RBLUM-188

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-188 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 188 - Der Herr mit Robert und Helena – Wiedersehen der beiden Gatten. Ein wahres Ehepaar der Himmel.


1. Rede Ich: „Robert, siehe hierher! Die du lieb hast, ist die ganze Weile an Meiner Brust gehangen. Du hast sehr viel gesehen und hast grosse Erfahrungen gemacht. Aber frage sie, was auch sie unter der Zeit deines wichtigen Ausseins gesehen und gehört hat! Du bist in Meine Himmel gedrungen und deine Helena tief in die grossen Geheimnisse Meiner Liebe. Was meinst du nun, wer von euch beiden an tiefen und wichtigen Erfahrungen des Lebens wohl die weitesten Fortschritte gemacht hat?“

2. Spricht Robert-Uraniel: „O Herr, sicher die liebste Helena hier! Denn wer an der Urquelle selbst schöpft, empfängt sicherlich des Lebens reinstes Licht. Wer aber durch Deine heilige Ordnung genötigt wird, an den weitgedehnten Ausflüssen Deiner Liebe, Weisheit und Macht die Wunder Deiner Erbarmung zu besehen, der trinkt Deine Gnade nur tropfenweise, – während Helena ganze Ströme Deines Urlichts in ihr Herz aufnimmt und dadurch in den ungeheueren Sehkreis Deiner endlosen Erbarmungen und Wundertaten geleitet wird. Eine flüchtige Sekunde ungetrübten Schauens in Dein Herz muss ihr ja mehr enthüllen als mir in der Ferne von Dir ein ganzes Jahrtausend! Wie werde ich nun vor ihr bestehen? Ich, ein durch winzige Lichttropfen gesättigter Geist! Und sie, Meere des Lichts aller Weisheit in sich fassend!“

3. Rede Ich: „Dessen kümmere dich nicht! So jemand auf Erden sich ein Weib nimmt, so wird sie ihm um so lieber sein, je reicher sie an guten Eigenschaften ist. Und so wird es dir hier wohl auch nicht unangenehm sein, so hier dein rechtes Weib einen derartigen Schatz von Mir überkommen hat, dass ihr beide daran für die Ewigkeit zur Genüge haben werdet. Ihr Schatz besteht in einer unschätzbaren Fülle der Liebe, und dein Schatz an Weisheit ist auch nicht der kleinste.

4. Wohl bist du nur mit Tropfen gespeist worden, wo sie Ströme in sich eingesogen hat. Aber so du einen solchen Tropfen in die Fülle ihrer Liebe tauchen wirst, wird daraus eine Unzahl von Wundern und neuen Geschöpfen und Werken entstehen, an denen du dich nimmer wirst satt sehen können. Du wirst darin erst Meine Macht, Grösse, Liebe und Weisheit in aller Fülle stets mehr zu ersehen und anzubeten beginnen. Denn alles, was mit dir bisher geschah, das war nur eine nötige Vorbereitung zu dem, was du von nun an beginnen wirst.

5. Du sahst dein Haus zuerst von aussen, es gefiel dir ungemein. Als du aber in den ersten Saal deines Hauses kamst, gefiel es dir noch bei weitem besser, da du darauf bald zu einer Gesellschaft kamst, die zwar noch sehr roh aussah – deinem Inwendigen in allem entsprechend. Aber sie ward bald sanft, als dein Inneres selbst lichter und sanfter wurde. Darauf wurde ein zweiter Saal geöffnet, der grosse Speisesaal, wo du die Tische zu ordnen hattest, die dir viel Bangens machten. Darauf traten wir in einen dritten, sehr grossen Saal, das Museum benannt. Da lerntest du alle deine Mängel und des Todes Samen in dir kennen und schafftest sie aus dir nun alle hinaus, indem du auf den Grund der Hölle (von deinem Urentstehen an) zu dringen und dich von ihr zu reinigen hattest. Und nun stehst du noch im selben Museumssaal vor Mir.

6. Aber hier ist des Bleibens noch nicht! Daher werden wir uns nun in die grosse Schatzkammer begeben, in der dir die Schätze ersichtlich werden, die du mit Helena als eine freie Mitgabe von Mir erhältst. Rufe daher die ganze grosse Gesellschaft zusammen. Wir werden uns dann sogleich in den vierten Saal begeben, der da ist die grosse Schatzkammer deines Hauses. Grüsse aber vorerst deine Helena, dein himmlisches Weib!“

7. Robert begrüsst nun die Helena mit wahrer Engelszärtlichkeit, und diese erwidert holdseligst den Gruss. Robert vergeht nahe vor Wonne und ruft. „O du meine himmlische Helena, wie gross bist du nun, und wie klein bin ich vor dir!“

8. Spricht Helena: „Liebster Robert-Uraniel, vor Gott dem Herrn, unserem Vater voll reinster Liebe, gibt es weder irgend etwas Grosses noch etwas Kleines! Er gibt dem einen Werke diesen, dem anderen Werke einen anderen Zweck. Wo aber der Zweck göttlich, da ist auch das Mittel gut. Ich bin ein Mittel und du auch in der Hand der göttlichen Liebe. Du bist so wie ich weder gross noch klein, sondern gleich mit mir in der Liebe vor Gott. Daher machen wir uns gegenseitig keine Lobreden mehr, sondern ergreifen wir uns recht innig in Gott, unserem heiligen Vater! Deine Weisheit vermähle sich mit meiner in Gott reif gewordenen Liebe! Und werden wir so dann eins vor Gott, so werden wir ein wahrhaftiges Ehepaar im Himmel und werden als ein solches wirken nach der Ordnung Gottes!“

9. Spricht Robert-Uraniel: „Holdeste Schwester im Herrn und Vater und Weib meines Herzens! Du hast vollkommen recht! Wie selig doch haben mich deine Worte gestimmt! Denn ich sah darin den Geist der reinsten göttlichen Liebe in mein Herz überströmen. Welch eine liebliche Harmonie entfaltete das in meiner hochseligen Brust! O Gott, welchen Seligkeiten gehe ich nun entgegen! Was alles wird meinen Augen in der geheimen Schatzkammer des Herrn begegnen! Seligkeiten ohne Mass, jede von neuen, nie geahnten Wundern der göttlichen Liebe, Weisheit und Macht begleitet!“ – Hier umarmt Robert-Uraniel die Helena und küsst sie auf die Stirne.

10. Ich aber segne sie beide abermals und bedeute Robert, dass er nun alle zum Weiterzug aufrufen soll.


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