RBLUM-303

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-303 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 303 - Ausblick durch die dritte Mittags-Tür. Der grosse, herrliche Lichtmensch der neuen Schöpfung.


1. Alle eilen nun in die dritte Mittags-Tür und sehen da wieder einen endlos grossen Menschen von allersanftest und lieblichst strahlendem Licht umflossen. Nur aus der Gegend des Herzens dringt ein mächtiges Licht hervor, das aber das Auge nicht beleidigt, sondern in ihm ein überaus wonniges Gefühl hervorruft. Unter dem linken Fusse aber ist in einer halb liegenden, mit dem Kopf abwärts gewandten Stellung eine ganz kleine Menschengestalt zu ersehen, die jener in der zweiten Tür geschauten ganz ähnlich ist und hier von einem höchst matten rötlichen Schimmer umgeben ist.

2. Robert fragt natürlich sogleich, was dies alles vorstelle. – Und Ich sage: „Da hast du die erste und die zweite Schöpfung nebeneinander! Der grosse Lichtmensch stellt die neue Schöpfung dar, einen neuen Himmel und eine neue Erde. Hier befindet sich die Erde nicht mehr in der kleinsten Fusszehe wie bei der ersten, materiellen Schöpfung, sondern im Zentrum des Herzens dieser neuen Schöpfung. Das mächtige Licht aus der Gegend des Herzens entstammt der neuen Erde, die ein ewiges Wohnhaus Meiner Liebe und aller Meiner Kinder bleiben wird.

3. Wenn du diesen übergrossen Menschen voll hellsten Lichtes genauer betrachtest, wirst du leicht entdecken, dass auch er aus zahllos vielen herrlichsten Sternen besteht, sein Gewand sowohl wie sein ganzer Leib. Jeder dieser Sterne ist um unberechenbar vieles grösser als der ganze, in der zweiten Tür gesehene Mensch mit all seinen zahllosen Hülsengloben. Denn diese Sterne sind Vereine, bewohnt von seligsten Geistmenschen, von denen jeder kleinste tausendfach grösser und mächtiger ist als jener erste Mensch, dessen Bild du hier im geistigen Verhältnis zu diesem zweiten Himmelsmenschen unter dessen kleinster Fusszehe gleich einem gekrümmten Würmchen ersiehst. Er ist gegen die wirkliche Grösse dieses zweiten Menschen kaum das, was da ist ein irdisches Sandkorn gegen die Grösse des ganzen Hülsenglobenmenschen.

4. Dieser zweite Mensch aber stellt im Grunde des Grundes Mich Selbst in Meiner Wirkung auf einem schon vollbestellten Acker dar.

5. Du siehst aber, dass auch die Form dieses zweiten Menschen notwendig eine Begrenzung haben muss, sonst könntest du daraus keinen Menschen erschauen. Was ersiehst du aber über diese Form hinaus, die in all ihren Teilen pur Leben ist?“

6. Sagt Robert ganz zerknirscht: „Herr und Vater! Ich sehe Licht und Licht, so weit das Auge reicht!“ – Sage Ich: „Das ist alles Mein Geist, Meine Macht, Meine Liebe! – Hier werden noch Myriaden solcher Grossmenschen den geräumigsten Platz finden, denn alle Meine Kinder müssen ja auch Raum haben, um ihre Schöpfungen unterbringen zu können.

7. Nun aber, Meine lieben Kindlein und Brüderchen, wissen wir für die erste Stunde eures Seins in Meinem Hause genug! Daher werden wir auch die drei Türen gegen Osten jetzt nicht öffnen, denn ihr würdet noch nicht ertragen, was diese verschliessen. Wenn ihr aber einmal mit allen Einrichtungen Meines Vaterhauses vertrauter sein werdet, dann werdet ihr auch den Inhalt dieser drei Türen gen Osten beschauen können.

