RBLUM-298

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-298 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 298 - Die dritte Tür zeigt eine All-Mittelsonne. Ordnung der Sonnensysteme, Grösse und Lichtstärke der Sonnen. Feuergeister der All-Mittelsonne in ihrer Tätigkeit.


1. Alle treten nun in die dritte Tür der Westwand. Aber sobald sie einen Blick hinausgeworfen haben, kehren sie sich sogleich wieder um, denn das hier entgegenstrahlende Licht ist wieder unvergleichbar mächtiger als das in der früheren Tür.

2. Robert und mehrere andere sagen: „O Herr, o Gott, o Vater! Unsere Augen, die nun das Licht der früheren Sonne schon ganz leicht haben ertragen können, vermögen dies unbeschreiblich mächtige Licht nicht mehr auszuhalten. Das Licht der früheren Sonne war doch ein ruhiges, obschon anfangs auch unerträglich stark. Dieses Licht aber gleicht mächtigst wallenden Flammen und sticht übergewaltig in die Augen! Was ist das wohl für ein Licht? Ist das etwa auch wieder eine Mittelsonne?“

3. Sage Ich: „Allerdings, und das wieder die einer höheren Ordnung. Damit ihr aber das recht begreift, müsst ihr euch die Ordnung der Sonnensysteme so vorstellen:

4. Die vielen Millionen Planetarsonnen, um die sich Planeten wie eure Erde bewegen, machen mit ihrer gemeinsamen Mittelsonne ein Sonnengebiet aus. Dessen Mittelsonne ist stets so gross, dass sie den körperlichen Inhalt ihrer um sie bahnenden Sonnen samt deren Planeten manchmal ums Hundertfache oder gar ums Tausendfache, ja manchmal auch ums Millionfache übertrifft; denn es gibt grössere und kleinere Gebiete. Je grösser aber ein Sonnengebiet, desto grösser muss auch seine Mittelsonne in allen Teilen sein gegenüber der gesamten Fülle ihrer Nebensonnen, um diese trotz der grösseren Entfernungen in den bestimmten Bahnen zu erhalten. Je mehr sich die Anzahl und die Entfernung der Nebensonnen vergrössert, desto grösser muss auch das Volumen einer solchen Mittelsonne sein, um Meister all der sie umbahnenden Planetarsonnen zu sein.

5. Viele solche nun näher beschriebenen Sonnengebiete aber haben dann wiederum eine gemeinsame Gebiets-Mittelsonne und bahnen, von ihnen getragen, in unvergleichbar grösseren Kreisen um diese gemeinsame höhere Mittelsonne, die natürlich wieder verhältnismässig vielfach grösser sein muss als alle ihre Sonnengebiete zusammengenommen – deren oft viele Tausende um eine solche zweite Mittelsonne kreisen, wie wir in der zweiten Westtüre eine gesehen haben. – Alle solche Sonnengebiete samt ihrer Mittelsonne geben dann ein Sonnenall.

6. Und wieder haben viele Tausende solcher Sonnenalle einen gemeinsamen Mittelpunkt oder eine noch höhere Mittelsonne, die im gleichen Verhältnis wieder oft ums Vieltausendfache grösser ist in ihrem Raumgehalt als alle sie umbahnenden Sonnenalle. Und solch eine All-Mittelsonne ist eben diese, die wir nun sehen.

7. Wie sich aber die Grössen solcher Mittelsonnen steigern, also steigert sich auch ihr Licht. Ihr könnet das Verhältnis ungefähr so annehmen: Ist z.B. eine Planetarmittelsonne so gross, dass ihr Durchmesser eine volle Billion irdischer Meilen beträgt, so zählt der Durchmesser einer Sonnengebiets-Mittelsonne das Millionfache des Durchmessers einer Planetarmittelsonne, also eine volle Trillion irdischer Meilen. Und eine solche All-Mittelsonne, wie wir sie nun in dieser dritten Tür schauen, wächst dann wieder, je nachdem sie mehr oder weniger viele Sonnenalle beherrscht, ums Millionfache, manchmal sogar ums Billionfache im Verhältnis der notwendigen Grösse wie auch des Lichts. Sie kann dann wohl eine Quadrillion, manchmal sogar eine Quintillion irdischer Meilen im Durchmesser fassen.

8. Sonnen dieser Art haben schon ein eigenes Feuerlicht und sind zur Bewohnung durch materielle Wesen auf ihren für euch unermessbar weiten Oberflächen nicht geeignet. Dafür wohnen aber desto mehr Feuergeister ganz behaglich in solch unermesslich ausgedehntem Feuermeer und haben da ihre Wohnungen und Herrschgebiete. Wohl bewohnen auch Körpermenschen solch eine Sonne, aber nicht die äusserste Oberfläche, sondern eine mehr innere Sphäre. Denn alle Sonnen bestehen aus mehreren Sonnen, die sich innerhalb der äusseren Sonne ungefähr so befinden wie der Planet Saturn innerhalb seiner Ringe.

