RBLUM-284

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-284 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 284 - Rudolfs Vergleich zwischen himmlischen und irdischen Verhältnissen. Die himmlische Stadt und ihre Bedeutung als Nährquelle der ganzen Unendlichkeit.


1. Tritt Kaiser Rudolf zu Mir, preist Mich aus vollem Herzen und sagt: „O wie ganz anders sind doch die Dinge und Verhältnisse dieser Geisterwelt als jene kleinlichen auf der Erde! Was hat man sich auf der Welt alles eingebildet zu sein, und war im Grunde gar nichts! Solange ein Mensch, ob Kaiser oder Bettler, im Kleid des Todes wandelt und in der Welt vergänglich ist, kann sein Dasein nichts als eine Null bedeuten. Ich war auf der Welt ein grosser Kaiser, als aber der Tod über mich kam, was war ich dann? Nichts als eine Handvoll Staub und Asche! Hier aber bin ich doch nicht um ein Haar mehr als ein geringster Bürger dieses ewigen Reiches, dieser Gottesstadt. Trotzdem dünke ich mich erhabener als stünde ich auf der Welt als ein mächtigster Regent, vor dem Erde und Meere erbeben!

2. Wie lange hat der irdische Dünkel selbst nach dem Abfall Meines Leibes mich noch berückt. Einem Freien aus der Wahrheit ward es vorbehalten, den schon morsch gewordenen Fels aus dem harten Schlaf zu rütteln. Der Fels zerstob, und ich stehe nun hier in all meiner Nichtigkeit vor Dir, o Herr, wie ein neugeborenes Kind und staune eine neue Welt an und ihre heiligen Verhältnisse. Aber um wie vieles hat dieses Kind voraus vor allen noch so weisen und mächtigen Herrschern der Erde! Mir kommt hier alles so gross und erhaben und überaus bedeutungsvoll vor. O Herrlichkeiten ohne Namen und Zahl! O Vater, wie gross und heilig bist Du!“

3. Sage Ich: „Ja, du hast recht! Auf der Erde müssen Unterschiede sein, sonst wäre sie nicht, was sie sein muss. Hier aber ist alles gleich. Da gibt es keinen Rang ausser dem, dass ihr alle Meine Kinder seid und Ich euer aller Vater und Herr. Aber dessenungeachtet gibt es auch hier Unterschiede, und niemand soll von dem etwas verlieren, was er redlich auf der Erde besessen hat. Du warst auf der Erde ein rechter Kaiser. Und siehe, du wirst wieder Kaiser werden, aber über ein sehr grösseres Reich als auf der Erde. Hier wirst du gesetzt werden über eine ganze Sonne, in der eine Trillion Erden Platz hätte. In der Stadt, und zwar in deinem Hause wirst du deine künftige Bestimmung näher kennenlernen.

4. Nun aber stehen wir schon am Tor. Daher lasst uns beim Harfenklang einziehen!“

5. Wir betreten nun die Stadt: eine Stadt voll Lichtes und Lebens, in der ewig keine Not herrscht, weil alles in höchster Überfülle vorhanden ist und ewig sein muss. Denn aus dieser Stadt bezieht alle Unendlichkeit ihre Nahrung naturmässig und geistig.

6. Robert und alle staunen über die Lieblichkeit der Wohnungen, deren es hier eine solche Anzahl gibt, dass sie von niemand mehr gezählt werden kann. Denn die Wohnungen der Stadt Gottes nehmen wohl einen Anfang, aber dahinter nimmer ein Ende. Wohl ist im Anfang diese Stadt so gestellt, dass sie ein vollkommenes Viereck bildet, aber hinter diesem dehnte sie sich endlos aus und hat nirgends und nimmermehr ein Ende.

7. Nach langem Staunen sagt Robert: „Ja, jetzt verstehe ich es erst so ein wenig tiefer, was das heisst: ,Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr gehört, und in keines Menschen Sinn ist es gekommen, was der Herr denen bereitet hat, die Ihn lieben.‘ Hätten die Menschen der Erde auch nur eine leiseste Ahnung von dem, was sie hier erwartet! Tausendmal sterben wäre ihnen lieber, als ein auch nur minutenlanges Leben auf der Erde. Aber des Herrn grosse Liebe und Weisheit verbirgt solches vor den Augen der Sterblichen, auf dass sie ihre Probe durchmachen und eine rechte Festigung ihres Geistes erlangen, ohne die es ihnen unmöglich ist, eine solche Wonnefülle zu ertragen.

8. O Herr, nun begreife ich auch, dass hier manchmal Geister meinesgleichen auf die erklärlichste Weise ihrer sterblichen Brüder ein wenig vergessen und sich ihnen nur sehr selten zeigen. Wer könnte über solcher Wonnefülle der bösen Erde noch gedenken, so er nicht von Dir, o Herr und Vater, zuweilen ermahnt würde, sich zur rechten Zeit auch der noch sterblichen Brüder auf Erden zu entsinnen!“


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