RBLUM-187

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-187 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 187 - Minervas theatralischer Abgang zu ihrem letzten Kampfe. Sahariel, Robert und Cado kehren heimwärts. Der Herr nimmt Cado auf.


1. Rede Ich: „Halt, halt! Und nun keinen Lärm, denn die Schwangere ist in Kindsnöten und darf in der Geburt nicht gestört werden! – Miklosch, gehe nun wieder an dein Geschäft und mache den Dolmetsch! – Ich sage euch, die Ernte ist zur Reife gediehen, aber die Schnitter sind auch gerüstet zur Arbeit. Ich merke auf der Erde einen starken Jammer: Satan möchte sie schlagen mit zehnfacher Finsternis. Aber dieses letzte Mal wird er seine Rechnung nicht finden, denn seine Mühe sei verflucht! Von nun an wird jeder Schritt Satans auf sehr kurze Zeit von grosser Bedeutung sein für die Erde, den Prüfungsort Meiner Kinder! – Schaue wieder und rede!“

2. Miklosch sieht wieder hin und spricht: „Ah, alle Wetter! Minerva braust nun auf einmal auf und verlangt ein Schwert zum Kampf auf der Erde wider den Unglauben und alle Ketzerei!

3. Sahariel aber deutet auf die Zunge und sagt: ,So dieses lebende Schwert nichts fruchtet, ist auch jedes andere vergeblich! Das lebendige Schwert mit dem Herzen im Verband wirkt für die Ewigkeit – wie auch der Herr sprach: ,Dieser sichtbare Himmel und diese Erde werden vergehen, aber Meine Worte ewig nimmer!‘ – Also, wenn du es redlich meinst, wirke durch Worte, das Schwert aber lasse stehen! Denn so du mit dem Schwert predigen wirst, da wird das Schwert dein sicheres Ende sein. Denn wer nach dem Schwert greift, der wird auch durch das Schwert umkommen. – Begib dich in Frieden, sonst wird deine Zeit arg verkürzt werden!‘

4. Spricht Minerva: ,Ich will ein Schwert, geschehe darauf, was da wolle! Ein Schwert, ein Schwert gebt mir! Denn nun will ich endlich einmal mit Gewalt von heute bis morgen die Erde fegen!‘

5. Spricht darauf Robert: ,Nun gut denn, du verlangst ein Schwert. Hier ist eines! Nimm es hin und gebrauche es nach deinem Wissen und Gewissen! Der Lohn wird dir diesmal auf der Ferse folgen.‘

6. Robert reicht ihr ein Schwert. – Minerva reisst es ihm aus den Händen und lacht echt satanisch dabei auf: ,Hahaha! Ist das ein Schwert, aus Blei oder Pappendeckel! Ist das etwa ein Sinnbild eurer himmlischen Macht und Stärke?‘ – Spricht Robert: ,O nein, Holdeste! Wohl aber ist es ein Symbol deiner nunmehrigen Macht! Gehe hin und kämpfe damit, du Elende, und erringe deinen Sieg! – Willst du aber mit uns ziehen, so steht dir auch dieser Weg offen! Nun erkläre dich, was du tun wirst!‘

7. Spricht Minerva: ,Ich werde kämpfen auch mit diesem Schwert!‘ – Spricht Robert: ,Nur zu mit dieser Waffe! Aber gib acht, dass sie dir morgen auf der Erde nicht zu kurz wird! Diesmal soll dir der letzte Kampf, aber allein nur auf deine Rechnung, zugelassen werden. Und genug nun der Worte mit Satan. Gehen wir unseres Weges! Der Herr richte dich nach Seinem Wohlgefallen!‘“

8. Miklosch fortfahrend: „Nun verschwindet Satana plötzlich und die drei eilen unter Vortritt Sahariels hierher. Jetzt bin ich neugierig, was sie etwa von ihren anderweitigen Himmelsbereisungen erzählen werden! Sie kommen, sie kommen schnell!“

