RBLUM-57

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-57 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 57 - Wirkung des Himmelsweines. Frage nach Christus und Seiner Gottheit. Bedeutsame Antwort Roberts. Jellineks Liebeswahlspruch.


1. Robert, Messenhauser und Becher trinken alle daraus und verwundern sich über alle Massen über die unaussprechliche Güte dieses wahrhaft himmlischen Weines.

2. Messenhauser spricht: „Wahrhaftig, Herr, ist das aber ein Wein! Bruder Blum, in diesem Hause ist gut sein, wir sollten uns hier einquartieren! Bleiben wir hier nun gleich für ewig beisammen, wenn es sein kann! Sollte sich dann und wann so ein armer Sünder einfinden, wie wir es waren und noch sind - so wollen wir ihn aufnehmen und ihm hier einen guten Tag angedeihen lassen, und wenn es auch einer unserer ärgsten irdischen Feinde wäre!“

3. Spricht Robert: „Freund Messenhauser, das war von dir sehr schön und würdig gesprochen, weil diese Worte wirklich aus dem Herzen und nicht aus dem Verstande kamen. Ich sage selbst: so jetzt der Windischgrätz herkäme als ein notleidender Geist, wahrlich, er soll bei uns sicher eine bessere Aufnahme empfangen, als wir sie auf der Erde bei ihm fanden!“

4. Alle drei schreien: „Bravo, so ist es recht! Um ein rechter Christ zu sein, muss man aus seinem tiefsten Lebensgrund Böses mit Gutem vergelten können. Wer noch Rache in sich verspürt, der ist noch lange nicht ein vollkommener Geist. Aber wer, wie einst der grösste und weiseste Lehrer der Juden, am Galgen noch sagen kann: ,Herr! Vergib es ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!‘ - der hat in sich gewiss die höchste Lebensfreiheit! Ja, wir möchten sogar behaupten: Der ist ein Gott! Und das spricht auch am meisten für die Annahme der sonst sehr ins Dunkel gestellten Gottheit Christi.

5. Wo doch dieser einstige Jesus, an dessen irdischer Existenz gar nicht zu zweifeln ist, sich nun in dieser Geisterwelt befindet? Wahrlich, das war wohl ein allergrösster Freund der Menschen! Freund Blum, hattest du bisher noch nie Gelegenheit, hier über diesen merkwürdigen Mann etwas Näheres in Erfahrung zu bringen?“

6. Spricht Robert: „Liebste Freunde, ich kann euch auf mein Wort versichern, dass gerade Er meine erste wesenhafte Bekanntschaft in dieser Welt war!“

7. Fragen alle freudig überrascht: „Wieso? Wie ging das zu? In welcher Gegend ereignete sich das? Was hat Er zu dir geredet?! Geh Bruder, gib uns davon etwas zum besten!“

8. Spricht Robert: „Liebe Freunde, da wir jetzt noch ganz anderes zu tun haben, wollen wir das auf eine günstigere Gelegenheit verschieben. - Aber das kann ich euch schon zum voraus versichern, dass Er mich bald wieder besuchen wird, bei welcher Gelegenheit dann auch ihr Ihn werdet näher kennenlernen.“

9. Spricht Jellinek: „Aber du kannst uns doch noch sagen, ob du mit ihm nicht auf seine von vielen Schwachgläubigen angenommene Gottheit zu reden gekommen bist? Und hat er solchen Glauben gebilligt oder nicht?“

10. Spricht Robert: „Ja, liebe Freunde, gewiss haben wir darüber sehr viel gesprochen. Und ich muss der euch freilich noch kaum begreiflichen Wahrheit gemäss hinzufügen: Christus ist der alleinig wahre Gott von Ewigkeit! Er ist der Schöpfer aller Himmel und aller Welten! Mehr kann ich euch nun nicht sagen. Wenn Er aber kommen wird, so werdet ihr alles Nähere schon von Ihm Selbst erfahren!“

