RBLUM-201

Aus Suche Jesus-Comes
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-201 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 201 - Der Steuereinnehmer wird vom Herrn aufgenommen, der Sergeant zurückgewiesen. Paulus' Missionsgang ins Haus ,Zum guten Hirten‘.


1. Rede Ich: „O ja, das tun wir recht gerne! Nur musst auch du dann deinen Teil zu verrichten nicht unterlassen. Bleibe also bei uns und gib auf alles acht, was wir reden und tun werden. Und tue das, was dir gut dünkt, dann wirst du bald ins klare kommen!“

2. Hier tritt der Sergeant vor und fragt: „Freund, darf auch ich bleiben? Denn auch ich habe mich eines Bessern besonnen!“ – Sage Ich zu ihm: „Du bist wie ein Fuchs und traust dir viel zu. Aber es wird nicht ein jeder angenommen, der da kommt und sagt: ,Freund, auch ich will bei dir bleiben!‘ – Wer bei Mir bleiben will, der muss eines reineren Herzens sein als du. Hast du doch nie an Christus geglaubt, wie möchtest du nun Dem folgen, den du für einen verschmitzten Jesuiten hältst? Wir werden uns wohl noch einmal sehen, für jetzt aber wäre es für deine Erkenntnis noch zu früh. Daher geh nur wieder auf deinen Posten zurück. Gib zuerst dem Kaiser das Seine und sieh, wie du dann Gott das Seine geben wirst! Du wurdest geladen und fandest es nicht der Mühe wert, der Einladung zu folgen. Darum werden die an den Strassen und Zäunen zu Mir kommen und ein Gastmahl mit Mir eher halten als die zuerst Geladenen.“

3. Spricht der Sergeant: „Bei dieser Sprache wird's einem ehrlichen Menschen ohnehin übel, und somit Gott befohlen!“ Hier geht der Sergeant schimpfend auf seinen Posten zurück.

4. Der Steuereinnehmer aber sagt: „Das hätte ich von diesem Menschen nicht geglaubt! Es ist wohl schwer, Christus als den allmächtigen Gott anzunehmen, da man sich unter dem Begriff Gott etwas zu unendlich Grosses und heiligst Erhabenes vorstellt; während Christus doch nur vollkommen ein Mensch war wie ein jeder andere Mensch – nur mit dem Unterschied, dass Er mit dem Geist Gottes mehr noch erfüllt war als ein Moses, Samuel, Elias und andere Propheten. Aber Christus ganz verwerfen, Ihm nicht einmal die Würde eines Weisen zukommen zu lassen, das ist etwas zu stark!“

5. Sage Ich: „Gut, was aber hältst du von Christus?“ – Spricht der Steuereinnehmer: „Oh, ich halte Ihn so lange für das höchste Gottwesen, als sich nicht ein grösserer, besserer und vollkommenerer Gott auffinden lässt. Mit einem Gott, den als endlos grosses Wesen ein geschaffenes endliches Wesen nie wird erschauen können, ist mir wahrlich wenig gedient. Christus, der ist mir schon recht! Aber irgendwo ein unendlich grosser Gott- Vater oder ein noch unbegreiflicherer Heiliger Geist können von mir aus sein, wie sie wollen, mich werden sie nie genieren. Ich halte mich nur an Christus, das andere wird dann schon Er machen!“

6. Sage Ich: „Recht so! Halte dich nur an Ihn so fest als immer möglich! Alles andere wird sich dann schon von selbst finden. – Nun aber kommt Petrus aus dem Haus. Wir wollen hören, welche Ergebnisse er zuwege brachte.“ – Spricht Petrus: „Herr, da sieht es schlimm aus! Ohne Gericht wird sich da wenig bezwecken lassen. Denn da gibt es eine Verstocktheit, eine Blindheit und einen Wahn, der selbst in Sodom und Gomorra kaum anzutreffen gewesen sein dürfte. Wäre ich angreifbar, wahrlich diese Brut hätte mich in Stücke zerrissen! Herr, diese Kranken bedürfen eines kuriosen Arztes und einer ebenso kuriosen Medizin!“

7. Sage Ich: „Nun gut, so lassen wir sie! Aufdringen werden wir uns niemandem, und so ziehen wir weiter!“ – Spricht Robert: „O Wien, o Wien! Auch du hast gerichtet, die zu dir gesandt waren! Der Herr vergebe es dir! Ich werde keine Rache je an dir nehmen, aber da du des Herrn vergessen willst, wirst du gewaltig heimgesucht werden. Du magst den Herrn nicht annehmen, so Er dich heilen will. Darum wird eine grosse Trübsal über dich kommen und grosse Not und Schmach! Dann wirst du rufen: ,Herr, hilf mir!‘ Aber der Herr wird verziehen, und die Hilfe wird dir zu spät werden!“ – Rede Ich: „Ja, du sollst recht haben! Ich will hier auf diesem Weg nicht voraussehen, sondern es nehmen, wie wir's finden werden. Aber sollte uns allenthalben ein solcher Empfang werden, dann, Robert, sollst du völlig recht haben!“

8. Wir begeben uns nun weiter und kommen bald zu einem Haus, an dessen Aussenmauer ein ,guter Hirte‘ aufgemalt ist. Helena sagt: „Herr, hier heisst es ,Zum guten Hirten‘! Unter solch einem Aushängeschild dürften vielleicht etwas bessere Geister hausen!“ – Sage Ich: „Ich will nicht vorhersehen. Geht aber hinein und erforscht es!“ – Spricht der Steuereinnehmer: „Meines Wissens hat dieses Haus noch nie etwas Besonderes beherbergt. Ich meine, das wird noch schlechter bestellt sein als das frühere.“ – Spricht Robert: „Einen Versuch können wir ja wagen, was kann uns geschehen?“

9. Sagt Johannes: „So ihr wollt, will ich das Haus betreten.“ – Sagt Paulus: „Bruder im Herrn, mit Heiden kann ich am wirksamsten umgehen, lass daher mich hier den Versuch machen! Denn du, geliebter Bruder, bist viel zu sanft gegenüber solchen Wesen und würdest auch wenig ausrichten. Ich aber bin etwas barsch und ernst und verlange, wo du zu bitten pflegst. Richte ich aber nichts aus, so werdet ihr, du und Petrus, auch nichts ausrichten.“ – Spricht Johannes: „Lieber Bruder, gern gönne ich dir dies Geschäft im Hause Roberts. Aber ich meine, dass hier auch deine Schritte vergeblich sein werden. Denn wo die Liebe fehlt, geht der Ernst noch leerer aus!“


Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-201 Kapitel