RBLUM-299

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-299 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 299 - Erste Tür der Südwand. Allgewaltiges Licht einer Haupt- und Urmittelsonne. Deren Riesenverhältnisse. Dort lebende Wesen als Sonnenballwerfer.


1. Sage Ich darauf: „Ja, so ist es! Sieh hin, Robert, die erste Tür an der südlichen Wand ist bereits geöffnet. Der noch bei weitem mächtigere Lichtglanz, der durch diese Tür dringt, bekundet, dass wir es hier mit einer für dich noch kaum begreifbar grösseren Sonne als die zuletzt geschaute zu tun bekommen. Dort werden wir uns auch am Schluss der Ordnung materieller Schöpfungen Meines Willens und Meiner Weisheit befinden.“

2. Alle gehen nun mit einer förmlichen Furcht in diese Tür (mit Ausnahme des Paulus, Petrus und Johannes, denen all das schon durch und durch bekannt ist). – Als wir in die Tür kommen, kehren sich anfangs alle hell aufschreiend um und beteuern die volle Unmöglichkeit, in dieses Licht auch nur einen kürzesten Blick mehr wagen zu können; denn dieses Licht komme ihnen trillionenmal stärker vor als das Licht der früheren All- Mittelsonne.

3. Sage Ich: „Ja, das kann Ich euch durchaus nicht in Abrede stellen. Aber es wird sich bei dieser letzten Haupt- und Urmittelsonne ebenso tun wie bei den früheren. Nur festen Willen, Mut und Beharrlichkeit! Nun, Freund Robert, hast auch du keinen Mut?“

4. Sagt Robert: „O Herr, es wird sich hier kaum tun! Der Glanz ist zu stechend! Man wird hier förmlich zurückgeworfen. Aber ich will es in Deinem allerheiligsten Namen versuchen. Ich werde anfangs die Augen völlig schliessen und sie erst nach und nach öffnen. Vielleicht wird es dann gehen.“ – Sage Ich: „Tue, wie es dir rätlich dünkt! Aber besser ist es, wenn du gleich volloffenen Auges in dieses Licht zu schauen beginnst. Ein paar Minuten Kampf, und du hast auch dieses mächtigste allen materiellen Lichts überwunden.“

5. Sagt Robert: „Gut, es soll geschehen! Was Du, o Herr und Vater, anordnest, muss ewig das Beste und Zweckdienlichste sein. Und nun aufgeschaut, meine lichtscheuen Augen! Jetzt wird ein tüchtiger Lichtsturm euch zu schaffen machen.“ Mit diesen Worten kehrt er sich schnell um und schaut, anfangs stark blinzelnd, in das Licht.

6. Nach einer Weile spricht Robert hocherfreut auch über diesen Sieg: „Vater, Dir Dank, Ehre und alle Liebe! Auch dieses grösste Licht gehorcht nun meinen ganz kleinen Augen. So sind denn bei Dir, heiligster Vater, im vollsten Ernst sogar die unmöglich scheinenden Dinge möglich! O Menschen auf der armseligen Erde! Euer Auge erblindet beim Anblick eurer kleinen Erdsonne, deren Licht nicht die dezillionste Stärke von einem Funken dieses Lichtes hat. Was würdet ihr sagen, so ihr nur solch einen kleinsten Funken in eurem Naturzustande zu Gesicht bekämt? Ich sage euch: Ein Funke würde genügen, um die ganze Erde im Augenblick ins Nichts zu verwandeln.

7. O Herr und Vater! Wie ist solch eine über aller menschlichen Berechnung stehende Steigerung des Lichts möglich? Ein Kubikzoll Licht aus dieser Sonne hat im Grunde schon mehr Lichtkraft als das Licht der ganzen irdischen Sonne auf den gleichen Kubikzoll zusammengedrängt! Das ist doch eine unbegreifliche Proportion – und dennoch ist es so! Jetzt sehe ich schon geraume Weile ganz leicht in dieses Licht, aber es will durch die Angewöhnung meiner Augen nicht schwächer werden. Ist das doch eine Kraft des Lichtes! Wie gross muss diese Sonne sein und welch einen grossen Zweck ihres ungeheuren Daseins mag sie haben?“

8. Sage Ich: „Das ist eine Haupt- und Urmittelsonne, um die sich genau sieben Millionen Sonnenall-Alle drehen und bewegen. Sie ist auch genau um eine Million Mal grösser als alle die sieben Millionen zusammen. Ihr Durchmesser beträgt bei zwei Oktillionen irdischer Wegmeilen. Das Licht in grösster elektro-magnetischer Schnelligkeit, auf die Sekunde vierzigtausend deutsche Wegmeilen gerechnet, hätte viele tausend Trillionen Jahre der Erde zu tun, um von einem Pol zum andern dieser Sonne zu gelangen!“

9. Hier fahren alle vor Entsetzen zusammen. Robert sagt ganz zerknirscht: „Und solch ein Sonnenkoloss ist auch von Dir erschaffen! Von Dir, der Du hier so ganz herablassend von diesen Grössen redest, als hättest Du es bloss mit einer Handvoll Erbsen zu tun!“

10. Sage Ich: „Ja, Mein lieber Bruder! Nicht nur diese, sondern noch zahllose andere, die noch um vieles grösser sind als diese, die geradeswegs die kleinste unter allen ist.“ – Sagt Robert: „Ich küsse Dir Deine Hände, o Gott! Das zu denken ist wohl keinem geschaffenen Geiste möglich!“ – Sage Ich: „Doch, doch, frage nur einen von Meinen drei Brüdern; sie werden es dir schon sagen, ob so etwas möglich ist oder nicht.“

