RBLUM-262

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-262 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 262 - Wandergeister aus dem Sternbild des Hasen. Licht und Liebe und ihre verschiedenen Wirkungen.


1. Rede Ich: „Wie gefällt dir aber die grosse Menge von Geistern besserer Art, die uns heute schon am frühesten Morgen in grossen Scharen besucht haben? Sie verlangten im Grunde nichts, als uns bloss eine stumme Aufwartung zu machen. Danach zogen sie gegen Abend hin und nahmen auf dem Berg Plabutsch über dem Murstrom eine kurze Ruhe.“

2. Sagt Robert: „Das waren für mich ganz fremde Wesen. Sie sahen wohl wie Menschen aus, schienen aber sonst kalt und beinahe bar alles Gefühls. Was waren sie denn, und was hatte sie eigentlich hieher geführt?“

3. Sage Ich: „Das waren Geister aus einem andern Planeten, und zwar nicht eines Planeten dieser Erdsonne, sondern einer weit entfernten, die sich im Sternbild des sogenannten Hasen befindet. Von jener Sonne der nächste grosse Planet (von ihr beinahe ebensoweit entfernt wie der Merkur von der Sonne dieser Erde) ist dieser Geister Geburtswelt. Wer diese Sonne näher kennen will, lasse sich das Sternbild des Hasen weisen. In dessen linkem Ohre wird er einen ganz kleinen Stern, kaum fünfter Grösse, entdecken; das ist eben jene Sonne, von deren nächststehendem Planeten diese Geister stammen. Es sind Wandergeister, deren grösste Seligkeit darin besteht, stets auf der Wanderschaft zu sein. So sie aber zu dieser Erde kommen, was freilich nur selten der Fall ist, so nehmen sie Ruhe und suchen Bekanntschaft mit Meinen Kindern zu machen.

4. Manchmal geschieht es, dass manche sich hier sogar wieder inkarnieren lassen. Aber in der Anwartschaft, dass sie Meine Kinder würden, gleichen sie dann neugefangenen Vögeln im Käfig. Sie haben keine Rast und keine Ruhe. Es ist ihnen beinahe unmöglich, bei irgend etwas zu bleiben. Reisen und Wandern ist ihre grösste Lust. Wird ihnen diese beschränkt, sind sie dann sehr unglücklich. Daher hat auch ihr Erscheinen auf dieser Erde selten einen anderen Grund als den dir bekanntgegebenen. Nur diesmal sind sie durch eine dumpfe Ahnung, als sei Ich hier, hierhergetrieben worden. Von grosser Ferne schon merkten die Weiseren unter ihnen Meine Gegenwart und sind daher hergeeilt, um Mir die Aufwartung zu machen. Darin besteht aber auch all ihr Gottesdienst, dass sie zu gewissen Zeiten Gott dem Herrn ihre Komplimente machen und Ihm bei solcher Gelegenheit einige sehr gezierte Lobesworte sagen. Im Reich des Lichts ist der Botendienst derjenige, der ihnen am meisten zusagt. Nun weisst du, was das für Wesen sind und was sie hier wollen.“

5. Spricht Robert: „Ja, Herr und Vater! Aber merkwürdig ist das Zusammentreffen der Unruhe dieser Geister mit der Unruhe desselben Erdtieres, mit dessen Namen dieses Sternenbild benannt wird. Das sind, wie man sagt, so rechte ,Springinsfelde‘! Einige Gestalten waren gar nicht übel, ob es aber weibliche oder männliche waren, habe ich nicht beurteilen können, denn sie sahen einander alle so ähnlich wie auf der Erde die Sperlinge. Ähneln denn auf anderen Weltkörpern die Menschen einander ebenso wie diese Geister, oder gibt es auch bei ihnen formelle Unterschiede?“

6. Sage Ich: „Geister aus den Sphären der puren Weisheit sehen einander stets so ähnlich wie ein Auge dem andern. Denn ihr Urbestandelement ist ja nur das Licht, das sich mit höchst wenigen Färbungsverschiedenheiten in allem völlig gleich ist. Wie aber das pure Licht sich überall sehr ähnlich ist, so sind auch seine Produkte gleich. Nur die Liebe macht das endlose Mannigfache in den Formen aus; das Licht aber nur das höchst Einförmige. Siehe auf dieser Erde den Schnee! Dieser ist ein Produkt des puren Lichtes. Eine Flocke ist wie die andere; nur so sich viele aneinanderhängen, wird oft eine grösser als die andere. Und selbst das geschieht nur dann, wenn zwischen solch kalten Lichtprodukten etwas von irgendeiner der Liebe verwandten Wärme vorhanden ist. Mangelt diese sehr oder ganz, da fallen lauter Flockensternlein von ganz gleicher Grösse und Gestalt zur Erde. Also wird auch das Eis stets dieselbe Grundform annehmen, weil dabei nur das kalte Licht als Schöpfer tätig ist.

7. Und so ist alles, was da mehr dem puren Lichte verwandt ist, in seiner Form und Beschaffenheit einförmig. Nur was mehr und mehr von der der Liebe verwandten Wärme in sich birgt, wird mannigfaltiger und verschiedener in der Form. – Es erzeugt wohl auch das Licht, so es sich sehr potenziert, eine Wärme; aber das ist keine gute, sondern eine böse Wärme, die nicht belebt, sondern tötet. Nur das Licht, dessen Grund die Wärme ist, ist gut; und die Wärme, die aus solchem Licht strömt, ist gut und belebend.

8. Alle reissenden und giftigen Tiere und Pflanzen sind Produkte des puren Lichtes und dessen nach aussen wirkender Wärme. Die ist böse und bewirkt Böses bei allem, das da nicht neu gezeugt ist von der Liebe und deren nach innen wirkendem Licht. Aber bei den Wesen der Liebe wird solch böses Licht dann wieder in Gutes verkehrt und nimmt dadurch wieder seine Urbeschaffenheit an.

9. Aus dieser Erläuterung kannst du nun erkennen, warum diese Geister einander wie die Sperlinge gleichsehen. Sie sind aber sehr bescheiden und ihr Verlangen ist nur, fort und fort zu wandern, was da auch entsprechend dem beständigen Fortschreiten des puren Lichtes gleicht. Wie das Licht keine Ruhe hat, sondern in die unendlichen Räume weiter und weiter wandert, also auch seine Geschöpfe. Es sind aber von Mir solchem Bemühen auch Grenzen gesetzt, wo es dann heisst: „Bis hieher und nicht weiter!“ Da gibt es dann freilich oft gewaltige Kämpfe, bis solche Wesen zur Ruhe gebracht werden. – Und nun gut von dem! Diese Geister sind nun abgezogen und es kommen schon wieder Legionen anderer her.

10. Heute, als am Montag der Erde, aber werden wir nicht viel vornehmen. Auch ist mit diesen Geistern nicht viel zu machen, da sie noch sehr kühler Art sind. Nur am Abend werden wir etwas Wärme unter sie lassen, und sie werden sich dann unter heiterem Himmel wie ein leichter Tauregen auf die Fläche der Erde demütig niederlagern und uns die Ehre geben. – Morgen, am Dienstag, werden drei Bischöfe dieser Stadt uns besuchen, da wird es gegen Abend ein bisschen feurig hergehen.“


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