8. So viel aber sage Ich euch dennoch in aller Kürze, dass die erste das gesamte Geisterreich der Erde und dann auch das aller anderen Sonnen, Erden und Monde jeder einzelnen Hülsenglobe enthält. – Die zweite Tür zeigt im Vordergrund den ersten oder untersten Weisheitshimmel unserer Erde und im Hintergrund dieselben Himmel der Welten aller Hülsengloben. – Im gleichen Verhältnis enthält die dritte Tür den zweiten oder Liebe- Weisheitshimmel, zuvorderst der Erde und im Hintergrund den aller Hülsengloben. – Für den dritten und obersten, reinen Liebehimmel aber, in dem ihr euch befindet und ewig befinden werdet, findet sich hier keine Tür, weil wir uns ohnehin in demselben befinden. In den unteren Himmeln aber befindet sich in eines jeden Engelsgeistes Wohnung auch eine Tür in den dritten Himmel. Diese ist jedoch sehr schwer und manchmal auch gar nicht zu eröffnen, was oft im untersten Himmel und ganz besonders in dem anderer Welten der Fall ist.

9. Nun aber wisset ihr vorderhand genug und beinahe alles, was ein jeder Engelsgeist dieses obersten aller Himmel wissen muss. Die sonderheitliche, von ewig steigendem Interesse begleitete Einsicht ins einzelne aber nimmt hier erst ihren Anfang und dauert ewig fort, stets auch grössere Seligkeiten nach sich ziehend.

10. Begeben wir uns nun wieder hinauf in den grossen Saal, von wo aus ihr dann mit Meinen Brüdern euch in der grossen Stadt umsehen und euch frei nach jeglicher Lustliebe eurer Herzen vergnügen könnt.

11. Mich aber werdet ihr stets daheim antreffen.

12. Zugleich werden euch die drei Brüder eure für ewig bleibenden Wohnzimmer und ihre Einrichtung zeigen und zuweisen – dir, Bruder Robert, vor allem auch eine geheime Tür, durch die du allezeit zu deinem Verein gelangen kannst, wann immer du willst. Dort ordne und richte alles in Meinem Namen vollkommen ein und sei all deinen Untergebenen ein rechter Führer und Bruder!

13. Geniesst von nun an ein jeder von euch die vollste Freiheit und vergnügt euch an allem, daran euer Herz Wohlgefallen findet! Denn hier herrscht die vollste Freiheit, da gibt es für den Geist kein Gesetz mehr und somit auch ewig keine Sünde!

14. So geschehe denn nun, was Ich von Ewigkeit angeordnet habe!“

15. Nach diesen Worten begeben wir uns alle hinauf in den Saal, wo uns eine grosse Menge seligster Brüder und Schwestern auf das freundlichste begrüssen. Hier erst nimmt dann auch die himmlische Geselligkeit ihren Anfang. Und alle verfügen sich nach und nach seligst und glücklich in ihre ewigen, wunderbar herrlichen Wohngemächer und bringen Mir ein grosses Lob dar.

16. Das aber ist die in umständlichster Fülle gezeigte Führung eines grossen Geistes in der Geisterwelt.

17. Wohl dem, der sie mit redlichem Herzen betrachtet und sein Leben darnach einrichtet! Er wird dereinst auch diesen Weg zu machen haben, so er redlichen Herzens ist. Hat er ihn schon auf Erden getreu getan, wird er dereinst nur einen sehr kurzen Weg zu wandeln haben.

18. Jeder aber lese das Kundgegebene mit dem Herzen und nicht mit dem Kopf, so wird er dadurch in seinem Leben zu einem grossen Segen gelangen, und der Tod wird weichen aus seinen Lenden. Wer es aber lesen wird mit dem puren Verstand, der wird darin seinen Tod finden, aus dem er schwerlich je wieder erwachen wird.

19. Damit ist diese Schilderung aus dem Geisterreiche beendet. Wohl denen, die sich daran nicht stossen werden! – Amen, Amen, Amen!


Dir, o Herr und Vater, ewigen Dank für diese übergrosse Enthüllung, deren wir armen, sündigen Menschen nicht im geringsten wert sind! O Herr, segne alle, die sie mit gläubigem und freudigem Herzen aufnehmen! Amen!
J. Lorber


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