RBLUM-291

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-291 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 291 - Grosses Himmelsmahl und Himmelskonzert im Vaterhause. David als Musikleiter und Tonschöpfer. Himmelsort anderer Musikmeister.


1. Als dies alles geschehen, bewegen sich ganze Prozessionen von allen Seiten her in den grossen Speisesaal. In kurzer Weile stehen viele Tausende im Saal, und noch immer ziehen neue Prozessionen von abermals Tausenden herein. Robert und die ganze bedeutende Gesellschaft zunächst bei Mir fängt an, grosse Augen zu machen, als der zahlreiche Zuzug noch immer kein Ende nehmen will. Und Robert fragt Mich ganz leise: „Aber um Deines allmächtigen Namens willen! Der Saal ist schon ganz angestopft mit Menschen und noch ist kein Ende zu ersehen! Wo werden sie denn Platz finden? Wir haben den grössten Tisch so reich als möglich bestellt, aber was wird er bieten für diese ungeheure Volksmenge?“

2. Sage Ich: „Sei nur ruhig! Hast du doch auch auf der Erde schon vernommen, dass friedlicher Schafe viele Platz haben in einem Stall. So werden auch die Bewohner Meines Hauses am Ende hinreichenden Platz finden!“ – Sagt Robert ganz erstaunt: „Was? Diese alle sind bloss Bewohner dieses einen Hauses? Ja, wie viele wohnen denn eigentlich hier? Es müssen ja Millionen sein! Ah, noch immer kein Ende! – Aber was merke ich nun? Der Saal wird ja stets grösser und grösser, oder kommt es mir bloss so vor? Nun fangen sich auch die Galerien zu füllen an! Jetzt erst wird ein Ende des Zuges durch die offenen Türen ersichtlich! O Herr, wieviele befinden sich nun in diesem grossen Saal?“

3. Sage Ich: „So du die Zahl wissen willst: Es sind ihrer zwölfmalhunderttausend! Aber das sind bei weitem nicht alle, die Mein Haus bewohnen. Mehr als zehnmal soviel sind in wichtigen Geschäften abwesend und haben auf den verschiedenen Welten und Sonnen in all den Himmeln und deren zahllos vielen Vereinen zu tun. Verstehe aber wohl: Diese Genannten sind ausschliesslich nur Bewohner Meines Hauses, das Ich Selbst bewohne, und wo Ich sorge für Meine Kinder.

4. Du siehst aber, dass diese Stadt allein nur in ihrem Hauptteil eine übergrosse Menge herrlichster Häuser hat. Ein jedes Haus steht frei und hat um sich einen schönsten Garten, wohlbestellt mit allerlei Fruchtbäumen und anderen Gewächsen, die den höchsten Wohlgeruch ausströmen. Solche Häuser sind alle vollauf bewohnt, und die Bewohner sind ebenfalls Meine Kinder und besuchen Mich in Meinem Hause, wann sie wollen. Ich habe eine grosse Freude an ihnen, und sie sind alle voll der reinsten Liebe zu Mir und den Brüdern, die in Meinem höchsteigenen Hause wohnen.

5. Weiter ersiehst du eine grosse Vorstadt gegen Osten, die nimmer ein eigentliches Ende hat. Diese Vorstadt ist ebenfalls voll Gebäuden aller Art, wie sie auf den Weltkörpern in bester Form zu finden sind. Hier wirst du vollendete Geister aus allen Welten der Unendlichkeit antreffen, die ebenfalls überselig sind nach der Art ihrer Liebe und inneren Vollendung. Zugleich befinden sich aber auch in einem jeden Haus dieser grossen Vorstadt eine Türe und eine Brücke, mittelst der die seligen Bewohner auf jene Weltkörper schauen und gelangen können, die sie in ihrem Fleisch bewohnt haben.

6. In den Häusern der Hauptstadt aber ist diese Einrichtung so getroffen, dass jeder Bewohner durch zwölf innerhalb des Gemachs angebrachte Türen in alle Weltkörper der ganzen Unendlichkeit gelangen und wieder zurückgelangen kann im Augenblick, so der Bewohner es will. Aber solche Türen zu den Weltkörpern sind in jedem Hause nur in den Gemächern zu ebener Erde angebracht, niemals auch in einem höheren Stockwerk. Daher hat denn auch jedes Gemach eines höheren Stockwerks ein entsprechendes zu ebener Erde. Das Wunderbare solcher Einrichtung aber wirst du erst in der Folge genauer kennenlernen, je nachdem sich dein Innerstes mehr und mehr entfalten wird.

7. Nun aber siehe, während dieser Unterredung haben sich die Zwölfmalhunderttausend am grossen Tisch geordnet und mehrere kleinere Tische sind ebenfalls nachträglich bestellt und besetzt worden – und du merkst doch sicher kein Gedränge!“

8. Spricht Robert: „Überaus wunderbar! Aber der grosse Tisch hat auch eine Länge bekommen, die man nach Meilen messen müsste. O Herr, Du bester, heiliger Vater! Auch die kleineren Tische sind stundenlang geworden! Und der Saal hat nun eine Länge, Höhe und Breite, dass man ganz London und Paris bequem hineinstellen könnte. Wahrlich, das hört schon auf, ein Saal zu sein; das ist vielmehr eine ganze Welt!“

9. Sage Ich: „Ja, Mein Bruder, hier geben wir's denn auch ein wenig grossartiger als auf der Erde am Reinerkogel! Was meinst du?“ – Sagt Robert: „O Vater, Du bist zu gütig und gnädig! Ein Funke dieses Lichts auf die Erde gebracht, würde sie so erglänzen machen, dass die Sonne daneben zum finsteren Klumpen würde! – Aber haben die Geister auf den zwei hohen Galerien über uns auch Tische und Speise und Trank?“

