RBLUM-183

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-183 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 183 - Minervas Herrlichkeit im Himmelskleid. Robert und Sahariel geben sich zu erkennen. Erziehung zur wahren Freiheit und Selbständigkeit.


1. Miklosch in seinem Bericht fortfahrend: „Minerva zieht jetzt wirklich das Gewand an. O Tausend, das ist stark! Nein, das ist ja nimmer zum Aushalten, diese unsagbare Schönheit! Herr und Vater Jesus, sei mir armem Sünder gnädig! Herr, ich würde entweder tot oder ein Narr, so ich diese zu grosse Schönheit nur einige Sekunden noch anschauen müsste! Wie aber ein Cado und die zwei anderen, Robert-Uraniel und Sahariel solch eine Nähe ohne Verlust ihres Lebens aushalten können, ist mir ein Rätsel! Wohl gehen den beiden Letztgenannten die Augen vor lauter Glanz und Schönheit über. Aber wie Cado es in ihrer grössten Nähe auszuhalten vermag, das begreife, wer es kann! Bruder Bathianyi! Geh und vertrete mich für eine Weile, denn ich kann es wahrlich nimmer aushalten!“

2. Spricht Bathianyi: „Freund Miklosch, das kann wohl nicht ausgeführt werden! Ich habe nur ein paar flüchtige Blicke hingeworfen und bin davon schon schachmatt. Was würde aus mir erst werden, so ich mich eine längere Weile in sie vergaffte? Ich bedanke mich, liebster Freund, für diesen deinen Antrag! Versieh du nur selbst diesen angenehmen Dienst, ich werde das meinige mir schon aus deinen Worten entnehmen.“

3. Spricht Miklosch: „Nun gut, so werde aber ich ein reiner Narr! – Nun, so etwas! Jetzt geben die beiden Engel dem Cado und der Minerva sich zu erkennen, und beide scheinen ganz verblüfft zu sein, dass sie nun auf einmal zwei fremde Gesellschafter bekommen. Cado betrachtet die beiden forschenden Blickes und scheint sie fragen zu wollen, woher sie kämen, ob von oben oder von unten. Ich bin nun gespannt, was da herauskommen wird!

4. Nun wischt sich Cado die Haare aus dem Gesicht, nimmt beiden gegenüber eine heldenhafte Stellung an und sagt: ,Woher seid ihr? Was wollt ihr und wer seid ihr? Gebt pünktlich genaueste und wahrste Antwort! Verstehet wohl – der Teufel Cado verlangt solches von euch!‘

5. Tritt Robert vor und spricht: ,Wir beide sind deine innigsten Freunde, sind von oben wie auch von unten zugleich her. Wir haben dich insgeheim beschützt, ansonsten du diese Urkönigin aller Materie nicht so weit gebracht haben würdest. Nun aber am Ende deines grossen Werkes kommen wir, dich zu beglückwünschen, dass dir dies so herrlich gelungen ist, woran die Mühe so vieler mächtiger Brüder scheiterte. Solltest du dich in irgend etwas, das gut ist vor Gott, unserer Dienste bedienen wollen, stehen wir dir zu Gebote!‘

6. Spricht Cado: ,Für euren allfälligen Schutz danke ich euch und auch für eure Wache über mich! Aber ich bekenne euch beiden, dass es mir lieber gewesen wäre, wenn ihr mich weder beschützt noch bewahrt hättet. Denn mir genügt der Name und die Kraft des grossen Einen, alles andere ist bei mir eitel nichts! Ich ersuche euch darum, dass ihr euch sogleich von mir entfernt, ansonst müsste ich Gewalt gebrauchen. Denn meine heissgeliebte Minerva ist noch lange nicht auf dem Punkt, fremde Gäste, die ein sehr schmarotzerisches Aussehen haben, zu ertragen. Wird sie einmal ganz vollendet sein, dann könnt ihr wiederkommen und euch ihrer Wiedergenesung freuen. Aber nur keine weitere Hilfe mehr, denn das würde meine Mühe nur verzögern und keineswegs verkürzen. Also Gott befohlen, meine Freunde!‘

7. Spricht Minerva: ,Freund Cado, da ich nun das urkönigliche Gewand anhabe, glaube ich hier auch schon ein Wörtchen reden und etwas begehren zu dürfen. Ich fordere sonach, dass diese beiden Weisen von ,oben und unten her‘ hier bleiben und mir in so manchem einen Dienst leisten können, so sie's wollen!‘

8. Spricht Cado: ,Nur das hat zu geschehen, was ich anordne! Muss ich nachgeben, bist du wieder auf wenigstens eine halbe Ewigkeit verloren samt mir. Vergiss nicht, dass wir beide Teufel sind und eine andere Bahn zu gehen haben als die Engel Gottes, um zur Vollendung zu gelangen. Freunde, tut mir sonach diese reinste Freundschaft und geht, denn in eurer Gegenwart kann ich Minerva nimmer weiter führen!‘

9. Spricht Robert: ,Freund Cado! Du kennst uns noch zu wenig, wenn du meinst, dass wir dir hinderlich sein könnten bei Ausführung deines guten Planes mit Minerva. Siehe, was du bisher geredet und getan hast, das hast du durch uns getan. Denn Gott der Herr, dessen Name überherrlich ist, hat uns dazu die gerechte Kraft und Macht erteilt. Hättest du allein vor dieser sogenannten Minerva gestanden, wärst du schon lange als ihr schnödes Opfer gefallen. Wir waren es ja, die dir jegliches Wort in den Mund gelegt haben. Wir haben deine Steine, die du als Waffe gebrauchtest, gesegnet und gekräftigt und liessen die Feuerflut nicht höher steigen, damit du auf diesem Hügel eine sichere Zuflucht finden solltest. Da sich aber die Sachen so und nicht anders verhalten, wie sollen wir dir nun hinderlich sein können? Förderlich ja, das wollen und können wir dir bei deinem löblichen und allen Himmeln gefälligen Werk sein. Sei daher ganz unbesorgt unseretwegen!

