RBLUM-52

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-52 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 52 - Das gute Werk des Geistes in Robert. Die Herablassung des Herrn erschüttert sein Herz. Sein Mitleid kommt den Tänzerinnen zugute.


1. Rede Ich zu Robert: „Mein liebster Freund, Bruder und Sohn! Du hast wahrlich ein geschmeidiges Herz, und das ist für Mich eine grosse Freude. Du redest wie aus dir selbst, und dennoch redest nicht du aus dir, sondern Ich! Das ist eine rechte Sache hier im Reiche der Geister, dass des Freundes Mund das laut kündet, was da Rechtes und Wahres vorgeht im Herzen seines Nächsten. Dein Herz vernimmt genau Meine Gedanken, und Mein Wille bleibt ihm nicht fremd! Und siehe, das alles ist das Werk Meines schon stark wach gewordenen Geistes in dir.

2. Dieser reine Geist aus Mir kann daher auch in Meine Tiefen dringen und allda erschauen und erforschen Meine Gedanken und Meinen Willen. Das ist nun bei dir schon sehr der Fall; daher du nun schon so genau in deinem Herzen wahrnimmst, was Ich denke und will, als wärest du schon tausend Jahre hier in die heiligen Geschäfte eingeweiht! Fahre nur so fort, dann wirst du Mir in Kürze ein tüchtiges Rüstzeug werden.

3. Und nun, da unsere Tänzerinnen schon wissen, was sie zu tun haben, wollen wir uns sogleich an das Öffnen der Tür machen, hinter der wir sogleich das Wiener Heldenkleeblatt debattierend antreffen werden.

4. Nur muss Ich dich vorher fragen, ob die Tänzerinnen so schön genug sind, wie du sie nun siehst. Oder sollen wir sie etwa noch schöner machen?“

5. Spricht Robert lächelnd: „Herr, wie über alle Begriffe gut, mild und herablassend bist Du! Du sprichst mit mir wahrlich nicht als ewiger Herr der Unendlichkeit, sondern gerade wie ein irdischer Freund zum anderen, und als ob Du im Ernst meines Rates bedürftest! Ja, das, das macht Dich noch unendlich grösser in meinem Gemüt, als so Du ganze Heere neuer Welten und Himmel vor meinen Augen erschaffen möchtest. - Dass Du als Gott und Herr, unendlich mächtig in Dir Selbst, auch Unendliches gestalten kannst, findet mein Herz ganz natürlich. Aber dass Du mit mir, Deinem Geschöpf, so vertraulich redest und handelst wie ein rechter Bruder mit dem andern - das macht mein Herz völlig erstarren vor Deiner Grösse!

6. Was aber die noch grössere Verschönerung dieser Tänzerinnen betrifft, so stelle ich es natürlich ganz Dir anheim! Die ersteren sehen nach meiner Beurteilung ohnehin gar nicht übel aus, denn sie sind recht fest und nett beisammen. Aber die anderen sehen wohl sehr spitzig aus, und ihr Kleid erinnert mich lebhaft an den Anzug fliegender Komödianten- Trupps. So du diese in ein bisschen besseres Licht stellen möchtest, könnte gerade das nicht schaden - vorausgesetzt, dass sie dadurch nicht eitler werden. Jetzt scheint sie die Eitelkeit nicht gar zu sehr zu plagen, weshalb sie sich wahrscheinlich mehr im Hintergrunde befinden!“

7. Rede Ich: „Ganz gut, Mein allerliebster Robert! Wie du es gewünscht hast, soll es auch geschehen. Siehe, dort an der Wand befindet sich ein Schrank. Öffne ihn und zeige es dann jenen Tänzerinnen, die du einer Verschönerung für nötig erachtest. In diesem Schrank werden sich eine Menge Kleider vorfinden, die ihnen ganz gut stehen werden, die sollen sie anziehen!“

8. Robert tut sogleich, wie ihm geraten, und die Tänzerinnen haben eine grosse Freude daran und kleiden sich hurtig an.

9. Als sie in wenigen Augenblicken herrlich bekleidet dastehen, kann sich Robert nicht genug verwundern über die Gestalten. Er kommt schnell wieder zu Mir und spricht: „Aber das ist kaum zu denken. Nicht nur, dass ihnen diese himmlisch schönen Kleider wie angegossen stehen, sondern die Kleider wirken auch auf ihre Gestalt ein! Was das nun für allerliebste Gesichter sind! Und wie schön weiss und rund sind nun ihre früher sehr spitzeckigen Arme geworden! Wie wallend ihr Busen! Und erst ihre Füsse! Nein, so was bekommt ein armer Sünder auf der Erde nie zu Gesicht! Ist aber auch gut, denn so einem Fuss wäre ich auf der Erde gewiss nachgerannt. Hier an Deiner Seite aber ist mir das völlig gleich.

10. Aber nun stechen sie denn doch etwas zu stark ab von den ehedem schöneren Tanzmeisterinnen. - Du wirst diese auch ein wenig besser ausstaffieren müssen!“

11. Rede Ich: „Ganz recht! Geh nur wieder hin und öffne den bewussten Schrank, und es werden sich auch für diese noch Kleider in rechter Menge vorfinden!“

12. Robert zeigt das den ersten Tänzerinnen gleich an, und diese hüpfen vor Freude und ziehen sich auch in wenigen Augenblicken ausserordentlich himmlisch brillant an.

13. Sie gefallen nun Robert noch besser als die früheren, sodass er sich daran gar nicht satt genug sehen kann. Er kommt wieder zu Mir zurück und spricht: „O Herr, was Dir doch alles so leicht möglich ist, ermisst wohl ewig kein noch so vollkommener Geist! Nein, wie schön diese Engelchen nun dastehen! Welch himmlische Anmut, Frische und Heiterkeit nun aus ihren schönsten Augen strahlt, das ist gar nicht zu beschreiben! Bei meiner Seligkeit, die könnten mich sogar zu einem Kuss -! Nein, nein, doch nicht! Auch das muss für einen Blum eine und dieselbe Tinte sein. Aber schön sind sie, das ist wahr! Na, meine lieben Wiener draussen: wenn ihr diese sehen werdet, dann wird der Teufel bei euch doch wieder ein bisschen los werden! - Nun aber könnten wir doch schon zu den drei Helden gehen?“

14. Rede Ich: „Ja, komm nur mit Mir!“


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