RBLUM-185

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-185 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 185 - Minerva will sich rechtfertigen. Cados Widerlegung. – Entlarvung ihrer Bosheit. Sahariel wendet sich zum Gehen.


1. Miklosch berichtet weiter: „Spricht Minerva: ,Schweig, du dümmster Esel! Was verstehst du, was ich zu tun habe? Meinst du denn, die göttliche Ordnung sorgt nur für die positive Polarität der Wesen und Dinge? Muss denn die negative Polarität nicht im gleichen Mass ausgebildet dastehen? Ist nicht alles Leben ein fortwährender Kampf beider Polaritäten? Du dummer Esel, nimm einem Baum die Wurzel und frage ihn dann, wie lange er noch Früchte tragen wird! Haue den Tieren die Füsse ab und sieh, wie sie dann weiterkommen werden! So durch eine sogenannte gute oder positive Kraft das Blut zum Herzen zurückgedrängt wird und darauf durch eine sogenannte böse Kraft, die ich als negativ bezeichne, wieder vom Herzen hinausgetrieben werden muss, wenn das physische Leben fortdauern soll – sage mir, welche Kraft ist denn da die vorzüglichere, die anziehende oder die abstossende? Siehst du, grober Lümmel, was du in deiner Dummheit alles zusammenredest? – Es versteht sich wohl von selbst, dass die negative Kraft der positiven untergeordnet bleiben muss, weil sie aus ihr hervorgeht – das reine Wasser muss das trübe reinigen und nicht umgekehrt! Aber das alles ist auch Gottes Ordnung. Wenn Rom nicht finster wäre wie die Nacht, würde die Menschheit nicht nach dem Licht fragen. Also bin auch ich, wie ich bin, aus Gott und werde auch so verbleiben – wie du sicher ein Esel in Ewigkeit!‘

2. Spricht Cado lakonisch: ,Ja, ja, den letzten Namen auf dich angewendet, möchte es sich wohl so begeben! O du Dummheits-Prinzessin aus allen Fixsternen! Du wirst mir etwas vorsagen von einer positiven und negativen Kraft und von ihrer gegenseitigen Notwendigkeit! Sage mir, du schönste Eselin, ist Gott eine ganze oder nur eine halbe Macht und Kraft ohne dich? Bist du notwendig, damit Er ist? Oder könnte Er vielleicht auch ohne dich bestehen, so wie Er ohne dich Ewigkeiten bestanden hat? – O du gänzlich zweckloses Geschöpf, du willst mir die Notwendigkeit des Bösen aufdisputieren, ohne das es unmöglich etwas Gutes geben könne? Du blindestes Weibswesen, worauf gründet sich denn die reinste Liebe, Güte und Macht Gottes? Muss etwa die Gottheit, die doch sicher in allem das vollkommenste Wesen ist, auch zuvor böse sein, um hernach gut sein zu können? O lacht doch alle Himmel über solch eine Weisheit! Man erzählt sich von der fabelhaften Minerva, dass sie aus dem Haupt des Jupiter entsprungen sei. Aber jene Minerva wirst du sicher nicht sein. Dein Kleid glänzt freilich wie eine Sonne, doch was nützt das, wenn im Rock ein blitzdummes Wesen steckt! – Hat dir der himmlische Freund Sahariel nicht zur Übergenüge gezeigt, wie die Sache zu deinem alleinigen Nutzen vor sich gehen kann? Warum folgst du denn nicht seinem Rat? O du Haupt aller Bosheit, ich kenne dich nun ganz! Auskommen wirst du mir wohl ewig nimmer. Und mit deinem Zurückspringen in die alte Drachenhaut wird sich's auch nimmer tun, dafür ist schon durch dieses Strahlengewand gesorgt. Was aber wirst du jetzt tun?‘

3. Spricht Minerva: ,Schweig, du dümmster Esel! Mit dir zu reden ekelt es mir! Merke es dir: Jetzt werde ich es euch erst recht zeigen, was ich kann! Meine Regimenter, besonders die unter der römischen Hierarchie habe ich noch, und ich werde sie spielen lassen! Inquisitionen, Galgen, Schafotte und Scheiterhaufen sollen wieder erstehen und ihr Wesen ums hundertfache ärger treiben! Und die Herrscher sollen ihre Untertanen mit glühenden Ruten schlagen und sie erwürgen lassen zu Tausenden! Daraus wirst du bald ersehen, was ich auch ohne Drachenhaut zu bewirken imstande bin!‘

4. Spricht Cado: ,Aber ich sage dazu: Bis hierher und nicht um ein Haar weiter! – Nun hast du uns in deiner Dummheit selbst deine menschenfreundlichen Pläne verraten. Bravo, das hast du gut gemacht! Mehr brauche ich nicht zu sagen. Das unsrige werden wir dann schon zu tun verstehen.‘

5. Spricht dazu Robert: ,Die geheimen Vorkehrungen sind bereits getroffen. Diesmal wird sich Satan selbst den völligen Untergang bereiten. Sein Lohn wird ein fürchterlicher sein!‘

6. Spricht Sahariel: ,Liebe Freunde, ereifert euch nicht dieser Unverbesserlichen wegen! Die Hauptmacht ist ihr genommen, und mit ihrer Scheinmacht wird ihr wenig geholfen sein. Es wird diese alte Schlange wohl noch etliche beissen und vergiften, aber dann wird der Herr Selbst zu den Sterblichen kommen und wird der Schlange das Handwerk legen! Sie soll nun tun, was sie will. Je ärger sie es anfangen wird, desto eher wird sie mit ihrer schnöden Arbeit fertig werden. – Und nun genug der Arbeit mit und in der Hölle! Wir werden uns jetzt auf den Rückweg zum Herrn und zu unseren lieben Brüdern machen. Diese aber soll, gänzlich verlassen, hier machen, was sie nur immer will! – Richte dich auf, Bruder Cado! Denn du hast Gnade gefunden vor Gott, darum du dein Böses in dir in Gutes und Wahres gekehrt hast. Du wirst nun auch mit uns hinziehen zum Herrn und Er wird dir eine grosse Macht geben, über die Hölle zu wachen. Diese Minerva aber wird dir untertan verbleiben, weil du sie besiegt hast mit der Waffe der göttlichen Gerechtigkeit. Mach dich also auf und wandle in unserer Mitte hin vor den Herrn!‘

7. Spricht Minerva: ,So! Mich, die Perle der Unendlichkeit, wollt ihr nun verlassen und gleichsam davonjagen wie eine feile Dirne vom Tanz! O das ist schön und löblich von euch! Früher habt ihr durch lauter Lockungen es so weit gebracht, dass ich nachgab und zu euch herkam. Und nun wollt ihr mich verlassen, weil ihr der Meinung seid, dass ich unverbesserlich sei! Aber dem ist nicht so: Ich bin vielleicht wie kein zweites Wesen einer Besserung fähig. Aber nur der soll über mich triumphieren, der mir die notwendige Geduld und Liebe erweist! Ich bin arm geworden, allenthalben spricht man mit tiefster Verachtung von mir. Soll ich da nicht voll Misstrauen sein gegen jegliches Wesen, das sich mir naht? Allzeit wurden mir Verheissungen gemacht, damit ich umkehre zu Gott! So ich aber nahe daran war, verliessen mich die anfangs stets mutig auftretenden Bekehrer und überliessen mich meinem Schicksal. Aber tut nur, was ihr wollt, ich werde wohl auch wissen, was ich zu tun haben werde. – Cado! Willst du bleiben, so bleibe, und ich werde dir dann folgen. Aber mit diesen zweien ziehe ich nicht!‘“


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