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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-21 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 21 - Mittel- und Kleingebirge - ihre Entstehung und Notwendigkeit im Erdganzen.


1. Rede Ich weiter: „Als die Erde noch ein wüster Weltkörper war und weder Pflanzen noch Tiere zu erhalten hatte ausser jene Urtypen aller späteren Formen in den Gewässern, da freilich genügten die Urgebirge allein, dem noch gewisserart ganz rohen, unausgebackenen Erdball die schon erwähnten Dienste zu leisten. Als aber nach einer Anzahl von Jahrtausenden der Erdkörper sich mehr und mehr gesetzt hatte, über den Meeresspiegel schon ganz bedeutende Inselgruppen sich zu erheben anfingen und auch die in das Wasser gelegten Urkeime sich darüber in allerlei Gras- und Pflanzenarten auszuprägen begannen, - da war es nötig, dafür zu sorgen, dass die in die Gewässer gelegten Urkeime ob ihrer Reife auch ehestens zu ihrer Entwicklung ein grösseres Landgebiet bekämen. Durch unterirdische Feuerkräfte wurden neue Erhöhungen bewerkstelligt, durch die dann mit der Zeit die neuen Produkte mehr Raum, Nahrung und Schutz bekamen. Da fing es über den ganzen Erdkreis gewaltig zu toben und zu wüten an. Die unterwässerlichen Festlagen wurden zersprengt und durch die grossen Kräfte zu vielen Millionen weit über den Wasserspiegel emporgehoben.

2. Es gehörten wohl viele Jahrtausende dazu, bis diese grosse Arbeit beendet werden konnte. Aber das macht bei Gott gerade keinen merklichen Unterschied; denn tausend oder eine Million Jahre dieser Erde sind vor Ihm gleich wie ein Tag! Kurz, darum also wurden die Berge der zweiten Art gebildet, wie Ich es dir soeben dargetan habe.

3. Diese Berge aber waren anfangs auch viel höher und schroffer als sie nun sind. Doch die Zeit und die natürlichen Stürme haben ihre Häupter sehr erniedrigt, haben damit die grossen Vertiefungen mehr und mehr ausgefüllt und dadurch engere und breitere Täler gebildet. Da aber diese Täler hie und da höher und niederer ausfielen und daher dem Wasser keinen freien Durchzug gestatteten, so blieb dasselbe in den grösseren Vertiefungen sitzen, wodurch sich dann ganz natürlich grössere und kleinere Seen bilden mussten.

4. Da ferner diese Seen durch den beständigen Kreislauf des Gewässers, sowohl durch die Erdporen wie auch durch die Luft (auf dem Wege des Regens, Schnees, Hagels und Taues) einen beständigen Zuwachs erhielten, so mussten sie notwendig über ihre Ufer fliessen und zu stürzen anfangen. Dadurch haben sie mit der Zeit durch ihr Strömen kleinere und grössere Teile ihrer natürlichen Ufer oder Dämme abgelöst. Sie haben damit zum Teil die ungleichen Vertiefungen der Täler ausgefüllt und besonders zu Zeiten grösserer Überflutungen auch förmliche Hügel und Hügelreihen gebildet - was sogar heute noch hie und da auf der Erde zu geschehen pflegt, wie auch, dass hie und da Berge der zweiten Art durchs Feuer entstehen.

5. Diese nun zuletzt berührte Hügelbildung auf dem Wege der Anschwemmung ist die sogenannte tertiäre Formation, die natürlich durch die sekundäre bedingt ist.

6. So hätten wir nun die Entstehung der beiden letzten Bergarten naturrichtig hergeleitet und die Ursache der zweiten auch schon angegeben. Warum aber die dritte Art entstand und hie und da noch entsteht, ist wohl leicht einzusehen, wenn man den Grundsatz nicht aus dem Auge verliert, dass zur ferneren Hervorbringung und Erhaltung neuer Wesen und zur Fortpflanzung der schon daseienden vor allem ein guter und geräumiger Boden nötig ist.

7. Der Boden der Erde ist nun so bestellt, dass auf ihm allerlei Wesen entstehen, wohnen, leben und sich fortpflanzen können. Und diese Einrichtung wurde und wird noch bewirkt durch die drei verschiedenen Bergarten.

8. Die zwei letzten Bergbildungen scheinen dem Anschein nach freilich mit der ersten Gebirgsgattung keine Ähnlichkeit in der Bestimmung zu haben. Denn wie ihre Entstehungsart, so ist auch ihre eigentliche Bestimmung eine ganz andere. Aber da sie einmal in die Reihe der Urgebirge, also der Bergfürsten getreten sind, so müssen sie sich ohne alles Sträuben auch jenen Gesetzen fügen, die ihnen die Urgebirge wie aus sich heraus vorzeichnen. Das heisst für sie: ,Es ist nicht genug, dass ihr niederen und jüngeren Berge mit eurem Überfluss die Täler und Gräben ausfüllt, dort ein fruchtbares Land erzeugt und kleine Berglein mit schönen Lustwäldchen anleget. Sondern ihr müsst vom Anbeginn eures Seins an auch einen grossen Teil unserer Lasten übernehmen und uns in allem unterstützen, sonst erfüllet ihr eure Bestimmung nicht. Ihr könntet sie auch nicht erfüllen, da durch euer Entstehen unsere Kraft zu sehr in Anspruch genommen würde, wenn wir nun so wie früher, da ihr noch nicht wart, alles ordnen und lenken sollen!‘ - Und siehe, diese neuen Berge tun zufolge der in ihnen ebenfalls zugrunde liegenden Intelligenz genau, was ihnen die Bergfürsten auferlegen.

9. Es gibt aber im Ernste auch welche unter ihnen, die den Höchsten gewisserart nicht gehorchen wollen. Solche Berge aber werden durch die gewaltigsten Stürme so lange gehetzt, bis sie sich die Ordnung der Hohen entweder gefallenlassen oder im Gegenfalle selber ganz zugrundegerichtet werden. Bei den alten Weisen hiessen solche Berge ,Widerspenstige‘, auch bisweilen ,Verfluchte‘. In der neueren Zeit heisst man solche Helden von Bergen: ,Lockere‘, ,Unbeständige‘, ,Verwitterte‘. - Beispiele von solchen bestraften (eingestürzten und gänzlich vernichteten) Bergen gibt es eine Menge sowohl in alter als auch in neuer Zeit.“


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