RBLUM-162

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-162 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 162 - Helena im Zwiegespräch mit dem Herrn. Wesen und Bewohner der Hölle.


1. Es sieht sich aber auch Helena nach Robert-Uraniel um. Da sie ihn nirgends erschaut, fragt sie Mich sanft, wohin nun Robert möge entschwunden sein samt dem Engel?

2. Ich aber frage Helena noch sanfter, ob es ihr etwa bange sei um Robert- Uraniel? Und Helena erwidert: „O Du heiligster Vater! Wie könnte mir das sein an Deiner von höchster Liebe erfüllten Brust? Wohin könnte Robert auch gelangen, dass er Deinen Augen unsichtbar würde? Wer aber im Lichte Deiner Augen wandelt, verirrt sich ewig nimmer und kommt wieder, begrüsst von seiner an Deinem Herzen ruhenden Liebe! Oh, er wird nun viele und grosse Wunder Deiner Allmacht, Weisheit und Güte schauen. Was wird er uns da für Herrlichkeiten zu erzählen wissen!“

3. Rede Ich: „Ja, so wird es auch sein. Aber Ich könnte dir unterdessen auch einige merkwürdige Wunderdinge erzählen, die vielleicht noch seltsamer wären als jene, die du nun von Robert-Uraniel erwartest. Was meinst du da?“

4. Spricht Helena: „O liebster Vater, das könntest Du freilich besser als alle Engel Deiner Himmel! Aber so Du mir etwas erzählen würdest aus Deiner eigenen Gottesgeschichte, so würden wohl Trillionen von Jahren erforderlich sein, bis ich ein Wort aus Deinem Munde in der Tiefe fassen könnte – obschon ich sehr neugierig wäre, von dem Schöpfer aller Dinge so manches zu vernehmen.

5. Für mein Herz von besonderem Interesse wäre es, von Dir zu erfahren, worüber Du, o Herr, mit Deinen Aposteln nach Deiner heiligsten Auferstehung magst gesprochen haben. Und worüber der Evangelist Johannes sagte: Du habest noch vieles mit ihnen geredet, was er nicht aufgezeichnet habe; denn hätte er es auch aufgeschrieben in viele Bücher, so würde sie die Welt doch nimmer fassen und begreifen! Nichts hat so sehr meine Neugierde unbefriedigt gelassen als eben diese Schlussbemerkung des Apostels Johannes. Da musst Du ja ganz wunderbare Sachen Deinen lieben Aposteln kundgetan haben!“

6. Rede Ich: „Ja, Meine liebste Helena! Aber diese Geschichten waren so grossartig und tief, dass du sie auch in der Geisterwelt unmöglich begreifen könntest. Aber es wird schon in Kürze eine Weile kommen, wo du das alles sehen und verstehen wirst, denn in Meiner grossen Himmelsbibliothek sind derlei Dinge getreuest aufbewahrt. Wenn du einmal dahin gelangen wirst, da wirst du ein vollkommenstes Evangelium zu lesen bekommen! Daher verlange nun von Mir eine andere Geschichte!“

7. Spricht Helena: „O Du süssester Vater, erzähle mir etwas von dem Fall des Luzifer! Denn das ist auch so etwas, das mir auf der Welt stets dunkel geblieben ist.“ – Rede Ich: „Meine Allerliebste, auch das wäre noch etwas zu früh für dein Herz, denn diese Geschichte würde dich zu sehr angreifen. Darum wähle dir lieber etwas anderes!“

8. Spricht Helena: „O heiligster Vater, so sage mir denn, was hat es mit der Hölle, von der auf der Erde von den Geistlichen bei weitem mehr als von den Himmeln gepredigt wird, für eine Bewandtnis? Wer kommt eigentlich in die Hölle? Gibt es eine oder gibt es keine? Denn sieh, Du liebster Herr und Gott Jesus: Ich war auf der Welt doch gewiss schlecht genug, ein rechtes Wiener Früchtl, wie man nur eines suchen kann. Der Papst samt allen Geistlichen hätten mich ohne Gnade und Barmherzigkeit in die Hölle verdammt. Und trotz aller meiner Schlechtigkeit bin ich nun doch seligst bei Dir! Und so dürften noch so manche hier in Deiner heiligsten Gesellschaft sich des ewigen Lebens freuen, von denen auf der Erde so mancher Erzpapist sagen würde: ,Nein, diese Kerls sind sogar für die Hölle zu schlecht!‘ Und siehe, sie sind hier in Deinem Heiligtum und loben in ihrem Herzen Deine unendliche Güte, Weisheit, Macht und Stärke! Wie schlecht müssen sonach jene sein, die da in die Hölle kommen, so es überhaupt eine gibt!“

9. Rede Ich: „Meine liebste Helena, deine Frage ist nicht ohne Interesse, und die Beantwortung wird nicht ohne Nutzen sein. Aber anstatt dir darüber ein Langes und Breites zu erzählen, werde Ich dir ein höllisches Individuum vorführen lassen, das nun gerade auf dem Sprunge ist, in die Hölle zu kommen und auch sicher in die unterste, ärgste Hölle kommen wird. An diesem argen Wesen wirst du am einleuchtendsten ersehen, wer so ganz eigentlich in die Hölle kommt. Denn es gibt eine Hölle, die in drei Grade geschieden ist, der unterste ist der allerschlimmste. Und du wirst Mich dann loben, so du ersehen wirst, wer, wie und warum einer in die Hölle kommt. Fürchte dich aber nicht, der Arge wird sogleich da sein!“


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