RBLUM-248

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-248 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 248 - Über die rechte Liebe zu Gott. Gleichnis vom engen Pförtchen und der grossen Bürde. Ein himmlisches Vaterunser.


1. Der Offizier begibt sich nun schnell zu Mir hin und sagt: „Heiligster Vater! Du rufst mich, und ich stehe vor Dir in aller Liebe und erwarte, aus Deinem Munde Deinen hochheiligen Willen zu vernehmen.“

2. Rede Ich: „Mein lieber Peter! Du musst nicht immer ,heilig‘ und ,allerheiligst‘ vor Mir im Munde führen! Und sodann musst du dir die irdische Komplimentensprache völlig abgewöhnen. Denn hier, wo alle gleich sind und es nur einen Herrn gibt, ist jedes Kompliment eine Torheit. Der Feldwebel hat dir richtig und wahr das Lebensverhältnis Meiner Himmel erörtert. Aber du hast so ganz leise immer etwas dagegen einzuwenden gehabt; und das ist nicht recht. So Ich Selbst dir jemanden anempfehle, dass er dich belehre, musst du ihn bloss hören und danach dein Leben einrichten. Aber so du immer mit Einwendungen etwas anderes für recht und gut darstellst, das nach Meiner ewigen Ordnung nie völlig wahr sein kann, wirst du mit dir selbst nie ins klare kommen.

3. Der Feldwebel hat dir unter anderem gesagt, wie die Liebe zu Mir beschaffen sein muss, so sie dir rechte Früchte tragen soll. Aber du meintest dann wieder anders. Und dennoch muss es so sein, wie es dir der Feldwebel einfach erklärt hat.

4. Siehe, die holde Mathilde liebst du so leidenschaftlich, dass du dich solcher Liebe kaum erwehren kannst. Aber du musst vorderhand dennoch die Mathilde ganz aufgeben und musst für deinen Teil ganz Mir allein angehören, wie die Mathilde für ihren Teil! Sonst könntest du samt ihr nimmer in Mein Reich einziehen.

5. So du Mathilde nicht aus Meinen Händen bekommst, kann sie dir nicht zum Heil und zur Kraft aus Mir behilflich sein, wohl aber nach und nach zum Unheil und zu bedeutender Schwäche.

6. Daher gehe hin, führe sie zu Mir und übergib sie Mir! Dann erst wirst du frei sein zur Aufnahme einer rechten Liebe aus Mir.“

7. Spricht der Offizier: „Herr und Vater, dass ich Deinem Worte pünktlichst nachkommen werde, versteht sich doch von selbst. Aber doch möchte ich Dich bitten, dass Du mir mit wenigen Worten noch hinzufügst, warum ich eigentlich die Mathilde zuvor Dir ganz übergeben muss, bevor sie durch Deine Hand vollends mein werden kann. Zum Weib kann ich sie hier im Geisterreich ohnehin nie nehmen, da hier nach Deinen Worten ,niemand freien und sich freien lassen‘ kann. Zur weiteren Fortbildung in Deinem Reiche, o Herr, hast Du mir sie ja Selbst übergeben. Dass ich sie als eine Gabe aus Deiner Hand und als ein himmlischallerliebstes Wesen liebe, und zwar himmelweit entfernt von jedem sinnlichen Gedanken, das finde ich doch mit bestem Gewissen in der Ordnung.

8. Herr, vergib mir armem Sünder solche Fragen! Aber ich kann nicht dafür, dass ich von allem eher den Grund sehen will, bevor ich zur Handlung schreite. Ich weiss zwar klar, dass man Deinem Willen unbedingt darum nachkommen soll, weil Du allezeit das Beste Deiner Kinder willst. Aber dennoch finde ich in mir den Trieb, von allem, was ich tun soll, den Grund und das Ziel zu erforschen. Wenn es also Dein Wille wäre, mir davon etwas kundzutun, wäre mir das äusserst erwünscht!“

9. Rede Ich: „Mir aber nicht, Mein lieber Freund und Sohn! Denn wäre es nötig, dir davon den Grund zu sagen, hätte Ich ihn dir schon vollauf kundgetan. Für so weise wirst du Mich hoffentlich halten, dass Ich wohl einsehe, was da nötig und nicht nötig ist. Ich sage dir aber den Grund davon aus dem besten Grunde nicht. Hast du etwa dabei auch etwas einzuwenden?

10. So du eine Bürde bedeutenden Umfangs trägst und kommst damit zu einer engen Pforte, durch welche du gehen musst, so du das Ziel des Lebens erreichen willst: sage Mir, was wirst du mit der umfangreichen Bürde auf deinen Schultern tun, um das hohe Ziel zu erreichen?“

11. Der Offizier macht grosse Augen und sagt nach einer Weile: „So ich die Bürde nicht durch die enge Pforte bringen kann, werde ich sie auf jeden Fall vor der Pforte niederlegen und mich ohne sie durchzuzwängen versuchen; denn das Ziel des Lebens steht höher als jede noch so wertvoll scheinende Bürde.“ – Sage Ich: „Gut, Mein Sohn! Gehe hin und tue so, so wirst du leben!“

12. Hier begibt sich der Offizier sogleich zu Mathilde und sagt zu ihr: „Mathilde, der Herr will dich! So komme denn mit mir, dass ich dich in Seine heiligen Hände übergebe.“ – Sagt Mathilde: „Ich bin nur eine unwürdige Magd des Herrn, aber Sein heiligster Wille geschehe!“

13. Mit diesen Worten führt der Offizier Peter die Mathilde zu Mir hin und sagt: „Mein Herr, mein Gott und mein heiliger Vater, hier ist sie, die Du verlangtest! Ich übergebe sie Dir mit grosser Freude meines Herzens; denn ich weiss, dass Du zu ihrem ewigen Lebensglück das Beste verfügen wirst. Dein allein heiliger Wille geschehe!“

14. Die Mathilde aber, voll Furcht und Liebe zu Mir, sagt: „Heiliger Vater, der Du in den Himmeln wohnst, Dein Name werde allezeit mehr und mehr erkannt und geheiligt! Dein Reich der Liebe, der Weisheit und des ewigen Lebens komme zu uns allen! Dein allein heiliger Wille werde von allen freien Geistern, Wesen und Menschen in den Himmeln wie auf allen Weltkörpern auf das pünktlichste befolgt! Gib, o heiliger Vater, allen Kindern Dein Himmelsbrot des Lebens zu essen mit reinem Munde! Vergib uns allen unsere Schwächen und Sünden, gleichwie wir allen vergeben, die uns je beleidigt haben! Lasse auch nicht zu, dass wir, mit noch allerlei Schwächen behafteten Kinder, über unsere Kräfte versucht werden! So aber ein Übel Deine Kinder zu verderben droht, da wende es ab und befreie sie von allem, was ihnen Übles zufügen könnte! Denn Dein allein ist alle Macht und Kraft ewig! Dir sei aller Ruhm, aller Preis, alle Ehre und Anbetung! Dir allein alle unsere Liebe und alles Lob ewig! Amen.“


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