RBLUM-174

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-174 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 174 - Cados Weisheit gegen Minervas Verblendung. Anerkenne den Gottmenschen Jesus!


1. Miklosch berichtet weiter: „Spricht Cado: ,Aber liebe Mutter der Unendlichkeit, holdeste und schönste Minerva! Warum denn gerade vor diesem so menschenfreundlich klingenden Namen einen solchen Widerwillen? Was hat er dir denn getan? Ich finde gerade in diesem Namen sehr viel Tröstendes und Beruhigendes! Also heraus mit der Sprache, was für einen Haken hat es da?‘

2. Spricht Minerva ganz erbost: ,Freund, da hat es den unendlich grössten Haken, den alle Ewigkeiten nicht gerade biegen werden! Denn in diesem Namen ist die Gottheit wahnsinnig geworden und hat ihre Urhöhe und Tiefe verlassen. Sie hat sich aus törichtester Liebe zu ihren Phantasiegeschöpfen in einen engen Rock gepfercht, aus dem sie nun nicht mehr herauszubringen ist. Denke dir eine aus purer Affenliebe zu ihren Geschöpfen von ihren mistigsten Kreaturen misshandelte, ans Kreuz gehängte Gottheit! Eine Gottheit, die sich zu einem Aas herunterwürdigt, statt auf ihrer Höhe und Glorie in meiner lichtvollsten Gesellschaft zu bleiben und über alle Wesen zu herrschen, die aus mir ihr unverwüstbares Dasein nehmen! Was, frage ich, was kann ich als die höchste Weisheit von solch einer toll gewordenen Gottheit halten? Ich könnte vor Schande und Schmach vergehen, wenn ich auf solch eine entsetzliche Erniedrigung schauen muss! Würde auch ich mit der Gottheit toll, so geht die ganze Unendlichkeit in Trümmer und alle Wesen haben zu sein aufgehört. Siehe, das ist der verzweifelte Haken!‘

3. Spricht Cado: ,Merkwürdig! – Aber was ist denn hier so merkwürdig? Oh, nicht die Erniedrigung der Gottheit zu ihren Geschöpfen herab! Das ist in meinen Augen noch lange nicht so merkwürdig, als dass die höchst weise Göttin Minerva so schauderhaft geistesbeschränkt ist, sich von der grossen Gottheit eine so überaus dumme Vorstellung zu machen! Erlaube mir: wie kann die Gottheit als der reinste Urgeist, als die mächtigste Urkraft aller von ihr ausgehenden Kräfte je schwach werden? Sie, die die Unendlichkeit umspannt und der ewige Mittelpunkt ist – könnte je schwach, ja am Ende sogar wahnsinnig werden? Nein, Minerva, du magst sonst sehr weise sein, ja sogar so weise, wie du verführerisch schön bist; aber der Witz mit der göttlichen Schwäche und Tollheit ist dir nicht gelungen! Zudem sehe ich, dass du ausserordentlich herrschsüchtig bist und es dir beliebt, mit mir einen Spass zu machen. Und so ärgere ich mich auch nicht mehr über deine mir bezeigte Dummheit.

4. Aber weil ich ein grosses Wohlgefallen an deiner Schönheit habe und dich im Ernste liebe, gebe ich dir einen Rat. Dieser besteht darin, dass du dich mit dem Gottmenschen Jesus auf freundschaftlichen Fuss stellen sollst! Lasse wenigstens Seinen Namen in deinem Reiche öfters ausrufen zu deiner eigenen Überzeugung, was daraus etwa entstehen könnte. Ich bin überzeugt, dass du dadurch in aller Kürze zu ganz anderen Vorstellungen über die Gottheit gelangen wirst. – Siehe, ich bin vielleicht ein viel ärgerer Teufel noch als du. Ich kenne Jesum nur dem Namen und einigen Bestimmungen Seiner Lehre nach, die wahrlich göttlich weise sind und sogar jedem redlich denkenden Geist- oder Fleischteufel höchste Bewunderung abnötigen müssen. Es kommt mich wahrlich nicht schwer an, Ihm die tiefste Achtung zu zollen. Warum soll dann gerade dir das so schwer und unausführbar vorkommen?

5. Geh und sei nun einmal gescheit! Dumm warst du ohnehin schon lange genug. Schau, wir zwei taugten denn doch hübsch füreinander. Es wird deswegen noch Schlechtes genug geben, wenn es auch nicht mehr von uns ausgehen wird. Der gute Herrgott wird noch eine hübsche Weile zu tun haben, bis Er all unserer Nachkommenschaft vollends Meister wird, so wir auch unser Teufelmachergeschäft für immer aufgeben. Es darf dir darum wahrlich nimmer leid sein, denn du hast davon noch allzeit einen scheusslichen Lohn empfangen. Und am Ende könnte es der Gottheit bei einer Gelegenheit einmal doch einfallen, dich für ewig ganz zu vernageln. Und was hättest du dann von all deiner sauersten Mühe und Arbeit? Daher folge meinem Rat um so mehr, als du mir doch ehedem selbst zu verstehen gabst, dass deine Existenz genau wie die der Gottheit für ewig unverwüstbar sei!‘

6. Minerva ist hierauf stumm, steht als ein unbeschreiblich schönstes Weib knapp am Hügel auf ihrem Wagen und scheint über Cados Worte nachzudenken.“


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