RBLUM-280

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-280 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 280 - Entsprechungsbedeutung von Brot und Wein. Wissen und Tun. Ein Auftrag an die Lichtblauen.


1. Sage Ich: „Nun ihr das begriffen habt, müsst ihr auch danach handeln, ansonsten ihr von Meiner Lehre keinen Nutzen ernten werdet! Ich werde euch nun ein rechtes Brot und einen rechten Wein geben lassen. Das Brot ist auch hier wie Mein Leib und Wein wie Mein Blut. Diese Nahrung wird euch stärken, und ihr werdet hinfort keinen Tod mehr schmecken, sondern das ewige Leben wird in euch sein.“ – (Zu Robert): „Du, Bruder Robert, aber gehe und schaffe abermals Brot und Wein her!“

2. Robert geht im Wäldchen einige Schritte gegen Süden und findet auf einer freien Stelle ein ganzes Eimerfässchen voll besten Weines, daneben eine Menge Trinkgläser und bei fünfzig Laibe schönsten Weizenbrotes. Als Robert solche Menge himmlischer Stärkmittel ersieht, beruft er Helena und seinen neuen Gehilfen Peter und dessen Weib, dass sie ihm helfen, alles an die rechte Stelle zu befördern. Die Gerufenen kommen zwar sogleich, aber alle vier sind nicht imstande, das Vorhandene auf den rechten Fleck hinzuschaffen.

3. Das sehen auch die Geister der Kaiser, die sich bis jetzt über mannigfache Einrichtungen der Himmel mit den Aposteln besprachen. Sie eilen schnell hinzu und helfen Robert, alles hinzuschaffen und wetteifern dann in der Bedienung der lichtblauen Geister, die mit dankbarstem Behagen das Brot essen und den Wein in vollen Zügen trinken.

4. Ich aber sage darauf zu den Monarchen: „Meine lieben Freunde und Brüder! Es ist wohl löblich und gut, sich von Mir und Meinem Reiche zu besprechen. Aber noch schöner und besser ist es, sich in den Geschäften der Himmel wacker zu üben. Das Wissen geht natürlich dem Geschäft voraus. Weiss man aber einmal, was man zu tun hat, dann muss man handeln! Und es ist dann schon eine kleine gute Handlung besser als ein grosses Wissen ohne Handlung. Denn aus einer noch so kleinen Handlung wird etwas zum Vorschein kommen. Der Handlung folgt stets ein Werk, aber dem puren Wissen folgt nichts, so es nicht ins Handeln übergeht.

5. Was nützte es einem Töpfer, so er noch so ausgezeichnet in seiner Kunst bewandert wäre, aber nie einen Lehm auf die Drehscheibe nähme, um seine Wissenschaft ins Werk zu übertragen? So ist auch der Glaube eine Wissenschaft des Herzens: Solange sie nicht ins Werk gesetzt wird, ist sie wie tot, nur das vollbrachte Werk gibt ihr erst Leben. Und so macht es Mir nun rechte Freude, dass ihr ohne Geheiss in einem guten Dienst tätig geworden seid. Wahrlich Ich sage euch allen: Auch ein Trunk frischen Wassers, den ihr einem Durstigen gereicht habt, wird von Mir hoch angerechnet werden, denn Ich sehe weniger auf das Wissen als auf das Handeln!

6. Wer einmal etwas Rechtes weiss und nicht danach handelt, ist sogut ein Sünder wie der, welcher zwar das Rechte wohl erkennt, aber es dennoch nicht will, weil es mit seiner Bequemlichkeit nicht im Einklang steht. – Man muss sich daher, um ein rechter Bürger Meines Reiches zu sein, über die Trägheit allzeit hinaussetzen und das Recht nach der rechten Wissenschaft üben; dann ist man erst das, was man nach Meiner ewigen Ordnung werden und sein soll.“

7. (Zu den Lichtblauen): „Und da ihr nun hinreichend gestärkt seid, so begebt euch noch einmal hinab in die Tiefe und weckt dort, was noch zu wecken ist. Sucht die erhitzten Gemüter zu besänftigen, auf dass noch möglicherweise ein Krieg unter den Erdenmenschen vermieden wird. Bei nur einigem Gelingen dieses Werks soll euch ein grosser Lohn erwarten in Meinen Himmeln, in die ihr leicht gelangen könnt, da Ich Selbst euch den nie verfehlbaren Weg dahin gezeigt habe.“

8. Seht euch aber vor, dass ihr jenen feuerroten Geistern überall zuvorkommt, denn sie werden sich nun alle Mühe geben, den Krieg zwischen den Regenten anzufachen. Ihr werdet zwar nicht alles verhindern können. So ihr aber in Meinem Namen recht tätig seid, doch sehr vieles, das die Menschheit in grosses Elend stürzen würde. Nach vollbrachtem Werk aber begebt euch wieder hierher auf diese Stelle! Da wird euch ein Bote erwarten, der euch beim Eingehen in Mein Reich in Meinem Namen hilfreiche Hand bieten wird. Und nun macht euch an das Werk – es sei!“

9. Sagt beim Abgang noch einer von den Lichtblauen: „O Herr und Vater! Wenn es uns aber in der Folge wieder hungern und dürsten sollte, – denn wir können doch nicht wissen, wie lange wir zu tun haben – woher werden wir dann Brot und Wein nehmen?“

10. Sage Ich: „Da frage Robert und seinen Gefährten, wie lange es schon ist, dass sie so wie ihr mit Brot und Wein gespeist wurden, und ob es sie bisher je gehungert und gedürstet hat. Wer einmal Mein Brot gegessen und Meinen Wein getrunken hat, den wird es weder hungern noch dürsten in Ewigkeit! Denn Mein Brot ist eine wahrhafte lebendige Speise, die, nährend Seele und Geist, sich im Magen deiner Seele stets von neuem wieder erzeugt. Ebenso ist auch Mein Wein ein rechter Trank, dem kein Durst mehr folgt. Daher könnt ihr ganz getrost hinausziehen, denn von nun an wird euch nimmer hungern und dürsten.“

11. Auf diese Versicherung hin gehen die Lichtblauen nun vollen Muts an ihr Werk. Ob sie viel ausrichten werden, steht wohl sehr in Frage, da die vielen roten Geister schon überall vollste Tätigkeit zur Erreichung ihres Zwecks zu entwickeln begannen; aber mildern können sie die Sache dennoch um ein sehr Bedeutendes.

12. Sage Ich: „Es muss nun eine grosse Züchtigung kommen über alle, die es ganz verlernt haben, Mich in der Not wie allezeit anzurufen, und anzuerkennen den Wert des Menschen, der von Mir nicht in die Welt gesetzt wurde, um sich wegen des Glanzes eines Thrones totschiessen zu lassen. Diesmal soll dem Volke, wenn es nüchtern handelt, für alle Zeiten der Sieg eingeräumt werden. Dann erst kommt Mein Reich in die Welt. Sollte aber das Volk grausam handeln, was Ich weder vorsehen noch vorbestimmen will, so wird es schwer zum endlichen Sieg gelangen.“


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