RBLUM-15

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-15 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 15 - Gute Antwort Roberts. Fromme Wünsche.


1. Spricht Robert: „Edelster Freund! Dass ich im Augenblick, als dieser aller Menschenliebe ledige Wüterich mich dem abgefeimtesten Verbrecher gleich behandelte, in grösste Zorn- und Rachewut geriet - das, glaube ich, muss ein jeder billig denkende Geist gerecht finden. Aber nun ist bei mir Verzeihung schon lange eingetreten. Ich wünsche daher für diesen Blinden wahrlich nichts anderes, als dass er sehend würde und erkennen möchte, ob er an mir recht oder unrecht gehandelt hat.

2. Hätte er mich wahrhaft totmachen können, dann hätte ich wohl ohnehin nie auf Rache sinnen können. Da er mich aber eigentlich buchstäblich lebendiggeschossen hat und mir weiter wohl kein Leid mehr tun kann, und ich eigentlich nun schon um vieles glücklicher bin als er in all seinem herrschsüchtigen Wahne, - so kann ich ihm um so leichter alles vergeben. Auch hatte er eigentlich dem Äusseren nach bei weitem mehr Grund, mich als ein ihm gefährlichst vorkommendes Objekt aus dem Wege zu räumen, als einst zu deiner Zeit die überargen Hohenpriester Jerusalems Grund hatten, dich, meinen liebenswertesten Freund, schändlichst und über alle Massen grausam aus der Welt zu schaffen!

3. Konntest du, mein edelster Freund, sogar mit voller Empfindung aller Marterschmerzen deinen Peinigern vergeben, um wieviel mehr ich, der ich doch im Grunde nichts empfunden habe, das ich als einen wirklichen Marterschmerz bezeichnen könnte.

4. Daher könnte mein irdischer Grossfeind nun auch vor mir erscheinen, und ich würde zu ihm nichts sagen, als was du bei deiner Gefangennahme im Garten Gethsemane zu Petrus sagtest, als er dem Knechte Malchus ein Ohr abhieb.

5. Wenn es im ewig unermesslichen Raume ein allgerechtes Gottwesen gibt, so wird dieses ihn schon ohnehin den Lohn finden lassen, den er um mich und noch um viele andere verdient hat. Sollte es aber, was ich nun kaum mehr glaube, kein solches Gottwesen geben, so wird ihn die spätere Geschichte richten, ohne dass ich es nur im geringsten zu wünschen brauche.

6. Wenn ich dir aber einen kleinen Wunsch meines Herzens vortragen darf und es in deiner Macht steht, ihn zu verwirklichen, so empfehle ich dir zuerst meine arme Familie, d.i. mein liebes Weib und meine vier Kinder! Dann aber alle guten Menschen, die eines redlichen Herzens und Sinnes sind! Die reinen Selbstsüchtler aber, die alles getan haben, um für sich und ihre Nachkommen auf Unkosten der gesamten andern Menschheit im vorhinein zu sorgen, lasse dahin gelangen, dass sie auch noch auf der Erde schmecken, wie es denen geht, die von solchen Reichen abhängend von heute auf morgen leben müssen! Doch sei auch das durchaus als kein Begehren betrachtet, denn ich für mich finde an dir für alles auf Erden Erlittene und Verlorene die hinlänglichste Entschädigung!“


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