RBLUM-18

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-18 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 18 - Rede Jesu über die Notwendigkeit irdischer Obrigkeit. - Keine menschliche Gesellschaft ohne Ordnung und Gehorsam.


1. Rede Ich: „Mein geliebter Bruder! Siehe, wenn man wie du mit rein weltlichen Augen und ebenso weltlichem Verstande diese Sache betrachtet und sich dabei mit jeder noch so freien, oft alles gesunden Sinnes mangelnden Übersetzung der vier Evangelisten und der Briefe Pauli begnügt, zu alledem noch die Weltphilosophie mehrerer deutscher Atheisten mit grossen Zügen in sich geschlürft hat, - da kann es wohl nicht anders sein als so, wie es mit dir ist und steht.

2. Ich sage dir, hättest du dir je selbst die Mühe gegeben, die Schriften des Alten und des Neuen Testaments genau durchzugehen, und zwar nach einer guten Übersetzung - wie die Martin Luthers oder auch die sogenannte Vulgata und die griechische Urbibel -, so wärest du zu ganz anderen Urteilen gekommen als auf deinem radikalen Wege. Deine Wurzeln sind so gut wie gar keine, da die Lehren deiner Weltweisen nur als Schmarotzerpflanzen auf dem Baume der Erkenntnis vorkommen. Du als ein irdischer Baumzüchter wirst wohl wissen, wie die Wurzeln der Schmarotzerpflanzen beschaffen sind?! Und so wirst du auch wissen, wieviel an deinen Vor-Leitsmännern gelegen ist in Meinen Augen!

3. Wenn man erstens die Bibel übersetzt, wie man sie für seine Grundsätze gerade haben will, und dann gerade nur jene Texte heraushebt, die bei einer beliebigen Übersetzung einen Doppelsinn zulassen, dann ist es auch keine Kunst, so zu argumentieren, wie du es vor Mir nun tatest.

4. Aber siehe, es ist dem nicht so. Denn fürs erste lauten die angeführten Texte: Mein bekannter Tempelspruch bezüglich des Zinsgroschens und besonders der des Paulus aus den Briefen an die Römer und an Titus nicht so, wie du sie Mir vorgeführt hast. Sodann kann weder bei Mir noch bei Paulus je von einer Fürstenfurcht die Rede gewesen sein, da Ich es mehr als handgreiflich vor Pilatus und Herodes, wie zuvor vor Kaiphas bewiesen habe, wie Ich Mich so gar nicht vor diesen Weltmachtträgern gefürchtet habe! Denn wer den Tod nicht fürchtet, da Er sein Herr ist und ewig bleibt, hat doch noch weniger Grund, die eitlen Geber des bloss leiblichen Todes zu fürchten.

5. Ebensowenig aber wie Ich nur den leisesten Grund hatte, Mich vor den Machthabern der Erde zu fürchten, hatte auch Paulus keinen Grund dazu. Nero war unter allen Machthabern Roms bekanntlich der grausamste; und siehe, Paulus suchte Schutz wider die ihn verfolgenden geistig bösen Juden bei ihm und fand ihn auch, solange er diesen irdisch vonnöten hatte. Hatte er aber etwa Furcht vor den Juden? O nein, denn obschon er gar wohl wusste, wie sehr sie ihn anfeinden, ging er dennoch trotz Widerratens seiner intimsten Freunde nach Jerusalem.

6. Daraus kannst du aber entnehmen, dass weder Ich noch Paulus aus irgendeiner Fürstenfurcht unsere gleichen obrigkeitlichen Gebote, eigentlich vielmehr ,Räte‘, von uns gegeben haben, sondern bloss nur der notwendigsten Weltordnung der Menschen wegen. Denn das musst du doch einsehen, dass keine menschliche Gesellschaft ohne Leiter bestehen kann. Daher es auch nötig ist, als Lehrer den Menschen die Notwendigkeit zu zeigen, diesen Leitern zu gehorchen!

7. Oder bist du der Meinung, dass da auf der Erde grosse menschliche Gesellschaften ohne alle Leitung bestehen könnten? Das wäre die grösste Unmöglichkeit und wäre sogar wider die natürlichste Ordnung nicht allein des Menschen, sondern auch aller irdischen Dinge.

8. Damit du dies aber etwas tiefer einsiehst, will Ich dich ein wenig durch die verschiedenen Reiche der natürlichen Dinge führen, und so höre Mich weiter!“


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