RBLUM-208

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-208 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 208 - Fortsetzung der Dynastenbelehrung. Gleichnis von den faulen Hirten. Die Dynastien sind nur der Völker wegen da. Mahnung zur Demut und Hinweis auf den Herrn.


1. Paulus fortfahrend: „Ich, Paulus, ein wahrer Knecht des Herrn Jesus, sage dir und euch allen: Vor Gott dem Herrn sind alle Throne und Dynastien ein Greuel. Aber so die Dynastie den Willen des Herrn achtet und handelt nach solchen Grundsätzen, die aus dem Worte Gottes und aus Seiner Liebe und Erbarmung abgeleitet sind, dann ist die Dynastie über den Thron erhaben und dem Herrn recht und genehm. Mit solch einer Dynastie ist dann des Herrn Gnade, Macht, Kraft und Stärke. Wehe dem Feinde, der sie angriffe, wahrlich, er wird zu Staub und Asche zermalmt werden! Merkt euch das, ihr alten, selbst in eurem Geiste tiefst eingefleischten Dynasten: Keine Dynastie ist an und für sich etwas, und kein Thron hat einen Wert und einen Bestand, wenn nicht jemand tatsächlich von Gottes Gnaden darauf sitzt!

2. Eine Dynastie, die der Herr aber so lange wie die Habsburger auf dem Thron belässt, muss dem Herrn im allgemeinen doch recht sein, ansonsten sie schon lange gleich anderen Dynastien sich auf keinem Throne mehr befände. Ihr aber seid eben deshalb hier so lange in eurer Nacht und Blindheit, weil ihr in euren Herzen die Dynastie für etwas haltet, das auf der Erde und auch noch in der Geisterwelt das allerhöchste sei und für deren Erhaltung der Herr Seine Allmacht verwenden solle. O seht, das ist ein grosses Irrsal in euren Eingeweiden! Der Herr ist freilich die alleinige Stärke und Macht jeglicher Dynastie und jeglichen Thrones. Aber nicht der Dynastie und des Thrones, sondern der Völker wegen, die vor Ihm allein etwas sind!

3. Gott der Herr tut gegenüber einer jeden Dynastie, was da tut ein Haus- und Grundherr, der viele Weideplätze und viele Herden hat. Wenn ein oder mehrere Schafe seiner Herde schlecht sind, wird sie der Besitzer mit aller Sorgfalt pflegen, dass sie gut werden mögen. Aber so der Hirte faul wird und schlecht, da wird dieser mit dem Herrn der Herden übel zu tun bekommen. Bessert er sich nicht, wird ihn der Herr aus dem Dienst jagen und ihm nimmer eine Herde zur Hut anvertrauen. Wenn der Herr aber auch hundert Hirten vom Dienste hinwegtut, weil sie schlechte Hirten waren, so wird er aber nicht ein Schaf darum wegtun, weil es schlecht geworden ist, sondern er wird es behalten und pflegen; aber einen schlechten Hirten wird er vom Dienst entfernen.

4. Seht hin über die ganze Erde! Die Völker sind noch dieselben; aber wo sind alle Dynastien, die einst diese Völker beherrschten? Sie sind schlechte Hirten geworden und somit auch ihres Dienstes verlustig gegangen! Entfernt sonach aus euren Herzen, was töricht ist und überaus nichtig vor Gott! Ziehet aus wie ein schlechtes Kleid euren Dynastenhochmut und zieht an ein neues Gewand der Demut und wahren Erkenntnis, auf dass ihr dadurch mögt in die Zahl der Gotteslämmer aufgenommen werden, die da sind die wahren Gotteskinder!

5. Ihr habt die Worte vernommen, die der feurige Reiter an euch gerichtet hat. Da hiess es auch, dass bald auf die Boten, denen ihr entgegengegangen seid, der Herr Selbst kommen und eure zerstörten Festen und zerfallenen Burgen aufrichten wird. – Ich, Paulus, aber sage euch noch viel mehr als jener feurige Prophet zu Pferde:

6. Seht, der Herr, der da nach uns kommen sollte, ist gleich mit uns da! Dieser hier an der Seite meines Herzens ist es. Zu Diesem gehet hin und tragt Ihm die Anliegen eurer Herzen vor! Er allein besitzt die Urquelle des lebendigen Wassers. So ihr das trinken werdet, da wird es euch ewig nimmer dürsten! Darum, da Er Selbst hier persönlich wesenhaft gegenwärtig ist, so geht hin vor Ihn: Er allein kann und wird euch helfen! Wir anderen haben keine Hilfe in unserer Macht, wohl aber die Eigenschaft, unsere blinden Brüder für die Hilfe aus Gott vorzubereiten.“ –

7. Sagt darauf der erste Dynast R.: „Von Anfang her war deine Rede gut und du hast uns die Sache recht gezeigt! Aber dass dieser hier an deiner Herzseite Christus, der Herr, sein soll, also Gott Selbst von Ewigkeit, das ist dumm von dir! Wenn ein Herrscher auf der Erde kein Abzeichen, wie etwa einen Hausorden und dergleichen trägt und einhergeht wie ein geringster Stallknecht eines gemeinen Bürgers, dann mag er sich es selbst zuschreiben, so er mit Kot beworfen wird! So aber ein irdischer König auch durch äusseren Glanz zeigen muss, wer er ist – so wird das wohl beim ewigen Herrscher aller Herrscher um so mehr der Fall sein! Zudem heisst es ja auch: ,Gott wohnt im unzugänglichen Lichte‘.“

8. Spricht Paulus: „O ja, das letztere ist auch richtig, aber nicht für jedermann! Siehe hin! Gerade das Licht, in dem sich der Herr nun befindet, wird für dich und deinesgleichen wohl das unzugänglichste sein; denn das Licht der Demut und der Selbsterniedrigung ist für Wesen euresgleichen wahrlich das verborgenste. Ich, Paulus, sage euch: wäre der Herr strahlend wie eine Sonne zu euch gekommen, so hättet ihr Ihn sogleich anerkannt; aber in diesem Kleide ist Er euch unzugänglich! Es wird euch aber schwer werden, fürder in Seine Nähe zu kommen! Ihr wisst nun alles; tuet sonach, was ihr wollt! Ich habe ausgeredet vor euch.“


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