RBLUM-250

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-250 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 250 - Robert belehrt Peter über die rechte Liebesreifung. Beispiele vom Phönix und von der Weinkelter.


1. Der Offizier sieht dieser Szene zu und bewundert, dass Helena eine so gebildete Sprache spricht. Er wendet sich zu Robert und sagt: „Nun, du musst unterdessen deiner Helena schön zugeheizt haben, dass du ihr ihre frühere Lerchenfelder Proletariatssprache ordentlich hinausgebrannt hast! Denn wahrlich, sie spricht nun ein gutes und schönes Deutsch.“ – Spricht Robert: „Freund, das hat sie früher auch schon gekonnt. Sie spricht nur dann ihren Dialekt, so es ihr darum zu tun ist, jemanden um Gottes willen so recht zu demütigen. Sie ist sonst das sanfteste und vom Herrn Selbst feinstgebildete Wesen, schön wie Morgenröte und herzlich lieb wie eine Taube.“

2. Sagt der Offizier: „Ja, das sieht ihr wohl gleich. Aber nun noch eine Frage! Ich liebe Jesus so mächtig wegen Seiner unbegreiflichen Liebe zu uns, Seinen Geschöpfen. Diese Liebe drängt mich sehr. Was soll ich denn tun, um mein Herz zufriedenzustellen?“ – Sagt Robert: „Lasse dein Herz nur vor Liebe zerbersten, dadurch wird dein Geist frei werden, der nun noch in deinem Herzen eingeengt ist. Dann wirst du auch frei in all deinem Wesen, was dir vor allem not tut, so du dich dem Herrn vollends nähern willst.

3. Das Herz vor der Zeit beruhigen und zufriedenstellen, heisst seinen Geist wieder schlafen legen. Ein schlafender Geist hat aber wenig Hang zum Freiwerden. Man muss hier im Gnadenbereich die Liebe ganz frei walten lassen. Was da aus ihrem Walten auch immer herauskomme, kann nur gut sein, weil die Liebe eine heilige Kraft aus Gott ist. Lasse dich daher nur drängen von der Liebe des Herrn, sie wird dein ganzes Wesen zurechtgestalten!“

4. Spricht der Offizier: „Freund, du hast nun freilich gut predigen, weil du die Schule schon durchgemacht hast. Aber unsereiner, der sich gerade im Glühofen der Liebe befindet, findet in einem solche Geduldszustand ein ganz unbehagliches Drängen und kann die Sache nicht so leicht ertragen. Mache lieber, dass ich Jesus umarmen kann, so hast du mir mehr geholfen als mit der schönsten Lehrpredigt. Rede die herrlichsten Worte in ein brennendes Haus und du wirst damit das Feuer nicht löschen. So du aber einen Wassereimer nimmst und begiessst damit fleissig die Glut, wirst du dadurch besser deinen Zweck erreichen.“

5. Sagt Robert: „Freund, das ist es eben, dass ich dein Feuer nicht löschen, sondern vielmehr anfachen will. Denn du musst in diesem Feuer gleich einem Phönix zuvor völlig verzehrt werden und aus der Asche deiner Demut neu erstehen, ehe du ohne Schaden an deinem Wesen zu nehmen, dich Gott in der Fülle nähern kannst.

6. Hast du auf der Erde nie dem Weinkeltern zugesehen? Die Traube kommt da unter eine entsetzlich schwer drückende Presse, durch die sie ganz zerquetscht und ihr der letzte Tropfen ihres edlen Saftes genommen wird. Dass die Traube eine Empfindung hat, daran haben wenigstens wir freistehenden Geister keinen Zweifel, da alles ein Leben haben muss, und ohne bestimmte Empfindung kein Leben wäre. Mag nun unter der schweren Presse die Traube einen noch so mächtigen Druck schmerzhaft empfinden, so ist dieser dennoch für die Vermehrung ihres belebenden Geistes höchst nötig. Denn ohne diese drückende Operation würde ihr Geist nimmer frei und könnte nicht den Saft so durchsättigen, dass dann ein jeder, der den Saft zu sich nimmt, den belebenden Geist bald in seinem ganzen Wesen verspürt.

7. So du aber den Wein und dessen belebende Kraft liebst, kannst du dann ein Feind des Kelterns sein? Ich sage dir, ohne Druck geht es nicht! Nur wenn durch den Druck auch der Geist genötigt wird, in den seelenartigen Saft überzugehen, dann erst wird die Seele selbst Leben im eigenen Besitze der Kraft und Macht. Verstehst du dieses Bild?“

8. Sagt der Offizier: „Ja, nun verstehe ich dich und werde mich auch danach benehmen. Ich danke dir, lieber Bruder, für diese weise und praktische Belehrung.“

9. Darauf bescheide Ich Helena und Mathilde hin zu jenen Weibern, mit denen der Offizier Peter ehedem seine Anstände gehabt hatte und von denen eine Mir mit einem Reliquienkreuz aus Silber ein Präsent machen will. Die beiden begeben sich sogleich an das ihnen anvertraute Liebeswerk und machen auch die beste Ernte.


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