11. Spricht Jellinek: „Freund Blum, das ist wegen des Beweises wahrlich nicht nötig, wohl aber meines Herzens wegen. Denn ich muss offen bekennen, dass ich, so er jetzt daherkäme und mir winkte, ihm zu folgen, euch allen augenblicklich untreu würde! Denn ich liebe ihn schon als den vollkommensten, besten Menschen mehr als alle Menschen der Erde zusammengenommen. Um wie vieles mehr aber werde ich ihn erst lieben, so er auch wirklich Gott ist! - Um das Wie will ich mich gar nicht kümmern. Denn ich habe einmal einen Wahlspruch gelesen, der lautet: ,Gott ist die Liebe! Wenn dein Herz je von einer mächtigen Liebe ergriffen wird, so denke: Gott ist in dieser Liebe!‘ Seht, dieser Spruch ist mein Barometer für das Dasein Gottes auch in jedem Menschen. - Wenn ich aber nun zu Christus eine mächtigste Liebe in meinem Herzen verspüre, da sagt mir diese Liebe eben: Christus ist und muss ein Gott sein; denn wie könnte ich ihn sonst gar so mächtig lieben? Darum liebe ich auch diesen himmlischen Bruder so sehr, weil er sicher viel Gottesliebe in sich birgt! Habe ich recht oder nicht?“

12. Spricht Robert: „Vollkommen! Nur das Herz kann Gott begreifen, der Verstand ewig nie! - Aber nun, liebe Freunde, zu etwas anderem! Da wir schon gerade bei dem Kapitel Liebe sind, so können wir dies leicht damit verbinden.

13. Hört! Wohl ist die Liebe der einzige Beweis für die Gottheit und ihr unbestreitbares Dasein. Aber wir wissen auch, dass es ein zartes weibliches Geschlecht gibt, das nur zu oft unsere Herzen derart in Anspruch nahm, dass wir darob einer höheren und reineren Liebe für Gott gar nimmer fähig waren! Nun, meint ihr wohl, dass auch in dieser zumeist doch nur rein sinnlichen Liebe Gott wohnt?“

14. Spricht Jellinek: „Allerdings! Wäre nicht Gottes Zartheit in dem Weib, wer könnte es lieben? Aber dass dessenungeachtet diese Liebe auch ausarten kann, daran ist nicht zu zweifeln.“

15. Spricht Robert: „Wenn zur Probe hier mehrere ganz ausgezeichnete weibliche Schönheiten im schönsten Ballettkostüm aufträten, und zwar mit der grössten Freundlichkeit gegen uns - daneben aber auch der strenge, wenn sonst auch übergute Gottmensch Jesus - sage mir, besonders du, Jellinek, was würde dein Herz dazu für eine Miene machen? Denn ich weiss, dass dir die sogenannten Tanzkünstlerinnen stets am meisten gefährlich waren!“

16. Spricht Jellinek: „Bruder, du hast zwar hier eine meiner schwächsten Seiten berührt. Aber so viel kann ich dagegen doch gewisserart rühmlich erwidern, dass ich trotz all meinen Schwächen dennoch für ein echtes Haar Christi 10000 Tanzkünstlerinnen auf der Stelle kann sitzen oder tanzen lassen! - Denn die Liebe zu Gott wird doch etwa ein bisschen mächtiger sein als die Liebe zu einer schmucken Tänzerin. Die Liebe zu den Weibern kann nur dann die Liebe zu Gott schwächen, wenn man entweder an keinen Gott glaubt, oder an einen Gott zu glauben bemüssigt ist, der irgend in einer Hostie stecken soll! Aber so die Gottheit wirklich, und zwar in der Person Christi da ist, dass man sie sieht, als solche erkennt und mit Ihr sogar reden kann - Bruder, da fahre du ab mit deinen tanzenden Schönheiten! - Aber natürlich ohne Christus könnten mir einige sehr üppig gestellte Fannys in der Brust etwas mehr Wärme erzeugen, als wenn keine da sind.“

17. Spricht Robert: „Bruder, möchtest du einige sehen?“

18. Spricht Jellinek: „Wenn du auch derlei Geister hier hast, so lass sie sehen, auf dass wir an uns erfahren, inwieweit sie uns gefährlich werden könnten!“


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