RBLUM-189

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-189 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 189 - Cyprian beim Herrn. Der beste Dank. Des Herrn Führungsweise. Gerichtswege Roms.


1. Robert verkündigt nun den vielen Freunden, was nach Meinem Willen jetzt zu geschehen habe.

2. Währenddessen aber tritt Pater Cyprian zu Mir hin und sagt: „Herr, Du bester Vater der Menschen und Engel! Das rein höllische Zwischenspiel hat ein hübsches Weilchen gedauert. Das beste an der Sache ist, dass mit dem Verschwinden jenes wirklichen Ur-Satans nun auch das leidige Abbild aus meiner Brust gänzlich verschwunden ist. Denn die beiden Brüder Dismas und Thomas haben mit mir nahezu die gleiche Teufelsaustreibung ins Werk gesetzt, wie der famose Cado mit der Schein-Minerva. Ich bin nun, soweit ich mich immer durchforsche, wenigstens von alledem rein, was in mir römisch war. Geiz, Neid, Habsucht, Herrschsucht und Rechthaberei sind nun ferne von mir. Mit leichtem und freiem Gemüt stehe ich jetzt vor Dir und bitte Dich auch um einen kleinen Segen. Da Du den guten Bruder Robert so übermässig gesegnet hast, dass er sich vor lauter Seligkeit beinahe nimmer zu helfen weiss, wirst Du auch mir meine Bitte nicht als Vermessenheit anrechnen!“

3. Rede Ich: „Nein, das ewig nicht. Nur kommst du mit deiner Bitte etwas zu spät, denn Ich habe dich schon gesegnet!“ – Spricht Pater Cyprian: „So ist es an mir, Dir, o Herr und Vater, dafür gebührend zu danken!“

4. Sage Ich: „Ist auch schon geschehen! Denn Ich lese es in deinem Herzen, und das ist Mir der gültigste Dank. Hast du Mir aber den schon geleistet, wozu hernach noch einen schlechteren hinzufügen?“ – Spricht Cyprian: „Aber davon weiss ich selbst kaum etwas! Wie soll dann eine mir ganz unbewusste Handlung vor Dir Wert haben können?“ – Sage Ich: „Weil sie Meiner Lehre im Evangelium gemäss ist wonach auch die linke Hand nicht wissen soll, was die rechte Gutes tut in Meinem Namen! Meinst du noch immer, ein Mir wohlgefälliger Dank müsse Mir nach Roms Art unter schallendem Glockengeläut, unter gewaltigem Tönen der Orgeln, Pauken, Trompeten und Posaunen und unter dem sinnlosen Geplärr lateinischer Hymnen dargebracht werden? O Freund, alles das ist vor Mir ein barster Greuel! Wer Mir recht danken will, der danke Mir im Herzen, und zwar so, dass sein hochweiser Verstand dabei nicht mehr zu tun hat als ein gemeiner Handlanger bei irgendeiner Meisterarbeit. Solch einen Dank hast du Mir dargebracht. So Ich damit überaus zufrieden bin, was willst du hernach noch?“

5. Spricht Cyprian: „Mein Gott und Herr! Du bist zu gnädig und barmherzig, dass Du die puren Gedanken des Herzens als etwas Dir Wohlgefälliges ansehen magst! Du ordnest alle Dinge richtig, und Deine Kinder führst Du den rechten Weg, dass sie nimmer irren können. Mein Herz machte seine Lebensschläge in grosser Trübnis, aber Du liessest es nicht zu, dass es in seiner Nacht erstarrte und keiner Pulse der Liebe zu Dir mehr fähig geworden wäre. Darum Dir allein ewig alle Anbetung und alle unsere Liebe!

6. Es geht zwar nun auf der Erde wieder sehr traurig und finster zu, aber es ist so recht wie Du es zulässt. Es muss ja auch das Unkraut zur Reife kommen und seine Wurzel dürr werden, damit es dann von Grund aus vernichtet werden kann. Wie das Gute von Dir, so auch muss das Böse sich tatkräftig äussern, damit es wahrhaft als Böses erkannt und verworfen werde.

7. Das Böseste auf der Erde ist nun das römische Pfaffentum. Es erhebt sich unter der Maske der Frömmigkeit und steigt höher und höher. Aber so es bald mit seinem stolzen Flügelpaar an die Decke Deiner Himmel schlagen wird, werden ihm die Flügel zerstört werden durch Feuer aus den Himmeln. Es wird da einen erschrecklichen und letzten Fall tun, nach dem keine Erhebung mehr möglich sein wird. Ein trauriger Weg zwar, aber gut und gerecht ist er und verfehlt nimmer des Zieles Mitte!

8. Ich war falsch, schlecht und böse vor Dir, o Herr, und stieg höher und höher, um desto tiefer zu fallen. Aber als ich völlig gefallen war, da kamst Du, halfst mir wieder empor und machtest so aus einem Teufel einen Menschen nach Deinem Mass. Und so tust Du, o Herr, fortwährend! Denn Deine Erbarmungen sind unbegrenzt, und Deine Liebe und Gnade erfüllt alle Räume der Unendlichkeit. Den Niederen erniedrigst Du noch mehr, damit er vollkommen werde und näherkomme Deinem Herzen. Aber die Hohen erhöhst Du und bereitest ihnen den vollkommenen Fall, dass sie als Gefallene sehen mögen, wie eitel all ihr Mühen war und wie gar nichts sie sind vor Dir, o Herr! Wohl aber denen, die ihren sicheren Fall merken und sich demütigen vor Dir! Die sich aber in ihrem Fall werden erhalten wollen, denen ein dreifaches Wehe! Denn ihr Weg wird ein heisser sein und ihre Umkehr nahezu unmöglich.

9. O Rom, o Rom! Du pochst vergeblich an die eherne Pforte deiner alten Macht! Sieh, die Riegel sind verrostet, mit denen du selbst die Türe zum Gottesreich verrammt hast allen, die hinein wollten! Ich stehe vor Gott dem Allmächtigen, und Sein Auge sagt mir: deine letzte Mühe wird dir einen schnöden Lohn bringen! Aber wehe dir! Der Herr hat dir eine Nacht vorbereitet, die dich verschlingen wird wie eine hungrige Schlange einen Sperling!“

10. Sage Ich darauf: „Amen! Du hast gut, wahr und weise geredet vor Meinem Angesicht. Und so sei es, wie du nun geredet hast vor Mir!“


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