RBLUM-170

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-170 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 170 - Untergang der Höllenmacht. Cado als Überlebender zeigt bessere Regungen. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.


1. Miklosch berichtet weiter: „Cado schaut nun bebend dem fliehenden Häuptling nach und sieht, wie eine Feuerglut diesem schon nahe an die Fersen kommt. Der Fliehende heult entsetzlich, und schon mancher hervorzuckende Funke leckt an seiner Haut. Das entsetzt Cado, und es scheint ein jeder Funkenbrand, der des Häuptlings Haut berührt, auch die seine gewaltig zu stechen.

2. Nun aber hat die Flut den fliehenden Häuptling erreicht und Cado schreit: ,Du allmächtige Gottheit – er ist verschlungen! Und kein Wesen kommt ihm zu Hilfe! Seine Mächtigen sind bereits alle begraben. Ich bin auf diesem Hügel – der bereits auch zur Hälfte von der grässlichen Flut umflossen ist und wo nur ein schmaler Streifen gen Morgen hin noch passierbar ist – auch auf dem Punkte, in einigen Augenblicken sein Los zu teilen. Wollte ich auch an die unglückliche Stelle hinrennen, würde ihm das nun nichts mehr nützen. Ich bleibe, wo ich bin, und die göttliche Allmacht soll mit mir machen, was sie will, denn zu entfliehen ist ihr nimmer. – Dies Feuermeer muss aber auch eine unermessliche Brennhitze haben, da es mich schon hier so unausstehlich brennt.

3. Grosser Gott, welche Schmerzen von höchster Schärfe werden nur zu bald mein ewiger Anteil sein! Das ist also die fürchterliche Hölle, deren Wurm nimmer stirbt und deren entsetzliches Feuer nimmer erlischt! O Gottheit, habe Erbarmen mit einem Kinde der Hölle, das zwar überaus schlecht ist, aber doch wenigstens seine Greuel erkennt und nun leider zu spät bereut! – Ich habe zwar schon eine entsetzlich schmerzliche Höllentour durchgemacht, aber beim Anblick dieser rein göttlichen Strafmacht hat mich alle Kraft verlassen. Und ich fühle nun kaum die Kraft eines Insektes in mir und muss mich demnach gefangennehmen lassen von der gerechten Zornflut des göttlichen Rachefeuers.‘“

4. Miklosch fortfahrend: „Nun sinkt Cado auf seinem Hügel zusammen und erwartet die verzehrende Flut, die zwar noch mächtig hin und her wogt, aber dennoch nicht mehr steigt. Bis auf Cado ist nun alles, was gegen uns zu Felde ziehen wollte, von ihr verschlungen. Nur das kommt mir noch unerklärlich vor, dass die mächtigen Himmelsfürsten sich noch nicht entfernen wollen. Auch die schauerliche Grotte, über die Hälfte erfüllt mit dem Feuerstrom, hat ihr drohendes Aussehen noch nicht verloren.“

5. Rede Ich: „Der Kampf ist noch nicht zu Ende und der Cado noch nicht völlig verloren. Gebt nur acht, was weiter geschehen wird! Darauf erst soll euch eine genügende Aufklärung zuteil werden.“

6. Miklosch beobachtet jetzt hauptsächlich den Hügel, auf dem Cado wie tot zusammengekauert liegt, und berichtet weiter: „Aber da die schreckliche Flut doch nicht an seine Haut gelangen will, so fängt er sich wieder emporzurichten an, um zu sehen, was es denn mit diesem Zornsturme der Gottheit für einen Fortgang nehme. Er sieht, dass das Feuermeer nicht höher steigt, als es sich anfangs über eine unübersehbare Fläche ausgebreitet hatte und zu bedeutender Höhe angestiegen war.

7. Diese Erscheinung flösst Cado mehr Mut ein, und er spricht bei sich: ,Was haben nun alle diese Esel davon, dass sie sich wieder einmal den argen Spass machten, mit der allmächtigen Gottheit einen Kampf zu wagen! Aber ich selbst bin eigentlich auch ein Ochse, denn warum habe ich ehedem den Antrag jener zwei Boten nicht angenommen, mich von dem schauervollen Untergang zu retten! Wo sind diese Herrlichen nun? Rings um mich her ist Nacht, nur das glühende Feuermeer wirft einen matten Zornschimmer über mein verfluchtes Wesen. Gegen Morgen dort in weitester Ferne entdecke ich einen freundlicheren Schimmer als dieser hier ist. Wie wäre es, wenn ich dahin zöge? Gefährlicher kann es doch nirgends mehr sein als hier in der Mitte der untersten Hölle!‘

8. Nun macht sich Cado auf die Beine und fängt an, sich gegen uns her zu bewegen. Aber sein ganzes Bewegen hat ein Aussehen, als ob er sich selbst mit seiner Schnellfüsslerei foppen möchte, denn er zappelt fast immer auf demselben Punkte. – Was kann da wohl die Ursache sein, dass er bei seinem festen Willen nicht weiterkommt?“

9. Rede Ich: „Der Grund liegt darin, dass solche Geister auch bei besten Vorsätzen und guter Erkenntnis dennoch ein Herz voll Unflat haben, aus dem fortwährend böse Dünste in die Kammer des Willens aufsteigen und stets einen Rücktritt bewirken, wo der bessere, aber schwächere Willensanteil einen Fortschritt tun wollte. Es geht ja vielen auf der Welt auch so: sie kennen das Gute und das Wahre und nehmen sich auch immer vor, es auszuüben. Aber gewöhnlich in den Augenblicken, da sie das Gute und Wahre in ihren Willen aufnehmen wollen, dunstet dann auch ihr Fleisch am meisten; sie werden schwach und kommen trotz ihres Strebens nicht vom Fleck. Und so ist der Geist stets willig, aber das Fleisch ist schwach! An diesem Cado habt ihr nun ein lebendiges Beispiel, wie ein Mensch oder Geist aus seiner eigenen Kraft nichts vermag ohne Mich. Mit Mir aber vermag er alles!“


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