RBLUM-251

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-251 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 251 - Peters Liebesausbruch gegenüber dem Vater. Abschied vom erscheinlichen Wien.


1. Unterdessen aber berufe Ich den Offizier zu Mir und frage ihn: „Wie ist dir nun wohl zumute?“ – Der Offizier antwortet: „Heiliger Vater, du Urquell der reinsten Liebe! Mir ist überaus himmlisch wohl, aber ich kann es vor Liebe zu Dir nicht mehr aushalten! O lasse Dich auch von mir umarmen, mich drängt es mächtig zu Dir hin! Tue, o Vater, mit mir, was Du willst, aber wehre mir nicht, Dich, Du Liebe aller Liebe, nach dem Drange meines Herzens zu umarmen!“

2. Hier fällt Peter unaufhaltsam an Meine Brust und weint vor grösster Liebe. Ich aber umarme ihn auch und sage: „Mein Bruder, du liebst Mich mächtig, aber Ich liebe dich noch viel mehr! Sieh, diese Erwiderung Meiner Liebe und sage Mir, bist du damit zufrieden?“

3. Sagt der Offizier: „O Herr und Vater, so ist es, wie man es von Dir erwarten muss! Du bist die ewige, allerreinste, von jedem Zwang endlos weit entfernte Liebe. Wie könnte man von Dir je etwas anderes erwarten als allein nur, was die reinste Liebe in Dir und aus Dir heraus schafft.

4. Du bist der alleinige Rettungsanker für alle, die auf des Lebens sturmbewegten Wogen von einer Klippe zur anderen geschleudert werden. Und so ist auch Dein Bestreben, nach Deiner heiligen Ordnung selbst den Verderber zur rechten Erkenntnis zurückzuführen und alles zurechtzubringen, was da schon verdorben war. Du suchst stets das verlorene Schaf, Du nimmst Tag für Tag eine Unzahl von verlorenen Söhnen auf und rufst tote Lazarusse aus den Gräbern zum Leben hervor!

5. Darum ist es auch billig, dass Dich ein jedes Herz liebe über alles. Denn Du allein bist gut und überheilig, alle anderen Wesen aber nur durch die Liebe zu Dir. Liebt ein Wesen irgendetwas anderes mehr als Dich, heiliger Vater, so ist es schon schlecht; denn alle Liebe muss Dir zugewandt sein. Liebe ich ein Geschöpf des Geschöpfes wegen, ist meine Liebe schon Sünde. Liebe ich es aber allein Deinetwegen, dann ist meine Liebe Tugend und gibt dem Herzen eine bleibende Seligkeit. Du bist allein Liebe und hast uns aus Liebe und für die Liebe geschaffen. Daher gebührt Dir allein alle unsere Liebe, und wer Dich liebt, der betet Dich auch recht an!

6. Nicht umsonst sprachst Du schon durch den Mund des Propheten Jesaja: ,Dieses Volk verehrt Mich mit den Lippen, aber sein Herz ist ferne von Mir.‘ – Nicht umsonst erteiltest Du der Sünderin Magdalena grosse Gnaden, denn sie hatte ihr Herz Dir zugewandt. – Und nicht umsonst riefst Du den Sünder Zachäus vom Maulbeerbaum, denn die Liebe zu Dir hiess ihn den Baum ersteigen. Du, o Vater, warst allezeit Liebe, und alle Sünder, die in ihrem Herzen Deinen Namen anriefen, sind nicht zuschanden geworden. Heulen und wehklagen aber sollen alle, die ihre Herzen von Dir abgewandt haben und sie nicht wieder zu Dir wenden wollen, was sie doch leicht könnten!“

7. Sage Ich: „Ganz gut, Mein lieber Bruder! Du hast den rechten Weg gefunden. Leider aber leben in dieser Stadt viele, denen dieser Weg fremd ist und noch lange fremd bleiben wird. Was da reif war, habe Ich nun geerntet. Alles andere aber ist noch unreif und muss noch auf dem Felde belassen werden.

8. Wir werden uns daher nicht länger mehr an diesem Ort aufhalten, sondern uns in eine andere Stadt verfügen, deren Namen Ich euch aber erst dann nennen werde, so wir uns in ihrer Nähe befinden.“

9. Spricht der Offizier etwas wehmütig: „O Du lieber Vater! Diese Stadt Wien zählt mehrere Hunderttausende Einwohner, und unser werden hier sämtlich kaum etwas über tausend sein. Wenn ich dazu noch jene bedenke, deren Staub die Asche der Friedhöfe deckt – was wird mit all denen geschehen? Es mögen darunter wohl einige sich schon lange im ewigen Lebenslicht sonnen, aber Millionen sicher nicht aus diesem Orte. Werden sie je erstehen?“

10. Sage Ich: „Sorge dich um diese nicht! Ich habe gar viele Diener, die diese Schafe zu weiden und zu führen haben. Es ist daher auch nicht nötig, dass gerade wir alle führen sollen, sondern nur jene, die sich bei ihren Lebzeiten auf der Erde hauptsächlich um Meinen Namen gekümmert haben – ob auf falschen oder rechten Wegen, das ist hier gleich. Wenn nur ein Glaube da war, so können wir diesen immer zurechtbringen und die Liebe erwecken. Aber wo gar kein Glaube vorhanden ist oder ein zu dicker Aberglaube, da dürfen wir zunächst nicht die Führer und sichtlichen Erwecker machen. Dazu habe Ich Millionen von Dienern, denen solche Geschäfte in die Hände gelegt werden. Aber es ist dennoch dann ein Unterschied zwischen denen, die Ich Selbst unmittelbar erwecke und führe und jenen vielen, die von Meinen Engeln und Dienern erweckt und geführt werden. Da gilt das Wort: ,Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt!‘“


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