RBLUM-297

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-297 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 297 - Blick durch die zweite Tür der Westwand. Eine Mittelsonne höheren Ranges. Herrlichkeit der Städte und Bauwerke. Gebilde des Instinkts oder wahrer Weisheit?


1. Alle bewegen sich nun in diese zweite Tür in der Abendwand und erschauen da eine zweite Mittelsonne höheren Ranges, um die ganze Sonnengebiete, gleich den Planeten um ihre Planetarsonne, in übergrossen Bahnen kreisen.

2. Hier heben alle die Hände empor und schreien: „O Herr, o Herr! Zurück mit uns! Das ist nicht mehr zu ertragen! Das ist ja ein Licht, welches das der früheren Mittelsonne ums Trillionenfache übertreffen muss. Wir ersehen hier kein Ende und können auch keine Formen mehr wahrnehmen. O Gott, Du allmächtigster Herr der Unendlichkeit! Welch ein massenhaftes Licht! Welch eine Leuchtkraft!“

3. Sage Ich: „Schaut nur eine Weile hinein, und ihr werdet eure jungen Augen schon daran gewöhnen und werdet dann auch Formen entdecken!“ – Sagt Robert: „Es wäre alles recht, wenn man es nur aushalten könnte! Das ist ja eine derartige Lichtstärke, dass sie die Erde im schnellsten Augenblick in ein vollstes Nichts auflösen müsste. Unsere Augen sind doch schon ziemlich an Licht stärksten Kalibers gewöhnt worden. Aber da ist es mir rein unmöglich, auch nur eine Sekunde lang hineinzusehen. Wenn Du nicht eine Blende vor unsere Augen schaffst, werden wir sicher nicht imstande sein, jemals dieses erschrecklich starke Licht anzuschauen.“

4. Sage Ich: „Ei, ei, dass du doch allemal eine Sache besser verstehen willst, als Ich sie verstehe! Blicke in das Licht nur einige Sekunden lang und du wirst dich dann überzeugen, ob es durchaus nicht zu ertragen sei. Denn siehe, ihr müsst euch hier auch das stärkste Licht zu schauen angewöhnen. Es geschieht dann und wann, dass Ich Selbst im Licht der Gottheit in Mir erscheine, gegen das all dies Licht eine reinste Nacht ist. Wie könntest du dann Mich in solchem Lichte schauen, so dich schon dieses geringe so belästigt? Darum nur mutig hineingeschaut, es wird sich schon alles geben!“

5. Auf diese Worte fängt Robert an, mit anfangs stark blinzelnden Augen in diese grosse Mittelsonne hineinzusehen und sagt nach einer Weile: „Vater, ich danke Dir für solche grosse Gnade! Jetzt sehe ich schon Formen, aber sie halten sich noch nicht, denn des Lichtes Macht wischt sie noch von Zeit zu Zeit weg. Aber sie kommen doch als stets die gleichen immer wieder zum Vorschein. Oh, das muss eine überaus wunderbare Welt sein! Wahrlich, so eine Welt ist auch schon ein Himmel, denn da muss es sich ganz herrlich leben lassen, so man einmal das Licht gewöhnt ist.

6. Ah, jetzt entdecke ich eine ungeheuer grosse Stadt mit grossartigsten, wundervollen Bauwerken. Sie hat Ähnlichkeit mit Deiner heiligen Stadt aller Städte der ganzen Unendlichkeit. Merkwürdig! So weit meine Augen reichen sehe ich Gärten und die herrlichsten, in einem mir ganz fremden Baustil erbauten Paläste. Ungeheure Arkaden ziehen sich nach allen Richtungen hin, auf diesen stehen die herrlichsten Säulen und über diesen prangen Paläste von unbeschreiblicher Pracht. Oh, oh, das ist überherrlich!“

7. Nun beginnen auch alle anderen anhaltender in das Licht dieser zweiten Mittelsonne zu schauen und entdecken nach und nach auch das, was Robert geschaut hat. Ja, einige sehen noch mehr. Sie gewahren eine herrliche Pflanzenwelt, eine Menge der merkwürdigsten Tiere aller Art, und in den Gärten lustwandelt eine Menge unbeschreiblich schön gestalteter Menschen. Aus ihren munteren Bewegungen lässt sich wahrnehmen, dass sie äusserst glücklich und zufrieden sein müssen.

