RBLUM-212

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-212 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 212 - Paulus Erweckungsrede an die Dynasten. Der Apostel zeigt ihre Regierungsuntaten auf und verheisst des Herrn Gnade.


1. Hier erhebt sich Paulus und richtet folgende Worte an die Höchstadelinge: „Meine geliebten Freunde und Brüder in Gott Jesus, dem Herrn!“

2. Hier wird er sogleich vom Vater der Theresia unterbrochen, der ihm höhnisch vorhält: „Wann haben denn wir schon Schweine miteinander gehütet, dass Er als gemeiner Judensohn sich erfrecht, mich als Bruder anzureden! Weiss Er denn nicht, wer wir sind? Also mehr Art, Er hundsgemeiner Judenpatzen, sonst wird man Ihm zeigen, wer da ein Kaiser ist!“

3. Paulus aber achtet nicht darauf, sondern fährt mit seiner Rede fort: „Es steht geschrieben: ,Denen wenig anvertraut ward, die werden über weniges Rechnung zu geben haben; denen aber vieles anvertraut ward, die werden über sehr vieles Rechnung zu legen haben!‘ Ihr aber gehört allesamt zu jenen, denen Gott der Herr sehr vieles anvertraut hat. So habt ihr nun auch eine übergrosse Rechnung vor Gott dem Herrn zu legen! Denn ich, Paulus, sage euch, die ihr noch voll alten, verrosteten, höchstadeligen Starrsinns seid, dass für euch alle nun ein eigentlichster Jüngster Tag herbeigekommen ist, an dem man von euch die strengste Rechnung fordern wird, so ihr von eurem Starrsinn nicht lasset. Denn Gott Jesus, unser Herr und Vater, obwohl die höchste Liebe, Sanftmut und Geduld, lässt mit Sich nicht spassen, da Er allzeit nur das Beste Seiner Kinder will. Und dieser Jesus, der uns alle durch Seinen Kreuzestod der Macht des Satans entwunden hat, steht hier vor euch; zwar noch immer so geduldig wie ein Lamm, aber Seine Sanftmut und Geduld ist nicht ohne Grenzen. Wehe euch, so Er einmal mit euch wird zu rechten anfangen! Nicht eins werdet ihr Ihm auf tausend antworten können, denn ihr seid allesamt grosse Sünder vor Ihm!

4. Wie viele habt ihr eures überschwenglichen Hochmuts wegen hinrichten lassen, nicht selten auf eine grausame Weise! Wie hart habt ihr stets einen erleuchteten Geist verfolgt! Welch schonungsloser Grausamkeiten habt ihr euch gegen die evangelischen Brüder bedient! Welch namenlosen Jammer habt ihr nicht selten in tausendmal tausend Familien gebracht! Wie habt ihr in dem dreissigjährigen Religionskrieg gegen die reine Lehre Jesu gewütet! Und wie viele andere Ungerechtigkeiten habt ihr auf eurem Gewissen! Wie sehr habt ihr stets danach gestrebt, euren Glanz zu erhöhen auf Kosten des Lebens und Blutes von Millionen, die ebensogut Gottes Kinder sind wie ihr! Wie viele Tausende schmachteten in den Kerkern schuldlos durch die Trägheit eurer Richter, die es sich unter eurem Schutz gut gehen liessen! Solche und tausend andere gröbste Sünden habt ihr auf eurem Gewissen. Ströme ungerecht vergossenen Bluts schreien um Rache wider euch zu Gott. So der Herr ausschliesslich nach der Gerechtigkeit richten wollte, müsste Er euch für jede Ungerechtigkeit und Grausamkeit im Feuer der Hölle eine Ewigkeit schärfstens büssen lassen.

5. Aber Er hat nun beschlossen, allen Gnade für Recht angedeihen zu lassen, da Er keine Freude hat an den Qualen der Sünder. Er betrachtet euch als sehr Kranke und will euch helfen und kam daher als Heiland Selbst hierher zu euch. Was hält euch, ihr Blinden, denn ab, dass ihr Seinem Ruf nicht folgen wollt? Was habt ihr hier? Nichts, als was euch eure herrscherische Einbildung schafft! Und dennoch wollt ihr dem Beispiel eurer wahrhaft hohen Brüder nicht folgen, die – wohl wissend, dass vor Gott alle irdische Grösse ein purstes Nichts ist – sich dem Herrn sogleich angeschlossen haben, obwohl sie Ihn noch nicht ganz erkennen!

6. Seht an einen Rudolf, der ein Regent war nach dem Herzen Gottes, die Theresia, den biederen Joseph, den herzlichen Leopold, den leutseligen Franz und noch einige ihrer Brüder und Schwestern – sie haben auch, wie einst David, manches begangen, das nicht in der Ordnung der Gottesliebe war. Aber Gott der Herr erwog ihre Bürde, die sie zu tragen hatten, erliess ihnen wie David jegliche Schuld und hat sie nun schon in Sein Reich aufgenommen. Denn die bei Ihm sind, die sind auch in Seinem Reich. Der Herr aber will auch euch allen gnädig sein. Warum wollt ihr Seine grosse Gnade denn nicht annehmen? Ist es denn nicht besser, dem Gnadenruf des Herrn zu folgen, als sich durch unbeugsamen Starrsinn für die Hölle reif zu machen?“

7. Durch diese Rede werden alle bis auf einen erschüttert und fangen an nachzudenken. Nur der eine sagt: „Ich bleibe ein Kaiser, auch vor Gott ein Kaiser ewig!“


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