RBLUM-51

Aus Suche Jesus-Comes
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-51 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 51 - Drei Kampfgenossen Roberts vor dem Herrn. Auch sie sollen gebessert werden. Die dankbaren Tänzerinnen als Werkzeuge.


1. Rede Ich weiter: „Es war schon ehedem die Rede von deinen drei Freunden, von Messenhauser, Jellinek und Becher. Deine Freunde gaben ihnen ein nicht zu glänzendes Zeugnis. So plump und grob zwar dieses Zeugnis an und für sich war, so war dennoch etwas Wahres daran. Denn alle drei waren heimlich von einem ganz anderen Geiste getrieben als du. Du hattest nach deinem Verstand und deiner Erkenntnis einen, irdisch genommen guten Zweck vor dir, den du zu erreichen strebtest. Aber nach solch einem irdisch achtbaren Ziele trachteten deine drei Freunde nicht. Während du als ein echter Menschenfreund wirktest, handelten die drei, mit geringen Gesinnungsunterschieden, nur für die Erreichung eines losesten Volksabsolutismus. Oder, so dies fehlschlüge, doch wenigstens einer reich bespickten Börse, mit der sie sich dann bei günstiger Gelegenheit in nächtlicher Dunkelheit hätten empfehlen können.

2. Aber das schlüpfrige Glück war ihnen nicht günstig. - Dein erster Freund merkte es nicht, dass sich unter dem Füllhorn Fortunas jene fatale Rollkugel befand, die an das Unbeständige alles irdischen Glückes so trefflich mahnt! Und so geschah es denn auch, dass das irdische Glück des Messenhauser nur zu bald umschlug.

3. Den andern zweien war diese Fortuna freilich nicht so günstig, obschon sie alles aufboten, um sich diese Göttin geneigt zu machen. Sie fochten mit den Waffen der Gänsekiele und schlugen damit eine Zeitlang wacker und ohne Schonung auf den Köpfen der sogenannten reaktionären Philister herum. Aber es wollte an diesen Wunden niemand sterben, die sie ihren Feinden mit den Gänseschwertern beibrachten. Und auch Fortuna war eigensinnig und wollte ihnen kein freundliches Gesicht zeigen. Das ärgerte sie mächtig, so dass sie darob die erste Waffengattung von sich warfen und sich dafür andere beim Mars ausborgten. Aber da stand es bald noch ärger um die beiden. Fortuna wurde erbost und warf ihnen am Ende so viele Kugeln unter die Füsse, dass es für sie unmöglich ward, sich noch weiter aufrecht zu erhalten. Und ihr Liedchen an Fortuna kam damit auch völlig zum Ende.

4. Mit ihrem Fall traten diese drei Helden von dem Schau- und Prüfungsplatz der Aussenwelt ab. Nun sind sie dir gleich in diese ewigdauernde neue Welt herübergewandert, natürlich unter zahllosen Verwünschungen jener Weltmächtigen, die sie mit einer Extraschnellpost hierher befördert haben. Sie sind sonach ohne allen Zweifel hier in der Geisterwelt, und das sicher nicht gar zu weit von hier.

5. Du sprichst in dir: ,Das ist sicher wahr. Aber schweben sie etwa auch noch irgendwo zwischen Himmel und Erde im Äther? Oder sind sie etwa gar hier in der Nähe dieses Hauses irgendwo verborgen?‘

6. Ich sage dir: Nicht im Äther und nicht in einem Versteck etwa in der Nähe deines Hauses, das da gleich ist dem Inneren deines Herzens. Sondern wie sie in deinem Herzen durch dein liebvolles Gedenken an sie gegenwärtig sind, so sind sie auch in Wirklichkeit in diesem Hause gegenwärtig! Eine einzige Tür scheidet sie noch von dir und Mir. So wir diese Tür öffnen, da wirst du sie noch ganz so antreffen, wie sie die Erde verlassen hatten.

