RBLUM-266

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-266 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 266 - Bischöflicher Heiligenwahn. Gut ist Gott allein. Finstere Geister und arme kranke Seelen nahen sich und finden zweckvolle Behandlung.


1. Sagen die beiden Bischöfe zugleich wie aus einem Mund: „O Herr, da sind wir freilich gegen ihn reine Nullen, denn uns ist es nie schlecht gegangen auf der Erde. So dieser Sohn Deiner Liebe aber ein grosser Geist vor Dir ist, da wird er uns doch vergeben, so wir unwissend ihm viel zuwenig Ehre bezeigt haben. Wir werden das in Zukunft schon allerreichlichst nachholen. Nur begreifen wir nicht, wie wir solcher Gnade würdig befunden wurden, in den Himmelsverein eines so grossen Heiligen aufgenommen zu werden. Denn wie gross muss der sein, der stets so nahe an Deiner Seite wandelt und handelt nach Deinem Willen und in allem von Dir belehrt wird!“

2. Sage Ich: „Ihr wart doch recht achtbare Bischöfe und redet nun gerade, als ob ihr bei einer alten Betschwester Jahre hindurch in die Schule gegangen wärt. Wer ist denn ein Heiliger bei Mir? Gott allein ist heilig und gut; alles andere aber ist Bruder und Schwester, und der Geringste ist stets der Grösste in Meinem Reich. Die Ehre aber gebührt nur Gott allein; alles andere hat sich zu erfassen nur in und durch die Liebe!

3. Nun aber lassen wir das Weitere; denn wir haben dazu eine ganze Ewigkeit vor uns. Wir sind nach irdischem Mass nun schon bei drei Stunden hier, und die siebzehn Prälaten liegen noch auf ihren Angesichtern. Nun muss ihnen geholfen werden, und wir müssen dann schnell wieder auf unseren Hügel eilen. Dort befinden sich einige unserer irdischen Freunde und verlassen nun den Hügel; aber das macht nichts: unseren Segen, der an dem Hügel haftet, haben sie dennoch empfangen. – Jetzt also an die Prälaten!

4. Stehet auf, ihr siebzehn Brüder des Stiftes Rein! Ihr habt nun neue Augen empfangen, zu schauen das rechte Licht und zu begreifen die Wahrheit. Darum kehrt das neue Licht eurer Augen nicht in den finsteren Boden, sondern beschaut das Licht alles Lichts und begreift es!“

5. Hier erheben sich die siebzehn und schauen ganz voll Staunens um sich herum. – Und der Primas sagt als Wortführer: „Herr, Gott und Vater! Nun erst erkennen wir ganz, dass Du es bist, von dem alle Himmel und Erden voll Herrlichkeit zeugen. O Vater! Was sollen wir denn nun tun, um Deiner heiligen Nähe würdiger zu sein?“ – Sage Ich: „Von nun an Mich lieben über alles, da eure Liebe zu Mir euer wahres, ewiges Leben ist. Und alle Brüder und Schwestern wie euch selbst, denn die Brüder- und Schwesternliebe bedingt eure Seligkeit. Je mehr ihr wahre, tätige Liebe euch gegenseitig erweist, desto seliger werdet ihr sein!

6. Alle Himmel mit ihren Seligkeiten ohne Zahl und Namen gehen aus der gegenseitigen, wahren Nächstenliebe hervor – so wie im Gegenfall auch alle Qualen und Martern der Hölle aus der Eigenliebe. Gäbe es keine Eigenliebe, so gäbe es auch keine Hölle und auf der Erde keinen Krieg, keine Hungersnot und keine Pest. Weil aber die Menschen sind voll der verderblichsten Selbstliebe – aus der die Hölle gemacht ist durch die Menschen und nicht etwa durch Mich – so müssen sie sich auch all das Üble gefallen lassen, was da hervorgeht aus der Eigenliebe und Selbstsucht.

7. Wohl ist zwar noch Satan der Fürst der Hölle, wie er auch ihr erster Gründer war, aber er hat schon lange die Macht nicht mehr, die Menschen zu verderben, denn diese sind schon seine Meister geworden. Seit die Menschen allein von ihrem freien Willen abhängen, gibt es viele unter ihnen, zu denen Satan in die Schule gehen könnte, besonders unter dem hohen römischen Klerus und den Jesuiten, vor denen sogar der Satan einen Respekt hat. Solche Wesen aber nennen sich auch ,Diener Gottes‘. Wie gefällt euch das?“

8. Sagt der Primas: „Herr! Erschrecklich, so etwas aus Deinem Mund zu vernehmen!“ – Sage Ich: „Jawohl, aber es ist einmal so, und dagegen lässt sich vorderhand nicht viel tun. – Nun aber wird es halb sechs Uhr, darum kehren wir wieder auf unseren Hügel zurück.

9. Es sei! Es geschehe! – Und seht, da sind wir nun schon wieder auf dem Reinerkogel. Aber nun erhebt sich über der Stadt eine dichte Wolke, und aus allen Friedhöfen dieser Stadt steigen leichtere Nebel. Was meint ihr, was das zu bedeuten hat?“ Alle sagen: „Herr, wir wissen es nicht. Deute uns das!“

10. Sage Ich: „Das schwarze Gewölk über der Stadt ist ein Gremium von wenigstens zehntausend Mönchen und anderen Pfaffen, die seit 400 Jahren sich in dieser Gegend aufhalten und zufolge ihrer Blindheit nirgends einen Ausweg finden konnten. Darunter gibt es auch einige Bischöfe, Prälaten und Pröbste. Diesen werden wir nun Flösse geben und sie sämtlich stromabwärts in die Gebiete des Schwarzen Meeres befördern. Hier würden sie gar manches Unheil zu stiften beginnen, da sie nun bei Meiner persönlichen Anwesenheit etwas wacher und sehender geworden sind. Im Meere werden sie nach etlichen hundert Jahren wohl zu sich kommen, und es wird erst dann mit ihnen etwas zu machen sein. Die leichten Nebelchen über den Friedhöfen aber enthalten ganz arme, kranke Seelen, die nach Heilung dürsten. Denen soll auch in dieser irdischen Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag völlig geholfen werden. Ich will, dass sie uns nahen! Und seht, sie fangen an, sich gegen uns her zu bewegen.“


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