10. Sage Ich: „Ganz sicher! Mein Haus hat, wie du von aussen bemerkt haben wirst, drei Stockwerke. Von jedem kann man auf die mit dem Stockwerk gleichlaufende Galerie dieses Speisesaals gelangen, der die Höhe von allen drei Stockwerken hat. Dies ist aber nicht der einzige Saal in diesem Hause. Es gibt deren noch gar viele, die alle für die verschiedenartigen Zwecke eingerichtet sind. Du wirst sie nach und nach alle kennenlernen. Jetzt aber sehen auch wir, dass wir einen guten Platz am grossen Tisch bekommen!“

11. Sagt Robert: „Herr, so irgendein kleines Katzentischchen wäre mir lieber! Denn dort am grossen Tisch sieht wohl nirgends mehr von einem günstigen Plätzchen etwas heraus.“ – Sage Ich: „Hast auch recht! Da ist gerade noch ein freier, ziemlich umfangreicher Tisch. Diesen versorge! Und wir werden alle, die wir von der Erde hierher gekommen sind, an ihm Platz nehmen. Von diesem Tisch aus übersehen wir auch gut alle Gäste und können auch von ihnen am besten bemerkt werden.“

12. Robert und sein Gehilfe richten sogleich den Tisch zurecht. Und Ich, die Monarchen und noch einige andere nebst Robert, dessen Gehilfe Peter und die zwei Weiber, setzen uns dazu und essen und trinken von allem, was sich auf dem Tisch befindet. Nach dem Essen erheben sich alle die vielen Gäste und stimmen Mir ein grosses Loblied an, das Robert überaus gut gefällt.

13. Nachdem das liebliche Lied, von zarten Liebesworten überströmt, zu Ende ist, beginnt erst ein allerwahrstes Himmelskonzert von den Galerien herab zu ertönen. Den Anfang macht eine herrliche Kantate mit Begleitung vieler reinst gestimmter Harfen, deren Ton aber hellsanft klingt, dass auf der Erde wohl kein Toninstrument einen Ton in solcher Reinheit hervorzubringen vermöchte. Das Ähnlichste wäre noch der Ton einer Äolsharfe, so ein reiner und gleichmässiger Wind der reinen Saiten harmonische Punkte zu ertönen nötigt.

14. Robert weiss sich vor lauter Wonne nicht zu helfen, und die zwei Weiber weinen vor Rührung. Helena sagt ganz zerknirschten Gemüts: „O Gott, o Gott! Ist das doch eine ergreifende Musik, dass man dabei ganz zerfliessen könnte! Jeder Ton dringt entzückend zum Herzen. Robert, das klingt ein bisschen anders als eine noch so schöne Oper im Theater und unendlich besser als eine türkische Musik!“

15. Sagt Robert lächelnd: „Jetzt geh! Wie kann man bei dieser herrlichen Symphonie auch nur einer irdischen, besonders einer türkischen, gedenken!“ – Sagt Helena: „Du hast wohl recht! Meine Art und Weise ist schon so: wenn ich etwas Allerherrlichstes recht herausheben will, setze ich diesem scherzhaft stets das allerletzte derselben Art entgegen. Und ich meine, dass so etwas nicht unrecht ist!“ – Sagt Robert: „Ja, du hast schon recht! Aber jetzt stille, denn bei dieser Musik kann man nicht genug Herz und Ohr sein!“

16. Fragt Mich leise der Kaiser Joseph: „O Herr und Vater, von wem ist denn diese Kantate komponiert?“ – Sage Ich: „Siehst du dort auf einem Vorsprung den Musikleiter nicht?“ – Sagt Joseph: „O ja, lieber Vater, aber wie er heisst und wer er auf der Erde war, weiss ich nicht.“ Sage Ich: „Das ist David, der einstige König in Israel. Dieser ist hier ein Hauptleiter der Musik und zugleich der auserlesenste Schöpfer solcher Tonwerke, die Mir stets ein grosses Vergnügen machen.“

17. Sagt Joseph: „Ja, das will ich aber auch ein Tonwerk heissen! Es klingt in der Gesamtheit wie eine grösste Gesangs- und Instrumentalsymphonie. Schon ein jeder einzelne grosse Ton klingt wie eine ganze, leise durchgeführte Sonate. – Wenn ich auf der Erde je etwas entfernt Annäherndes vernommen habe, wäre es das harmonische Tönen der sogenannten Mundtrommeln mit den feinsten Silberzungen. Im Grunde besitzen auch diese nur einen bestimmten Hauptton, aber innerhalb dieses entfalten sich gleich Liebesgeistern in den zartesten Schwingungen alle möglichen Melodien und Modulationen. So kommt es mir auch hier vor. Die Haupttöne bieten harmonisch die Hauptkantate, aber ein jeder einzelne Hauptton ist belebt von den wunderherrlichsten Sonaten.

18. Ich möchte aber noch etwas von Dir erfahren: Wo befinden sich jene Musikmeister, die vor und zu meiner Zeit auf der Erde wirklich das Herrlichste in der Musik geleistet haben, z.B. ein Händel, Bach, Gluck, Mozart, Haydn und noch einige andere, deren Namen weniger bekannt sind?“ – Sage Ich: „So du in den ersten und zweiten Himmel bei Gelegenheit kommst, wo du ebenfalls die grossartigsten Herrlichkeiten antreffen wirst, da wirst du dort jene Geister finden. – Nun aber gib acht! Es kommt nun ein anderer Teil des Konzerts.“


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