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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-4 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 4 - Notschrei zu Gott - Berufung auf Jesus.


1. Nach diesen Worten verhält er sich eine ziemlich lange Weile ganz ruhig und reibt sich bloss manchmal die Augen, um eine allfällige narkotische Trübung los zu werden. Aber da es trotz aller Geduld nicht heller werden will, beginnt er an der Wiedergewinnung des Augenlichts zu zweifeln und wird darum immer erboster. Als aber auch trotz seines stets grösseren Zornes das Licht sich nicht einstellen will, ruft er stark aus:

2. „Was ist denn mit mir geschehen? Was ist das für ein verfluchter Zustand? Gibt es denn keinen Gott mehr, der mächtig wäre und gerechter als die Machthaber der Erde von Seiner Gnaden!

3. Gott! - so Du Einer bist, recke aus Deinen Arm! Sühne mich, der ich die gute Sache Deiner Kinder zu jenem Ziel führen wollte, das einst schon der erhabene, unverstandene Völkerlehrer Jesus erreichen wollte. Aber von gemeinen Häschern aufgegriffen wurde auch er aus Dank für seine grossen Mühen und Opfer zum Besten der gesamten Menschheit, an den Pfahl zur grössten Schmach der Menschheit gehängt!

4. Wie er, bin auch ich ein Sohn von und aus Dir, so Du Einer bist! Bist Du aber nicht und nirgends ausser im Bewusstsein der Menschen selbst? Ist Deine Kraft nur jene, deren sich auch der Mensch bewusst ist, dann freilich rede ich nur fruchtlose Worte und bin um mein ganzes Wesen für ewig betrogen! Warum aber musste ich ein lebendes, selbstbewusstes Wesen werden? Warum musste irgendeine im endlosen Raum sich selbst ergreifende, plumpe Idee in mir zum klarsten Ausdruck des Seins werden? Verfluchter Zufall, der mich je in ein so elendes Dasein versetzte! Wenn es arge und böse Teufel gäbe, so sollen sie doch jene Kraft, die mich werden machte, für ewig zerstören!

5. O Menschen! Ihr betrogenen armen Menschen, hört auf, euch fortzupflanzen! Menschen, die ihr nun noch lebt, ermordet eure Kinder und euch, auf dass die verfluchte Erde leer werde! O erwürgt ihr Machthaber alle Menschen und teilt dann die verfluchte Erde unter euch auf, auf dass ihr an ihr allein zur Genüge haben sollt! - Aber umsonst ist mein Eifer; ein ewiger Sklave! Was kann ein Tropfen gegen des wogenden Meeres Allgewalt? Darum verstumme, du eitle Sprache! Nur ihr Hände, versuchet diesem elendsten Dasein ein Ende zu machen!“

6. Nach diesen Worten machte er sich an Erdrosselungsversuche: einige tüchtige Eingriffe in seine Kehle, aber natürlich ohne alle Wirkung. Denn er greift sich gewisserart alle Male durch und durch, ohne auch nur eine leiseste Spur irgendeiner Erstickung zu verspüren. Das macht ihn stutzen, und er wird über diesen Zustand stets begriffsverwirrter. Da es mit dem Erdrosseln nicht geht, beschliesst er, sich gerade vorwärts zu bewegen. „Denn“, spricht er bei sich ganz erbost, „finsterer und grundloser als hier kann es wohl im ganzen endlosen Raum nirgendmehr sein. Daher habe ich auch keinen Abgrund und noch weniger irgendein geheimes Gericht mehr zu befürchten. Darum also nur vorwärts! Vielleicht komme ich doch irgendwo zu einem Lichtschimmer oder zum erwünschten Tod!

7. O wie glücklich muss der Zustand eines vollkommenen Todes sein! Wie glücklich muss ich gewesen sein, als ich kein Dasein fühlte und kein freies Bewusstsein! Wenn ich doch nur wieder völlig vernichtet werden könnte! Aber sei es nun, wie es will, - so mir der vollkommene Tod ein Labsal ist, gibt es auch nichts mehr, wovor ich mich fürchten sollte. Darum also nur vorwärts!“


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