8. Besonders bemerkt solches die Mathilde Eljah, die sagt, „O Gott, welch ein nie vergleichbarer Unterschied zwischen solch einer Welt und unserer Erde! Da ist alles ein vollkommener Himmel, auf der Erde aber im Vergleich zu dieser Welt alles eine barste Hölle. Oh, das müssen überaus gute und weise Menschen sein! Auf dieser Welt wird es sicher keinen Tod geben. Es scheint darauf auch nichts zu altern. Allenthalben strahlt ewiger Frühling und jede Gestalt strotzt in aller Fülle der heitersten Jugend. O Gott, o Vater! Welch eine Welt! – Auch die Tiere sehen überaus gutmütig aus und wandeln wie die frommsten Lämmer miteinander.

9. O Herr, es muss doch für jedes Deiner Kinder eine hohe Lust sein, Regent solch einer Welt zu werden. Ja, Dir Selbst muss es grosse Freude machen, diese lichtvollsten Gefilde zu betreten. Nein, da dürfte ich nicht lange hineinsehen! Das könnte mich so schwach machen, dass ich diese Welt betreten und mit diesen wunderschönsten Menschen nähere Bekanntschaft machen müsste.“

10. Sagt Peter: „Du kannst die Geschichte ja versuchen, wirst aber wohl schlecht auf deine Rechnung kommen. Diese Wesen dürften dich als einen Geist aus dem obersten Himmel wohl durchaus nicht sehen können, weil sie doch mehr oder weniger noch von der Materie ihrer Welt umfangen sind. Ich habe begründete Mutmassung, dass diese Menschen gar keinen Tod haben, d.h. keine Verwandlung. Sie werden so, wie du sie nun erschaust, schon von ihrem ersten Entstehen an ein ihnen zusagendes, ewiges Leben beginnen. Ihre Werke zeigen zwar, dass unter ihnen sehr viel Weisheit zu Hause ist, aber als Regel möchte ich das gerade auch nicht annehmen. Denn es gibt auch auf der Erde Tiere aller Art, die Dinge zuwege bringen, welche ihnen ein noch so weiser Künstler nie nachmachen wird. Wäre es aber folgerichtig, so man solchen Tieren eine salomonische Weisheit zumuten möchte? Ebenso kann das auch bei diesen Menschen der Fall sein. Sie können gar leicht mehr Instinkts- als Weisheitsmenschen sein, und in solchem Fall würden dann wir bei ihnen eben nicht viel Anziehendes finden. Was sagst du dazu?“

11. Sagt die Eljah: „Ja, du dürftest da nicht ganz unrecht haben. Nur nach der grossen Mannigfaltigkeit des Vorkommenden scheint es doch, dass diese Menschen sich mehr in einer wirklichen Weisheit befinden als in einem noch so ausgebildeten Instinkte. Solche Bauten allerkühnsten Baustils und diese herrlichen Gartenanlagen geben hinreichenden Beweis, dass bei diesen vom mächtigsten Licht umflossenen Menschen mehr als ein purer Instinkt zu Hause ist.“ – Sagt Peter: „Ja, in dieser Hinsicht magst du auch nicht unrecht haben! Aber ich bleibe doch so ziemlich fest bei meiner Ansicht.“

12. Sage Ich: „Ihr habt in wechselweiser Beziehung beide recht! – Aber da Ich schon die dritte Tür eröffnet habe, verlassen wir nun diese zweite und treten sogleich in die schon geöffnete ein.“


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