RBLUM-207

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-207 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 207 - Anliegen der Regentengeister. Ihre Erzählung vom feurigen Reiter und dessen Weissagung über Weltende und Wiederkunft. Die Regenten erbitten irdische Hilfe, Paulus verheisst geistige.


1. Paulus richtet sich auf und sagt zu den Bewohnern der Gruft: „Ihr habt uns berufen, euch gewisserart dringend nötig hierher zu folgen. Was wollt ihr denn, dass wir euch hier tun sollen? Welches Tatenvermögen traut ihr uns wohl zu? Und wodurch wart ihr denn genötigt, zu uns zu kommen? Redet, auf dass wir euch helfen nach eurer Not und nach der Rührigkeit eures Gemüts!“

2. Tritt der eine vor und sagt: „Ich bin ein Römisch-Deutscher, (Anmerkung: Die Würde wird bei irdisch hochgestellten Personen im Geisterreich nicht leichtlich genannt, manchmal auch die Namen nicht), bin hier meines Namens und der Würde nach der Erste und heisse Rudolf. – Ich sah letzthin eine grosse Bewegung in der Luft, und ein feuriger Reiter trat zu mir hin und sagte: ,Dieses euer Haus wird euch wüste gelassen werden und kein Stein auf dem anderen! Die Erde wird durch Feuer und Blut gesäubert werden! Ein grosses Wehe wird erschallen aus dem Munde der Grossen, und Feuer und Pest wird zu Millionen hinraffen die Armen! Und es soll kommen der Welt Ende!‘ – Das waren die Schreckensworte des feurigen Reiters. Und als er geredet hatte, da hat uns alle eine grosse Furcht angewandelt, dass wir zu schreien anfingen vor zu grosser Angst.

3. Aber der feurige Reiter sagte darauf zu uns: ,Es wird aber zuvor noch berufen Gott der Herr alle, auch die Verworfensten. Ins Geisterreich wird der Herr Selbst kommen und wird sich zu erkennen geben allen, die ihre Nacht gefangenhält. Die sich an Ihn wenden werden, die wird Er auch erhalten. Es werden Ihm aber vorangehen Seine Knechte Petrus, Paulus und Johannes und werden den Gefangenen verkünden das Licht, welches da kommt aus dem Namen des allmächtigen Gottes. Und die den Namen aufnehmen werden in ihr Herz, die werden selbst einen neuen Namen bekommen, und der Herr wird wieder aufrichten ihre morschen Festen und zerfallenen Burgen.

4. Ebenso wird der Herr auch kommen auf die Erde, und zwar zuerst auch nur durchs Wort aus dem Herzen und Munde der Weisen, die Er erweckt hat und deren Er noch mehrere erwecken wird. Dann aber, so die Erde wird geläutert sein, wird Er auch kommen in Seiner allerheiligsten Person zu all denen, die Ihn lieben und eines reinen, erbarmenden Herzens sind!‘ – Darauf verliess uns der feurige Reiter, fuhr wie ein Blitz von dannen, und wir sahen ihn dann nicht wieder.

5. Nun aber haben wir ein Gerücht vernommen, dass in unsere alte Residenzstadt Wien über die ,Spinnerin am Kreuze‘ Menschen angekommen seien, die sich für Gottesboten ausgeben und auch Wundertaten verrichten, um für die Blinden die Wahrheit ihrer Sendung zu bekräftigen. Wir sind bei dieser Kunde, sogleich unseren Höchstadlings- Palast verlassend, in guter Ordnung hinausgeeilt, um womöglich mit solchen Boten selbst zusammenzukommen. Wir sind mit ihnen wirklich zusammengetroffen und haben sie hierher geführt. Ihr selbst seid unleugbar solche Boten!

6. Wir Fürsten legen darum unser Anliegen zu euren Füssen – dahingehend, dass ihr unsere alten Festen und Burgen wieder aufrichten und derart befestigen möchtet, dass sie nimmer von irgendeinem Feinde wieder erobert und zerstört werden. Auch diesen unseren Höchstadlings-Palast möget ihr derart festen, dass ihn nimmer jemand soll verwüsten können! – Das ist nun unser ganzes Anliegen, dessentwegen wir euch entgegenkamen und euch hierher geführt haben. Denn könnte diesem Höchstadlings-Palast irgend etwas Übles zugefügt werden, so wäre das auch rück- und vorwirkend ein grosses Unglück für die hohe Habsburg- Lothringer Dynastie, und es stünde bald sehr ihr Fortbestand auf dem Spiel.

7. Im Erdjahre 1848 ward in unserem Höchstadlings-Palast nur ein einziger Stein ein wenig locker, und seht, die Dynastie hatte zu tun, um sich in ihrem uralten Ansehen zu behaupten! Sie hat sich nun wieder gefestet und hat den redlichen Sinn, ihre Untertanen bestens zu regieren und zu leiten, die Guten zu belohnen und die Bösen rücksichtslos zu bestrafen nach dem Masse ihrer Vergehen. Gewiss vollkommen dem Willen Gottes gemäss, weil Er Selbst es so tut und so haben will. Es wäre darum wahrlich ein unberechenbares Übel für alle untergebenen Völker, so die Dynastie nur in irgendetwas könnte gefährdet werden oder am Ende gar um ihren alten Thron kommen würde!“

8. Sagt Paulus: „Freunde, die Prophezeiung des feurigen Reiters ist wohl richtig, doch noch nicht verwirklicht. – Aber eure Bitte und eure Sorge, die euch zu bitten nötigt, ist eitel und sehr töricht! Was können euch die alten Festen und Burgen auf der Erde mehr nützen, deren viele Tausende durch der Zeiten Walten schon in Schutt verwandelt worden sind! Es hat wohl der feurige Reiter von der Aufrichtung eurer Festen und Burgen geredet. Aber es sind darunter nicht zu verstehen eure alten irdischen Festen und Burgen, sondern euer Glaube und eure Hoffnung durch die Macht der Liebe zu Jesus, Gott dem Herrn! Das ist die Feste und die Burg! Diese will der Herr bei euch, die ihr hier zufolge eures höchsteigenen Wollens in tiefer Geistesnacht schmachtet, schon seit langen Zeiten aufrichten und neu beleben. So ihr das wollt, sage ich zu euch im Namen des Herrn, der auch hier ist, den aber ihr nicht erkennet und noch nie erkannt habt: Das wird der Herr euch auch tun, so ihr Ihn darum bitten werdet!

9. Auch die irdische Dynastie wird Er erhalten, solange Er es für gut findet und solange diese so handeln wird, dass die Völker von ihr aus in keine zu grosse Not geraten. Sollten die Völker aber in ihrem Herzen laut zu klagen anfangen, dann wird der Herr der Dynastie auch bald ein volles Ende zu machen verstehen. Denn die Dynastie ist vor Gott nichts, und ihr Thron ist auch nichts, und sie ist nicht da des Thrones wegen, und der Thron nicht der Dynastie wegen, sondern sie ist da als ein weise-sein-sollender Hirte der Kinder Gottes! Kann oder will sie diese Gottesherde nicht hüten vor allerlei Übeln und nimmer Gott geben, was Dessen ist, dann ist sie nicht mehr zu brauchen. Der Herr wird dann auch wissen, einer hochtrabenden Dynastie ein völliges Ende zu bereiten!“


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