RBLUM-261

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-261 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 261 - Zustrom von Dämonen und Naturgeistern. Über das Wesen der Berggeister. Jakob Lorber, dem der Herr durch seinen Engel diktiert, mit seinen Getreuen im Gesichtskreise der heiligen Gesellschaft.


1. Fragt Robert: „Woher sind denn diese und was wollen sie? O Herr und Vater, vergib mir, dass ich Dir beständig mit allerlei Fragen in den Ohren liege, aber ich kann wahrlich nicht umhin! Denn was ich da schon für allerlei Wesen gesehen habe, das geht nun schon ins beinahe Unglaubliche über. Wahrlich, hier zeigt sich Deine Macht, Würde und Herrlichkeit auf eine noch nicht dagewesene Weise! Fast überall hast Du Dich wenigstens vor meinen Augen so passiv als möglich verhalten. Alles mussten wir anderen, freilich nur nach Deinem Wort, vollziehen. Hier aber gleichen wir alle nur schaulustigem Volke, das den Künstler anstaunt, ohne ihn irgendwie unterstützen zu können. O Herr, sage mir doch, wie das so kommt in diesem Gebirgsland.“

2. Sage Ich: „Mein lieber Bruder! Das rührt daher, weil Geister aus Gebirgsländern mit geringer Ausnahme stets mit einer helleren Sehe begabt sind als die mehr abgestumpften der Flachländer. Diese uns nun zu vielen Hunderttausenden umschwärmenden Geister wissen genau, dass sie sich in der Geisterwelt befinden und machen sich diesen Zustand so gut es geht zu Nutzen. Sie sind freilich wohl noch von vielen abergläubischen Dingen umgarnt, aber das macht nicht viel; denn andererseits sind sie dann auch fassungskräftiger und begreifen eher einen Wink.

3. Wo demnach so derbmaterielle Menschengeister vorkommen, dort müsst ihr Mir zuvor den Weg bahnen, weil das Allergeistigste Meiner Ordnung zufolge sich mit dem Materiellen nie sogleich unmittelbar in Berührung setzen darf. Und siehe, da eben seid ihr dann als eine Mittelstufe vonnöten. Hier, wo die Geister gar wohl wissen, was sie sind, kann Ich sogleich Selbst zweckdienlich verkehren, ohne ihnen zu schaden. Wie aber die Bewohner der Berge schon auf der Erde weit genügsamer leben als die nimmersatten Bewohner der Flachländer, ebenso sind auch die Geister, die die Berge bewohnen. So sie bitten, muss man ihnen stets etwas tun, und sie sind dann gleich zufrieden. Gäbe man ihnen aber nichts, so wäre es gefehlt. Denn das würde sie sehr traurig und am Ende doch wieder sehr ungestüm machen und ihnen alles Vertrauen nehmen.

4. Aus diesem Grunde geschieht es auch dann und wann, dass solchen Menschen auf der Erde in den Wallfahrtsorten irgendeine erbetene Gnade zuteil wird. Es ist zwar eine solche Zulassung durchaus nicht förderlich, weil sie die Flehenden nur in ihrem Aberglauben bestärkt. Aber lasse Ich so etwas gar nicht zu, verlieren sie am Ende allen Glauben, und das wäre dann noch schlimmer. Wenn man nur zwischen einem grossen und einem kleinen Übel zu wählen hat, ist es doch sicherlich besser, das kleinere zu wählen. Meinst du nicht auch, Mein Bruder Robert?“

5. Sagt Robert: „O liebevollster Vater, das kann ja auch gar nicht anders sein. – Aber was wollten denn gestern abend die zwölf, die so gegen halb sechs Uhr von der Stadt zu uns heraufkamen? Einen kenne ich wohl schon; das ist der, der da in Deinem Namen Brot und Wein mit sich brachte. Das ist so ein schwaches irdisches Knechtlein von Dir und schreibt, was Du ihm durch einen Engel in Deinem Namen in die Feder diktierst. Aber die anderen waren mir ganz fremd.“

6. Sage Ich: „Das waren eben diejenigen wenigen Freunde in dieser Stadt, derentwegen wir hauptsächlich von Wien aus diesen Abstecher gemacht haben. Siehe, diese lieben Mich und haben einen guten Glauben, obschon sie Mich nicht sehen. Hätte Ich Mich ihnen gezeigt, so hätten sie aus Liebe zu Mir sogleich das Leben ihres Leibes am Berg gelassen. Aber das darf nicht sein in dieser Zeit; sie haben auf der Welt noch manche Arbeit in Meinem Namen zu verrichten, und Ich habe sie lieb und lasse ihnen noch manche Zeit auf der Erde zu ihrer Vollendung.

7. Sie werden mit der Zeit diese unsere Handlung der Welt kundtun in kurzer Zeit; da werden viele ihr Heil darin finden. Aber viele der reinen Weltkinder werden sich darob auch sehr ärgern, werden aber dabei zugrunde gehen naturmässig und moralisch. Denn solche werden fürder kein Licht unmittelbar aus den Himmeln irgendwo mehr finden. – Hast du aber auch die zwei Weiblein beobachtet, die da mitwaren? Sahst du ihre glühenden Herzen?“

8. Sagt Robert: „O ja, Herr und Vater! Das war wirklich ein Paar von solch einer Schönheit, wie ich seit Deiner irdischen Mutter Maria noch keine gesehen habe. Wahrlich, da wäre meine Helena und Peters Mathilde sozusagen nichts dagegen. Es waren auch die andern fünf himmlisch schön, aber die beiden waren gar ungemein schön und herrlich. Aber eine aus den fünfen konnte ich nicht so recht wahrnehmen; sie wandte ihr Angesicht stets von mir ab. Wer war denn die?“

9. Sage Ich: „Das war die irdische Mutter der vier Töchter und der zwei Söhne des Ans. H. W. Diese aber ist keine Bürgerin der Erde mehr, sondern eine reine Bürgerin der Himmel. Sie wandte deshalb stets ihr Gesicht von dir ab, weil ihre zu grosse Schönheit sogar dir hätte schädlich werden können; denn das ist ein ungemein schöner Engel! Sie wollte bei dieser Gelegenheit auch teilnehmen an der Freude ihrer Familie und fand sich durch Meine besondere Zulassung auch in dem Kreise ein.“

10. Sagt Robert: „Was waren denn hernach das für junge Böcklein, die da ganz ungebärdig auf diese Höhe kamen und einige Minuten lang herumsprangen, als wenn ihnen die ganze Welt zugehört hätte?“ – Sage Ich: „Das waren ein paar unreife Naturseelen, die noch einige Überpuppungen werden durchmachen müssen, bis ihre Seele die volle menschliche Form überkommen wird. Derlei Wesen haben vor uns noch keine andere Bedeutung als die der Schmarotzerpflanzen auf den Ästen der Fruchtbäume. Daher kein Wort mehr über derlei Nullen eines niederen Daseins.“


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