RBLUM-290

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-290 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 290 - Roberts politischer Eifer. Petrus über völkische Selbsthilfe und Gotteshilfe. Der Vater weiss, wann es Zeit ist.


1. Sagt Robert: „O ja, du hast ganz recht. Jeder Mensch für sich tut wohl daran, wenn er seiner vorgesetzten Obrigkeit gehorcht in weltlichen Dingen und sich friedfertig verhält bei allen Lagen des irdischen Lebens. Aber was sollen die armen Menschen machen, wenn ihre Herrscher aus Furcht, Thron und Glanz zu verlieren, bei ihren Untergebenen auch die Sphäre des Geistes angreifen? Wenn sie dieselben fesseln und der Seele und dem Geist die Sehe verfinstern, die reine Lehre des Herrn auf Erden in ein Götzentum verwandeln und dadurch die Menschheit mit aller Blindheit schlagen? Was sollen da solche geknechtete Menschen tun, so die herrschsüchtigen Kronträger für die vom Herrn Selbst erweckten Geister Scheiterhaufen, Galgen oder mindestens harte Kerker errichten?

2. Soll den Menschen auch da aus den Himmeln kein Recht zuständig sein, sich der Geistesmörder zu entledigen? Ist auch solch ein Handeln wider die Ordnung der Himmel, muss man folgerichtig doch annehmen, dass es dem Herrn einerlei ist, ob der Mensch auf der Welt ein Fetischdiener, ein finsterer Heide oder ein reiner Christ ist. Wenn aber das der Fall ist, sehe ich die ganze Erlösungsgeschichte, alle Wahrheiten der Propheten und die reine Wunderlehre des Lebens aus dem Munde Gottes nicht ein. Denn da hätte die Menschheit lieber in ihrer Urnacht verbleiben sollen. Millionen von Menschen, die sich Christen nennen, haben von Christus dem Herrn und von Seiner Lehre nicht den leisesten Begriff. Der Papst ist ihr Gott und der Regent sein Handlanger. Beide sorgen nach Kräften für die Verfinsterung der Menschen, um jeden Funken Geistes in ihren Untertanen zu ersticken. Sage, Freund, haben die sich noch irgendwo vorfindenden helleren Gesellschaften auch da keinen Funken Recht, sich gegen solche geistige Tyrannei zu erheben und sie zu vernichten?“

3. Sagt Petrus: „So sie es vermögen, warum nicht? Können sie aber so etwas nicht, wird ihnen ihr Versuch bitter zu stehen kommen, und sie werden dann in der Folge noch zehnfach mehr geknechtet als früher. Ich sage dir, es bleibt ewig bei dem, dass Menschen für sich allein gar nichts tun können. Tun sie dennoch etwas, so machen sie nur, dass ihr Zustand verschlimmert, nie aber gebessert wird. Ganz etwas anderes ist es, wenn eine reinere Gesellschaft von Menschen den Herrn um Hilfe und Schutz anfleht. Da legt dann der Herr Selbst die Hand ans Werk, und mit der Tyrannei hat es dann für immer ein Ende. Nur die Allmacht kann jede andere Macht schlagen! Des Menschen Ohnmacht aber vermag nichts ohne den Herrn. – Im übrigen weiss der Herr genau, wie weit Er eine Tyrannei fortkommen lassen kann.

4. Ich sage dir: Der Herr misst eines jeden Zeit. Und so ist auch aller Tyrannen Zeit genauest bemessen. Es fehlt oft nur der letzte Tropfen, fällt dieser, dann ist die Zeit zu Ende. Darum sorge dich nicht mehr um die Verhältnisse der Erde! Der Herr versteht sie am besten zu leiten und zu schlichten.

5. Wie oft habe ich schon von besseren Erdenmenschen den Wunsch vernommen, der Herr möchte dem Papsttum doch endlich einmal ein Ende machen. Aber der Herr säumt noch immer, und Er weiss es gar wohl, warum Er das tut. Dass Er aber nicht mehr lange säumen wird, dessen kannst du völlig versichert sein. Rom meint wohl einem Phönix gleich zu sein, der sich selbst verbrennt und dann aus seiner Asche wieder herrlicher denn früher ersteht. Aber diesmal wird es am Ende bei der Asche verbleiben. Und so wird es nun auch manchen anderen ergehen auf der Erde! Verstehst du das?“

6. Sagt Robert: „Ja, nun erst bin ich in allem klar unterwiesen. – Aber nun kommt der Herr. Darum nichts mehr weiter von dem!“

7. Robert geht mit der ganzen Gesellschaft Mir entgegen und sagt: „Herr! Vater! Wie Du es befohlen hast, steht alles in Bereitschaft.“

8. Sage Ich: „Mein lieber Bruder, das habe Ich schon gesehen. Aber so Ich nicht Selbst gekommen wäre, hättest du Mich und die grosse Gesellschaft noch hübsch lange warten lassen und wärest nicht gekommen, Mir vor der Gesellschaft zu sagen: ,Herr und Vater komme, es ist alles bereit!‘“

9. Sagt Robert: „Herr, das habe ich ohnehin gewollt, aber Bruder Petrus hat mich davon abgehalten!“ – Sage Ich: „Ei, ei, wenn du auf eine kleine Hausprobe gestellt wirst, darfst du nicht gleich so nachgiebig sein!“

10. Sagt die Helena: „Siehe, ich habe dir noch mit den Augen gewinkt! Aber du legtest den Finger auf den Mund, dass ich hier schweigen solle, wo der erste Bruder des Herrn das Wort führt! Ihr habt dann recht lange über Verschiedenes gesprochen, bis nun der liebe Vater von Selbst gekommen ist, ohne von euch Weisen gerufen worden zu sein. Es geschieht euch schon recht, so euch der Herr ein wenig putzt!“

11. Sage Ich: „Nun, nun, liebste Tochter Helena, es ist schon alles wieder in Ordnung. Robert ist gerecht, da er dem Bruder Petrus folgte. Bruder Petrus ist ebenfalls gerecht, denn er weiss, was er bei solchen Gelegenheiten zu tun hat. Und du bist auch gerecht, weil du Mich durch deinen Robert wolltest hereinrufen lassen. Ich Selbst aber bin noch nie ungerecht gewesen, und so haben wir alle uns nichts mehr vorzuwerfen. Daher werden wir nun das Mahl einnehmen. Geht und beruft die Gesellschaft! Und du, Bruder Petrus, öffne alle Türen, die in diesen Speisesaal führen!“


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