11. Sagt Robert: „Ja, ja, bei Dir ist alles möglich. Aber dass das trotzdem etwas so ungeheuer Grosses ist, dass darob ein jeder Geist bis in sein Innerstes erbeben muss, das kann weder Petrus noch Paulus noch der tiefstweise Bruder Johannes in Abrede stellen. Viele tausend Trillionen Jahre hätte das schnellste Licht zu tun, um von einem Pol zum andern zu gelangen? O Herr, o Gott, welch eine schauderhafte Grösse! Wie weit muss denn hernach so eine Sonne von unserer Erde abstehen, um von ihr aus nur als ein leuchtender Punkt gesehen zu werden?“ – Sage Ich: „Eine Dezillion Meilen genügt, um sie bis zum scheinbaren Durchmesser der Venus zusammenzudrücken. Eine weitere Rechnung sei dir selbst zu einem Vergnügen!“

12. Sagt Robert und auch Peter mit ihm: „O Herr, mit solchen Berechnungen werden wir beide uns weder Kopf noch Herz zerbrechen! Es sei, wie es ist nach Deinem heiligsten Willen; denn solche Grössen verschlingen zu sehr all unser Denk- und Begriffsvermögen.“

13. Sagt Robert allein weiter: „Nun, o Herr und Vater, beginne ich auch in dieser Sonne eine Menge grosser Menschwesen zu entdecken! Sie müssen durch und durch überglühend sein. Aber von irgendeiner Art von Gebäuden entdecke ich nirgends etwas. Mit grosser Hast wallen diese entsetzlich grossen Wesen in den mächtigsten Flammen herum und scheinen bei solch einer sicher sehr heissen Tätigkeit überaus guten Muts zu sein. Einige erheben sich ziemlich hoch über das Lichtmeer und schleudern sehr stark glühende Bälle in die Unendlichkeit hinaus. Eine sonderbare Belustigung dieser Wesen! Sie scheinen nicht gar zu mathematisch zu berechnen, wohin sie ihre himmlischen Granaten werfen. Die Geschichte scheint ganz dem Zufall überlassen zu sein. Es könnte daher so ein Granatchen auch hierher so eine Reise unternehmen. Wahrlich, der erste möchte ich trotz meiner nun rein geistigen Beschaffenheit gerade nicht sein, der solch eine Kopfvisite bekäme! Diese Bälle dürften auch hübsch umfangreich sein, denn mit Kleinigkeiten werden sich diese Riesen kaum abgeben. Wie gross etwa im Verhältnis unserer Erde so ein Feuermensch dieser Sonne aller Sonnen doch ist?“

14. Sage Ich: „Wird hübsch gross sein, Mein lieber Robert! Eine jede Kugel, die du von ihnen wegschleudern siehst, ist grösser als die Sonne der Erde, manche wohl auch kleiner.“

15. Sagt Robert: „Ganz gehorsamster Diener! Diese Leutchen schnellen auf diesem Weltkörper so mir nichts, dir nichts Sonnen in die weite Unendlichkeit hinaus! Bravo, es kommt immer besser! Wenn demnach so ein Menschchen auf der Erde stünde, die für seine zarten Füsse bloss ein kleinstes Sandkörnchen wäre, müsste es für ihn ein wahrer Spass sein, die ganze Sonne samt allen ihren Planeten, Monden und Kometen bequem in seine Westentasche zu stecken. Ich meine, mit diesen Leutchen wird unsereiner wohl nie Bruderschaft zu trinken imstande sein. Herr, Du lieber Vater! Du musst mir's schon vergeben, so ich bei solchen Anlässen ein wenig humoristisch werde. Aber man kann sich dessen nicht enthalten, wenn man diese Grössen mit der Grösse der Erde vergleicht. Wohin aber fallen dann diese glühenden Kügelchen, die diese Menschlein so in die Unendlichkeit hinausschnellen?“

16. Sage Ich: „Die meisten fallen wieder zurück auf den Boden dieser Sonne, hie und da aber auch einige in den endlosen Raum und werden dort in irgendeiner Raumestiefe zu Sonnen im Gebiet einer Mittelsonne.“ – Sagt Robert: „Aber da könnte doch auch irgendwann eine einmal in die Nähe der Erde geraten, wovon aber in den Geschichtsbüchern nichts zu finden ist.“

17. Sage Ich: „Mein Freund! Fürs erste hast du noch lange nicht alle solche Bücher auf der Erde gelesen. Und fürs zweite sind solche Erscheinungen von den gleichzeitig lebenden Völkern auch nicht getreu genug aufgezeichnet worden und erhielten sich bloss durch Überlieferung unter den noch wenig gebildeten Völkerhorden. Es sind aber dennoch schon mehrere solche Kügelchen als ausserordentliche Kometen von der Erde aus gesehen worden. Und es wird nicht zu lange mehr dauern, dass ein Gast durch das Gebiet der fernsten Planeten der Erdsonne eine Reise machen und sogar am hellen Tage gesehen werden wird.

18. Es sind aber noch keine dreitausend Jahre her, als ein solcher Sonnenkomet durch das Gebiet der Saturn- und Uranusbahn zog und auf die Erde ein so starkes Licht warf, dass neben ihm die Sonne ganz mattleuchtend aussah. Freilich dauerte dieses Phänomen in seinem Vollglanz nur einige Tage und konnte wegen der zu grossen Schnelligkeit dieses Passanten nicht länger beobachtet werden. Vor kaum einigen hundert Jahren ging wieder ein solcher Gast hindurch und konnte auch am hellen Tage gesehen werden. Alle Tage, Mein Freund, aber kann so etwas nicht statthaben. Wie und warum solches geschieht, wirst du alles in der Folge kennenlernen. Betrachte aber nun diese Sonne noch eine kleine Weile, da wirst du noch so manches entdecken, was dich doch wundernehmen wird.“


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