9. Nun aber bemüht euch, auch das Licht dieser Sonne zu ertragen; denn ihr müsst in der Folge unendlich stärkeren Lichtern standhalten, um endlich auch Mein eigenstes Gottlicht ertragen zu können. Versucht es nur, es wird schon gehen! Der Anfang ist stets schwer.“

10. Auf diese Aneiferung wenden sich alle wieder nach dieser Sonne hin und versuchen, ob dies wohl möglich sei.

11. Robert, dessen Augen sehr empfindlich sind, wendet sich an die stets anwesenden drei Apostel und sagt: „Liebe Freunde! Wie macht ihr es denn eigentlich, dass ihr so ungehindert in dieses Licht schauen könnt? Ich weiss zwar, dass dieses mächtige Licht meinen Augen durchaus keinen Schaden bringen kann, dennoch vermag ich es vor zu grosser Lichtstärke nicht zwei Sekunden lang anzuschauen. Es macht mir gerade keinen Schmerz, aber die ungeheuer stechende Lichtstärke verwehrt meinen Augen, ihre Majestät länger als eine flüchtige Sekunde anzugaffen. Sagt, liebe Brüder, wie ihr es so ganz eigentlich macht, stört euch ein solches Licht nicht im geringsten?“

12. Sagt Paulus: „Mein lieber Bruder, ich sage dir nichts als das: Sei festen Willens, dann geht alles! Solch eines Lichtes ungeheure Stärke empfinden auch wir gleich wie du. Aber unser Wille hat bei solchen Gelegenheiten jene entschiedene Kraft, die es mit jeder Lichtstärke aufnehmen kann. Mit alleiniger Ausnahme der Lichtstärke in der innersten Gottheit des Herrn Selbst, die auch wir nie länger als drei kurze Augenblicke ertragen können. Du musst demnach nicht so sehr bemüht sein, deine Sehe, sondern vielmehr deinen Willen zu stärken; dann wird dich kein Licht mehr behindern. Versuche das, und du wirst dich davon überzeugen.“

13. Sagt Robert: „Will sehen, wie weit ich die Sache treiben kann.“ Hier setzt Robert fest an und beginnt ganz glühenden Angesichts in das Sonnenlicht hineinzustarren. Nach einer Weile sagt er: „Brüder, ihr habt vollkommen recht! Nicht im Auge, sondern an meines Willens schwacher Entschiedenheit lag es.

14. Ich schaue nun auch dieses Licht mit grosser Leichtigkeit an und habe darob eine grosse Freude; denn ich beginne nun, durch klarste Ätherflammen eine ungeheure Wunderwelt zu entdecken und sehe weitgedehnte Wohngebäude, in denen wahrscheinlich die vom Herrn bezeichneten Feuergeister wohnen. Merkwürdigerweise besteht ein solches Gebäude eigentlich aus einer Unzahl von symmetrisch errichteten ungeheuer hohen Türmen, die untereinander mit unzählbar vielen Arkaden verbunden sind. Und nun ersehe ich auch menschenähnliche Wesen auf den Arkaden umherwandeln. Ihre Bewegung ist ungemein schnell. Das geht ja wie Blitze hin und her! Haben denn diese Geister so dringende Geschäfte, weil sie gar so hin und her rennen, als ob sie so ein wenig besessen wären?“

15. Sagt Paulus: „Ja, mein Freund, auf solch einer Sonne gibt es kurios viel zu tun, was du freilich noch nicht zu fassen imstande bist. Aber aus diesen übergrossen und weitgedehnten Gebäuden kannst du schon den Schluss ziehen, dass in dieser Sonne gar viel vor sich gehen muss, daher auch die grosse Emsigkeit dieser Geister! Siehe, auf dieser ungeheuren Sonne brennt das allerreinste Gas, und dieses muss stets in Überfülle vorhanden sein in den grossen untersonnischen Gasometern. Und so ersiehst du hier vor uns nichts anderes als eine grosse ,Gasbereitungsanstalt‘, deren es auf dieser Sonne Trillionen gibt. Auch auf der Erde bereiten gewisse Geister im Inneren der feuerspeienden Berge brennbares Gas und zünden es auch an, wenn es einmal in rechter Menge vorhanden ist. Das Gas selbst aber besteht im Grunde aus einfachsten Naturgeistern, die eine solche Läuterung durchmachen müssen, ehe sie in eine schon bestimmtere Wesenheit übergehen können. Auf der Erde aber sieht alles rüde und roh aus, was hier in der geordnetsten Weise verrichtet wird. – Nun weisst du vorderhand genug. Darum schliesst euch zusammen, denn wir werden uns sogleich südwärts wenden.“


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