9. Im selben Augenblick sind die drei auch schon hier. Sahariel tritt vor Mich hin, verneigt sich tiefst und spricht: „O Herr! Du alliebender, allmächtiger, heiligster Gott und unser aller Vater! Mit Bruder Robert-Uraniel bin ich in Deinem Namen hinausgegangen, um ihm ein Fünklein Deiner endlosen Herrlichkeit zu zeigen. Er sah seine Urheimat und hatte eine ungemeine Freude daran, denn alles preist dort Deinen Namen. – Doch auf dem Rückweg führte uns Dein heiliger Geist zu einer grossen Szene, die für alle Deine Himmel und für die kleine Erde als Geburtsstätte Deiner Kinder von grösster Bedeutung sein wird. Aber diese Szene war ein glühendheisses Werk! Die ganze Hölle empörte sich wider Dich und Deine Himmel! Satan schmückte sich gewaltig, um durch seine Schönheit alle Himmel an sich zu ziehen.

10. Hier aber steht ein starker Geist, in sich schlecht und recht, böse und gut – ein Wesen seltener Art! Dieser Geist warf zuerst aus seinem eigenen Willen heraus der Fürstin der Hölle den Fehdehandschuh hin und kämpfte mit ihr wie einst David mit dem Riesen Goliath. Ihr Äusseres bezwang er wie ein Meister, aber das Innere dieser Fürstin blieb wie bisher noch stets dasselbe. Dieser beherzte Geist steht hier, sein Name ist Cado. Und so bin ich und Robert-Uraniel um einen Bruder reicher hierher zu Dir, heiligster Vater, wiedergekehrt. Wir wollen Dich nicht bitten, dass Du ihn aufnehmen möchtest in Dein Reich, da Deine unendliche Güte und Liebe uns schon lange zuvorgekommen ist. Aber unsere grosse Freude wollen wir hier nach unserer Herzenslust ausschütten darüber, dass Deine Liebe und Macht uns einen so herrlichen Bruder hat gewinnen lassen! Liebe, Preis und alle Ehre Dir allein dafür!“

11. Rede Ich: „Meine Liebe, Meine Gnade und Meinen Segen euch und ihm! Er war schon wie verloren. Aber ein Fünklein war noch in ihm, das da lebendig ward in der Qual, die ihm sein einstiges irdisches Oberhaupt bereitet hat. Das rettete sein Herz und verlieh ihm eine grosse Kraft, mit der er Mir dann unaufgefordert einen grossen Dienst erwies. Er soll dafür auch einen grossen Lohn überkommen und ein Meister werden im Kampf wider die Hölle.

12. Mein geliebter Cado, tritt näher zu Mir, denn Ich habe dir Grosses und Wichtiges zu geben!“ – Cado verneigt sich tief und sagt dann: „Herr, ich hatte von Dir wohl eine ganz andere Vorstellung. Aber da ich Dich nun in der schlichtesten Einfachheit sehe, so bist Du mir unter diesem Bild auch am angenehmsten. Ich frohlocke tiefst, dass Du als das allerhöchste Gottwesen so schlicht und einfach bist! So habe ich mir die Gottheit oft in meinem Herzen gewünscht, wenn ich sie mir auch stets unzugänglich denken musste, weil meine Begriffe mir keine andere Vorstellung ermöglichten. Aber da ich hier meinen Gott und allmächtigen Schöpfer so finde, bin ich nun über die Massen froh und stelle sofort Dir, o Herr, meine kleinste Kraftwenigkeit zum bereitwilligen Dienst. – Aber nur müssig lasse mich nicht sein, denn meine Freude ist, etwas Gutes zu tun. – Was wird nun mit der sogenannten Minerva geschehen? Soll sie so verbleiben, oder sollen wir doch noch weitere Besserungsversuche machen? So wie sie ist, wird sie viel Unheil auf der Erde anstiften, worauf sie ganz sicher ausgegangen ist.“

13. Rede Ich: „Sei deshalb ruhig, lieber Cado! Diesmal ist ihr wie allen ihres Sinns die Falle gelegt, in der sie sich unausweichbar fangen wird! – Wir aber werden nun etwas anderes beginnen!“


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