RBLUM-285

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-285 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 285 - Das Vaterhaus in der himmlischen Stadt. Die Herrlichkeit seiner Räume und Bewohner. Dazu im Gegensatz des Herrn Schlichtheit.


1. Sagt Robert weiter: „O Herr und Vater voll Liebe, Sanftmut und Geduld! Was ist das für ein gar so herrlicher Palast, der gerade uns gegenüber gegen Morgen hin steht?“ – Sage Ich: „Das ist Mein höchsteigenes Haus! Aber darin gibt es gar viele Wohnungen, von denen nun auch du eine beziehen wirst für ewig. Und ihr alle, die ihr nun mit Mir seid, werdet auch darinnen wohnen. Diese Wohnungen werden euch gewiss sehr gefallen.“

2. Sagt Kaiser Joseph: „Was? Bei Dir, in Deiner nächsten Nähe, heiligster Vater, sollen wir sein? Das wäre zuviel Seligkeit für uns arme Sünder. Wir sind schon mit einem letzten Winkel in dieser Stadt völlig und überselig zufrieden!“ – Sage Ich: „Mein lieber Bruder! Siehe, es steht ja geschrieben: ,Wo Ich bin, da werden auch die sein, die Mich lieben über alles.‘ Ihr aber liebt Mich nun über alles und habt Mich in euren Herzen stets mehr geliebt als ihr glaubtet. Und so müsst ihr auch dort wohnen, wo Ich Selbst wohne, und mit Mir wirken in ewiger Gemeinschaft. Ihr werdet viele in Meinem Hause antreffen, denn es ist gar gross und zählt sehr viele Wohnungen. Betreten wir es nun! Die drei Brüder gehen voran!“

3. Wir treten nun in eine grosse Vorhalle des Hauses. Der Boden ist aus reinstem, durchscheinendem Gold. Zu beiden Seiten stehen zwölf Säulen, welche die Decke der Vorhalle tragen. Die Säulen leuchten wie die Sonne und spielen im höchsten Glanze alle Farben des Regenbogens. Ihre Masse ist reinster Diamant. Die Wände der Vorhalle sind aus Porphyr, die Decke ist Smaragd und die Stufen zum ersten Stock (das Haus hat drei Hauptstockwerke) sind aus reinstem Rubin mit Gold gerändert und führen in gerader Steigung zu einer grossen Tür, die niemand ausser Mir öffnen kann.

4. Alle, die da mit sind, können über die höchste Pracht dieser Halle nicht genug staunen. Joseph sagt: „Brüder, wären wohl alle Kaiser und Könige der Erde, so sie alle Schätze aufböten, imstande, solch eine Vorhalle mit irdischem Material zu erbauen? O Gott, welch eine namenlose Pracht und unbeschreibliche Majestät!

5. Der Herr Selbst aber bleibt dennoch stets gleich in Seiner höchsten Schlichtheit. Wie Er auf der Erde einst die Menschen lehrte und ihnen die Wege des Lebens zeigte, so wandelt Er auch hier in Seinen Himmeln. Kein Leuchten und kein glänzender Hofstaat von Myriaden Engeln umgibt Ihn. Wir sind hier fast Seine einzige Begleitung. Draussen auf den Gassen geht es freilich wohl bunt zu. Aus Millionen Kehlen erschallen die lieblichsten Lobpreisungen unter dem harmonischen Klang wohlklingender Harfen. Die ganze Himmelsluft ist durch und durch erfüllt von Gesängen. Man sollte beinahe glauben, alle diese Himmel seien bloss Gesang und die reinste Harmonie.

6. In der Stadt geht es höchst lebendig zu, aber hier beim Herrn aller Herrlichkeiten, bei dem allmächtigen Schöpfer und Vater der Unendlichkeit ist es bis auf die Pracht des Hauses ganz einfach. Keine Hofdienerschaft, keine glänzende Begleitung, kein dem Herrn der Ewigkeit gebührender Empfang ist irgendwo bemerkbar. Fangen doch wir ein bisschen Lärm zu schlagen an, dass die vielen Bewohner dieses Hauses auf die Ankunft des Herrn aufmerksam gemacht werden!“

7. Sage Ich: „Lasset das gut sein, liebe Brüder! Die Bewohner wissen gar wohl, was sie bei Meiner Ankunft zu tun haben. Ihr seid auf der Erde das Lärmen gewöhnt und denkt, es müsse daher auch hier bei Meiner Ankunft ein ungeheurer Lärm geschlagen werden. Dessen bedarf es jedoch hier durchaus nicht! Wenn nach irgendeinem auf Erden und in deren geistigen Regionen vollbrachten Werke Mir bei Meiner Ankunft ganz im stillen die Herzen Meiner süssen Kindlein entgegenpochen voll Liebe, Dank und Leben, dann ist für Mich des feierlichsten Lärmens schon in Überfülle vorhanden. So wir die Gemächer betreten, werden sie uns schon entgegenkommen und uns grüssen auf die lieblichste Weise aller Himmel.“

8. Ich öffne nun die Tür, und Meine Freunde fallen auf den Stufen auf ihre Angesichter nieder. Robert sagt mit bebendem Herzen: „O Vater, das ist zuviel auf einmal für einen geschaffenen Geist, für ein winziges Lebensatom in Deiner Unendlichkeit! Dieses Licht, diese Herrlichkeit und die überhimmlisch schönen Engel, die mit tränenfeuchten Augen ihre unendlich schönen, weichen Arme nach Dir und uns ausstrecken! Wir sind ja gegen sie förmlich gestaltlos bei all unserem auch schon etwas himmlischen Aussehen!“

9. Hier sieht sich Robert nach Helena um, um zwischen ihr und den Bewohnern Meines Hauses einen Vergleich zu machen. Helena aber ist schon mit der Schönheit Meiner Kinder versehen. Robert erschrickt da ordentlich und sagt: „O Herr, was ist denn mit der Helena geschehen und mit der Mathilde Eljah? Sie sind ja auch schon so schön, dass ich sie mir gar nicht mehr anzusehen getraue.“

10. Sage Ich: „Erhebet euch alle und verwundert euch nicht so sehr, denn ihr selbst seid ja nun auch schon so gestaltet!“ Hier erheben sich die sieben, beschauen sich und kennen sich selbst kaum mehr vor Schönheit. Robert sagt voll Staunens: „Bin ich es denn wohl?“ – Sage Ich: „Ja, du bist es! – Aber nun gehen wir in das erste Gemach!“


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