RBLUM-177

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-177 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 177 - Minerva wittert eine List der Gottheit. – Cado erklärt ihr den Grund. Ein Kleid fällt vom Himmel. – Minervas Neugier.


1. Miklosch berichtet weiter: „Spricht die Minerva: ,Freund Cado, wahrlich, ich liebe dich! Es ist wohl die erste wahre Liebe, durch die mein Herz je bewegt ward. Aber so tue mir doch den Gefallen und erkläre den Grund deiner Hartnäckigkeit! Es muss dem ein grosser und allerfeinster Plan zugrunde liegen. Man hat mit mir etwas vor von allerhöchster Seite, und du bist deren verkapptes Werkzeug. Der Plan muss mir enthüllt werden, sonst bringst du mich ungezwungen nicht um ein Haarbreit weiter von dieser Stelle. Was wird es dir auch nützen, an mir selbst Gewalt zu üben? Du weisst, welch hartnäckigsten Trotz ich der Gottheit selbst bieten kann, um wieviel mehr dir! Die Gottheit ist endlos mächtig und kann aus mir machen, was sie will, jedoch nur durch ewigen Zwang. Aber das Herz und der Wille sind mein und verstehen jeder Macht zu trotzen! Auch der deinigen – obschon du der einzige bist, der meinem Herzen seit Urbeginn am nächsten gekommen ist. Wäre es nicht so, hättest du statt meiner wahren Urgestalt schon lange ein hässlichstes Scheusal vor dir. Nun weisst du, wie ich bin und sein muss. Daher gib mir den Grund an, warum du mir gegenüber so unbeugsam bist!‘

2. Spricht Cado: ,Warum verlangst du von mir das, was ich dir schon sonnenklar dargetan habe? Ich darf darauf nicht eingehen, weil ich dich dann nimmer freimachen könnte. Du musst zuerst ungezwungen dich in meinen Willen begeben und ihn zu dem deinigen machen. Dann werde ich auch alles tun, was du aus dir selbst wollen wirst!‘

3. Spricht Minerva: ,Gewiss, so ich nur das will, was du willst, wirst du freilich meinem Willen leicht nachkommen! Aber wo ist dann meine eigene Willensfreiheit?‘ – Spricht Cado: ,In dem, dass du frei das willst, was ich will, und sonach deinen Willen mit dem meinigen zur Einheit machst! Denn ohne diese ist ewig an keine höhere, wahre Wirkung zu denken.‘

4. Spricht die Minerva: ,Das ist mir zu dunkel! Ich verstehe dich nicht, erläutere die Sache genauer!‘ – Spricht Cado: ,O du sonderbare Trägerin alles Lichtes und Leuchtens, das da ausgegossen ist durch alle endlosen Räume! Wenn du solche Dinge nicht fasst, die doch so klar sind, wie wirst du dann Tieferes aus dem unversiegbaren Born der rein göttlichen Weisheit zu erfassen imstande sein?

5. Siehe, du sollst wieder frei werden und in eine rechte Ordnung eingehen! Darum musst du zuerst in meine Willensordnung eintreten, damit dadurch dann auch dein eigener Wille frei wird. Mache wenigstens einen Versuch! Behagt es dir nicht, so kannst du ja in dein altes Gericht zurückkehren!‘

6. Spricht Minerva heiteren Angesichts: ,Nun denn, auf diesen Antrag will ich eingehen! Falls mir der Rücktritt nicht verwehrt ist, wenn mir der neue Zustand nicht behagen sollte, dann sei es, wie du willst! – Aber ich bin nackt und schäme mich vor dich hinzutreten. Verschaffe mir ein Kleid, und ich werde mich sogleich zu dir begeben!‘ – Spricht Cado: ,Auch das kann ich dir nicht eher gewähren, als bis du meinem ersten Verlangen nachgekommen bist, soeben ist ein herrliches Gewand wie vom Himmel herab zu meinen Füssen gefallen! Es ist für dich in einer Art, wie die Himmel noch kein ähnliches gesehen haben! Also komm und nimm es als ein würdiges Brautkleid aus meinen Händen!‘“

7. Miklosch in seinem Bericht fortfahrend: „Minerva stutzt ein wenig und richtet ihre grossen, feurigen Augen nach der Stelle, wo nun zu Cados Füssen ein Gewand in ein rotes Tuch eingewickelt sich befindet. Sie möchte es wahrscheinlich näher besichtigen, ob es ihrer Annahme wert sei und strengt ihre Augen an, um etwas vom eigentlichen Kleide zu erspähen. Aber es ist so gut in das rote Tuch eingewickelt, dass nirgends etwas davon zu erspähen ist. Die Neugierde der Minerva wächst stark. – Ich bin nun wahrlich selbst voll Neugier, was dieses mit allen bösesten Salben geschmierte Satanswesen jetzt tun wird! Herr, unser liebster, heiligster Vater Jesus! Wird diese alte Lügnerin sich wohl einmal bekehren für immer? Und wird es dann besser werden auf den Weltkörpern, besonders auf unserer Erde?“

8. Rede Ich: „Mein liebster Freund Miklosch, das wird alles die Folge zeigen. Betrachte nur den ferneren Verlauf der Szene und mache dieser Gesellschaft den Dolmetscher wie bisher, und du wirst samt allen Brüdern und Schwestern ins Klare kommen!“


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