RBLUM-156

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-156 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 156 - Erklärung des Pyramidendenkmals. Wanderung in die Unterwelt. Fegfeuer, Himmel und Paradies.


1. Rede Ich weiter: „Siehst du hier vor uns diese Pyramide? Sie ist deines Leibes Herz! Wie aber das Herz der Träger aller zahllosen Keime zum Guten und zum Bösen ist, so ist auch dieses Denkmal in Form einer Pyramide der Inbegriff alles dessen, was da rastete und handelte als Fleischeskraft im Fleische deines Naturwesens. Gehe nun mit deiner Gemahlin in diese Pyramide und betrachte alles wohl, was sich darin aufhält in der Höhe wie in der Tiefe und an allen Wänden.

2. So du alles besehen haben wirst, dann komme wieder zurück und sage es vor allen, was du angetroffen hast. Und Ich werde dir die weitere Weisung geben, was dir zu tun noch übrigbleibt. Aber verweilen darfst du bei nichts! Sollte dich aber irgendeine Lust bei einer oder der anderen Sache anwandeln, so sieh auf deine Helena und sie wird dich davon abziehen!

3. Und so trete nun deine Wanderung in die Unterwelt an, begleitet von Meiner Gnade und Liebe, mutig und voll besten Trostes! Denn auch Meine Seele musste vor der Auferstehung Meines Fleisches in die Unterwelt hinabsteigen und dort alle frei machen, die da im Fleische Meines Fleisches noch der Erlösung harrten.“

4. Nach diesen Worten verneigt sich Robert tief und tritt sogleich seine Wanderung an.

5. Der Franziskaner aber fragt Mich, ob er nicht etwa auch mitgehen dürfe. Ich aber sage zu ihm: „Mein Lieber, so du ganz reif wirst, dann wird auch auf dich ein Gleiches zu tun kommen, wenn schon deiner Beschaffenheit wegen in einer andern Form. Denn nicht allen ist eine und dieselbe Form entsprechend; diese hängt vielmehr von der hervorragendsten Hauptneigung ab, die eine Seele ihrem Fleische einprägte. Warte darum schön ab, was Robert alles für Dinge hervorbringen wird! Dadurch wirst du schon mehr oder weniger innewerden, auf welche Art du selbst in die Unterwelt steigen wirst.“

6. Spricht der Franziskaner: „Herr, ist denn diese Unterwelt etwa so eine Art Vorhölle, sozusagen das gewisse Fegefeuer?“ Rede Ich: „Ja, so etwas dergleichen! Aber dennoch ganz anders, als wie du es in deinem noch ziemlich römisch befangenen Herzen herumträgst.“

7. Spricht der Franziskaner: „Also kommt denn eigentlich doch niemand sogleich, wie man sagt, vom Mund auf in den Himmel?“ – Rede Ich: „Nicht leichtlich, Mein Lieber! Denn so Ich Selbst zur Unterwelt musste, der Ich doch der Herr Selbst bin – so wird schon auch ein jedes Meiner Kinder es tun müssen! Denn ein jedes Obst muss vollkommen reif sein, bevor man es geniessen kann. Blöde und unwissende Kinder meinen freilich, eine Kirsche sei schon reif, wenn sie nur ein wenig gerötet ist. Aber der kundige Gärtner weiss genau, wie rot die Kirsche aussehen muss, um völlig reif zu sein. – Also ist's durchaus nichts mit dem ,vom Munde aus gleich in den Himmel kommen‘! Wohl aber in das geistige Paradies, wo ihr euch nun an Meiner Seite befindet. Es ist genug, so Ich zu einem Sünder sagte: ,Heute noch wirst du bei mir im Paradiese sein!‘ – Aber nun Ruhe, denn Robert wird bald wieder da sein.“

8. Der Franziskaner möchte noch gerne etwas sagen auf diese Meine Worte. Aber der General, der sich mit Dismas und dem verklärten Pater Thomas gerade dem Franziskaner am nächsten befindet, legt sogleich die ganze flache Hand auf den Mund des Franziskaners und sagt nichts als: „Der Herr Gott Vater hat geboten, nun stille zu sein, und so heisst es zu gehorchen! Verstanden?“

9. Rede Ich: „Lass das gut sein, Freund Mathia! Hier gibt es von Mir aus kein positives Gesetz. Will Cyprian reden, so soll es ihm nicht verwehrt sein!“ – Spricht der Franziskaner: „Nein, nein, ich will nicht reden, obschon es mich ein wenig gejuckt hatte. Soeben kommt aus der Pyramide Robert zurück, und ich freue mich schon kindlich auf seine Erzählung. Aber er steht nun vor uns und macht eben nicht das zufriedenste Gesicht, auch seine Gefährtin nicht! Es muss ihnen die Sache nicht ganz zusammengegangen sein. Aber jetzt nur stille!“


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