10. Wir bleiben darum noch eine Weile bei dir, damit du nun frei aus dir selbst das Fernere wirst tun können, was zur Vollendung dieses Grosswerkes vonnöten ist. Es wird unser Rat von jetzt an nicht mehr heimlich, sondern offen erfolgen und eine Tat nur auf dein Verlangen geschehen, damit du dadurch samt Minerva wahrhaft frei werden kannst. Du wirst ganz frei unseren Rat entweder annehmen oder von dir weisen können. Würden wir wie bisher in dich heimlich einfliessen, so könntest du nimmer frei und dadurch selig werden. Denn in diesem Fall bliebest du nur ein Werkzeug in unseren Händen. Wir aber geben nun das Werkzeug frei aus den Fesseln des Gerichts, auf dass es dann aus sich selbst etwas werde vor dem Herrn. Dies muss aber das schwache Werkzeug erkennen und danach sich selbst bestimmen. Dann wird es in Kürze zur wahren und freien Vollendung gelangen und nicht weiterhin in der genötigten Knechtschaft verbleiben. So sei es im Namen des Herrn Jesu, des einigen Gottes Himmels und aller Welten!‘

11. Spricht Cado: ,Wenn so, dann bleibt freilich hier! Denn ich muss und will selbst frei handeln, um frei zu werden von jeglichem Joch. Ob aber Minerva auch noch bleiben wird, das ist eine andere Frage.‘

12. Spricht Minerva: ,Die Schritte, die ich nun vorwärts gemacht habe, bleiben; ich werde sicher keinen Rückgang mehr tun. Aber diese beiden himmlischen Gauner müssen mir jetzt aus den Augen, da sie gegen mich geheim und hinterlistig gehandelt haben! So sie hier bleiben, werde ich keinen Schritt mehr vorwärts tun!‘

13. Spricht Robert: ,Nicht so, holdeste Minerva! So wir dir etwas Arges zugefügt haben, wollen wir sogleich gehen. Du aber musst selbst bekennen, dass wir dir nur etwas höchst Gutes erwiesen haben durch die Kraft Gottes, die in uns tatkräftig ist. Du solltest dankbar einsehen, dass wir dich so weit freigemacht haben von den Fesseln der Hölle und sie mehr und mehr haben verstummen gemacht in deinem Herzen, in dem ehedem der Grundkeim allen Übels gelegen ist. Gedenke der schaudervollen Zeitenlänge, in der du höchste Qualen – freilich durch dein eigenes starres Wollen – durchlitten hast, und unsere für dein künftiges Wohl besorgte Gegenwart wird dir sicher nicht unangenehm sein können!‘

14. Spricht Cado zur Minerva: ,Ganz richtig! Also denke nach, und es wird dann alles gut werden! Die beiden müssen nun bleiben, weil ich es ihnen gebiete. Hast du auch gegen mein Gebot etwas einzuwenden?‘ – Spricht Minerva: ,O ja, denn du gebietest, weil die beiden dich dazu nötigen!‘

15. Spricht Cado: ,Da irrst du, ich lasse mich von niemandem bei meinem freien Wollen nötigen. Wäre ich aber gerichtet, solches tun zu müssen, dann wirst du dich dem um so weniger widersetzen können, was da ausspricht mein gerichteter Wille, indem er dann nicht mehr mein, sondern des allmächtigen Gottes ist. Und so denn bleibe es bei dem, was die beiden bestimmt und ich nun geboten habe!‘

16. Spricht Minerva: ,Ja, im Eigensinn bist du gross und weisst die Sache so zu drehen, dass du von deinem Ansehen nichts verlierst. Nur ich, der Erstling aller Kreatur, soll bei dir um ein Ansehen betteln! Aber ich werde mich zwar äusserlich in dein Wollen fügen wie bisher, weil ich zu schwach bin, dir einen wirksamen Kampf zu bieten. Aber das Innere gehört mir und hat von nun an nichts als einen Fluch für dich wie auch für deinen Freundschaftsbund, Amen!! Verstehst du dieses Amen?‘

17. Spricht Cado: ,O ja, soviel Verstand besitze ich, gottlob auch noch etwas mehr. Wird nun einmal dein Äusseres recht durchgegerbt werden, dann wird sich auch dein Inneres dem zuwenden, was ich mit dir nach der unwandelbaren Gottesordnung will. Und dazu sage auch ich ein unwandelbares Amen!! Verstehst auch du, was ich mit diesem unwandelbaren Amen gesagt habe?‘“


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