RBLUM-278

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-278 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 278 - Ort der wahren Glückseligkeit – im Menschenherzen. Der Weg zum Himmel drei Spannen lang.


1. Rede Ich: „Ja, so ist es! Nur auf dem engen Pfad und am engen Plätzchen ist jedes Menschen wahres Glück und wahre Seligkeit zu erreichen! Wer es auf breiten Strassen sucht und der Meinung ist, die Seligkeit sei nur am grossen Platz voll Glanzes zu suchen, der findet sie nimmer. Nur der Hochmut baut breite Strassen des Verderbens und errichtet grosse Plätze, aber diese bedingen weder materiell noch geistig das Glück der Menschen.

2. Ihr habt auf der Welt oft gesehen, wie sich die Grossen auf Kosten der Kleinen und Armen mästen. Wer aber ward noch glücklich durch Gold, Silber und Edelsteine? Ich sage euch: Niemand! Ruhmsucht und Habgier finden viel zuwenig Sättigung und trachten Tag und Nacht zu noch mehr Glanz und Ruhm und Reichtümern zu gelangen. Wer unzufrieden ist, der ist auch nicht glücklich und kann es auch nie werden. Ein grosser und breiter Platz braucht viel, bis er voll wird, und selbst dann genügt er dem Besitzer nicht mehr. Dieser strebt nun nach Erweiterung und der Anfüllung des Platzes, und so treibt da ein verderblicher Keil den andern. Es ist nicht möglich, dass solche Menschen je an ein Ziel gelangen können, wo sie einmal ein wahres, bleibendes Glück fänden.

3. Was macht denn eigentlich das grösste Unglück aller Höllengeister aus? Es ist das Streben nach dem Unendlichen! Die Unendlichkeit aber hat keine Rückwand und keine Grenzen. Daher ist es leicht begreiflich, dass ein von der Hölle erfüllter Geist unmöglich zu einer Glückseligkeit gelangen kann. Wer die Seligkeit im Unendlichen sucht, kann sie unmöglich je finden! Je weiter er dringt, eine desto endlosere Kluft ersieht er vor sich, über die er ewig nicht gelangen wird.

4. Mein Reich ist daher in eines jeden Menschen kleines Herz gelegt. Wer da hineinkommen will, muss also in sein eigenes Herz eingehen und sich da ein Plätzchen der Ruhe gründen, die da heisst Demut, Liebe und Zufriedenheit. Ist er damit in der Ordnung, ist auch sein Glück für ewig gemacht. Er wird dann bald sehr viel mehr finden, als er je erwartet hatte. Denn ein kleines Häuschen ist gewiss leichter mit allem Nötigen einzurichten als ein grosser Palast, der noch immer leer aussieht, wenn sich auch schon tausende Einrichtungsstücke darin befinden.

5. Ihr müsst euch daher auch von Meinen Himmeln keine zu breiten Gedanken, sondern ganz enge und kleine Vorstellungen machen, dann werdet ihr darinnen die wahre Glückseligkeit finden. – Ein Herz voll Liebe zu Mir und zu den Brüdern und Schwestern, sowie ein tätigkeitslustiger und tätigkeitsvoller Sinn, das wird jedem von euch die wahre, ewige Seligkeit begründen.

6. So sollt ihr euch Meine Himmel auch nicht irgendwo als recht weit entfernt vorstellen, sondern ganz nahe. Der ganze Weg beträgt höchstens drei Spannen Mass: die Entfernung vom Kopf bis ins Zentrum des Herzens! Habt ihr diese kleine Strecke zurückgelegt, so seid ihr auch schon drinnen. Denkt ja nicht, dass wir etwa eine Auffahrt über alle Sterne hinauf und hinaus machen werden, sondern eine Niederfahrt nur in unser Herz. Da werden wir unsere Himmel und das wahre, ewige Leben finden!“


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