7. Aber wenn Ich die Tür öffnen werde, darfst du sie nicht sogleich anreden, sondern sie eine Zeitlang an Meiner Seite belauschen, was alles sie untereinander beschliessen werden. Erst so sie einen Vollbeschluss werden gefasst haben, wird es an der rechten Zeit sein, sie anzureden und sich ihnen zu zeigen. Dies zu deiner Darnachrichtung!

8. Vorderhand aber wollen wir noch mit unseren Tänzerinnen ein paar Wörtlein wechseln und sie für unsere kommenden Massnahmen ein wenig vorbereiten. Denn diese Tänzerinnen werden wir in der Folge so gut brauchen können, wie du dir es noch gar nicht vorzustellen vermagst!“

9. Nach dieser kurzen Unterweisung begeben wir uns auch sogleich zu diesen Tänzerinnen, die uns beide freundlichst empfangen und herzlich danken: zuerst für die so überaus gute Bewirtung und dann auch für den energischen Schutz gegen jene, die so üble Absichten auf ihre ohnehin sehr unglückliche Person hatten. Auch bitten sie den Robert tausendmal um Vergebung, dass sie ihn zuerst für ein hartes Wesen hielten, während er nun in der Tat bewiesen habe, was für ein liebevoller und rechtlicher Mann er sei.

10. Robert, solches Lob zwar nicht ungern anhörend, ermannt sich aber doch gleich und spricht in seinem gewöhnlichen, etwas rauhensten Ton: „Meine lieben, armen Schwestern, seid nicht zu voreilig mit eurem Lob und Dank! Denn ihr wisst ja noch lange nicht, wer hier der eigentliche Geber aller guten Gaben ist!

11. Ihr könnt es mir aufs Wort glauben, dass durchaus nicht ich der Geber bin, sondern jemand ganz anderer. Ich aber bin hier sozusagen nur ein derber Hausknecht, aber gottlob kreuzehrlich. Aber das ist nun alles eins, ob ihr mir oder dem eigentlichen Herrn dieses Hauses dankt. Denn was mir nicht gebührt, nehme ich auch nicht an, sondern gebe es getreu meinem einzigen Herrn wieder.

12. Doch nun von etwas anderem: Sagt uns beiden, ob ihr nun noch darauf besteht, eine Tanzproduktion in diesem Hause zu veranstalten? Oder seid ihr etwa gar von dieser tollen Idee im Ernst abgekommen?“

13. Sprechen die Tänzerinnen: „O ihr allerbesten Freunde der armen Menschheit! So ein Verlangen wäre nun wahrlich die grösste Tollheit von unserer Seite! Denn wir wollten ja nur darum hier unsere armseligste Kunst zur Ausübung bringen, um uns durch sie so viel zu verdienen, dass wir damit den brennendsten Hunger hätten stillen können. Da wir aber nun dank euch beiden auch ohne unsere Vorführung die herzlichste Aufnahme fanden, wäre es doch eine der grössten Torheiten, so wir noch an so etwas denken möchten. Umsomehr, als wir nun sehr überzeugt sind, dass unsere elende irdische Kunst in euren himmlisch reinen Augen ein Greuel ist! So ihr beide uns nur stets so gnädig seid wie bis jetzt, wollen wir von unserer Kunst ewig nichts mehr hören und wissen! Dessen könnt ihr völlig versichert sein.“

14. Spricht Robert: „Das freut uns, das ist schön und gut von euch! Aber so wir beide später eines gewissen guten Zweckes wegen von euch verlangen möchten, dass ihr bei einer kommenden Gelegenheit denn doch ein Tänzchen produziert, würdet ihr auch dann eurem löblichen Entschluss getreu verbleiben?“

15. Sprechen die Tänzerinnen: „O Freunde, was immer ihr wollt, werden wir auch tun, da wir nur zu gut wissen, dass ihr nur etwas Gutes wollen könnt. Und so wollen wir auch tanzen, so ihr es verlangt. Denn euer Wille soll fortan auch der unsrige sein!“

16. Spricht Robert: „Nun gut, so haltet euch bereit! Denn es wird sich in kurzer Frist Gelegenheit ergeben.“


Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-51 Kapitel