwachen und Bresthaften. Da soll ein jeder ein vollkommener Freizügler sein und soll sich jederzeit Rat und vollkommene Hilfe von hier als von seiner wahren Heimat holen können!

20. Auf dieser Brücke aber werden auch wir die lange verlassene Erde wieder betreten und dort unsere Kinder selbst erziehen, lehren, leiten und regieren und so das verlorene Paradies wieder aufrichten!

21. Nun wisset ihr alle vollkommen Meinen Willen und Meinen Entschluss. Prüfet ihn! Und jeder aus euch vergleiche damit seinen Mir gemachten Vortrag, seine Meinung und seinen Wunsch - und ihr werdet es getreu finden, dass sie in ihm alle enthalten sind. Und niemand von euch allen wird sagen können, dass er umsonst geredet habe.

22. Also esset und trinket nun alle auf das Wohl unserer Kinder und Brüder auf der Erde! Denn nun wisset ihr es alle, dass und wie wir den Kindern der Erde helfen wollen und bestimmt, und zwar soeben schon, helfen werden!“


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